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Wales  zerplatzt  und  ihn  sofort  tötet.  Mittels  des  Dampfers  wird  dann  das  Un—
geheuer  an  die  Küste  geschleppt,  wo  die  Verarbeitung  des  Tieres  fabrikmäßig
betrieben  wird.  Alles,  mit  Ausnahme  der  Gedärme,  findet  hier  Verwendung.  Die
Fleischmassen  werden  getrocknet  und  zu  Guano  zermahlen.  Die  riesigen  Knochen
werden  ebenfalls  zu  Mehl  zermahlen  und  dann  als  Dünger  verwendet.  Aus  dem
Speck  wird  Thran  gekocht,  und  die  Barten  geben  das  wertvolle  Fischbein.

133.  Der  Menschenhai.

1.  Heimat.  Körperbau,  der  Raubnatur  angepaßt.  Der  Menschenhai  ist
der  gefährlichste  Räuber  des  Meeres,  und  da  er  auch  Menschen  nicht  verschont,
so  ist  er  besonders  der  Schrecken  der  Schiffer.  Es  giebt  verschiedene  Arten  von
Menschenhaien.  Der  gewöhnlichste  ist  der  Blauhai.  Seine  Heimat  ist  das  Mittelmeer
  und  der  atlantische  Ocean.  Seine  Ausrüstung  zu  seinen  Räubereien  ist
furchtbar.  Er  wird  3—4  m  lang.  Die  Zähne  des  Oberkiefers  stehen  in  vier
schiefen  Reihen,  die  der  Unterkinnlade  sind  schlank,  bei  jungen  Haifischen  dreieckig,
bei  alten  lanzenartig.  Die  Schneiden  sind  sägeartig  mit  Zähnen  besetzt.  Einen
ganzen  Menschen  kann  der  Hai  zwar  nicht  auf  einmal  verschlingen,  dazu  ist  er
zu  klein,  aber  er  vermag  dem  Menschen  Arme  und  Beine  abzubeißen.

2.  Nahrung.  Der  Menschenhai  verschlingt  alle  Tiere,  die  er  überwältigen
kann,  ja,  sogar  vieles,  was  gar  nicht  genießbar  ist.  In  dem  Magen  eines  gefangenen
  Hais  fand  man  einen  halben  Schinken,  einige  Schafbeine,  das  Hinterteil
  eines  Schweines,  das  Haupt  und  die  Vorderbeine  einer  Bulldogge,  eine  Menge
Pferdefleisch,  ein  Stück  Sackleinen  und  einen  Schiffskratzer.  Daß  sich  der  Hai  beim
Ergreifen  der  Beute  immer  auf  die  Seite  lege,  wird  von  einigen  Naturforschern
bestritten.  Besonders  gern  verfolgt  er  die  Schiffe,  um  dann  nach  allem,  was  über  Bord
fällt,  zu  schnappen.  Nicht  mit  Unrecht  nennt  man  ihn  „die  Hyäne  des  Meeres“;
denn  auch  Leichen,  die  man  ins  Meer  senkt,  werden  begierig  von  ihm  verschlungen.

3.  Fang.  Man  fängt  die  Haifische  mit  Angelhaken,  die  an  einer  starken
Kette  befestigt  sind.  Als  Köder  dient  ein  Stück  Speck  oder  faules  Fleisch.  Der
Haifisch  beißt  sehr  leicht  an.  Sobald  er  aber  die  Angel  spürt,  gebärdet  er  sich
wie  rasend.  Zuweilen  dreht  er  sich  mit  solcher  Schnelligkeit  um  sich  selbst,  daß
die  Kette  zerreißt.  Von  einem  kleinen  Boote  aus  darf  man  daher  den  Fang  des
Haifisches  nicht  wagen.  Mittels  einer  Winde  wird  der  gefangene  Hai  etwa  zur
Hälfte  aus  dem  Wasser  gezogen  und  so  lange  schwebend  erhalten,  bis  er  sich  abgemattet
  hat.  Dann  haut  man  ihm  den  Schwanz  ab  und  tötet  ihn  vollends.

139.  Der  Hering.

1.  Körperbau.  Der  Hering  lebt  im  Meere.  Darum  ist  sein  Körper  auch  besonders
  zum  Schwimmen  eingerichtet.  Er  ist  seitlich  stark  zusammengedrückt  und  am
Kopfe  zugespitzt,  wodurch  beim  Schwimmen  das  Zerteilen  des  Wassers  sehr  erleichtert
wird.  Vor  allem  aber  verdankt  er  seine  Schwimmfähigkeit  den  Flossen.  Je  nach  ihrem
Standorte  nennt  man  sie  Brust-,  Bauch-,  Rücken-,  After=  oder  Schwanzflossen.  Mit
ihnen  rudernd,  bewegt  sich  der  Hering  im  Wasser  vorwärts.  Die  Schwanzflosse  ist  die
größte.  Ihr  fällt  auch  die  Hauptarbeit  bei  der  Bewegung  zu.  Sie  steht  senkrecht.
Daher  eignet  sie  sich  zugleich  vorzüglich  als  Steuerruder.  Wendet  der  Fisch  den
Schwanz  nach  rechts,  so  stößt  das  Wasser  auf  dieser  Seite  den  Schwanz  zurück  nach
links,  wodurch  das  Kopfende  nach  rechts  gelenkt  wird.  (Wie,  wenn  der  Fisch  nach
links  schwimmen  will?)  Auch  das  Auf=  und  Absteigen  bewirkt  der  Fisch  allein
durch  die  Flossen  (nicht,  wie  man  früher  glaubte,  durch  Zusammenpressen  und
Ausdehnen  der  Schwimmblase).  Er  kann  aber  auch  in  jeder  Tiefe  ruhen.
Dies  wird  durch  den  Druck  des  Wassers  geregelt,  der  nämlich  desto  größer  ist,  je