168

Bergen  .aufzuschlagen,  aus  denen  sie  erst  die  Bewohner  hätten
  treiben  müssen.  Wahrscheinlich  vermischten  sie  sich
mehr  mit  dem  hinzugetretenen  Volke.  Nach  einer  alten  Inschrift
  Vessel  in  Anton.  Itiner.  Tartarotti  Memor.  ant.  di
Rovoredo  p.  11.  heissen  sie  Ausuganei,  das  wäre,  die  Ausgegangenen
  —  Ausgesogenen,  und  der  Name  zeigte  also  solche
  an,  die  von  den  Umbrern  sich  getrennt  hätten.  Nach
‚Plin.  III,  10..  soll  Verona  ihnen  angehören,  und  von  ihnen
gegründet  sein.  Verona,  8trab.  Pnowv  heisst  im  Niebelungenliede
  Bern:  Berr,  Altd.  Beosz,  Angels.  Biorn,  Altdän.
  Bar  Fränkisch,  heisst  aber  vir  —  Mann,  Held,  daher
Bernhard,  Warnefried  etc.  Ferona  hiesse  also  Stadt  der
Männer  oder  Helden,  und  zeigte  den  deutschen  Ürsprung
  an.

Ein  Theil  derselben  hiess  Camuni,  wahrscheinlich  von
Kam  —=  Kampf  -=  Kampfmänner.

Die  Insubres  (Polyb.  oi  "Icoußoes)  gehörten  nach
Polyb.  2,  und  Strabo  V,  unter  die  mächtigsten  gallischen
Stämme.  Der  Name  Insumbri  —  Strabo:  "Ivcovußoos
heisst  vielleicht  innere  Umbrer  und  zeigte  dann  die  Verwandschaft
  mit  den  Umbrern  an.  Ihre  Stadt  ist  Bergamum.
Justin.  sagt,  dass  sie  Gallier,  Polemo  8,  1.  dass  sie  Cenomani
  gegründet  haben.  Pliniush.  n.  II,  1%.  erzählt:
C  ate  nenne  sie  Orobiorum  stirpem,  einen  Stamm  der  Bergbewohner.
  Weil  sie  nan  mit  diesem  griechischen  Namen
Orobii  genannt  wurden,  machte  sie  Cornelius  sogleich
zu  Griechen,  Man  wnsste  nicht,  dass  dieses  Orobii  nur
eine  wärtliche  Uebersetzung  des  deutschen  Wortes  Bergomaten
  —  Bergbewohner  war,  und  dass  die  Leute  sich  nach
ihrem  Wohnort  und  ihrer  Lebensweise  nannten,  wie  man
Völker  Ichthyopkagen,  Nomaden  etc.  nennt.  Bergamo  liegt
an  einem  Berge,  und  wie  man  heut  noch  sagt,  bergan  und
bergab,  so  sagte  mau  damals  Bergam,  wie  heut  Amberg,