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folgten  solche  theilweise  Auswanderungen  tmaticher  Stämme,
denen  das  Land  bei  starker  Vermehrung  nicht  hinlänglich  Nabrungsmittel
  darbot.  Die  Auswanderungen  der  Cimbern  und
Teatonen  und  die  Züge  deutscher  Völker  (Oaes.  b.  g.  1.
31.  etc.)  unter  Ariovist  nach  Gallien,  waren  also  nicht  die
ersten,  sondern  schon  längst  hatten  dergleichen  nach  Italien
Statt  gefunden.  Das  ist  also  der  Grund,  dass  man  Volksstämme
  mit  denselben  Namen  in  Deutschland  und  Italien  findet,
  hier  Räten,  dort  Raseni,  hier  Umbronen,  dort  Umbrier,
hier  Ligyer,  dort  Lygier  oder  Ligurer,  hier  Boji,  dort  Boji,
hier  Semneonen,  dort  Senonen,  ‚hier  und  dort  Marsi.  Trüge
etwa  nur  ein  Stamm  gleichen  Namen,  so  könnte  man  es  dem
Zufall  zuschreiben;  bei  der  Menge  derselben  ist  diess  aber
nicht  möglich.  Auch  kannten  ja  die  Römer  die  Verwandschaft
  zwichen  den  Raseni  und  Räten,  nur  schlossen  sie  falsch,
weil  sie  mit  dem  Norden  zu  wenig  bekannt  waren,  aus  Italien
  wäre  der  Stamm  nach  den  Alpen  gezogen.  Von  Bojern
und  Semnonen  jedoch  wusste  man,  dass  sie  aus  dem  Norden
  kamen,  dennoch  stellte  man  die  beiden  Völker  oft  nicht
als  Verwandte  auf,  oder  läugnete  den  germanischen  Ursprung,
weil  sie  Kelten  hiessen.  Aber  es  bevölkerten  nicht  allein
Italien  germanische  Stämme,  sondern  sie  brachten  auch  schon
menche  Kunst  und  Fertigkeit  mit,  wie  die  Sprache  uns
zeigt.

Dass  die  nach  Italien  einwandernden  germanischen  Volksstämme
  nicht  americanischen  Wilden  glichen,  nicht  blos  Jäger
  oder  Nomaden  ‘waren,  zeigt  die  Übereinstimmung  der
Wörter  für  den  Ackerbau  im  Persischen,  Deutschen  und  Leteinischen;
  wie  denn  auch  die  Germanoi  bei  den  Persern
nach  Herodot  eine  Ackerbau  treibende  Tribus  war.  Auch
zeigen  sich  grade  in  der  römischen  Bauernsprache  mehrere
deutsche  Wörter,  die  sonst  im  Latein  nicht  üblich  sind.
So  sagt  Varro  de  re  rustica  lib.  1.:  Nunc  rustica  voce