auf  den  die  Linie  fällt,
für  das  Auge  aus  der
Ferne  zu  kennzeichnen,
hat  man  beide  Stäbe  mit
auf=  und  abbeweglichen  *
Scheiben  versehen.  Diese
sind  in  weiße  und  rote

Felder  geteilt,  deren  «

Grenzen  wegen  der  grellen  Farben  sich  weithin  erkennen  lassen.  Fällt  z.  B.  die
Linie  beim  ersten  Stabe  (A)  auf  Nr.  4,  beim  zweiten  (B)  auf  Nr.  12,  so  beträgt
der  Höhenunterschied  beider  Punkte  8  Nummern,  die  dann  in  Meter  und  Centimeter
  umgerechnet  werden.

28.  Das  specifische  oder  Eigengewicht.  Eine  Bleikugel  ist  schwerer  als  eine  gleichgroße
  Holzkugel.  Man  drückt  dies  allgemeiner  auch  so  aus:  Blei  ist  specifisch  schwerer  als
Holz.  Die  Größe  des  specifischen  Gewichts  bestimmt  man  nach  dem  Gewichte  einer  gleichgroßen
  Wassermenge.  1  cem  Wasser  wiegt  1  g;  1  cem  Blei  11/  g.  Man  sagt  daher:
das  specifische  Gewicht  des  Bleies  ist  11½  g.  (Kürzer:  das  specifische  Gewicht  des  Bleies
ist  11½,  d.  h.  es  ist  11½  mal  so  groß  als  eine  gleichgroße  Wassermenge.)

29.  Das  Schwimmen.  a.  Ein  Stück  Holz  schwimmt  auf  dem  Wasser,  ein
Stück  Eisen  sinkt  darin  unter.  Um  die  Ursache  hiervon  kennen  zu  lernen,  wägen
wir  das  Eisen  zuerst  in  der  Weise,  daß  es  in  ein  bis  zum  Rande  mit  Wasser
gefülltes  Gefäß  taucht,  und  dann  so,  daß  es  sich  außerhalb  des  Wassers  befindet.
Im  Wasser  ist  es  leichter  als  außerhalb.  Wägen  wir  nun  auch  das  Wasser,  das
aus  dem  Gefäße  verdrängt  ist,  so  ergiebt  sich,  daß  das  Eisen  im  Wasser  gerade
um  so  viel  leichter  geworden  ist,  als  das  Gewicht  der  verdrängten  Wassermenge
beträgt.  Ein  Körper  wird  im  Wasser  um  so  viel  leichter,  als  die
Menge  des  Wassers  wiegt,  die  er  verdrängt  hat.  Ist  ein  Körper  specifisch
schwerer  als  Wasser,  so  verliert  er,  wenn  er  in  Wasser  getaucht  ist,  nicht  sein  ganzes
Gewicht  und  muß  deshalb  sinken.  Ist  er  specifisch  ebenso  schwer  als  Wasser,  so
verliert  er  im  Wasser  sein  ganzes  Gewicht  und  schwebt,  sobald  das  Wasser  über
ihm  zusammenschlägt.  Ist  er  specifisch  leichter  als  Wasser,  so  verliert  er  beim  Eintauchen
  sein  ganzes  Gewicht,  noch  ehe  er  vollständig  eingetaucht  ist,  so  daß  er
also  über  die  Oberfläche  des  Wassers  hervorragt:  er  schwimmt.  Körper,  die  specifisch
schwerer  sind  als  Wasser,  kann  man  dadurch  zum  Schwimmen  bringen,  daß  man
sie  mit  solchen  Körpern  in  Verbindung  bringt,  die  specifisch  viel  leichter  sind  als
Wasser  (z.  B.  Binsenbündel,  mit  Luft  gefüllte  Schweinsblasen,  Korkgürtel  u.  dgl.).

b.  Ein  hohler  Blechtopf  schwimmt;  zusammengehämmert  sinkt  er  unter.  Er
kann  nämlich,  wenn  er  zusammengehämmert  ist,  wegen  seines  geringen  Umfangs
nicht  so  viel  Wasser  verdrängen,  als  er  selbst  schwer  ist.  Weshalb  vermag  das
Wasser  eiserne  Schiffe  zu  tragen?

30.  Die  atmosphärische  Luft  und  ihre  Zusammensetzung.  Die  Luft  umgiebt
  die  ganze  Erde  wie  eine  kugelförmige  Hülle.  Man  nennt  diese  Lufthülle
den  Luftkreis  (Dunstkreis,  Atmosphäre).  Sie  hat  eine  Höhe  von  etwa  100  km.  Der
Hauptsache  nach  besteht  sie  aus  1  Teil  Sauerstoff  und  4  Teilen  Stickstoff.  Außerdem
  sind  ihr  geringe  Mengen  von  Kohlensäure,  Wasserdampf  u.  s.  w.  beigemengt.

31.  Die  Luft  ein  Körper.  Tauche  ein  leeres  Trinkglas  in  senkrechter  Richtung
  umgekehrt  ins  Wasser.  Es  dringt  nur  sehr  wenig  Wasser  ins  Glas  ein.  Ein
unter  dem  Glase  liegender  Kork  zeigt  uns  deutlich  den  tiefen  Stand  des  Wassers
im  Glase.  In  dem  Glase  ist  nämlich  Luft  enthalten.  Diese  kann  nicht  entweichen.
Sie  gestattet  aber  auch  nicht,  daß  das  Wasser  denselben  Raum  einnimmt,  in  dem
sie  sich  befindet.  Die  Luft  ist  ein  Körper,  denn  sie  nimmt  Raum  ein.

 

 