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Griechen  Jahre  bedürfen,  ehe  afe  die  schwere.  Fahrt  nach
dem  nahen’Troja  wagen,  und  Jahre  lang  werden  ihre  Helden
auf  demRückwege  umhergeschleudert;  die  'me’sten  gehen  zu
Grunde,  und  nur  wenigen  gelingt  es,  den  vaterländischen
Boden  wieder  zu  betreten.  Und  nun  soll  ein  Trojaner  eine’
Fahrt  nach  dem  fernen-Lande  wagen,  dessen  Dasein  er  nicht
ahnen  konnte,  da  nicht  einmal  der  etliche.  Jahrhunderte.spster
  lebende  Homer  eskannte.  Hätte  nicht  Aeneas  fürchten
  müssen,  auf  einer  Fahrt  naclı  Westen  unter  die  ihm
feindlichen  Griechen  zu.  gerathen?  und.  wo  bekam  er  denn,
da  die  belagerte  Stadt  von  der  Verbindung  mit  dem  Meere
abgeschnitten  war,  die  Schiffe  her,  die,  wenn  ja  die  Trojaner
  einige  hatten,  von  den  Griechen  sicher  genommen  waren?
  Selbst  die  Werkzeuge  zur  Erbauung  mussten  mit  der
Verbrennung  der  Stadt  vernichtet  sein!  Auch  hatte  er  ja,
als  die  Griechen  das  Land  verlassen  hatten,  nichts  mehr  zu
fürchten,  und  Grund  und  Boden  war  für  die  übrig  gebliebenen
  Trojaner  genug  da,  so  dass  sie  nicht  in  einem  fernen
  Lande  ihn  erst  suchen  durften.  Wollen  wir  Dichtern
glauben,  so  können  wir  es  am  ersten  wohl  Homer,  bei  dem
‚Dichtung  und  Geschichte  noch  enger  mit  einander  verbunden‘
  sind,  und  jene  nicht  blos  ein  Spiel  einer  fruchtbaren
Phantasie  ist.  Nach  ihm  aber  (Ilias  XX.  306  etc.)  herrscht
Aeneas  nach  Abzug  der  Griechen  über  die  Trojaner,  und
doch  wohl  über  die  im  Lande  befindlichen:

non  yao  Iloıauov  yevanv  xInoe  Kooviwv,
viv  ÖL  dm  Alveico  Pin  Toweooıy  avakaeı,
xal  nalöwv  naldes  Toi  xEv  weronucde  yEvwvral.

Kritische  Schriftsteller  der  Römer,  die  nicht  wie  Livius
  über  die  älteste  Zeit,  der.  Volkseitelkeit  zu  schmeichela,
  dergleichen  Mährchen  als  historische  Kost  darboten,
betrachteten  daher  das  Ganze  als  Fabel,  So  sagt  Taecit.