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jener  Länder  grösstentheils  von  jenen  abstammen,  und  dass,
wenn  die  heutigen  Einwohner  Deutsche  sind,  es  auch  die
damaligen  waren.  Wären  alte  Einwohner  eines  fremden
Stammes  dort  zurückgeblieben  und  Deutsche  dann  hinzugekommen,
  so  hätte  sich  in  jenen  Ländern  wahrscheinlich  eine
Mischsprache  gebildet,  wie  in  Frankreich  und  England.
Aber  dass  die  deutsche  Sprache  unvermischt  dort  herrscht,
ist  ein  Beweis,  dass  die  ältesten.  Einwohner  sowohl,  wie  die
später  hinzugetretenen,  Deutsche  waren  und  also  auch  die
alten  Räter.  Man  hat  also  nicht  nöthig,  in  irgend  einem
Winkel  des  Gebirges  Überreste  der  alten  Rüten  und  ihrer
Sprache  zu  suchen,  da  der  grösste  Theil  der  Einwohner  jener
  Länder  als  Abkömmlinge  derselben  betrachtet  werden
muss.  Stellt  doch  auch  Plinius  h.  n.  IV,  13.  Germanien
mit  Raetia  und  Noricum  zusammen.  [Agrippa  cum  Raetia
et  Norico  (Germaniae  tradit)  longitudinem  DCOLXXXVI,
milia  passuum,  latitudinem  CCLXVIIIL.  M.].  Wie  hätte
Agrippa  dies  geihan,  wenn  nicht  Länder  und  Völker  zusammen
  zu  gehören  schienen  ?

Aber  auch  der  Name  Räten  ist  germanisch.  Ried  —
Ries  —  heisst  Gebirg  —  gebirgig,  von  risan  —  reisen  —
‘hinansteigen.  Löscher  sagt:  Hodiernum  rait  apud  Helvetios
  et  Grisfönes,  reut  apud  Nericos  indicat  distrietum
montanum.  Ws  stammt  hiervon  auch  der  Name  Riesengebirge.
  Zaiten  heisst  also  so  viel  als  Bergbewohner.  Aaeten
  und  Rasena  ist  aber  wohl  ein  und  dasselbe  Wort,  da
die  Verwandlung  ‘des  t  in  s  nichts  Seltenes  ist.  Sind  nun
die  Räter,  was  kaum  bezweifelt  werden  kann,  Germanen,  so
'sind  es  also  auch  ihre  Stammverwandten,  die  Raseni.  Auch
das  Wort  Tusci  spricht  für  den  germanischen  Ursprung;
denn  Tusci  ist  wohl  nichts  anderes  als  Teutsche.  Die
‚Römer  warfen  des  Wohlklangs  wegen,  oder  weil  die  Häufung
  von  Consonanten  ihrem  Munde  zu  unbequem  war,  so