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Der  Fuß  ist  fast  bis  an  die  Zehen  dürftig  mit  borstenähnlichen  Federn  besetzt,  so  daß
er  wie  mit  Haaren  bewachsen  zu  sein  scheint  und  an  den  Fuß  einer  Katze  erinnert.
“5*  “  ---  .-  2.  Körperbau,  zum  Raube  geeignet.  Die
4  Eüurle  gehört  zu  den  Raubvögeln.  Sie  nährt  sich
«  —23  vorzugsweise  von  Mäusen  und  Spitzmäusen  und  ist
deshalb  genötigt,  fleißig  Jagd  auf  diese  Tiere  zu
nmachen.  Dazu  ist  sie  auch  sehr  gut  ausgerüstet.
I  "--DerOberschnabelisthakenförmiggekrümmt,weshalbersiehVorzüglichzumFesthaltenundZerhacken

der  Beute  eignet.  Auch  ist  der  Schnabel  sehr
stark  und  kräftig  gebaut.  Die  Beine  sind  durch
ihre  langen  Zehen  und  sehr  spitzen  Krallen  zum
*  Ergreifen  der  Beute  wie  geschaffen.  Die  Krallen
schlägt  die  Eule  meuchlings  in  den  Rücken  oder
Kopf  der  Maus,  so  daß  der  Tod  nach  kurzer  Zeit
eeintritt.  Die  eine  Zehe  ist  eine  Wendezehe.  (S.  188.)
*  Der  Flug  ist  wegen  des  weichen,  lockern  Gefieders,
Fmnamentlich  der  Flügel,  fast  unhörbar.  Deshalb
kann  sich  die  Eule,  ohne  bemerkt  zu  werden,  der
feinhörigen  Maus  leicht  nähern.  Dazu  hat  sie  ein
bäufßerst  feines  Gehör,  das  feinste  unter  allen
VBögelu.Eine  eigentliche  Ohrmuschel  fehlt  zwar
t(ovie  bei  allen  Vögeln).  Dagegen  befindet  sich  jederseits
  am  Kopfe  eine  von  oben  nach  unten  halbkreisfüörmig
  um  das  Auge  gezogene  aufschließbare  OhrsFalte.
  Diese  gestaltet  sich,  wenn  sie  geöffnet  ist,  zu
Die  Schleiereule.  einer  förmlichen  Muschel.  Sie  ist  daher  ganz  vorzüglich
  zum  Auffangen  des  Schalles  geeignet.  Auch
das  Auge  sieht  scharf,  namentlich  im  Dunkeln.  Zum  Sehen  im  Dunkeln  muß  das
Auge  außerordentlich  viele  Lichtstrahlen  aufnehmen  können.  Dies  ist  aber  nur  dadurch
möglich,  daß  das  Sehloch  (Pupille)  sehr  erweiterungsfähig  ist.  Darum  ist  auch  das
Auge  sehr  groß  gebaut.  Am  Tage  kann  die  Eule  das  Sehloch  bis  auf  eine  sehr
kleine  Offnung  verengen.  (Warum  ist  das  notwendig?  Vgl.  S.  217  „Katze“!)
Sie  jagt  vorzugsweise  beim  Mondschein.  Oft  schleppt  sie  einen  ganzen  Vorrat
von  Mäusen  zusammen,  besonders  vor  Eintritt  stürmischen  Wetters.

3.  Nutzen.  Die  Eule  überfällt  zwar  hin  und  wieder  einen  schlafenden  Vogel,
aber  dennoch  ist  sie  durch  die  Massenvertilgung  der  Mäuse  und  Maikäfer  ein
nützlicher  Vogel.  Daß  sie  vorzugsweise  schädliche  Tiere  vertilgt,  kann  man  deutlich
aus  dem  „Gewölle“  ersehen,  das  man  häufig  vor  dem  Neste  findet.  Das  Gewölle
besteht  aus  wurstförmigen  Ballen,  die  die  unverdaulichen  Teile  der  verschluckten
Nahrung  (Haare,  Knochen)  enthalten.  Diese  trennen  sich  im  Magen  vom  Fleische  und
werden  durch  den  Schnabel  ausgeworfen.  Leider  wird  die  Eule  oft  von  thörichten
Leuten  getötet  und  ans  Scheunenthor  genagelt,  damit  —  der  Blitz  nicht  einschlage.

4.  Anfenthalt.  Die  Schleiereule  wohnt  gern  in  Türmen  und  Scheunen.  Ein
Nest  baut  sie  nicht,  sondern  legt  ihre  3—5  Eier  ohne  jegliche  Unterlage  in  Mauerlöcher
  u.  s.  w.  Am  Tage  ruht  sie  mit  geschlossenen  Augen  auf  dem  Gebälke.  Ihr
Schlaf  ist  äußerst  leise.  Naht  sich  ein  Mensch,  so  fliegt  sie  nicht  gleich  fort,  sondern
glotzt  ihn  groß  an.  Sobald  sie  aber  Gefahr  merkt,  huscht  sie  zum  Flugloche  hinaus.

39.  Die  Rauchschwalbe.

1.  Warum  sie  gern  auf  Bauernhöfen  weilt.  Name  und  Farbe.  Die
Rauchschwalbe  hält  sich  gern  auf  Bauernhöfen  auf.  Sie  nistet  nämlich  nur  in

 

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