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den  Namen  „Entengrütze“  erhalten  haben.  Ebenso  macht  sie  Jagd  auf  die  zwischen
den  Teichlinsen  lebenden  Schnecken  und  Würmer  sowie  auf  die  Larven  der  Mücken
und  Libellen.  Auch  Frösche  und  Fische  verschmäht  sie  nicht.  Aber  was  ist  denn
das?  Dort  steht  sie  ja  auf  einmal  senkrecht  auf  dem  Kopfe?  Wirklich  ein  feines
Kunststückchen!  Erst  nach  einigen  Sekunden  hebt  sie  den  Kopf  wieder  empor,
und  nun  sehen  wir  aus  dem  Schnabel  eine  Menge  Wasser  herausfließen.  Hinterher
  aber  bemerken  wir,  daß  die  Ente  etwas  verschlingt.  Es  ist  eine  Schnecke  oder
ein  Käfer,  den  sie  beim  „Gründeln“  erwischt  hat.  Beim  Tauchen  kommt  ihr  die
Einrichtung  ihres  Schnabels  vorzüglich  zu  statten.  Er  ist  nämlich  mit  einer  sehr
weichen,  nervenreichen  Haut  überzogen,  so  daß  er  der  Ente,  die  ja  in  dem  schlammigen
  Wasser  nicht  gut  sehen  kann,  zugleich  als  Tastwerkzeug  dient.  Auch  läuft
er  vorn  in  eine  harte  Spitze  (den  „Nagel“)  aus.  Daher  kann  sie  ihn  recht  tief
in  den  Schlamm  bohren.  Ferner  ist  der  Schnabel  inwendig  mit  querliegenden
Rillen  versehen,  und  die  Schnabelränder  sind  wie  eine  Säge  ausgeschnitten,  so  daß
sich  seitlich  am  geschlossenen  Schnabel  kleine  Löcher  finden  und  er  hier  wie  ein  Sieb
wirkt.  Dies  kommt  ihr  beim  „Schnabbeln“  sehr  zu  statten.  Auf  den  ersten  Blick  sieht
es  aus,  als  ob  sie  lauter  Schlamm  fräße.  Aber  das  scheint  nur  so.  Der  Schlamm
fließt  an  beiden  Seiten  des  Schnabels  wieder  ab,  während  die  Ente  nur  die  im
Schlamme  enthaltenen  Nahrungsstoffe  festhält.  Auf  dem  Lande  sucht  die  Ente
gern  die  Gossen  nach  Küchenabfällen  (Fleisch,  Kartoffeln,  Körnern  u.  s.  w.)  ab.

3.  Brut.  Ihr  kunstloses  Nest  macht  sich  die  Ente  aus  Stroh  oder  Schilf
im  Stalle  oder  am  Ufer  des  Teiches  oder  Flusses.  Sie  legt  5—12  Eier.  Nach
28—32  Tagen  kriechen  die  jungen  Entlein  aus.  Sie  folgen  der  Mutter  schon
am  ersten  Tage  überall  hin  und  sind  nach  wenigen  Tagen  vorzügliche  Schwimmer.

122.  Die  europäische  Sumpfschildkröte.

1.  Körperbau.  Die  Sunpsschildkröte  ist  die  einzige  Schildkröte  Deutschlands.

Sie  kann  sowohl  auf  dem  Lande  als  auch  im  Wasser  leben.  Auf  dem  Lande
bewegt  sie  sich,  da  ihre  Zehen  durch  eine  Schwimmhaut  verbunden  sind,  sehr  unbeholfen.
  Durch  schnelle  Flucht  kann  sie  sich  daher  in  „Gefahr  zu  Lande“  nicht
retten.  Auch  fehlt  ihr  fast  jede  Waffe  zur  Wehr  gegen  ihre  Feinde  im  Wasser.
Darum  aber  bekleidete  sie  auch  der  Schöpfer  wie  einen  Ritter  mit  einem  harten
Panzer,  unter  dem  sie  sich  fast  vollständig  verbergen  kann.  Dieser  Panzer  setzt
sich  aus  dem  Rückenunddem
  Bauchpanzer
zzusammen.  Beide
Teile  sind  an  der
Seite  durch  eine
Knmorpelhaut  ziemlich
fsfest  miteinander  verwachsen.
  An  dem
FPeanzer  sind  2  Offnnngen,
  die  vordere
für  den  Kopf  und
die  Vorderbeine,  die
hintere  für  den
Schwanz  und  die
Hinterbeine.  Sobald
dem  Tiere  Gefahr

#..  droht,  zieht  es  Kopf,

Die  europäische  Sumpfschildkröte.  Schwanz  und  Füße

 