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b.  Vergleiche  die  Zeitdauer  der  einzelnen  Schwingungen  desselben  Pendels
durch  Taktzählen  miteinander!  Es  ergiebt  sich,  daß  die  größern  Schwingungen
„  jrjriiiiectht  länger  dauern  als  die  kleinern;  denn  die  SchwintAungen
  eines  und  desselben  Pendels  haben  gleiche
SZeitdauer.  Lassen  wir  aber  ein  kürzeres  und  ein  längeres
FPendel  nebeneinander  schwingen,  so  sehen  wir,  daß  das
kkürzere  schneller  schwingt  als  das  längere.
4  c.  Das  Perpendikel  (P)  an  unsern  Stubenuhren  bildet
beebenfalls  ein  Pendel,  das  aber  durch  ein  Gewicht  in  steter
Bewegung  erhalten  wird.  Dieses  Gewicht  (6)  hängt  an
eeeiner  Schnur  (8),  die  um  eine  Welle  (W)  gewickelt  ist.

 

 

51  Die  Welle  ist  mit  einem  gezahnten  Rade,  dem  Steigrade,
a  n  verbunden.  Infolge  seiner  Schwere  sinkt  das  Gewicht  nach
N  unten  und  setzt  Welle  und  Steigrad  in  eine  drehende  Bewegung.

  Diese  Drehung  ist  eine  beschleunigke  (§  17).
Damit  sie  gleichmäßig  vor  sich  gehe,  ist  das  Perpendikel,  das  an  einem  Haken  hängt,
mit  einem  Anker  (A)  verbunden.  Der  Anker  greift  bei  den  Schwingungen  des
Pendels  abwechselnd  in  die  Zähne  des  Rades  und  regelt  so  den  Gang  des  Rades.
Geht  die  Uhr  zu  langsam,  so  schiebt  man  die  Pendelscheibe  (Sch)  ein  wenig  in
die  Höhe  —  verkürzt  das  Pendel  —  und  dem  Dbel  ist  abgeholfen.  (Wie  zu
erklären?  Was  hat  man  zu  thun,  wenn  die  Uhr  zu  schnell  geht?)

19.  Zusammenhangsformen  der  Körper.  a.  Zerbrich  einen  Holzstab,  ein
Stück  Glas,  eine  Stricknadel,  ein  Stück  Fischbein!  Alle  diese  Körper  setzen  der
Zerteilung  einen  Widerstand  entgegen.  (Welcher  den  größten?  den  geringsten?)
Jeder  Körper  setzt  sich  nämlich  aus  unendlich  vielen  kleinen  Teilen  (Massenteilchen)
zusammen.  Die  Massenteilchen  hängen  mit  einer  gewissen  Kraft  zusammen,
  ziehen  sich  an.  Man  nennt  diese  Kraft  Zusammenhang  kkraft.

b.  Zerteile  Holz  und  Wasser!  Durchschneide  die  Luft  mit  der  Hand!  Wo
ist  die  Zusammenhangskraft  am  größten?  Wo  am  geringsten?  Je  nach  der
Größe  der  Zusammenhangskraft  unterscheiden  wir  feste,  tropfbarflüssige  und  luftförmige
  Körper!  Nenne  solche!

c.  Gieße  Wasser  in  ein  Glas,  dann  in  eine  Tassenschale  oder  Röhre!  Es
nimmt  die  Gestalt  des  Gefäßes  an.  Ein  Stück  Holz  oder  Eisen  würde  dagegen
seine  frühere  Gestalt  behalten.  Feste  Körper  haben  eine  selbständige  Gestalt,
  flüssige  Körper  nicht.  Gieße  Wasser  auf  ein  Brett!  Es  fließt  auseinander.
  Kleine  Mengen  nehmen  die  Gestalt  von  Tropfen  an,  ein  Beweis,  daß
eine  gewisse  Zusammenhangskraft  da  ist.  Wir  sehen  dies  auch  an  den  Regenund
  Tautropfen.  Warum  bildet  sich  auf  einem  Glase,  das  bis  etwas  über  den
Rand  mit  Wasser  gefüllt  ist,  ein  kleiner  Wasserberg?  Was  bemerkst  du,  wenn
du  eine  fettige  Nähnadel  auf  den  Wasserberg  legst?  Auf  einem  schrägen  Brette
fließt  das  Wasser  zusammenhängend  abwärts.  Warum  haben  Dächer,  Dachtraufen
  u.  s.  w.  eine  schräge  Lage?  (Über  Wasserspiegel  s.  S.  299.1)

d.  Laß  Wasser  in  einem  Topfe  kochen,  auf  dem  ein  Deckel  liegt!  Der  Deckel
wird  stoßweise  vom  Wasserdampfe  gehoben.  Die  Massenteilchen  des  Wasserdampfes
  haben  nämlich  wie  alle  luftförmigen  Körper  das  Bestreben,
sich  voneinander  zu  entfernen,  sich  abzustoßen.  Daher  haben  sie
ebenso  wie  die  flüssigen  Körper  keine  selbständige  Gestalt.

20.  Flächen=  und  Haarröhrchenanziehung.  a.  Schreibe  mit  einem  Stück
Kreide  an  die  Wandtafel!  Die  Kreide  bleibt  an  der  Tafel  haften.  Manche
Körper  haften  aneinander,  wenn  sich  ihre  Flächen  berühren.
(Flächenanziehung.)  Nenne  solche  Körper!  Nenne  Klebemittel!