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bestehen  aus  je  2  Schalen,  die  durch  Nähte  verbunden  sind  und  bei  der  Reife  aufspringen.
  Die  Schalen  sind  Schutzhüllen  für  die  Samen.  Mit  der  Hülse  hat  die
Schote  äußerlich  große  Ahnlichkeit.  Der  Unterschied  tritt  aber  sofort  hervor,  wenn  man
die  Schote  öffnet.  Sie  ist  nämlich  durch  eine  Scheidewand  getrennt,  woran  zu  beiden
Seiten  die  Samen  sitzen.  (S.  181.)  Diese  Scheidewand  fehlt  der  Erbsenfrucht.  Bei
der  Reife  dreht  sie  sich  schraubenartig,  springt  auf  und  schleudert  die  Samen  fort.

3.  Erbsenwickler.  In  der  Erbsenhülse  finden  wir  zuweilen  kleine  „Maden“.
Sie  rühren  von  einem  Schmetterlinge,  dem  Erbsenwickler,  her.  Im  Mai  legt
dieser  seine  Eier  an  die  Blüten  oder  in  die  ganz  jungen  Hülsen,  und  wenn  die
Raupen  auskriechen,  so  sind  sie  gleich  in  der  Hülse  gefangen.  Dort  leiden  sie
aber  durchaus  keine  Not;  denn  die  zuckersüßen  Samen  dienen  ihnen  zur  Nahrung.
Zur  Zeit  der  Reife  verlassen  sie  die  Hülse,  kriechen  in  die  Erde  und  wickeln  sich
in  ein  Gespinst.  Im  nächsten  Frühjahre  kommt  daraus  der  braune  Schmetterling
hervor.  (Nicht  selten  stammen  die  Maden  auch  vom  Erbsenkäfer  her.)

37.  Ein  verkannter  Freund  unsrer  Gemüsegärten:

die  graue  Kröte.

1.  Als  Gartenhüter.  Die  häßliche  Kröte  ist  ein  treuer  Wächter  und  Reiniger
unfrer  Gemüsegärten.  Viele  Menschen  freilich  wissen  das  nicht  und  verabscheuen
die  Kröte,  weil  sie  so  häßlich  ist.  Einige  meinen  auch  gar,  sie  sei  giftig,  und  töten
das  arme  Geschöpf,  wo  sie  nur  können.  Aber  mit  Unrecht,  denn  die  Kröte  ist
nicht  giftig.  Sie  schafft  uns  im  Gegenteil  im  Garten  großen  Nutzen,  indem  sie
den  Salat  und  Kohl  von  Schnecken,  Raupen,  Käfern  u.  s.  w.  reinigt.  Die  Saatschnecke
  tritt  mitunter  in  solcher  Menge  auf,  daß  sie  das  junge  Gemüse  auf  den
Beeten  vollständig  vernichtet.  Die  Raupe  des  Kohlweißlings  (S.  211)  frißt  oft
sämtliche  Kohlpflanzen  kahl.  Die  Erdflöhe  zernagen  die  jungen  Keimblätter.  Alle
diese  Gemüsefeinde  aber  dienen  der  Kröte  als  Nahrung.  Sie  wird  von  fortwährendem
  Heißhunger  geplagt  und  vertilgt  eine  unglaubliche  Menge  Schnecken  und  Insekten.
  Deshalb  ist  sie  im  Garten  ebenso  nützlich  wie  die  Singvögel.  Mancher
Gärtner  weiß  das  auch  zu  schätzen.  Er  setzt  deshalb  Kröten  in  größerer  Anzahl
in  seinen  Gemüsegarten.  In  England  und  Belgien  treibt  man  mit  den  Kröten
sogar  lebhaften  Handel  für  Gartenbesitzer  und  hegt  und  pflegt  sie  zum  Schutze  der
Gartenbeete  förmlich  wie  Haustiere.

2.  Ihr  Aussehen.  Die  Kröte  erinnert  in  Farbe  und  Gestalt  an  den  braunen
Grasfrosch.  Ihr  Körper  ist  mit  vielen  Warzen  (Drüsen)  besetzt,  aus  denen  sich
ein  schleimiger  Saft  absondert.  Dieser  Schleim  bildet  ein  Schutzmittel  für  die
Kröte:  sie  wird  deshalb  außer  von  Schlangen  von  keinem  Tiere  gefressen.

3.  Auf  der  Jagd.  Die  Kröte  ist  ein  Nachttier.  Am  Tage  wohnt  sie  in
Schlupfwinkeln,  unter  Baumwurzeln,  in  Höhlen  u.  s.  w.  Darin  verkehrt  sie  wie
der  Fuchs  in  seinem  Bau.  Erst  nach  Sonnenuntergang  geht  sie  auf  die  Jagd.
Fast  immer  kriecht  sie,  selten  nur  springt  sie.  Ihre  Sprünge  sind  auch  lange  nicht
so  groß  als  die  des  Frosches,  da  ihre  Hinterbeine  nur  wenig  länger  sind  als  die
Vorderbeine.  Oft  sitzt  sie  stundenlang  da,  ohne  sich  zu  rühren.  Hat  sie  aber  eine
Beute  erblickt,  dann  kommt  Leben  in  die  Jägerin.  Hastig  eilt  sie  darauf  zu,  hält
plötzlich  „wie  ein  Hühnerhund  im  Laufe  an  und  faßt  die  Beute  scharf  ins  Auge“.
Dann  klappt  sie  die  Zunge  wie  der  Frosch  hervor,  und  im  Nu  ist  die  Beute  gefangen.

VI.  Das  Feld  im  Juni.

Frisches,  wogendes  Grün  deckt  die  Flächen  weit  und  breit.  Der  Winterroggen,
der  schon  im  Herbste  gesät  wurde,  schießt  bereits  Ahren,  und  der  Winterweizen