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2.  Wirkung.  Der  Kaffee  wirkt  erfrischend  und  regt  die  Nerven  an.  Mäßiger
Genuß  schadet  nicht,  Übermaß  und  besonders  zu  stark  gekochter  Kaffee  dagegen  bewirkt
Schlaflosigkeit  und  Blutandrang  nach  dem  Kopfe.  Vollblütige  und  Fieberkranke
sollten  ihn  ganz  meiden.

151.  Gewürzpflanzen.

1.  Der  Gewürznelkenbaum  ist  auf  den  Gewürzinseln  heimisch.  Er  wird
so  groß  wie  unser  Kirschbaum.  Seine  Blütenknospen  werden  gesammelt  und  getrocknet
  und,  da  die  nicht  entfalteten  Blütenknospen  die  Form  eines  Nagels  haben,
„Nägelchen“  genannt.  Man  bedient  sich  ihrer  beim  Einmachen  der  Früchte.

2.  Der  Zimtbaum  ist  auf  der  Insel  Ceylon  zu  Hause,  wird  aber  auch  auf
den  Molukken  angebaut.  Der  Stamm  kann  die  Höhe  von  9  m  erreichen,  doch
wird  er  in  den  Pflanzungen  jung  am  Boden  abgeschnitten,  so  daß  er  3—4  m
hohe  Zweige  treibt.  Diese  schneidet  man  im  Mai  und  Juni  ab.  Benutzt  wird
der  Bast.  Man  schält  ihn  ab  und  trocknet  ihn,  wobei  er  sich  zu  Röhren  zusammenrollt
  und  seine  zuerst  weiße  Farbe  in  hellbraun  verwandelt.

3.  Der  Pfefferstrauch  wird  auf  Java,  Malabar  und  Sumatra  vielfach  angebaut.
  Er  ist  ein  Schlinggewächs.  An  seinen  Ranken  sitzen  handlange  Ahren,
aus  deren  Blüten  sich  20—30  kleine,  rote  Beeren  entwickeln.  Nimmt  man  die
Beeren  unreif  ab,  so  werden  sie  schwarz  und  runzlig  und  geben  den  „schwarzen
Pfeffer".  Legt  man  aber  die  reifen  Beeren  so  lange  in  Wasser  und  Essig,  bis  man
die  Schale  abreiben  kann,  so  erhält  man  den  milde  schmeckenden  „weißen  Pfeffer"“.

4.  Der  Lorbeerbaum  wächst  an  den  Küsten  des  Mittelmeers  wild;  bei
uns  wird  er  häufig  als  kleiner  Zierstrauch  in  Töpfen  gezogen.  Seine  lederartigen
Blätter  werden  manchen  Speisen  als  Gewürz  zugesetzt.  In  Griechenland  wurden
ehemals  die  Sieger  mit  einem  Lorbeerkranze  geschmückt.

5.  Die  Vanille  wächst  in  heißen  Ländern,  besonders  in  Mexiko,  und  ist  ein
Schlinggewächs,  das  sich  an  Bäumen  emporrankt.  Die  etwa  handlangen,  dreiklappigen
  Kapseln  haben  einen  lieblich  gewürzhaften  Geschmack  und  werden  der
Schokolade  und  andern  Speisen  als  Gewürz  zugesetzt.

 

Einiges  über  den  Bau  des  menschlichen  Körpers.

1.  Bau  der  Knochen.  Die  festen  Bestandteile  des  Körpers  sind  die  Knochen.
Sie  bestehen  aus  Knochenerde  (Kalk)  und  Knochenknorpel  (Leim).  Die  beweglichen
  Knochen  sind  durch  Gelenke  verbunden.  Man  unterscheidet  das  Kugelgelenk
(Oberarm),  Drehgelenk  (Hals)  und  Winkelgelenk  (Ellenbogen).  Durch  Verstauchung
werden  die  beiden  durch  Gelenke  verbundenen  Knochen  aus  ihrer  Lage  gedrängt,
treten  aber  gleich  von  selbst  wieder  in  die  ursprüngliche  Lage  zurück,  was  bei
Verrenkungen  nicht  der  Fall  ist.  Damit  sich  die  Gelenkknochen  nicht  aneinander
reiben,  werden  sie  durch  eine  ölige  Flüssigkeit,  das  Gelenkwasser,  geschmeidig  erhalten.
  Jeder  Knochen  ist  mit  einer  dünnen,  sehr  empfindlichen  Haut,  der  sogenannten
  „Beinhaut",  überzogen.  Sie  umgiebt  den  Knochen  wie  die  Rinde  den
Baum.  Ist  sie  losgelöst,  so  stirbt  der  Knochen.  Er  ist  nämlich,  wie  wir  dies  an
alten,  verwitterten  Knochen  zuweilen  deutlich  sehen  können,  von  zahlreichen  Kanälchen
durchzogen.  In  einige  dieser  Kanäle  entsendet  die  Knochenhaut  Nerven  und  Adern.
Die  Adern  versorgen  den  Knochen  mit  Nährstoff.

2.  Das  ekelett  des  Menschen  besteht  (ohne  die  32  Zähne)  aus  213  Knochen.
Der  Kopf  wird  von  den  Schädel=  und  Gesichtsknochen  gebildet.  Die  Schädelknochen
  sind  durch  Nähte  verbunden  und  bilden  die  Schädelhöhle,  die  das  Gehirn
umschließt.  Zu  den  Gesichtsknochen  gehören  der  Oberkiefer,  der  bewegliche  Unter-