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in  der  Erde  suchen.  Darum  ist  auch  sein  Körper  so  beschaffen,  daß  er  ihm  den
Aufenthalt  in  der  Erde  erleichtert.  Die  Vorderfüße  sind  zum  „Graben"  eingerichtet.
Sie  erinnern  an  Hände  und  sind  breit  wie  Schaufeln.  Ihre  Zehen  sind  mit
scharfen  Nägeln  (Grabkrallen)  besetzt  und  durch  Häute  verbunden,  damit  die  abgekratzte
  Erde  nicht  hindurchgleitet.  Auch  stehen  die  „Hände"“  seitwärts  wagerecht,
mit  den  nackten  Innenflächen  schräg  nach  hinten  gerichtet.  Ein  sichelförmiger  Knochen
zur  Seite  des  Daumens  (die  Scharrkralle)  verbreitert  die  Hände.  Mit  diesen  Schaufelwerkzeugen
  („Grabfüßen“)  baut  sich  der  Maulwurf  seine  unterirdischen  Gänge.  Beim
Graben  zerscharrt  er  zunächst  die  Erde,  wirft  sie  mit  großer  Schnelligkeit  hinter
sich  und  läßt  sie  einstweilen  dort  im  Gange  liegen.  Sobald  ihm  die  größere  Menge
aber  unbequem  wird,  stößt  er  sie  mit  dem  dicken  Kopfe  nach  oben.  Auf  diese  Weise
entstehen  die  Maulwurfshügel.  In  ganz  losem  Sande  gräbt  der  Maulwurf  mit
solcher  Gewandtheit,  daß  er  sich  fast  ebenso  schnell  durch  die  Erde  wühlt,  wie  etwa  ein
Fisch  durchs  Wasser  schwimmt.  Läßt  man  einen  gefangenen  Maulwurf  wieder  frei,
so  ist  er  im  Augenblicke  unter  dem  lockern  Erdboden  verschwunden.  Mit  der  rüsselförmig
  verlangerten  Schnauze  kann  sich  der  Manlwurf  förmlich  in  die  Erde  einbohren.
Sie  erhält  durch  einen  besondern  Knochen  Steifheit  und  Festigkeit.  Die  sehr  kleinen
Augen  sind  unter  dem  Pelze  verborgen  und  so  vor  dem  Eindringen  des  Sandes  geschützt.
  Ohrmuscheln  fehlen,  da  sie  beim  Graben  in  der  Erde  hinderlich  sein  würden.
Dagegen  besitzt  die  Ohröffnung  einen  Hautrand,  durch  den  sie  geschlossen  werden
kann,  ebenfalls  damit  das  Eindringen  der  Erde  verhütet  werde.  Der  Vorderteil  des
Körpers  und  besonders  die  Nackenmuskeln  sind  äußerst  kräftig,  um  die  Anstrengung
des  Schaufelns  aushalten  zu  können.  Der  Rumpf  ist  in  der  Schultergegend  am
stärksten  und  wird  nach  hinten  zu  dünner,  damit  er  hier  beim  Vordringen  nicht
hemmend  wirkt.  Das  samtartige,  bläulichschwarze  Haar  steht  am  Körper  äußerst
dicht  und  verhindert  das  Eindringen  von  Nässe  und  Staub  in  den  Pelz.
2.  Nutzen.  Besonders  liebt  der  Maulwurf  die  feisten  Engerlinge,  die  durch
das  Abfressen  der  Wurzeln  den  Pflanzen  sehr  schädlich  werden.  Dadurch  aber
I  wwoeird  er  dem
Landmanne  au-—
  Herordentlich
nützlich,  zumal  er
bei  seiner  Gefräßigkeit
  täglich
so  viel  Nahrung
verbraucht,  daß
ihr  Gewicht  dem
seinen  gleichkommt.
  Man  hat
den  Maulwurf
Der  Maulwurf.  häufig  verdächtigt,
  daß  er  die
Wurzeln  der  Pflanzen  anfresse.  Allein  mit  Unrecht.  Der  Maulwurf  rührt  keine  Pflanzennahrung
  an.  Sein  Gebiß  ist  auch  durchaus  nicht  für  solche,  sondern  nur  für  tierische  Kost
eingerichtet.  Es  besteht  aus  einer  Reihe  spitzer  Zähne,  die  wie  Nadeln  ineinander
greisen.  Dagegen  lebt  noch  ein  andres  Tier  in  unsern  Gärten,  Wiesen  und  Feldern,
das  allerdings  durch  Zernagen  der  Wurzeln  an  Obstbäumen,  Blumen,  Gräsern  u.  s.  w.
großen  Schaden  anrichtet  und  dessen  böse  Streiche  oft  der  Maulwurf  entgelten
muß:  das  ist  die  Wühlratte.  Auch  sie  gräbt  sich  Gänge  in  der  Erde  und  wirft
Erdhaufen  auf.  (Diese  sind  leicht  an  ihren  größern  Erdbrocken  zu  erkennen.)
Der  Schaden,  den  der  Maulwurf  durch  sein  Wühlen  anrichtet,  ist  durchaus  ge-   

