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41.  Der  cartesianische  Taucher  (nach  seinem  Erfinder  Cartesius  so  benannt)  wird  nicht
selten  auf  Messen  und  Jahrmärkten  gezeigt.  Es  ist  das  ein  kleines,  schwarzes,  gläsernes
Männchen,  das  sich  in  einem  mit  Wasser  gefüllten  Glase  befindet  und,  wie  es  scheint,  auf
Geheiß  seines  Besitzers  darin  auf=  und  niedersteigt.  Dieser  Taucher  soll  sogar  ein  Prophet
sein  und  die  Zukunft  eines  Menschen  vorhersagen  können.  Wer  das  glauben  möchte!  Das
Männchen  ist  inwendig  hohl  und  gerade  so  weit  mit  Wasser  gefüllt,  daß  es  eben  noch
schwimmt.  Kommt  noch  ein  Tröpfchen  mehr  dazu,  so  sinkt  der  Taucher  nach  unten.  Bei
genauerer  Beobachtung  wird  man  bemerken,  daß  er  sinkt,  sobald  man  oben  auf  den  Gummiverschluß
  der  Flasche  drückt,  und  daß  er  wieder  steigt,  sobald  der  Druck  aufhört.  Ein
Bein  des  Tauchers  ist  nämlich  hohl  und  unten  offen.  Der  Druck  auf  den  Gummiverschluß
pflanzt  sich  daher  durch  das  Wasser  auf  die  Luft  im  Taucher  fort  und  preßt  diese  zusammen.
Es  dringt  etwas  mehr  Wasser  durch  das  Bein  in  den  Bauch,  der  Taucher  wird  schwerer
und  sinkt.  Was  geschieht,  wenn  der  Druck  nachläßt?

42.  Der  Heronsball,  von  dem  Griechen  Heron  erfunden,  zeigt  uns  deutlich
den  Druck  der  zusammengepreßten  Luft.  Man  nimmt  eine  Flasche  und  füllt  sie
etwa  bis  zur  Hälfte  mit  Wasser.  Dann  verschließt  man  die  Flasche  mit  einem
durchbohrten  Korke,  durch  dessen  Offnung  eine  Glasröhre  gesteckt  ist.  Diese  muß
oben  zugespitzt  sein  und  unten  bis  ziemlich  auf  den  Grund  hinabreichen.  Bläst
man  nun  in  die  Röhre  hinein,  so  steigt  die  zugeführte  Luft  in  Blasen  aus  dem
Wasser  wieder  empor  und  preßt  die  schon  in  der  Flasche  befindliche  Luft  zusammen.
Diese  drückt  auf  das  Wasser,  so  daß  es  in  einem  Strahle,  sobald  man  das  Blasen
einstellt,  durch  die  Röhre  nach  oben  entweicht.

43.  Die  Feuerspritze.  (S.  Abb.!)  Was  der  Heronsball  im  kleinen,  das  ist
der  Windkessel  bei  der  Feuerspritze  im  großen,  nur  daß  die  Lust  im  Windbessel
durch  Wasser

 

zusammen  —  sshurrsNIII  9  W  e-—  ee
gepreßt  wird  6  ——  —  —  ——
Die  Feuer-  S
spritze  setzt  sich  «  ««"  «
aus  dem  Wa-  «  f
gengestelle
und  dem
Spritzen
kasten  zusammen.
  er
Spritzen-  ½
kasten  ist  beim  S
Spritzen  mit  .
Wasser  ge-  6568

 

.  —

befinden  liicg  —————
der  Windkessel  (a)  und  zwei  Druckpumpen  (e).  Durch  die  sogenannte  Druckstange
(m)  werden  die  Kolben  (1)  der  beiden  Druckpumpen  abwechselnd  auf=  und  niederbewegt.
  Bewegt  sich  z.  B.  der  Kolben  links  aufwärts,  so  dringt  das  Wasser  aus
dem  Spritzenkasten  durch  das  Saugventil  (d)  links  in  die  linke  Druckpumpe,  der
Kolben  rechts  bewegt  sich  abwärts  und  das  Saugventil  (c)  rechts  schließt  sich.
Bewegt  sich  dagegen  der  Kolben  links  abwärts,  so  schließt  sich  das  Saugventil  (d)
links,  und  das  zwischen  dem  Kolben  und  dem  Saugventil  links  befindliche  Wasser
wird  mit  Gewalt  durch  das  Druckventil  (e)  links  und  den  Kanal  (b)  links  in  den
Windkessel  hineingetrieben.  (Wie  gestaltet  sich  dieser  Vorgang  auf  der  rechten
Seite?)  Je  mehr  sich  der  Windkessel  nun  mit  Wasser  füllt,  desto  mehr  wird  die
im  Kessel  befindliche  Luft  zusammengepreßt.  Sie  würde  deshalb  das  Wasser  in
die  Druckpumpen  zurückdrängen,  wenn  diese  nicht  durch  Ventile  (c)  verschlossen
Reolienbuch.  B.  20