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2.  Körper,  zum  Klettern  eingerichtet.  Seine  hauptsächlichste  Nahrung
(Insekten  und  deren  Larven)  findet  der  Specht  unter  der  Baumrinde.  Darum  ist
er  auch  vorzugsweise  zum  Aufenthalte  auf  Bäumen  gezwungen.  Zu  diesem  Baumleben
  befähigt  ihn  ganz  besonders  seine  Kletterkunst.  Diese  verdankt  er  in  erster
Linie  seinem  „Kletterfuße“.  Von  den  4  Zehen  sind  nämlich  2  nach  hinten  gerichtet,
  wodurch  der  Specht  eine  sichere  Stütze  beim  Klettern  erhält.  Dazu  sind
sämtliche  Zehen  mit  äußerst  scharfen,  sichelförmigen  Krallen  versehen,  mit  denen
sich  der  Kletterkünstler  in  der  Baumrinde  festzuhalten  vermag.  Auch  der  Schwanz
ist  ihm  beim  Klettern  behilflich.  Er  besteht  aus  starkschaftigen  Federn,  die  ihm
beim  Klettern  zum  Weiterschnellen,  beim  Hämmern  aber  als  Stütze  dienen.  Wie
notwendig  ihm  beim  Klettern  der  Schwanz  ist,  ersieht  man  daraus,  daß  der  Specht
nur  baumaufwärts,  niemals  (mit  dem  Kopfe  nach  unten)  baumabwärts  kilettert,
weil  er  sich  hierbei  nicht  mit  dem  Schwanze  stützen  kann.

3.  In  der  Werkstatt.  Damit  der  Specht  aber  auch  seine  Nahrung  bequem
erlangen  kann,  hat  er  einen  zum  Zerhauen  der  Rinde  vorzüglich  geeigneten
Schnabel  erhalten.  Er  ist  gerade  und  vorn  meißelförmig  abgestutzt,  so  daß  der
Specht  mit  ihm  wie  mit  einem  Spitzhammer  Rinde  und  Holz  leicht  zersplittern
kann.  Nicht  mit  Unrecht  hat  man  deshalb  den  Specht  den  „Zimmermann“  unter
den  Vögeln  genannt.  Seine  Werkstatt  ist  der  Wald.  Kaum  graut  der  Morgen,
so  geht  unser  „Zimmermann“  an  die  Arbeit.  An  den  dicken  Tannen  und  Eichen
probiert  er  seine  Kunst.  Horch,  wie  das  hackt  und  hämmert!  Jetzt  klingt's  wie
der  Beilschlag  eines  Holzhauers,  jetzt  knarrt's  wie  eine  eingerostete  Gartenthür
„errr!“  Dabei  hängt  der  Specht  nämlich  an  einem  daumesdicken,  dürren  Zweige
und  klopft  mit  seinem  starken  Schnabel  so  geschwind  und  kräftig  an  den  Ast,  daß
dieser  ins  Zittern  gerät  und  jenen  eigentümlichen,  knarrenden  Ton  erzeugt.  —
Da,  wo  das  Holz  morsch  und  die  Rinde  hohl  ist,  klingt  es  dumpf  und  hohl.
Auf  solchen  Stellen  hämmert  der  Specht  weiter;  denn  er  vermutet  hier  eine  Larve.
Die  Splitter  fliegen  weit  umher,  bald  hat  er  tief  genug  asnt  und  —  die
Larve  wird  hervorgezogen.  Auch  6%  W  »  »
die  Larven  und  Käfer,  die  auf  «  »F
der  entgegengesetzten  Seite  des  .  êm%  ¾
Baumes  wohnen,  hören  die  «""
Hammerschläge.Erschrecktsteckeu  ;  l·
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chern,umzuentfliehen.Das-weiß  «  X*  1
der  schlaue  Specht.  Mit  einem
Satze  ist  er  da  und  langt  sich
nun  die  Tierlein,  die  dort  aus
ihrer  Hausthür  gucken.  Bleiben
sie  aber  in  ihren  Löchern  sitzen,
so  holt  er  sie  mit  seiner  langen,
dünnen  Zunge  heraus.  Diese
ist  vorn  so  spitz  wie  eine  Stecknadel
  und  dazu  mit  5—6  borstenartigen
  Widerhaken  versehen.
Auch  kann  sie  mehrere  cm  weit
aus  dem  Schnabel  hervorgestoßen
werden.  An  den  Unterkieferseiten
  finden  sich  ferner  zwei
große  Schleimdrüsen.  Diese  son-  ..-·-dern
  einen  klebrigen  Saft  ab,  Nest  des  VBnksoichts.

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