— 366 — 10. April ging aus dem Missionshause zu Limburg vieder eine Expedition nach Kamerun ab, bestehend ms zwei Priestern und zwei Laienbrüdern. Aus fremden HAolonien und Produhtionsgebieten. Aubenhandel Britisch-Indiens in den Monaten April zgoo bis Jannar 100). Einfuhr. April bis Januar 1899/1900 1900/1901 Werth in Rupien 1. Lebende Thiere . 2750 354 4400 388 2. Lebensmittel und Getranie: a) Zucker 28 463 182 45 750 874 b) andbere Waaren. 47 545 6“77 54 798 689 3. Metalle und Metallwaaren: a) Eisenkurz= und Messer- schmiedewaaren 7 - plumthaaren..1323868615184744 l)Metalle. 3679573150559707 chaichknen.. 2121784818219601 d. Eisenbahnmaterial außer Regierungsbedarf). . 25427 811 10271740 4. Chemikalien, Drogen, Arz— neien, Narkotika, i und Gerbemittel . 16 058 643 18 307727 5. Oele: a) Mineralöle 23 475 560 26264 894 b) andere Oele. 2:096 420 2 464 471 3. Rohmaterial u. unbearbeitete Artikel . 31 991 062 31 923 603 7. Ganz- und Halbfabrikate: a) Baumwollengarn 20 477 954 20 419 309 bi baumwollene Zeugwaaren 221 213 622 208 666 202 c) andere Waaren 104 716 556 112 411 661 Jesammtwerth d. Waareneinfuhr 595 469 105 619 643 610 Gold 78 945787 88 725 501 Silber. 81 102 235 36241 500 Zusammen. 755 517 127 744 610 611 Ausfuhr. April bis Januar 1899/1900 1900/1901 Werth in Rupien 1. Lebende Thiere . 1 617 881 1 776 308 2. Lebensmittel und Getränke= a) Reis 92 060 575 93 006 024 b) Weizen und Wethemweh 42 496 528 3433 955 c,e Thee 88 432 879 90280 468 4/ andere Artikel. . 30 575 911 20 481 153 3. Metalle und Metallwaaren. 1·724 312 4010 254 1. Chemilalien, Drogen, Arz- « neien, Narkotika, Färb= und Gerbemittel: a Onpium . 66 970 196 81 046 287 b Indigo 20 117 180 12 580 083 Jßch andere Artikel. 11 248 556 10 783 014 5. Oele 6770 232 5 468 900 6. Rohmaterial u. unbearbeitete Artikel: a) Baumwolle 78 658 422 70 505 807 Lben dut .. 71 462 5321 94 458 330 en Oelsaat .. 87 510 677 77772337 d, andere Artikel 99 805 338 105 221 369 April bis Januar 1899/1900 1900/1901 Werth in Rupien 7. Ganz= und Halbfabrikate: a) Baumwollengarn 60 306 365 31 827256 b) baumwoll. Zeugwaaren 11 077 614 12601 544 c) andere Artikel. 103 926 751 127 995 133 Gesammtwerth d. Waarenausfuhr 874 761 938 843 248222 Gold. 20 017741 38 132364 Silber . 52 873 434 31 098 636 Wiederausfuhr fremder Waaren 27 183 790 26 622 406 Zusammen . 974 836 903 939 101 628 (The Board of Trade Journal.) Perschiedene Mittheilungen. Wirthschaftlicher Werth der Tbeekultur für die deutschen Rolonien. In den „Beiheften zum Tropenpflanzer" schreibt Dr. Schulte im Hofe am Schluß einer ausführ- lichen Arbeit über die Kultur und Fabrikation von Thee in Britisch-Indien und Ceylon: „Wie ich bei Besprechung der geschichtlichen Ent- wickelung der Theekultur in Indien ausgeführt habe, dauerte es viele Jahre, bevor diese Industrie festen Fuß gefaßt hatte, um dann in den letzten Jahr- zehnten in Indien sowohl als wie in Ceylon sich ganz rapide auszudehnen. Heute betheiligt sich England in diesen beiden Ländern mit 50 péCt. an der Weltproduktion, die im Jahre 1899 rund 263000 000 kg im Werthe von 307 000 000 Mk. betrug. 2 750 000 kg im Werthe von 4⅛/ Millionen Mark wurden hiervon in Deutschland konsumirt. Ganz selbstverständlich drängt sich uns bei diesen Zahlen die Frage auf, ob wir nicht auch in unseren deutschen Kolonien Thee bauen können, ob es nicht auch für Deutschland angebracht ist, diese Kultur in unseren Kolonien einzuführen. Daß in verschiedenen Distrikten der deutschen Kolonien der Thee nicht nur gut gedeihen wird, sondern daß Klima und Bodenverhältnisse in günstigen Höhenlagen derart sind, daß man auch mit Sicher- heit auf eine gute Qualität rechnen darf, dies unter- liegt für mich keinem Zweifel. Schwieriger aber ist es, die Frage zu beant- worten, ob man in der Lage sein wird, bei Ein- führung der Theekultur in deutschen Kolonien mit den englischen Pflanzungen in Indien und Ceylon zu konkurriren. Unter den augenblicklichen Verhält- nissen würde ich diese Frage verneinen. In den Theedistrikten Indiens und Ceylons liegen nämlich die Arbeiterverhältnisse viel günstiger als wie zur Zeit in unseren Kolonien, die für die Theekultur in Frage kommen könnten. Während unsere Pflanzungen nur auf männliche Importarbeiter angewiesen sind, wandern in die Theedistrikte Indiens und Ceylons ganze Familien aus. Da aber auf den Theepflanzungen ein großer Theil der Arbeit durch