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frühern  Zeit  der  lateinischen  Sprache  ausgesprochen
worden.

So  ist  also

Oscisch.  Latein.  Deutsch,
petora.  (g)uatuor.  fedwor.
pit.  (q)uid.  was  oder  Belg.  wat.  Angels.  kwaet.

Beides  dem  Deutschen  unendlich  näher  verwandt,  als
dem  ‚Griechischen  r£ooapes  und  ri.

Auch  die  Endungen  os,  vs  und  ur  finden  sich  im  Oscischen,
  wie  im  Latein,  wie  die  Aufschriften  der  Länder,
wa  die  oscische  ‚Sprache  herrschte,  beweisen,  wie  Arpanos,
Larinos  und  Larinor,  Tianur  ete.;  auch  in  den  Fällen  findet
  sioh  viel  Ähnliches,  so  dass  man  das  Oscische  als  den
Hauptstamm  des  Latein  sich  denken  muss.  Herrschte  ‚nun  aber
das  Oscische  bei  jenen  Völkern,  so  waren  sie  auch  mit  einander
  verwandt,  denn  es  ist  nieht  denkbar,  dass  ein  Stamm
die  Sprache  eines  andern  Volkes  angenommen  hätte.  ‚Wenn
man  bedenkt,  welche  Schwierigkeit  es  heut  noch  macht,  nur
in,  einem  kleinen  Dorfe  eine  andere  Sprache  einzuführen,  wo
man  durch  Schulen,  Kirche,.  Bücher,  das  Einziehen  junger
Leute  unter  das  Militär  eine  Menge  Mittel  hat,  welche  die
Alten,  denen  die  Sache  auch  besonders  in  der  frühesten  Zeit
gleichgültig  war,  enthehrten,  so  sieht  man  nicht  ein,  warum
  eins  dieser  kleinen,  Italien  bewohnenden  Völker  seine
Sprache  gegen  die  eines  andern  Volkes  vertauscht  hätte.
Daher  konnten  viele  zwar  den  Namen  Ausoner  verlieren,  und
den  besondern  eines  einzelnen  Zweiges  oder  Ortes  annehmen,
  wenn  sie  auch  zu  diesem  Stamme  gehörten,  wie  auch
heut  Holländer,  Schweden,  Dänen  und  Engländer  sich  mit
diesen  bestimmten  Namen,  aber  nicht  Deutsche,  ja  nicht  einmal
  Germanen  nennen,  wenn  sie  auch  unbezweifelt  Zweige
dieses  Stammes  sind.  Spricht  man  doch  in  Östreich  :oft  von
einer  Reise  nach  Deutschland  und  von  der  deutschen  Spra-