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und  dänischen  Pferde.  Dagegen  sind  die  ungarischen,  polnischen  und  russischen  Pferde
unansehnlich  und  struppig,  jedoch  wegen  ihrer  Genügsamkeit  und  Schnelligkeit  geschätzt.
  Die  kleinsten  Pferde  sind  die  Ponys.  Sie  sind  auf  Corsika  und  in  Schottland  zu
Hause  und  erreichen  oft  nur  die  Größe  eines  Esels,  zuweilen  auch  nur  die  eines  Schafes.

33.  Das  Hauxrind.

1.  Körperbau.  Die  Kuh  ist  lange  nicht  so  edel  und  schön  gebaut  wie  das
Pferd.  Sie  sieht  vielmehr  etwas  plump  aus.  Die  Stirn  ist  fast  viereckig,  die  Nase
naß  und  breit.  Die  Augen  sind  trübe.  Erblickt  die  Kuh  einen  fremden  Gegenstand,
  so  sieht  sie  ihn  dumm  und  neugierig  an.  Am  Halse  hängt  eine  schlotternde
Haut,  die  „Wamme“.  Der  Gang  ist  unbeholfen  und  schwerfällig.  Am  Juße  sitzen
2  Paar  Zehen,  deren  jede  von  einem  Hornschuh
  (Huf)  umgeben  ist.  Nur  die  beiden
(größern)  Vorderzehen  berühren  beim  Auftreten
  die  Erde.  Ein  schöner  Schmuck  der
Kuh  sind  die  halbmondförmig  nach  außen  gebogenen
  Hörner,  die  ihr  zugleich  als  Waffe
dienen.  Sie  sind  inwendig  hohl,  aber  über
feste  Stirnzapfen  gewachsen.  Die  Hornmasse
wächst  stetig  am  untern  Ende  in  einzelnen
Jahresringen  weiter.  Den  ersten  Ring  bekommt
  die  Kuh  im  dritten  Jahre,  so  daß  eine
Kuh  mit  5  Ringen  etwa  8  Jahr  alt  ist.

2.  Nahrung  und  Nutzen.  Die  Kuh  frißt
Gras,  Klee,  Häcksel,  Kartoffeln  u.  s.  w.  Im  1
Oberkiefer  fehlen  ihr  die  Schneidezähne,  aber  Sveilerbre.  P.  Pansen.  N.  Neb—  %  9
dennoch  versteht  sie  es,  sehr  geschickt  das  magen.  B.  Blättermagen.  I.  Lab.  #
Gras  auf  der  Weide  abzurupfen.  Da,  wo  "  Mogen  aint  r  deners  (ap)
bei  andern  Tieren  die  Schneidezähne  sitzen,  guers  gebt  die  Nahrung  in  den  Pansen  und
hat  sie  nämlich  eine  harte  Knorpelleiste.  Will  dann  in  den  Netzmagen,  von  hieraus  gelangt  ste

:  :  -  «  wieder  ins  Maul  zurück,  wird  zum  zweitenmal
sie  grasen,  so  umschlingt  sie  zunächst  den  gekaut  und  geht  dann  in  den  Biättermagen  und

Grasbüschel  mit  der  langen  Zunge,  drückt  zuletzt  in  den  Labmagen.
ihn  mit  den  8  Schneidezähnen  des  Unterkiefers  gegen  die  Knorpelleiste  und  rupft
so  das  Gras  ab.  Merkwürdig  ist,  daß  die  Kuh  erst  alles  Futter  fast  gänzlich
ungekaut  verschluckt.  Wenn  sie  aber  aufgehört  hat  zu  fressen,  dann  kommt  das
Futter  aus  dem  Magen  wieder  zurück  in  das  Maul  und  wird  nun  zum  zweitenmal
  gekaut.  Daher  sehen  wir  die  Kühe  im  Stalle  fast  immer  kauen,  auch  wenn
sie  kein  Futter  vor  sich  haben.  Man  nennt  solche  Tiere  Wiederkäuer.  —  Nutzen
gewährt  uns  das  Rind  besonders  durch  seine  Milch,  sein  Fleisch  und  seine  Haut.
3.  Butter  und  Käse.  Aus  der  Milch  der  Kuh  bereitet  man.  Butter  und
Käse.  Die  Butter  wird  aus  kleinen  Kügelchen  gewonnen,  die  sich  als  Rahm  oder
Sahne  an  der  Oberfläche  der  Milch  sammeln.  Jedes  Butterkügelchen  hat  eine  zarte
Hülle  aus  Käsestoff  und  Eiweiß.  Diese  Hülle  wird  beim  Säuern  der  Milch  aufgelöst.
  Indem  die  Sahne  nun  in  dem  Butterfasse  mittels  einer  durchlöcherten  und
an  einem  Stiele  befestigten  Scheibe  lebhaft  gerüttelt  wird,  sammeln  sich  die  Fettkügelchen
  zu  einer  zusammenhängenden  Masse.  Diese  nennt  man  Butter.  —  Der
gewöhnliche  Landkäse  wird  auf  folgende  Weise  bereitet:  Man  erwärmt  die  saure
Milch,  bis  sich  der  Käsestoff  und  die  Molke  voneinander  gesondert  haben.  Dann
thut  man  den  Käsestoff  in  einen  Beutel,  damit  die  noch  im  Käsestoffe  vorhandene
Molke  gut  ablaufen  kann.  Nach  1—2  Tagen  knetet  man  den  Käsestoff  mit  den
Händen  tüchtig  durch,  thut  etwas  Salz  und  Kümmel  daran  und  giebt  ihm  die

  
     