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In  den  vollen  Hunderten,  deren  beide  erste  Zahlen  nicht  durch  4  teilbar  sind
(1700,  1800,  1900)  fällt  das  Schaltjahr  aus.  Warum?

11.  Tag-  und  Nachtlänge.  Stände  die  Erdachse  senkrecht  auf  der  Erdbahn,
so  würden  die  Sonnenstrahlen  Tag  für  Tag  auf  den  Aquator  senkrecht  fallen.  Tag
und  Nacht  wären  dann  überall  auf  der  Erde  stets  gleich  lang.  Die  Sonne  ginge
jeden  Tag  morgens  um  6  Uhr  auf  und  abends  um  6  Uhr  unter.  Auch  die
Temperatur  wäre  an  jedem  Orte  jahraus,  jahrein  dieselbe.  Nun  aber  steht  die
Erdachse  schief  auf  der  Erdbahn  (in  einem  Winkel  von  23½  Grad)  und  zwar
so,  daß  der  Nordpol  stets  nach  dem  Polarstern  gerichtet  ist.  Daher  kommt  es,
daß  im  Sommer  mehr  die  nördliche  Halbkugel,  im  Winter  mehr  die  südliche  Halbkugel
  der  Sonne  zugewendet  ist  und  die  Jahreszeiten  sowie  die  Tageslängen  miteinander
  abwechseln.

12.  Jahreszeiten.  In  der  Mitte  zwischen  Nord=  und  Südpol  denkt  man
sich  rund  um  die  Erde  herum  einen  Kreis,  der  die  Erde  in  2  Hälften  teilt:
in  die  nördliche  und  südliche  Halbkugel.  Er  wird  Gleicher  oder  Aquator  genannt.
Am  21.  März  geht  die  Sonne  gerade  über  dem  Aquator  auf  und  unter.  Tag
und  Nacht  sind  an  diesem  Tage  gleich  lang.  Es  ist  Frühlingsanfang.  Von  jetzt
an  geht  die  Sonne  jeden  Tag  etwas  weiter  nördlich  vom  Aquator  auf  und  unter.
Infolgedessen  nehmen  die  Tage  bei  uns  an  Länge  zu,  da  sich  die  einzelnen  Punkte
der  nördlichen  Halbkugel  bei  der  Bewegung  der  Erde  um  sich  selbst  jetzt  länger  in
der  Sonnenseite  als  in  der  Schattenseite  befinden.  Da  jetzt  auch  die  Sonnenstrahlen
zahlreicher  und  mehr  senkrecht  auf  die  von  uns  bewohnte  nördliche  Erdhälfte  fallen,
so  wird  es  hier  auch  immer  wärmer.  Am  21.  Juni  endlich  hat  die  Sonne  ihren
nördlichsten  Punkt  erreicht.  Wir  haben  den  längsten  Tag  und  die  kürzeste  Nacht.
Es  ist  Sommersanfang.  Der  Kreis,  über  dem  an  diesem  Tage  die  Sonne
auf=  und  untergeht,  heißt  der  nördliche  Wendekreis,  da  hier  die  Sonne  scheinbar
umwendet.  Denn  von  jetzt  an  geht  sie  täglich  etwas  weiter  nach  Süden  hin  auf
und  unter,  bis  sie  am  23.  September  gerade  wieder  über  dem  Aquator  auf=  und
untergeht.  Tag  und  Nacht  sind  wieder  gleich.  Es  ist  Herbstesanfang.  Die  Aufgangs=
  und  Untergangspunkte  der  Sonne  schreiten  aber  noch  immer  weiter  nach  Süden
hin  vor,  bis  sie  endlich  am  21.  Dezember  ihren  südlichsten  Punkt  erreicht  haben.
Wir  haben  an  diesem  Tage  den  kürzesten  Tag  und  die  längste  Nacht.  Es  ist
Wintersanfang.  Der  Kreis,  den  die  Sonne  am  Himmel  beschreibt  oder  über
dem  sie  an  diesem  Tage  auf  der  Erde  hingeht,  heißt  südlicher  Wendekreis.  Denn
nun  wendet  sich  die  Sonne  scheinbar  wieder  nach  Norden,  bis  sie  am  21.  März
gerade  wieder  über  dem  Aquator  auf=  und  untergeht.

13.  Zonen.  Uber  dem  von  den  beiden  Wendekreisen  eingeschlossenen  Erdgürtel
bewegt  sich  die  Sonne  am  Himmel  einmal  im  Jahre  scheinbar  hin  und  her.  Die
Strahlen  der  Sonne  fallen  infolgedessen  hier  jeden  Tag  auf  einen  andern  Landstrich
  senkrecht.  Über  jedem  Orte  steht  alle  Jahre  zweimal  die  Sonne  gerade
im  Scheitelpunkte.  In  den  Wendekreisen  selbst  ist  dies  nur  einmal  im  Jahre  der
Fall.  (Wann?)  An  welchen  Tagen  im  Jahre  wird  die  Sonne  senkrecht  über  dem
Aquator  stehen?  —  Der  Erdgürtel,  der  von  den  Wendekreisen  eingeschlossen  ist,
heißt  die  heiße  Zone.  —  Könnten  wir  uns  am  21.  Juni  plötzlich  weiter  nach  Norden
versetzen,  so  würden  wir  da  einen  Ort  finden,  wo  die  Sonne  an  diesem  Tage
gar  nicht  untergeht.  Der  Kreis,  den  dieser  Ort  bei  der  Umdrehung  der  Erde
beschreibt,  heißt  der  Polarkreis.  Zwischen  diesem  und  dem  nördlichen  Wendekreise
liegt  die  nördliche  gemäßigte  Zone.  Hier  fallen  die  Sonnenstrahlen  —  im  Sommer
weniger,  im  Winter  mehr  —  schräg  auf  die  Erde,  weshalb  auch  hier  die  Wärme
im  Sommer  nur  eine  mäßige  ist.  Jenseits  des  nördlichen  Polarkreises  beginnt
die  nördliche  kalte  Zone,  die  sich  wie  eine  Kugelkappe  rund  um  den  Nordpol  herum