umsonst Milch. An einem anderen Ort (Mwale) wird in Kurzem Flaschenbier zu haben sein!“ Ueber ein Unglück, das die katholische Missions- station Kiboscho betroffen hat, berichtet das „Echo aus Krnechtsteden“: Oefters haben wir von den Trappistinerinnen gesprochen, die in Kiboscho am Kilimandjaro vor Kurzem ein so schönes Heim gegründet hatten. Das kaum erblühte Glück ist hin. Eine furchtbare Feuers- brunst hat das neue Schwesternheim vollständig zer- stört. Wir lassen das Wort dem P. Rohmer, dem Oberen der schwergeprüften Missionsstation: „In der Nacht vom 8. zum 9. Juli, gegen Mitternacht, er- weckt uns Alle ein verzweifelter Schrei: „Feuer, Feuerl Das Schwesternheim stand in hellen Flammen, und die Unglücklichen sind erst erwacht, als ihnen das Feuer auf die Betten fiel. Um 1 Uhr morgens blieben von dem kaum erbauten Hause nur die vier Wände übrig. Der Speicher war unser Magazin, wo wir Alles verwahrten, und Alles ist verbrannt. Aus der Küche war auch nichts zu retten; nur aus den Zimmern konnten wir noch Vieles in Sicherheit bringen, aber die größeren Möbel sind auch verloren. Niemand weiß, wie das Feuer ausgebrochen ist. Ich glaube, ein Funken hat den Ruß in Brand gesteckt, der auf dem Dache lag. — Ein Wort über den Schaden und die nothwendigen Reparaturen. Zuerst brauchen wir 300 neue galvanisirte Blechplatten zur Dachdeckung. Die alten sind derart zugerichtet, daß sie ganz unbrauchbar geworden sind. Vom Gerüst, von den Thüren, Fenstern und Möbeln bleibt nur ein wenig Schutt. Unsere ganze vorjährige Kaffee- ernte, ein Theil der Leibwäsche und Kleidungsstücke der Schwestern und eine Menge nothwendiger Sachen, die ich nicht alle aufzählen kann, sind verloren und thun uns noth. Nach einem solchen Unglück ist an eine Reise in die Heimath, die ich eben antreten sollte, gar nicht zu denken. Obgleich sehr müde, muß ich von Neuem an die Arbeit gehen, — und ich thue es gern. Gott hat bisher geholfen, Gott wird wie- der helfen!“ Ueber den Fortgang der Missionsthätigkeit der Pallotiner in Kamerun erfahren wir aus dem siebzehnten halbjährlichen Berichte Folgendes: In Yaunde, wo eine größere Anzahl früherer Schüler der Mission aus Kribi wohnen, ist von dem apostolischen Präfekten P. Vieter und P. Hoegn eine neue Station gegründet worden. Ein Häupt- ling, Isomba, hat der Mission ein Stück Land von etwa 25 ha überlassen. Dort ist in kürzester Zeit eine einfache Hütte, die zunächst als Station dient, errichtet worden. P. Hoegn schreibt darüber: „Es ist zwar kein Palast, aber doch ganz wohnlich. Das Dach besteht aus Matten, die Wände aus Baumrinde, die mit Bast an Bambns- stäbe festgebunden ist. Der Boden aus festgeklopftem Lehm, Thüren und Fensterläden sind aus roh- 788 gespaltenen schmalen Brettern gemacht. Das ganze Haus ist 15 m lang und 5 m breit. In der Mitte befindet sich ein querdurchgehender Raun, unser Refektorium. Die so entstandenen Hälfen sind wiederum getheilt, so daß wir vier Schles- räume haben. Am närdlichen Ende des Hauses ür die Kapelle, an die sich eine überdachte Halle u- schließt, wodurch die Kapelle bei geöffneter Ther= zur Kirche erweitert werden kann. Um das BWekbr- haus reihen sich ein kleiner Vorrathsraum und de Küche, beides aus Rohrgeflecht mit Lehmbewur In einiger Entfernung nach Osten steht ein Motien- haus für die heidnischen, nach Westen ein solche für die christlichen Arbeiter. Dazu Schremem. Hühner und Ziegenstall. Den Schluß bildet die am waldigen Hügelabhage liegende Ziegelei. A- diese Gebäulichkeiten müssen so lange aushalten, b wir sie durch bessere ersetzen können.“ Der sonntägliche Gottesdienst ist gleich nach de Gründung von den Christen gut und regelmästn besucht worden. Am Charsamstag wurde das #ei- Hochamt in MYaunde gehalten; am Ostermon#t## meldeten sich die ersten Heiden zum Katechiem## Seildem giebt P. Hoegn täglich eine Smu Unterricht, der durchschnittlich von etwa 45 Junge# besucht wird. In Duala sind die ersten Anfänge, die sumbn. Umgebung der Station auszutrocknen, gem:#- worden. In der Schule werden zur Zeit 85 Knabe- unterrichtet, von denen sich 55 auf die Taufe ve bereiten. Die Zahl der anderen Katechumenen better 14 (5 Männer und 9 Frauen). Die Toaufen be liefen sich von Januar bis Juli auf 37 (19 Kindn 18 Erwachsene). Auf der Dorfschule in B'Mr#- — gegründet Februar 1900 — sucht der schwert Lehrer Joseph Timba, der in Deutschland erze worden ist, seine Weisheit bei 35 Jungen ors: bringen, und man kann mit seinen Ersolgen # frieden sein. Die Schwestern in B'kuo a Me- ungesähr eine halbe Stunde von der Station. 1 gegen haben an ihren Schülern etwas auszuu## — sie drücken sich nämlich gern, wie viele inr deutschen Kameraden, vor den harten Bänken. 2# Mädchen, von denen 25 im Hause wohnen, de den Schwestern in der Hausarbeit und bei Bestellung des Gartens und Feldes. Die Gesundheitsstation Engelberg war im lefr halben Jahre von Erholungsbedürftigen stark bei- gewesen und hat sich weiter gut bewährt. 1½ Gewinnung zum Christenthum schreitet bei N Bakwiri, einem leichten und sorglosen Völkchen, 2 diesen Theil des Gebirges bewohnt, nur lang'- voran, da sie voll von Hexenwahn und Aberglorbe stecken. Sind sie aber einmal zum Christentber bekehrt, dann ist Aussicht vorhanden, daß sie ni- zu den schlechtesten Negerchristen gehören werder Die Schulen sind gut besucht und haben grei- Zuwachs genommen. So find in Ergelter- 50 Knaben und in der Schule der Schwesten #