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zwischen  Elbe  und  Oder  herzustellen,  hat  man  die  Elbe  mit  der  Havel  durch  den
plaueschen  Kanal,  die  Havel  mit  der  Oder  durch  den  Finowkanal  und  die  Spree
mit  der  Oder  durch  den  Friedrich  Wilhelms-Kanal  verbunden.  —  Im  Süden
der  Provinz  giebt  es  (wie  auch  in  der  Stadt  Brandenburg)  viele  Tuchfabriken,
namentlich  in  Forst,  Luckenwalde,  Guben,  Spremberg,  Kottbus  u.  s.  w.

7.  Die  bekanntesten  Schlachtörter  in  Brandenburg  sind  Fehrbellin  (1675),
Zorndorf  (1758),  Kunersdorf  (1759),  Groß-Beeren  (1813).

g.  Drovinz  Sachsen.  (25  T.  akm  —  2,7  M.  E.  —  ¼  kath.)

1.  Das  Elbgebiet  von  Mühlhausen  bis  zur  Magdeburger  Börde.  Die
Provinz  Sachsen  umfaßt  einen  großen  Teil  des  Elbtieflandes.  Die  Elbe  (S.  92)
durchfließt  nämlich  die  Provinz  fast  der  ganzen  Länge  nach  und  nimmt  hier  die
Saale  auf.  Die  wichtigsten  Städte  an  der  Elbe  sind:  Mühlberg  (Schlacht  1547),
Torgau  (Festg.,  Schlacht  1760),  Wittenberg  (Geschichtel),  Schönebeck  (Saline)
und  Magdeburg.  An  den  Ufern  der  Elbe  ist  viel  Marschland,  namentlich  auf
der  linken  Elbseite  in  der  Magdeburger  Börde

2.  Die  Magdeburger  Börde  liegt  zwischen  Ohre  und  Saale  und  zieht  sich
bis  nahe  an  den  Harz  hin.  Der  Acker  ist  hier  äußerst  fett  und  fruchtbar  und  besteht
vorzugsweise  aus  schwerem,  schwarzem  Lehmboden.  Bäume  sieht  man  hier  meist  nur
an  den  Chausseen.  Vom  Korn  sagt  ein  Volksspruch,  es  werde  so  hoch,  daß  ein  Reiter
zu  Pferde  darin  verschwinde.  Rüben  und  Cichorien,  die  hier  in  großer  Uppigkeit
wachsen,  haben  eine  Menge  Zucker=  und  Cichorienfabriken  entstehen  lassen.  Dazu
hat  die  Börde  auch  mehrere  Salz=  und  Braunkohlenwerke,  die  recht  ergiebig  sind.
Überall  herrscht  daher  der  größte  Wohlstand.  —  Die  bedeutendste  Stadt  der  Börde  ist
Magdeburg  (mit  den  Vorstädten  214  T.).  Im  Dome  hier  ruht  Otto  d.  Gr.  mit
seiner  Gemahlin  Editha,  und  auf  dem  „alten  Markte“  steht  sein  Reiterbild.  (S.  15.)

3.  Die  Altmark.  Im  Norden  giebt  es  aber  auch  viel  Sandboden,  besonders
in  der  Altmark.  Die  Altmark  ist  das  Stammland  Preußens.  Die  wichtigsten
Städte  hier  sind  Stendal  und  Salzwedel.

4.  Die  Saale  entspringt  auf  dem  Fichtelgebirge.  Zwischen  Naumburg  und
Weißenfels  sind  ihre  hügeligen  Ufer  vielfach  mit  Weinreben  bepflanzt.  Dann
tritt  sie  ins  Tiefland  ein,  wo  die  Schlachtfelder  von  Lützen  (1632),  Roßbach
(1757)  und  Gr.-Görschen  (1813)  liegen.  Darauf  fließt  sie  an  Merseburg
und  Halle  (120  T.)  vorüber  und  mündet  endlich  in  die  Elbe.  Vom  Harze
empfängt  sie  die  Bode,  an  der  Staßfurt  liegt.

5.  Das  Staßfurter  Steinsalzbergwerk  nimmt  unter  allen  europäischen  Salzbergwerken
  den  ersten  Rang  ein.  In  einer  Tiefe  von  etwa  300  m  stößt  man  hier
auf  ein  Salzlager,  das  eine  Mächtigkeit  von  über  400  m  hat.  Die  obersten  Schichten
bestehen  aus  einem  bunten  Gemisch  von  Stein-,  Bitter=  u.  a.  Salzen.  Unter  diesen
aber  ruht  das  reine  Steinsalz.  Die  Salze  werden  durch  Sprengungen  losgelöst
und  dann  in  Kasten  mittels  eines  Gewindes  zu  Tage  gefördert.  Zur  Sicherheit
läßt  man  hier  und  da  sogenannte  Abbaus=  oder  Sicherheitspfeiler  stehen.  Sie  tragen
die  über  8  m  hohe  Decke  und  erheben  sich  in  verschiedenen  Stockwerken  übereinander.
Durch  diese  Pfeiler  erhält  das  Innere  des  Bergwerks  ein  domähnliches  Aussehen,
und  Staunen  und  Bewunderung  erfüllen  jeden  Beschauer,  der  diese  mächtigen,  weißglänzenden
  Räume  betritt.  —  Das  reine  Steinsalz  wird  gemahlen  und  als  „Tafelsalz“
sofort  in  den  Handel  gebracht;  die  sogenannten  Abraumsalze  aber  werden  in  den
verschiedenen  chemischen  Fabriken  Staßfurts  zu  künstlichen  Düngemitteln  verarbeitet.

6.  Das  Bergland.  Im  Westen  der  Provinz  erhebt  sich  der  Harz.  (S.  88.)
Die  bekanntesten  Städte  in  seiner  Nähe  sind  Wernigerode,  Halberstadt,  Quedlinburg,
  Aschersleben,  Eisleben  (Geschichte!)  u.  a.  Weiter  südlich  hat  die