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20.  Das  Fichtelgebirge  hat  seinen  Namen  von  den  großen  Fichtenwaldungen,
die  auf  ihm  wachsen.  Es  ist  ein  wichtiger  Knotenpunkt  des  deutschen  Mittelgebirges.
4  Gebirge  schließen  sich  an  das  Fichtelgebirge  an:  Erzgebirge,  Böhmer  Wald,
schwäbisch-fränkischer  Jura  und  Thüringer  Wald  mit  dem  Frankenwalde.  4  Flüsse
haben  auf  ihm  ihre  Quelle:  Main,  Saale,  Eger,  Naab.

21.  Der  Böhmer  Wald  bildet  einen  Grenzwall  zwischen  Böhmen  und  Bayern.
Er  besitzt  einen  ungeheuern  Waldreichtum,  namentlich  im  südlichen  Teile.  Die  Bewohner
  nähren  sich  durch  Holzfällen,  Flößerei,  Holz=  und  Glasindustrie.

22.  Der  deutsche  Jura  setzt  sich  aus  dem  fränkischen  und  schwäbischen
Jura  zusammen.  Beide  sind  durch  die  Altmühl  getrennt.  Der  schwäbische  Jura
führt  in  seiner  Mitte  auch  den  Namen  „rauhe  Alb“.  Er  bildet  eine  30—40  km
breite,  kalksteinfelsige  Hochebene,  über  die  jahraus,  jahrein  rauhe,  kalte  Winde  fegen.
Einen  grellen  Gegensatz  zu  den  rauhen  Höhen  bilden  die  lieblichen  Thäler  mit
ihren  Wäldern,  Wiesen  und  freundlichen  Dörfern.  Vor  dem  Nordwestrande  erheben
  sich  zwei  geschichtlich  bekannte  Berge:  der  Hohenstaufen  und  der  Hohenzollern.
  Auf  dem  Hohenzollern  erblickt  man  das  Stammschloß  der  Hohenzollern.

23.  Der  Schwarzwald  steigt  als  eine  mächtige  Gebirgswand  steil  aus  der
Rheinebene  empor,  senkt  sich  aber  im  Osten  allmählich  zur  rauhen  Alb  hinab.  Das
Klima  ist  —  den  verschiedenen  Höhenstufen  des  Gebirges  entsprechend  —  ein  sehr
verschiedenes.  Die  Vorberge  im  Rheinthale  sind  sonnig  und  haben  ein  mildes  Klima.
Daher  wird  hier  das  Auge  durch  Obstgärten,  Rebenhügel  und  prächtige  Laubwaldungen
  ergötzt.  Weiter  oben  weht  eine  rauhere  Luft,  die  dem  Laubwalde  nicht
mehr  zusagt.  Daher  beginnen  hier  die  finstern  Tannenwälder,  die  bei  Regenwetter
eine  beinahe  schwarze  Farbe  annehmen  und  dem  Gebirge  den  Namen  gegeben  haben.
Auch  wollen  hier  kaum  noch  Hafer  und  Kartoffeln  gedeihen.  Höher  hinauf  hört
aller  Ackerbau  auf,  und  die  Nadelhölzer  schrumpfen  bald  zu  niederm  Krummholze
zusammen.  Auf  den  Hochebenen  herrscht  selbst  im  Sommer  ein  winterliches  Klima.
Aus  ihnen  ragen  kahle  Bergkuppen  empor,  von  denen  der  Feldberg  am  höchsten

den  zahlreichen  Thälern  des  Schwarzwaldes  sieht  man  schmucke  Städte

   

 