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nach  Verdrängung  oder  Beschränkung  der  Einwohner  sich
niedergelassen.  Am  merkwürdigsten  davon  waren  das  von
Umbren  gegründete  Ariminum  und  Senegallica,  welchen  letztere
  von  ihnen  seinen  Namen  erhielt.

Alle  diese,  keltischen  *),  oder  wohl  richtiger,  germanischen
  Stämme  waren  nach  und  nach  vom  Jahre  600  —  400
vor  unserer  Zeitrechnung  in  Italien  doch  wohl  grösstentheils
aus  dem  Norden  eingewandert,  wie  auch  Livius  von  mehrern
  es  angiebt.  Wenn  er  manche  aus  dem  wirklichen  Gallien
  kommen  lässt,  so  mochte  auch  er  sich  durch  den  Namen
  Gallier  haben  täuschen  lassen  und  nicht  bedenken,  dass
von  Gallien  aus  die  Wanderungen  mehr  südwestlich  nach
Spanien  gegangen  waren,  als  östlich  nach  Italien,  und  dass
die  Entfernung  grösser  ist  zwischen  Frankreich  und  Italien,
als  zwischen  Deutschland  und  dem  letztern  Lande.  Nach
allen  jenen  Zeichen  der  Verwandschaft  sind  wir  aber  wohl
berechtigt,  diese  Völker  grösstentheils  für  wirkliche  Deutsche
  und  aus  Deutschland  Eingewanderte  zu  halten.  Wenn
nun  ein  so  grosser  Theil  Italiens  von  ihnen  in  Besitz  genommen
  wurde,  wenn  gewiss  viele  einzelne  auch  friedlich
nach  Rom  kamen  und  sich  dort  niederliessen,  selbst  dann
noch,  als  ihre  Macht  durch  römische  Taktik  gebrochen  war,
da  doch  in  Schlachten  wohl  nur  Krieger  fielen,  nicht  aber
Weiber,  Kinder  und  Greise,  die  im  Lande  zerstreuet  waren,
  ermordet  sein  mögen,  so  würde  schon  hieraus  sich  folgern
  lassen,  dass  eine  solche  Vermischung  einigen  Einfluss

*)  Denkt  man,  dass  Gälisch  und  Wälisch  nur  Abarten  desselben
Wortes  sind,.  die  von  Gael  stammen,  so  sieht  man,  dass  statt
des  Wortes  Gael  auch  Wael  angenommen  werden  kann,  da
unser  77  von  Lateinern  des  Mittelalters,  von  Ital.  und  Franzosen
  durch  Gu  ausgedrückt  und  Gualda  geschrieben  wird,  statt
Wald.  Der  Name  Kelten,  Gälen,  Wälen  stammt  also  von  unserm
  Wald  —  im  ächt  Gallischen  Cacill.