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Bethanien,  Bersaba,  Gibeon,  Neu-Barmen  u.  a.  aus  wird  die  christliche  Lehre  verbreitet,
  und  Blutrache,  Diebstahl  und  Gespensterfurcht  nehmen  mehr  und  mehr  ab.

Inseln  um  Afrika.

Zu  Afrika  gehören  die  Inseln  Madeira  l(maderal,  die  kanarischen  Inseln
(Heimat  der  Kanarienvögel),  die  Inseln  des  grünen  Vorgebirges,  St.
Helena  (Napoleon)  und  Madagaskar  (größer  als  Deutschland,  jetzt  von  Frankreich
in  Besitz  genommen).

 

Amerika.

Amerika  wurde  1492  von  Kolumbus  entdeckt.  Es  ist  viermal  so  groß  als
Europa  und  bildet  die  sogenannte  neue  Welt.  Die  Einwohnerzahl  beträgt
130  Millionen,  darunter  etwa  30  Millionen  Neger  und  10  Millionen  Indianer.

37.  Nordamerika.

1.  Nordamerika  ist  mehrfach  gegliedert.  (Suche  die  wichtigsten  Halbinseln
nach  der  Karte  aufs!)  Dadurch  sowie  auch  durch  die  Flüsse,  die  einen  langen
Unterlauf  haben  und  weit  hinauf  schiffbar  sind,  ist  ein  Vordringen  in  das  Innere
wesentlich  erleichtert.

2.  Bodenverhältnisse  und  Flüsse.  An  der  Westküste  zieht  sich  kettenförmig
ein  Hochgebirgsland  hin.  Im  Osten  erhebt  sich  das  Alleghanigebirge  selligennis.
Zwischen  beiden  Gebirgen  breitet  sich  muldenförmig  ein  gewaltiges  Tiefland  aus,
das  von  dem  Mississippi  mit  dem  Missouri  und  Ohio  loheio!]  durchflossen
wird.  An  der  Ostküste  finden  wir  den  mächtigen  Lorenzstrom.  Er  bildet  den
Abfluß  der  fünf  großen  kanadischen  Seen.  Zwischen  zweien  von  ihnen  befindet  sich
der  50  m  hohe  Niagarafall,  der  größte  Wasserfall  der  Erde.  Die  größte  der
vielen  Inseln  bei  Nordamerika  ist  Grönland.

3.  Grönland,  die  größte  Insel  der  Welt,  ist  im  Innern  eine  unermeßliche
Eiswüste.  Mit  dem  9—  10  Monat  langen  Winter  wechselt  ein  kurzer,  heißer
Sommer.  Er  beginnt  im  Juli.  Dann  bedeckt  sich  der  Boden  mit  kurzem  Grün,  und
überall  schießt  das  Löffelkraut  (Heilmittel  gegen  den  Skorbut)  hervor.  An  Bäumen
aber  ist  großer  Mangel;  hier  und  da  sieht  man  nur  einige  verkrüppelte  Birken,  Weiden
und  Erlen.  Zum  Brennen  sammeln  daher  die  Bewohner  das  an  den  Küsten  angeschwemmte
  Treibholz.  Von  wilden  Tieren  findet  man  das  Renntier  und  den  Eisbären.

4.  Die  Eskimos,  die  Bewohner  Grönlands,  bewohnen  im  Sommer  leichte,
mit  Seehundsfellen  bedeckte  Zelte;  ihre  Winterwohnungen  aber  sind  halb  in  die
Erde  gegraben  (warum?)  und  haben  gewöhnlich  die  Form  eines  Backofens.  Die
Fenster  sind  mit  Seehundsdärmen  oder  durch  ein  Stück  Eis  verschlossen.  Den
Eingang  zur  Hütte  bildet  ein  3—4  m  langes  Vorhaus.  Es  hält  die  Winde  ab
und  ist  so  niedrig,  daß  man  auf  Händen  und  Füßen  hineinkriechen  muß.  Das
wichtigste  Tier  für  die  Eskimos  ist  der  Seehund.  Auf  ihn  machen  sie  in  ihren
5  m  langen  Böten  Jagd.  Alle  Kleidungsstücke  der  Eskimos,  der  warme  Rock  mit
der  Kapuze,  die  Hose,  die  Stiefel  sind  aus  Seehundsfellen  hergestellt.  Die  Eskimos
leben  größtenteils  vom  Fleische  der  Seehunde  und  Fische;  es  ist  ihnen  aber  einerlei,
ob  es  frisch  oder  halb  verfault  ist.  Ihre  einzigen  Haustiere  sind  die  Hunde,  die
sie  vor  den  Schlitten  spannen.

5.  Das  britische  Nordamerika  ist  etwa  so  groß  wie  Europa.  Die  zahllosen
Seen  und  Flüsse  wimmeln  von  Fischen,  und  die  unermeßlichen  Wälder  besitzen  einen