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in  einer  zuklappenden  Falle.  Befindet  sich  eine  Mücke  oder  eine  Fliege  ganz  in
der  Nähe  des  Frosches,  so  weiß  er  mit  seiner  Zunge  einen  Luftstrom  zu  erzeugen,
der  die  kleinen  Insekten  wie  ein  Windstoß  erfaßt  und  in  seinen  Rachen  führt.
3.  Verwandlung.  Im  Frühlinge  sehen  wir  in  flachen  Gewässern  häufig
eine  gallertartige  Masse  mit  schwarzen  Punkten,  die  unter  dem  Namen  „Froschlaich“
  bekannt  ist.  Sie  besteht  aus  den  abgesetzten  Eiern  der  Frösche.  Der  Teichfrosch
  laicht  Ende  Mai  oder  anfangs  Juni  und  setzt  dann  wohl  gegen  4000
linsengroße  Eier  ab.  Jedes  Ei  besteht  aus  einer  durchsichtigen,  gallertartigen
Masse,  die  in  der  Mitte  einen  schwarzen  Kern  einschließt.  Sobald  die  Eier
5—7  Tage  alt  sind,  platzen  sie,  und  aus  jedem  Ei  schlüpft  ein  kleines,  längliches,
schwarzes  Tierchen,  die  Kaulquappe.  Sie  scheint  anfangs  nur  Kopf  und  Schwanz
zu  besitzen.  Kopf  und  Leib  sind  nämlich  zu  einem  Stücke  zusammengewachsen
und  bilden  einen  walzenförmigen  Körper.  An  den  Seiten  sind  äußerlich  kleine
Anhängsel  sichtbar:  die  Kiemen.  Sie  dienen  zum  Atmen,  schrumpfen  aber  nach
einigen  Wochen  zusammen  und  werden  dann  durch  „innere“  Kiemen,  später  aber
durch  Lungen  ersetzt.  Nach  einigen  Wochen  erscheinen  die  Hinterfüße  und  nach
abermals  einigen  Wochen  auch  die  Vorderfüße.  Auf  dem  Kopfe  zerreißt  dann
die  Haut.  Allmählich  fällt  sie  ab,  und  der  Kopf  des  Frosches  wird  sichtbar.
Auch  der  Schwanz  schrumpft  immer  mehr  und  mehr  zusammen,  und  endlich  ist
der  junge  Frosch  fertig.  Ausgewachsen  ist  er  jedoch  erst  nach  4—5  Jahren.

52.  Schlußbetrachtung.

1.  Wasserlinse  und  Wasserfäden  gedeihen  nur  im  Wasser.  Es  sind  echte
Wasserpflanzen.  Das  Vergißmeinnicht  dagegen  hält  sich  zwar  gern  in  der  Nähe
des  Wassers  auf,  wagt  sich  aber  nur  selten  ganz  hinein.  Man  kann  es  wohl
einen  „Wasserfreund“  nennen,  aber  zu  den  eigentlichen  Wasserpflanzen  rechnet
man  es  nicht.  Die  echten  Wasserpflanzen  (z.  B.  Wasserfeder,  Hornkraut)  gedeihen
nur,  wenn  sie  vollständig  vom  Wasser  umspült  sind  oder  doch  wenigstens  noch  an
der  Unterseite  des  Blattstammes  (wie  die  Wasserlinse).  Sie  nehmen  ihre  Kohlensäure
  aus  dem  Wasser  auf.  Dagegen  giebt  es  Pflanzen  (Rohr,  Seerose,  Wasserlili),
  bei  denen  nur  der  untere  Teil  im  Wasser  steht.  Man  nennt  sie  Sumpfpflanzen.
  Sie  nehmen  die  Kohlensäure  wie  die  Erdpflanzen  aus  der  Luft  auf.
Die  echten  Wasserpflanzen  gehen  außerhalb  des  Wassers  bald  zu  Grunde  (warumy),
die  Sumpfpflanzen  nicht.  So  gedeiht  z.  B.  die  Seerose  noch  auf  dem  feuchten
Boden  eines  ausgetrockneten  Teiches.  (Anpassungsvermögen.)

2.  Die  Tiere  und  Pflanzen  des  Teiches  leisten  sich  einander  zahlreiche  Dienste,
so  daß  sie  in  mehrfacher  Hinsicht  voneinander  abhängen.  Eine  Handvoll  Teichlinsen
  z.  B.  zeigt  uns  bald,  welch  eine  Fülle  von  kleinen  Tieren  darin  haust:
aalartige  Würmchen,  Larven  der  Eintagsfliegen,  Schnecken  u.  a.  Für  alle  diese
Tiere  bilden  die  Teichlinsen  gleichsam  den  „Wald“,  worin  sie  Schutz  suchen.
Auch  dient  die  Teichlinse  vielen  von  ihnen  zugleich  zur  Nahrung.  (Welchen
andern  Wasserbewohnern  außerdem  noch?)  Das  Getier,  das  die  Wasserpflanzen
in  sich  beherbergen,  lockt  aber  auch  wiederum  Frösche,  Fische  und  Wasservögel
an,  die  hier  eine  unerschöpfliche  Speisekammer  finden.

IX.  Das  Feld  im  Sommer.

Heiß  brennt  die  Sonne  auf  das  goldne  Ahrenfeld  hernieder.  Hier  und  da
hört  man  schon  die  Sense  erklingen,  und  bald  wird  das  Feld  voller  Garben  stehen.
Die  Sperlinge  überfallen  in  Scharen  die  Weizenfelder,  und  die  Feldmäuse  schmausen
an  reichbesetzter  Tafel.  Am  eiligsten  aber  hat  es  jetzt  der  Hamster.  Mitten  im