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Göttersohn  zurückführt,  ist  nur  dichterlsch,  mit  Wundern
überfüllt  und  am  wenigsten:  zuverlässig.  Die  ganze  Sage  vom
Romulus  ist  so  mythisch,  dass  ea  schwer  wird,  einen  historischen
  Grund  zu  finden.  Nach  Dion.  Hal.  1,  74.  sollen
  Romulus  und  Remus  die  Erbauer  der  Stadt,  des  A  eneas
  Söhne,  bald  wieder  seine  Enkel  sein,  beld  soll  Ascanius,
  des  Aeneas  Sohn,  die  Macht  der  Lateiner  mit  Romulus
  und  Remus  getheilt  und  Alda  longa  erbaut  haben.
Buallust  lässt  von  Trojanern,  die  dem  Aeneas  folgen,  und
von  Aboriginern  Rom  gegründet  werden.  (dell.  Catil,  V1.)
Nach  Antiochus  von  Syracus,  einem  alten  berühmten
Geschichtschreiber,  soll  vor  des  Aeneas  Ankunft  in  Italien
schon  ein  Rom  bestanden  haben.  Timaeus  von  Sicilien
setzt  Roms  dritte  Gründung  oder  Colonisirung  in  die  Zeit  von
Carthago’s  Erbauung,  38  Jahre  vor  der  ersten  Olympiade.
Nach  Festus  (v.  Sacrani)  sollen  es  Siculer  gegründet  haben,
  welche  durch  Tyrrhener  von  Reate  vertrieben  waren.
Plutarch  in  seinem  Romulus  sagt,  dass  einige  meinten,
Romulue,  König  der  Lateiner,  habe  der  Stadt  den  Namen
gegeben  nach  Vertreibung  der  Etrusker.  Auch  wurden  js
die  Carmentalien  zum  Anden}  er  Erbauung  des  palatinischen
  Hügels  durch  Evand.  .  4  Jahrhunderte  vor  Roms
Erbauung  nach  Italien  gekommen  sein  sollte,  gefeiert,  in
welchem  Feste  sich  wenigstens  die  Meinung  von  einer  früheren
  Bewohnung  einzelner  Theile  der  Stadt  Rom  ausspricht.
Dürfen  wir  von  allen  diesen  Angaben  auch  keiner  ganz  trauen,
so  scheint  doch  so  viel  gewiss,  dass  Rom  schon  länger  bestand,
  als  es  gewöhnlich  angegeben  wird,  und  dass  nicht
erst  Romulus  und  Remus  754  vor  Christo  die  Erbauer
waren.  Siculer  moehten  hier  die  ersten  Niederlassungen  haben,
  was  ‘auch  mehrere  anführen,  doch  waren  in  späterer
Zeit  diese  Einwohner  wohl  durch  Aboriginer  und  Pelasger
verdrängt.  Mehrere  Erscheinungen  deuten  auf  einen  enge-