notrer  sein  müssten,  weil  Pelasger,  Creter  und  andere  dieses
  Stammes  in  späterer  Zeit  dahin  gekommen  wären,’  er
aber  keine  ältere  Wanderung  der  Griechen  in  die  westlichen
  Theile  Europas  finden  köune.  Ja  Homer  weiss  noch
gar  nicht,  dass  im  Westen  Griechenlands  ein  Land  liegt.  Nur
von  Sicilien  hat  er  dunkle  Nachrichten,  keine  von  der  Halbinsel
  Italien.  Es  war  also  wohl  noch  keine  Fahrt  von  Griechenland
  nach  Italien  in  einer  so  frühen  Zeit  unternommen
worden.  Erst  Hesiod.  (Theog.  10.  13.  etc.)  erwähnt
den  die  Tyrrhener  beherrschenden  Latinus,  Antiochus,
der  Syracusaner,  hält  Oenotrer  für  die  ältesten  Einwohner,
und  meint,  dass  von  ihrem  Fürsten  Italus  der  Name  Italer,
  von  dessen  Nachfolger  der  Name  Morgeter  und  von
dem  durch  Morges  gastlich  aufgenommenen  Siculus  der
Name  Siculer  entstanden  wären..

Nun  sollen  auch  die  Aborigines,  nach  oben  angeführter
Stelle,  Abkömmlinge  der  Oenotrer  sein  (’Aßwoıyives,  Üivorowv
  Övres  &amp;nöyovo).  Nach  Dion.  1.  9.  haben  die
Aborigines  diesen  Namen  nur  bis  zum.  trojanischen  Kriege
behalten,  aber  dann  von  dem  damals  herrschenden  Könige
Latinus  den  Namen  Lateiner  bekommen.  Es  ist  nicht  nöthig,
  hier  einen  König  Latinus  anzunehmen,  da  wohl  fast
jede  Stadt  ihren  kleinen  Fürsten  hatte.  Aber  wenigstens
sieht  man,  dass  die  angeführten  Völker  verwandt  sind,  und
dass  der  Name,  welche  Ursache  auch  statt  fand,  sich  geändert
  hat.  So  sagt  auch  Serv.  ad  Aen.  1.  10.  Cato  in
Orig.  dicit,  cuius  auctoritatem  Sallustius  sequitur  in  bello
Catilin.:  primo  Italiam  tenuisse  quosdam,  qui  appellabantur
  Aborigines:  hos  postea  adventu  Aeneae  Phrygibus  junctos
  Lat’nos  uno  nomine  nuncupatos.  Alle  diese  Namen
Oenotri,  Morgetes,  Aborigines,  Latini  bezeichnen  alro  dasselbe
  Volk,  Leute.  desselben  Stanimes,  wo  nur  zu  verschiedenen
  Zeiten  der  Name  sich  änderte,  und  das  Einzelne  oft