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128.  Schlußbetrachtung.

1.  Aal,  Krebs,  Muschel,  Schlammschnecken  leben  nur  im  Wasser.  Es  sind
echte  Wassertiere.  Ente,  Sumpfschildkröte  und  Frosch  leben  nur  zeitweise  im  Wasser.
Es  sind  unechte  Wassertiere  (Wasserfreunde,  Wasserbesucher.).  —  Einige  der  unechten
Wassertiere  verleben  ihre  Jugend  gänzlich  im  Wasser,  werden  hier  geboren  und  machen
hier  eine  Verwandlung  durch.  (Frosch,  Mücke,  Wasserjungfer.)  Andre  werden  auf
dem  Lande  geboren  und  suchen  erst  nach  der  Geburt  das  Wasser  auf.  (Ente.)

2.  Da  die  echten  Wassertiere  nur  im  Wasser  leben  können,  so  müssen  sie
auch  hier  ihre  Nahrung  finden  können.  Das  thun  sie  auch.  (Was  frißt  der  Aal?
der  Krebs?  die  Schlammschnecke?)  Die  unechten  Wassertiere  dagegen  finden  ihre
Nahrung  sowohl  im  Wasser  als  auch  auf  dem  Lande.  (Was  frißt  die  Ente?  der
Frosch?)  Wo  sich  die  Tiere  aufhalten,  da  finden  sie  ihre  Nahrung,  und  umge—
kehrt,  wo  die  Tiere  ihre  Nahrung  finden,  da  halten  sie  sich  auf.

3.  In  fließenden  Gewässern  ist  der  Grund  gewöhnlich  mit  Kies  oder  Quarz
bedeckt.  Diesen  bringt  das  Wasser  meist  von  den  Bergen  mit.  In  stehenden  Ge—
wässern  dagegen  ist  der  Grund  schlammig.  Der  Kiesboden  bietet  wenig  Nährstoffe
für  die  Pflanzen.  Darum  ist  er  auch  gewöhnlich  sehr  pflanzenarm.  Anders  der
Schlammboden.  Dieser  gewährt  den  Pflanzen  reichliche  Nahrung,  weshalb  er  ge—
wöhnlich  dicht  mit  Pflanzen  bewachsen  ist.  Die  Pflanzen  bieten  wieder  vielen
Tieren  (Enten,  Fröschen,  Schnecken  u.  a.)  einen  beliebten  Aufenthaltsort.  Daher
erklärt  es  sich,  daß  das  Tier=  und  Pflanzenleben  in  stehenden  Gewässern  viel  mannigfaltiger
  ist  als  in  fließenden.  —  Das  Quellwasser  sickert  durch  verschiedene  Erdschichten.
  Daher  lösen  sich  in  ihm  verschiedene  Mineralstoffe  (Salz,  Eisen,  Kalk,
Schwefel  u.  a.)  auf,  die  es  nun  den  Tieren  und  Pflanzen  als  Nährstoffe  zuführt.

XVIII.  Im  Torfmoore.
129.  Der  Torf.

Zerpflücke  ein  Stück  Torf!  Du  wirst  allerlei  Pflanzenreste  darin  finden.  Torf
ist  also  aus  Pflanzen  entstanden.  —  Man  gewinnt  den  Torf  im  „Torsstiche“.
Recht  fester  Torf  wird  mit  einem  Spaten  gestochen  und  an  der  Luft  zum  Trocknen
ausgelegt.  Der  weiche  Torf  wird  in  Formen  gefüllt  und  glatt  gestrichen.  —  Der
Torf  bildet  sich  in  Sumpfgegenden.  Hier  wachsen  Torfmoos,  Schachtelhalm  u.  a.
Sumpfpflanzen.  Während  sie  aber  an  der  Oberfläche  noch  lustig  grünen,  ist  ihr
unterster  Teil  oft  schon  abgestorben  und  braun  gefärbt.  Nach  und  nach  wird  die
ganze  Pflanze  braun:  sie  verkohlt.  Der  im  Wasser  stehende  Teil  der  Pflanze
giebt  nämlich  nach  und  nach  einen  Teil  seines  Wasser=  und  Sauerstoffes  ab,  der
Kohlenstoff  aber  bleibt  zurück.  Bohrt  man  mit  einem  Stocke  ein  Loch  in  den
Sumpfboden,  so  steigen  aus  der  Offnung  kleine  Bläschen  auf,  die  aus  einer
chemischen  Verbindung  von  Kohlenstoff  und  Wasserstoff  bestehen.  (Sumpf=  und
Grubengas.  S.  255.)  So  häuft  sich  alljährlich  eine  verkohlte  Pflanzenschicht  auf
die  andre,  und  in  etwa  30  Jahren  hat  sich  eine  Torfschicht  gebildet,  die  1—2  m
dick  ist.  —  Die  bedeutendsten  Torfmoore  finden  sich  zu  beiden  Seiten  der  Ems,  in
der  Lüneburger  Heide,  auf  dem  Riesengebirge  u.  s.  w.

XIX.  Im  Gebirge  und  Felsen.
130.  Das  Eisen.

1.  Vorkommen.  Eisen  findet  sich  fast  überall,  wo  Gebirge  sind,  so  z.  B.
im  Harze,  im  sächsischen  Erzgebirge  u.  s.  w.  Jedoch  kommt  es  im  natürlichen