—  280  —

150—160  bezahlt.  Um  die  kostbaren  Federn  nicht  mit  Blut  zu  beschmutzen,
erlegt  man  den  Strauß  nicht  mit  Feuergewehren,  sondern  jagt  ihn  mit  Hunden
und  Pferden.  Wenn  er  dann  in  rasendem  Laufe  davoneilt,  wirft  er  zuweilen  mit

 

 

 

 

 

 

 

 

     

üßen  Steine  mit  solcher  Gewalt  hinter  sich,  daß  die  Verfolger  dadurch
1.  rl  !m*“  —  ———  —  —  —  —  .  ç  ç  ——  —

      
   
   

     

 

 

    

             

—  —

 

         

          
  
  

           

—  —

   

    

    

   

   

   

 

32
#:  —

—  —

»  —k«»
—.  —
*  .

,«».-,.-—

  —  —  —  -  HEFT-T
"——·«T-«  —

.  —  -

     

.  -»..«-—
  .
·  -I-—--·
.
-  —
-  ,—«.·?k".

 

 

 

 

verwundet  werden.  Daß  er  aber,  um  nicht  gesehen  zu  werden,  seinen  Kopf  in
den  Sand  stecke,  ist  eine  Fabel.  Vielmehr  läuft  er  meist  so  lange,  bis  er  ermüdet
niedersinkt.  Dann  wird  er  mit  Knüppeln  vollends  totgeschlagen.  Die  Eingebornen
verkleiden  sich,  um  ihn  zu  töten,  auch  wohl  als  Strauße,  wobei  ein  mit  Stroh  umwickelter
  Stock  die  Stelle  des  Halses  vertritt.  So  suchen  sie  die  Vögel  zu  täuschen  und
sich  ihnen  zu  nähern.  In  Ost=  und  Südafrika  wird  der  Strauß  vielfach  gezüchtet.

147.  Das  MNilkrokodil.

1.  Aufenthalt  und  Körperbau.  Das  Nilkrokodil  ist  besonders  in  den  Flüssen
und  Seen  Afrikas  zu  Hause.  Am  Tage  liegt  das  Ungeheuer  nicht  selten  auf  einer
Sandbank  mitten  im  Flusse,  um  sich  zu  sonnen.  Der  plumpe  Leib  wird  6  bis
9  m  lang  und  ist  auf  dem  Rücken  mit  6  Reihen  großer,  viereckiger  Schilde  bedeckt.
  Sie  liegen  wie  Pflastersteine  nebeneinander  und  erheben  sich  am  Schwanze
zu  einem  sägeförmigen  Kamme.  Früher  glaubte  man,  die  Hornschilde  des  Krokodils
  seien  so  hart,  daß  keine  Kugel  sie  durchdringen  könne.  Das  ist  jedoch  ein
Irrtum.  Der  Rachen  des  Krokodils  ist  sehr  tief  gespalten.  Wenn  es  ihn  öffnet,
erblickt  man  in  den  Kiefern  die  vielen  sehr  langen  und  spitzen  Zähne.  Am  Abend
geht  das  Krokodil  ins  Wasser,  um  auf  Fische  und  allerlei  Tiere  Jagd  zu  machen.
Das  Wasser  ist  das  eigentliche  Element  des  Tieres.  Sein  ganzer  Körper  ist  auch
dem  Leben  im  Wasser  durchaus  angepaßt.  Die  Zehen  der  Hinterfüße  sind  durch
halbe  Schwimmhäute  verbunden.  Der  lange  Schwanz  bildet  einen  Ruderschwanz.
So  vermag  das  Krokodil  äußerst  schnell  zu  schwimmen.  Auch  zum  Untertauchen
ist  es  sehr  befähigt,  da  Nasen=  und  Ohrlöcher  im  Wasser  durch  eine  Klappe  und
die  Augen  durch  eine  durchsichtige  Nickhaut  geschlossen  werden  können.

2.  Auf  der  Lauer.  Gesicht  und  Gehör  sind  scharf.  Daher  merkt  das  Krokodil
sehr  bald,  wenn  ein  Tier  zur  Tränke  kommt.  Lautlos  nähert  es  sich  der  Stelle  und
wartet  —  nur  mit  den  Nasenlöchern  über  dem  Wasser  —  auf  einen  günstigen
Augenblick,  Plötzlich  schießt  es  wie  ein  Pfeil  auf  seine  Beute  los,  packt  sie  und