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der  die  Zunge  überzieht,  so  daß  Ameisen  u.  a.  Insekten  daran  haften  bleiben.  So
entgeht  dem  Spechte  so  leicht  keine  Beute.  Besonders  reinigt  er  die  Nadelbäume
von  den  sehr  schädlichen  Borkenkäfern,  und  daher  ist  sein  Nutzen  sehr  erheblich.

4.  Nest.  Im  Frühlinge  sucht  sich  der  Specht  einen  geeigneten  Baum  zum
Neste.  Wo  ein  mürber  Ast  abgefallen  ist,  schlägt  er  ein  Loch  in  den  Baum,  daß
die  Splitter  weit  umherfliegen.  Ist  der  Eingang  weit  genug  und  eine  Strecke
wagerecht  in  den  Baum  hineingearbeitet,  so  wird  die  Röhre  im  Knie  nach  unten
hingeführt  und  schließlich  eine  geräumige  Höhlung  gemeißelt.  Der  Grund  der
Höhle  wird  endlich  mit  feinen  Holzspänchen  gefüttert,  und  auf  diese  legt  alsdann
das  Spechtweibchen  seine  weißen  Eier.

113.  Die  gemeine  Eidechse.

1.  Körperbau,  dem  Aufenthalte  angepaßt.  Die  Eidechse  liebt  sandreiche
Gegenden,  wo  sie  gern  zwischen  Heidekraut,  Moos  und  Wurzelwerk  weilt.  Ihr
Kleid  hat  eine  Schutzfarbe.  Es  ist  nicht  bei  allen  gleich  gefärbt.  Gewöhnlich  ist  es
oben  graugrün  mit  bräunlichen  Streifen  und  weicht  daher  wenig  von  der  Farbe  der
Umgebung  ab.  Dies  kommt  ihr  bei  ihren  zahlreichen  Feinden  (den  Raubvögeln,  Störchen
u.  a.)  sehr  zu  statten,  da  sie,  wenn  sie  ruhig  dasitzt,  von  ihnen  nicht  so  leicht  bemerkt  wird.
Und  die  Eidechse  liebt  es,  oft  längere  Zeit  ruhig  an  einem  Flecke  —  namentlich  in  der
Sonne  —  zu  sitzen.  Sie  hat  nämlich  wie  der  Frosch  wechselwarmes  Blut.  (S.  199.)
Ihre  Wohnung  hat  sie  in  einem  Erdloche  oder  in  einem  hohlen  Baume.  Dort  schläft  sie,
dorthin  flieht  sie  vor  ihren  Feinden.  Ihr  schlanker  Körper  ermöglicht  es  ihr,  sich  hier
leicht  zu  verbergen,  und  ihr  schneller  Lauf  befähigt  sie  zur  schleunigsten  Flucht.  Die
4  Beine  sind  zwar  nur  kurz  und  etwas  geknickt,  so  daß  der  Leib  fast  auf  der  Erde

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Die  Eidechse.  Schaden

nehme,  ist  er  mit  einer  lederartigen,  schuppigen  Haut  bedeckt.  Da,  wo  er  beim

Kriechen  am  leichtesten  verletzt  werden  kann,  auf  dem  Kopfe  und  unterm  Bauche,

haben  sich  die  Schuppen  zu  flachen  Horntäfelchen  verdickt.

2.  Die  Nahrung  der  Eidechse  besteht  vorzugsweise  aus  Insekten,  Würmern
und  Schnecken.  Da  sie  kein  totes  Tier  anrührt,  so  ist  sie  gezwungen,  fleißig  Jagd
auf  lebendige  Tiere  zu  machen.  Mit  ihren  bekrallten  Zehen  klettert  sie  nicht  selten
auf  Strauch  und  Kraut  in  die  Höhe  und  sucht  dann  in  gewandtem  Sprunge  den
vorüberfliegenden  Falter  u.  s.  w.  zu  erhaschen.  Dabei  kommt  ihr  das  breite  und
ziemlich  tief  gespaltene  Maul  sehr  zu  statten.  Wenn  die  Eidechse  auf  der  Lauer
sitzt,  dann  entgeht  ihrem  Auge  nicht  die  geringste  Bewegung;  denn  sie  sieht  sehr
scharf.  Auch  vernimmt  sie  mit  ihrem  Ohre  das  leiseste  Geräusch,  obwohl  das  Ohr
gar  keine  Ohrmuschel  hat.  Das  Trommelfell  liegt  in  der  Ohröffnung  sichtbar  da.