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Hauptstadt  Assyriens.  Die  bedeutendsten  Städte  am  Tigris  sind  jetzt  Mosül,
in  früherer  Zeit  durch  Musselinwebereien  bekannt,  und  Bagdäd.

25.  Arabien.  (6mal  so  groß  wie  Deutschland  —  5  M.  E.)

1.  Klima  und  Bodenerzengnisse.  Fast  die  ganze  Halbinsel  Arabien  ist  eine  Hochebene,
  die  vielfach  mit  höhern  Randgebirgen  umgeben  ist.  Daher  erhält  das  weite  Innere
  fast  gar  keinen  Regen  (S.  135)  und  ist  infolge  der  Dürre  und  furchtbaren  Hitze
vielfach  zur  Sandwüste  geworden.  Einen  Fluß,  der  das  ganze  Jahr  hindurch  Wasser
führt,  hat  Arabien  nicht.  Nur  einige  Thäler  (Oasen)  und  die  Küsten  sind  besser  bewässert
  und  daher  sehr  fruchtbar.  Am  arabischen  Meerbusen  liegt  der  Küstenstrich  Jemen
oder  „das  glückliche  Arabien“.  Hier  gedeiht  an  den  Bergabhängen  der  Kaffee  vorzüglich.
Der  Hafen  Mocha,  wo  er  früher  verladen  wurde,  hat  ihm  den  Namen  „Mokka“  gegeben.

2.  Bewohner  und  Städte.  Im  Innern  des  Landes  wohnen  Beduinen,  die
mit  ihren  Kamelen,  edeln  Pferden  und  fettschwänzigen  Schafen  von  einer  Oase  zur

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Mekka  (55  T.),  die  Geburtsstätte  Mohammeds,  liegt  in  öder,  baumloser
Gegend.  Die  Stadt  verdankt  ihr  Bestehen  ganz  allein  einem  jahraus,  jahrein  Wasser
spendenden  Brunnen,  ihre  Größe  aber  hauptsächlich  dem  „schwarzen  Steine“,  durch
den  Mekka  ein  berühmter  Wallfahrtsort  geworden  ist.  Denn  jeder  Mohammedaner
muß  —  so  ist  es  Vorschrift  des  Korans  —  wenn  er  ruhig  sterben  will,  einmal
in  seinem  Leben  die  heilige  Stadt  gesehen  haben.  Zur  Zeit  der  Wallfahrten  sind
daher  die  Straßen  der  Stadt  von  vielen  tausend  Pilgern  belebt.  Auf  dem  Hofe
einer  Moschee  befindet  sich  das  Heiligtum  der  Araber,  die  Käaba.  Sie  bildet
ein  kleines,  würfelartiges  Gebäude  (Käaba  bedeutet  Würfel),  das  etwa  18  Schritt
lang  und  14  Schritt  breit  ist.  Der  in  der  südöstlichen  Ecke  der  Käaba  eingemauerte
  Stein  (wahrscheinlich  ein  Meteor)  sieht  fast  schwarz  aus  und  ist  mit
goldenen  Reifen  eingefaßt.  Nach  der  Sage  hat  Abraham  den  Stein  von  einem
Engel  erhalten,  als  er  hier  die  Käaba  errichtete.  Unter  Gebet  umschreiten  die
Gläubigen  die  Käaba  und  küssen  dabei  den  Stein,  um  Vergebung  der  Sünden  zu