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Stück  Kattun,  wozu  ein  Weber  mit  der  Hand  mehrere  Wochen  gebrauchen  würde.
Nach  der  Art  des  Gewebes  unterscheidet  man  Kattun,  Nanking,  Musselin,  Jaconet,
Gingan,  Tüll,  Barchent,  Piqué  u.  s.  w.

149.  Der  Reis.

1.  Heimat  und  Aussehen.  Die  ursprüngliche  Heimat  des  Reises  ist  Indien;
doch  wird  er  jetzt  fast  in  ganz  Asien  angebaut,  ebenso  in  Afrika,  den  wärmern
Teilen  von  Amerika,  in  Oberitalien,  Südspanien,  Südfrankreich,  auf  der  Balkan—
halbinsel  u.  s.  w.  Der  Reis  gehört  zu  den  Gräsern.  Er  erinnert  mit  seinen
federspuldicken  Halmen,  seinen  linealförmigen  Blättern  und  den  Rispen  an  unsre
Getreidearten  und  wird  etwa  so  hoch  wie  der  Weizen.

2.  Aubau.  Es  giebt  zweierlei  Reisarten:  den  Sumpfreis  und  den  Bergreis.
  Der  Sumpfreis  wird  in  nassen  Niederungen  gewonnen,  die  alljährlich  mehrmals
  künstlich  (durch  Schöpfräder)  überschwemmt  werden.  Beim  Säen  muß  der
Landmann  häufig  bis  an  die  Knie  im  Sumpfe  waten.  Diese  Feuchtigkeit  erzeugt
oft  todbringende  Fieberluft,  weshalb  in  Italien  und  Spanien  der  Anbau  des
Reises  in  der  Nähe  von  Ortschaften  verboten  ist.  Zur  Erntezeit  schneidet  man
die  Halme  mit  der  Sichel  und  bindet  sie  in  Garben.  Alsdann  werden  die  Rispen
gedroschen  und  die  Körner  auf  Mühlen  enthülst.  —  Der  Bergreis  wächst  auf
trocknen,  höher  gelegenen  Feldern,  ist  aber  nicht  so  ergiebig  als  der  Sumpfreis.

3.  Wichtigkeit.  Arrak.  Der  Reis  gehört  zu  den  wichtigsten  Getreidearten.
Er  bildet  die  Hauptnahrung  der  Bewohner  der  Reisländer.  —  Durch  Gärung
wird  aus  den  Reiskörnern  der  Arrak  gewonnen.

150.  Der  Raffee.

1.  Anbau.  Der  Kaffeebaum  wird  nur  in  den  Ländern  zwischen  den  Wendekreisen
  angebaut,  ganz  besonders  auf  Java,  in  Westindien  und  Brasilien.  Er
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wird  er  gewöhnlich  beschnitten  und  als
Strauch  nur  etwa  1½/2—2  m  hoch  gezogen.
  Am  besten  gedeiht  der  Kaffee
an  solchen  Stellen,  wo  ihm  reichlich
Wasser  zugeführt  werden  kann.  Die
Sträuche  stehen  gewöhnlich  in  Reihen
,bei  einander,  in  heißen  Ländern  über-5
  schattet  von  hohen  Bäumen  aller  Art.
ZIn  dritten  Jahre  beginnt  der  Strauch
zzu  blühen  und  Früchte  zu  tragen.
Die  Blüten  sind  schneeweiß.  Die  Früchte
sehen  wie  Kirschen  aus.  Sie  bestehen
aus  Beeren,  die  sich  nacheinander  grün,
gelb,  rot  und  violett  färben.  Im
Innern  enthalten  sie  2  Kaffeebohnen,
die  mit  der  flachen  Seite  gegeneinander
  liegen.  Die  Haupternte  ist  im
Mai.  Die  reifen  Beeren  werden  gesammelt
  und  auf  eine  Mühle  gebracht,
*½  wo  sie  von  der  Fleischhülle  befreit  werden.
Kaffeepflanze.  Sodann  trocknet  man  sie  und  bringt  sie
in  eine  Walzenmühle,  um  sie  von  einem  Häutchen  zu  befreien,  das  sie  bis  dahin
noch  umgiebt.

 