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gerichtet  werden,  so  daß  gewöhnlich  2  Zehen  nach  vorn  und  2  nach  hinten  stehen.
Dadurch  erhält  der  Vogel  beim  Sitzen  auf  den  Zweigen  einen  sichern  Stützpunkt.

2.  Nahrung.  Der  Kuckuck  leistet  dem  Forstmanne  einen  sehr  wichtigen  Dienst.
Sein  großer  Magen  vermag  nämlich  auch  solche  Raupen  zu  verdauen,  die  ihrer
Haare  wegen  von  andern  Vögeln  verschmäht  werden.  Mit  Vorliebe  verspeist  der
Kuckuck  die  haarigen  Raupen  des  Prozessionsspinners,  die,  in  Reihen  geordnet,  von
Eichbaum  zu  Eichbaum  kriechen  und  sie  kahl  fressen.  Da,  wo  Raupen  massenweise
  auftreten,  finden  sich  oft  mehrere  Kuckucke  zu  ihrer  Vertilgung  ein.  So  hielten
sich  einst  in  einem  30  Morgen  großen  Kieferngehölze  an  100  Kuckucke  auf,  die  in
15  Tagen  an  3  Millionen  Nonnenraupen  (S.  185)  verzehrten  und  so  das  Gehölz
vor  dem  Untergange  schützten.  —  Sehr  häufig  bohren  sich  die  Raupenhaare  mit  ihren
Häkchen  in  die  Magenhaut  des  Kuckucks  ein.  Daher  ist  denn  auch  die  Sage  entstanden,
  daß  der  Kuckucksmagen  inwendig  wie  ein  Pelz  aussehe  oder  mit  Haaren
bewachsen  sei.  Die  Haare  aber  werden  als  Gewölle  wieder  heraufgewürgt  und
ausgespieen.  (S.  Schleiereule  S.  225.)  Im  August  oder  September,  wenn  das
Futter  knapper  wird,  verläßt  uns  der  Kuckuck  und  zieht  an  die  Ufer  des  Nils.

3.  Wohin  der  Kuckuck  seine  Eier  legt.  Der  Kuckuck  baut  kein  eignes  Nest,
sondern  legt  seine  Eier  in  das  Nest  der  Grasmücke,  der  Bachstelze  u.  a.  kleiner
Singvögel.  Zu  diesem  Zwecke  setzt  er  sich  in  die  Nähe  eines  fremden  Nestes  und
wartet,  bis  es  der  Eigentümer  verlassen  hat.  Dann  fliegt  er  schnell  herbei,  wirft
gewöhnlich  ein  Ei  aus  dem  Neste  und  legt  sein  Ei  hinein.  Das  wiederholt  er
wohl  mehr  als  20  mal  im  Sommer.  Je  einen  Tag  um  den  andern  legt  er  ein
Ei,  aber  nie  in  dasselbe  Nest.  Der  Grund,  weshalb  er  seine  Eier  nicht  selbst
ausbrütet,  liegt  wahrscheinlich  in  der  großen  Zahl  der  Eier.  Der  fremde  Vogel
läßt  sich  um  so  leichter  täuschen,  als  das  Kuckucksei  nur  klein  und  nicht  viel  größer
als  ein  Sperlingsei  ist.  Auch  in  der  Farbe  paßt  es  sich  den  fremden  Eiern  oft
an,  so  daß  es  diesen  meist  sehr  ähnlich  sieht.  Nachdem  der  Kuckuck  das  Ei  gelegt
hat,  kehrt  er  in  der  Regel  noch  öfter  zu  dem  Neste  zurück  und  wirft  nicht  selten
die  Eier  und  selbst  die  Jungen  des  Nesteigentümers  hinaus.

4.  Der  junge  Kuckuck  ist  ein  Nimmersatt.  Er  reißt  den  Schnabel  am
weitesten  auf,  wenn  es  Futter  giebt,  und  nimmt  es  den  armen,  hungrigen  Stiefgeschwistern
  —  —  1  «
oft  genug  weg.
Ja,  er  ist  so
unverschämt,
daß  er  sie  in
der  Regel  aus

dem  Neste
stößt,  wenn
dies  nicht
schon  der  alte
Kuckuck  gethan
  hat.
Daher  kommt
es,  daß  man
zuletzt  den
jungen  Kuckuc
immer  nur

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alleinim  Nestet..

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Sorgfalt  der  —

   

    
    

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