— 471 — 2. die Gebiete nördlich des 22. Grades S-Br, mit Ausnahme a) des in den Schußbrief nicht mit- einbezogenen matabelischen Gold- landes Tati am Tati-Fluß zwischen den Flüssen Schaschi und Ramaqu- aban, ) des zwischen Khama und Loben- gula streitigen Gebietes zwischen den Flüssen Schaschi und Maklutji, welches aus diesem Grunde beiden vorenthalten wird, i der Khamaschen-Gebiete nördlich des 22. Parallelkreises. Das Fort Tuli dürsie etwas nördlich von dem 22. Breitengrade liegen, daher unter Nr. 2 fallen und einer besonderen Erwähnmng nicht bedürfen. Man wollte aber wohl, bei der Unsicherheit der Gradbestimmungen in jenen Gegenden, jeden Zweifel daran ausschließen, daß das Fort Tuli auf Territorium der Char- tered Company sich besindet. Dem Einfluß der Gesellschaft unterstehen nicht, es bleiben vielmehr unmittelbar unter der englischen Regierung die Gebiete westlich der Südafrikanischen Republit und bestlich der Flüsse Guay, Tati und Matlutji. Diese Flüsse bilden ungefähr eine Linie, durch welche die beiden nächsten Punkte des Sambesi und des Limpopo miteinander verbunden werden. Zweiselhaft bleibt hiernach, wohin das eigentliche Matabele- Land zu rechnen ist. Als zu dem Einflußgebiet der Gesellschaft gehörig, würde es nur zu betrachten sein, wenn es still- schweigend als ein Theil von Maschona Land angesehen wird. Abschluß eines Hchutzvertrages durch den Gon- verneur des Senegal. Nach einer Mittheilung des „Temps“ hat der Gomwerneur des Senegal mit dem am rechten User des unteren Senegal angesessenen Stamm der „Trarza“ einen Proteltoratsver- trag abgeschlossen. Eingang von wissenschaftlichen Sendungen aus den deutschen Schutzgebieten.) In letzter Zeit sind von den Forsehungs- reisenden in deutschen Schutzgebieten wieder drei weitere Sendungen eingegangen. *) Vergl. „Deutsches Kolonialblalt“ S. 377. Lieutenant v. Fraugois sandte aus dem Herero-Lande vier Kisten, nämlich eine Kiste mit botanischen Gegenständen, welche an das botanische Museum abgegeben wurde, und eine Kiste mit Kleidungsstücken und Geräthen der Herero für das Museum für Böllerkunde. Dice beiden anderen Kisten enthielten natur- historische Gegenstnde und Flaschen mit Quell- wasserproben: die Sachen wurden dem Museum für Naturkunde übersandt. Leider waren die darunter besindlichen Vogelbälge in Folge mangelhafter Präparation gänzlich verrottet und mkssesen und daher unbrauchbar. Preuß schickte aus dem Hinterlande von jee (Forschungsstation Buea) zwei Kisten mit botanischen Gegenständen, welche dem botanischen Museum überwiesen worden sind, und eine Kiste mit zvologischen Objekten. Der Inhalt der letzteren, nämlich drei Fleder- mänse von großer Seltenheit, 60 Reptilien, eine Menge Käfer und sonstiger Insekten, sowie 26 Arten Landschnecken, wurde der zvologischen Sammlung des Museums für Naturkunde einverleibt, welche hierdurch eine Bereicherung an einer Anzahl bisher nicht vertretener Spczies erjahren hat. Die sämmtlichen von or. Preuß eingesandten Objekte sind, wie es auch die früheren waren, vorzüglich präparirt. Von Ior. Zintgraff sind aus dem Hinter- lande von Kamerun (Valiburg) zwei Kisten mit Geräthschaften, insbesondere Pseisenköpse mil Gesichtern und Wassen, für das Museum für Völterlunde eingegangen. Auf die botanischen Gegenstände, deren Bearbeitung viel zeit in Anspruch nimmt, werden wir noch zurückkommen. von der Botanischen Sentralstelle jür die Rolonien. In der Botanischen Zeutralstelle für die Kolonien im hiesigen Königlichen Botanischen Garten slehen solgende, im Vermehrungshaus herangezogene Eremplare empfehlenswerther Rutzpflanzen zur Aupflanzung auf den Ver- suchsplaniagen in den Schutzgebieten zur Ver- sügung und werden voraussichtlich im nächsten Frühjahr nach Kamerun bezw. Ost-Afrila über führt werden: Anona Slnamosa, Zimmtapsel 680 Stück (arica Hapaya, Melonenbaum 100 DPsilium Cnaravra, Guajave 120 Tambosa vFulgaris, Jambusen- baumn.. 1900. Chrysophylllum Cainito, Stern- apsel. ..... 1