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liegt  der  Teutoburger  Wald  (S.  89).  In  dem  hügeligen  Lande  zwischen  dem
Teutoburger  Walde  und  dem  Wesergebirge  wird  viel  Flachs  gebaut,  daher  beschäftigen
sich  die  Bewohner  dieser  Gegend  viel  mit  Spinnerei  und  Weberei.  Die  Hauptorte
des  Leinenhandels  sind  Bielefeld  und  Herford.

2.  Das  Münsterland  liegt  zwischen  Münster  und  Paderborn.  Es  wird
von  der  Lippe  und  Ems  bewässert  und  ist  ungemein  fruchtbar.  Daher  finden
gehöste,  deren
  Besitzer
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sehr  wohl
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hervor.  Der
westfälische
Bauer  lebt
am  liebsten
abgeschlossen
auf  seinen.
Scholle;  da-  —
rumumgiebt
er  selbst  sein  Feld  mit  einem  breiten  Erdwalle,  auf  dem  dichte  Hecken,  herrliche  Eich—
bäume  u.  s.  w.  wachsen.  Auf  seinem  uralten  Stammsitze,  der  sich  von  Vorfahr  zu
Vorfahr  auf  ihn  vererbt  hat,  dünkt  er  sich  so  hoch  wie  ein  Edelmann  in  seinem  Stamm—
schlosse.  Sein  Wohnhaus  ist  meist  einstöckig,  aber  sehr  geräumig.  An  der  Giebelseite
befindet  sich  ein  mächtiges  Thor;  denn  hier  ist  die  Einfahrt,  die  zur  „Däle“  (Diele)
führt.  Rechts  und  links  von  der  Diele  steht  das  Vieh,  das  gutmütig  und  neugierig
über  die  niedrigen  Futtertröge  hinweg  den  Ankömmling  anschaut.  Am  andern  Ende
der  Diele  findet  sich  der  Wohnraum,  vor  dem  die  Küche  liegt.  Die  Hauptstadt  des
Münsterlandes  ist  Münster  (60  T.).  In  dem  großen  Saale  des  Rathauses,  dem
Friedenssaale,  wurde  1648  der  westfälische  Friede  geschlossen.  Im  Süden  des
Münsterlandes  liegt  die  äußerst  fruchtbare  „Soester  Börde“;  darin  Soest  (sohst),
wegen  seiner  weitläufigen  Bauart  das  „große  Dorf  Westfalens“  genannt.

3.  Das  Kohlenbecken  an  der  Ruhr.  Im  Norden  wird  die  Ruhr  von  einem
kahlen  Bergrücken,  dem  Haarstrang,  begleitet.  Nach  Westen  hin  verläuft  dieser
in  ein  fruchtbares  Hügelland,  das  den  Namen  „Hellweg“  führt.  In  allen  Thälern
dieses  Hügellandes  sowie  auch  in  dem  ganzen  Ruhrthale  —  bis  zur  Lippe  hin  —
liegen  unermeßliche  Schätze  an  Steinkohlen.  Man  zählt  hier  mehr  als  200  Gruben,
von  denen  jede  jährlich  im  Durchschnitt  mindestens  12  Millionen  Centner  Kohlen

 

 

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