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unter  den  Panzer  zurück.  Hier  ist  es  ziemlich  sicher  geborgen;  denn  der  Panzer  ist
so  hart,  daß  selbst  ein  Wagen  darüber  hinwegfahren  kann,  ohne  ihn  zu  beschädigen.
  Der  Rückenpanzer  wird  durch  die  Wirbel  und  die  verwachsenen  Rippen
gebildet  und  ist  mit  dem  Rücken  des  Tieres  fest  verwachsen.  Der  Bauchpanzer  hat
sich  aus  dem  Brustbeine  gebildet  und  ist  mit  dem  Bauche  verwachsen.  In  der  Mitte
des  Rückenpanzers  liegen  (in  3  Reihen)  13  und  am  Rande  25  kleinere  Schilde
(Hornplatten).  Sie  sind  unter  dem  Namen  Schildkrot  oder  Schildpatt  bekannt.
(Das  beste  Schildpatt  liefert  die  Karettschildröte.  Ihre  Schilde  werden  zu  Dosen,
Kämmen,  Knöpfen  und  andern  Sachen  verarbeitet.)

2.  Im  Wasser.  So  unbeholfen  auch  die  Schildkröte  auf  dem  Lande  ist,  so
geschickt  bewegt  sie  sich  im  Wasser.  Sie  kann  sehr  gut  schwimmen.  Auch  vermag
sie  mehrere  Minuten  hintereinander  unter  dem  Wasser  zu  verweilen,  da  sie  mit
ihren  großen  Lungen  viel  Luftvorrat  aufnehmen  kann.

3.  Nahrung.  Die  Nahrung  der  Sumpfschildkröte  besteht  in  Regenwürmern,
Wasserkäfern,  Schnecken,  kleinen  Fischen  u.  s.  w.  Zähne  hat  die  Schildkröte  nicht;
aber  der  scharfe  Unterkiefer  greift  in  den  Oberkiefer  wie  die  Klinge  eines  Taschenmessers
  in  die  Schale.  Mit  dieser  Waffe  wagt  sich  die  Schildkröte  selbst  an
größere  Fische  und  beißt  sie  in  den  Unterleib,  bis  sie  endlich  matt  werden.  Dann
verzehrt  sie  sie  bis  auf  die  Gräten.  Auch  Wasserpflanzen  dienen  ihr  zur  Nahrung.
Den  Winter  verschläft  sie  im  Schlamme.

4.  Vermehrung.  Ende  Mai  geht  die  Schildkröte  abends  anus  Land,  um
Eier  zu  legen.  Zu  dem  Zwecke  bohrt  sie  mit  dem  Schwanze  eine  Höhlung.  In
diese  legt  sie  etwa  6—10  Eier,  die  ungefähr  so  groß  wie  Taubeneier  sind,  und
bedeckt  sie  mittels  der  Hinterfüße  mit  Erde.  Die  Jungen  sind  anfangs  kaum  so
groß  wie  eine  Walnußschale.

123.  Der  Flußaal.

1.  Der  Körper  des  Aales  weicht  in  seiner  äußern  Gestalt  von  dem  der
meisten  Fische  nicht  unwesentlich  ab.  Da  er  vorn  rundlich  und  nur  nach  dem
Schwanze  hin  zusammengedrückt  ist,  so  erscheint  er  uns  mehr  schlangenartig.  Auch
seine  schlängelnde  Bewegung  beim  Schwimmen  erinnert  uns  lebhaft  an  eine  Schlange.
Die  Schuppen  sind  sehr  klein.  Sie  decken  sich  nicht  und  sind  in  der  dicken,  schleimigen
  Haut  versteckt.  Die  Bauchflossen  fehlen.  Die  Brustflossen  sind  kurz,  Rücken-,
Schwanz=  und  Afterflosse  aber  zu  einem  schmalen  Saume  verwachsen.  Auch  die
Kiemendeckel  fehlen  dem  Aale.  Statt  ihrer  hat  er  am  Grunde  jeder  Brustflosse  nur
eine  kleine  Kiemenspalte,  von  der  eine  enge  Röhre  in  die  Kiemenhöhle  führt.  Durch
diese  Einrichtung  sind  die  Kiemen  vor  dem  zu  schnellen  Austrocknen  geschützt.  Daher
vermag  der  Aal  auch  längere  Zeit  außerhalb  des  Wassers  zuzubringen.  Daß  er  sich
aber  tagelang  auf  Wiesen  und  in  Erbsenfeldern  aufhalten  könne,  um  Regenwürmer
und  Schnecken  zu  fangen,  wird  vielfach  bezweifelt.  Er  wird  in  der  Regel  1  m
lang,  bei  reichlicher  Aasnahrung  jedoch  bis  2  m.  Seine  Farbe  ist  eine  Schutzfarbe:
dunkelblau  oder  grünschwarz,  am  Bauche  weiß.

2.  Nahrung.  Der  Aal  ist  ein  nächtlicher  Raubfisch.  Am  Tage  liegt  er
meistens  im  Schlamme  oder  in  Uferhöhlen  verborgen,  oft  mit  vielen  andern  seinesgleichen
  zu  großen  Klumpen  vereinigt.  Sobald  aber  der  Abend  dämmert,  geht  er
auf  Raub  aus.  Dann  schnappt  er  nach  kleinen  Fischen,  Würmern,  Fischlaich  u.  dgl.
Mit  Vorliebe  frißt  er  Aas.  Hundeleichen,  die  man  ins  Wasser  geworfen  hat,
wimmeln  zuweilen  geradezu  von  Aalen.  Da  er  einen  sehr  geschmeidigen,  schlüpfrigen
Körper  hat,  so  zwängt  er  sich  bei  seiner  Jagd  auf  Nahrung  oft  durch  sehr  enge
Löcher  und  gerät  nicht  selten  in  Wasserleitungen  und  Pumpen.

3.  Wanderung.  Vom  Mai  bis  in  den  Herbst,  namentlich  in  den  stürmischen

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