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wird  daher  sichtbar  und  schwebt  wie  eine  graue  Decke  dicht  über  dem  Wasser
oder  der  Wiese.  Diese  sichtbaren  Dünste  nennen  wir  Nebel.  Besonders  sind
die  Herbsttage  reich  an  Nebel.  Wird  die  Luft  unten  wärmer,  so  steigen  Ströme
nach  oben  (S.  313)  und  nehmen  den  Nebel  mit  in  die  Höhe,  oder  der  Nebel
verwandelt  sich  von  unten  her  wieder  in  Dampf,  und  es  sieht  dann  aus,  als
rücke  der  Nebel  immer  höher.  Wir  sagen  dann:  „Der  Nebel  steigt".

b.  Geschieht  die  Verdichtung  des  Wasserdampfes  erst  in  höhern  Luftschichten,
so  bilden  sich  Wolken.  Nebel  und  Wolken  unterscheiden  sich  also  nur  durch  ihre
verschiedene  Entfernung  von  der  Erdoberfläche.  Man  unterscheidet  Federwolken
(am  höchsten,  bei  heiterm  Himmel),  Haufenwolken  (wie  entfernte  Berge),  Schichtwolken
  (wagerechte  Streifen),  Gewitterwolken  (schwarzgrau),  Hagelwolken  (graugelb).
  Die  meisten  Wolken  bringt  uns  der  Südwestwind;  dieser  führt  uns.
nämlich  den  Wasserdampf  vom  atlantischen  Ocean  zu.

63.  Regen,  Schnee  und  Hagel.  a.  Wenn  die  Wolken  durch  kalte  Luftströmungen
  abgekühlt  werden,  so  fließen  die  in  den  Wolken  enthaltenen  Wasserdünste
  zu  größern  Tropfen  zusammen.  Fallen  diese  aus  der  Luft  herab,  so
regnet  es.  (Unterscheide  Staub-,  Strich=  und  Landregen,  Wolkenbruchl)

b.  Sobald  die  Wolken  in  Luftschichten  von  unter  O  Grad  Wärme  kommen,
gefrieren  die  Dünste.  Im  Winter  bilden  sich  daher  in  den  Wolken  häufig

———  mfeine  Eisnadeln,  die  sich  zu  Eissternen
s—smsm—m—mnmm  gusammensetzen;  die  Eissterne  aber
bereinigen  sich  zu  Schneeflocken.

.m“m—5  Fc.  Zuweilen  (besonders  im  April)

fangen  die  Flocken  oben  in  der  Luft

unkzuschmelzen,  so  daß  Schneekugeln

-  smG  N*3  (Graupeln)  entstehen.  Die  im  Sommer

zzuweilen  während  eines  Gewitters

ßnpiederfallenden  Hagelkörner  bestehen

arnuuus  berschiedenen  Schichten  Eis,  die
einen  graupelartigen  Kern  umschließen.  Ihre  Entstehung  ist  noch  unbekannt.

64.  Entstehung  des  Windes.  a.  Halte  über  den  Cylinder  einer  brennenden
  Lampe  ein  Stückchen  Seidenpapier!  Es  wird  nach  oben  geweht.  Durch
die  Flamme  ist  die  Luft  erwärmt,  ausgedehnt  und  daher  dünner  und  leichter
geworden.  Da  sie  nun  von  der  kältern  und  schwerern  Luft  verdrängt  wird,  so
steigt  sie  empor,  ähnlich  wie  ein  Kork,  den  man  unter  das  Wasser  getaucht  hat.
Erwärmte  Luft  steigt  nach  oben.

b.  Stelle  eine  brennende  Kerze  zwischen  2  Holzleisten  und  auf  diese  Holzleisten
  einen  Lampencylinder,  so  daß  dieser  die  Flamme  umgiebt!  Dann  halte
ein  Stückchen  Seidenpapier  (Goldschaum)  unter  den  Cylinder!  Es  wird  in  diesen
hineingeweht.  An  Stelle  der  emporgestiegenen  wärmern  Luft  strömt  nämlich  in
den  Cylinder  von  unten  her  kältere  Luft.  Während  die  wärmere  Luft
emporsteigt,  strömt  an  ihre  Stelle  die  kältere  Luft.  Warum  ist  das
Hinzuströmen  frischer  Luft  bei  der  Lampe  nötig?  Wodurch  entsteht  der  sogenannte
  „Zug“"  im  Ofen?  S.  333.)  Weise  die  verschiedenen  Luftströmungen  in
der  Thüröffnung  zwischen  einem  warmen  und  einem  kalten  Zimmer  nach,  indem
du  ein  Kerzenlicht  unten,  oben  und  in  der  Mitte  der  Offnung  hältstl)

c.  Dieser  Vorgang  im  kleinen  wiederholt  sich  im  großen  auf  unfrer  Erde.
Wo  die  Erde  besonders  stark  erwärmt  wird,  steigt  die  warme  Luft  in  die  Höhe,
und  an  ihre  Stelle  dringen  kalte  Luftströme  aus  kältern  Gegenden.  Diese  Strömungen
  in  der  Luft  heißen  Winde.  Besonders  regelmäßig  wechseln  sie  an  den
Küsten.  Hier  weht  bei  Tage  der  Wind  vom  Meere  nach  dem  schneller  von  der

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