G 805 geführt: das heißt, eine unbedeutende Verletzung hat den Mann zeit seines Lebens zum Invaliden gemacht. Jum Kußenhandel der Ost-Karolinen im Jahre 1907. Der Handel der Ost-Karolinen im Jahre 1907 zeigt kein gänftiges 2 Bild. Der Gesamthandel hat 441 122 Mk. gegen 527722 im Vorjahre betragen. Es liegt also eine Abnahme von . — 16,4 v. H. vor. Auf die Ein- fuhr entfallen . 86 600 Mk. 329 830 gegen 391 305 = im Jahre 1906, der Růchgang der Einfuhr beträgt also — 15,7 v. H. Die Ausfuhr uu von im Jahre 1906 auf im Jahre 1907, also um. 18,4 v. H. gesunken. Die größte Abnahme weist die Einfuhr von Steinkohlen, Braunkohlen und Briketts auf: 360 648 kg und 12 526 Mk. im Jahre 1907 gegen 1 048 512 kg und 46 872 Mk. im Vor- jahre, also weniger 687 864 kg und 34 346 Mk. Der Kohlenbedarf der Kriegsschiffe, der für den Umfang der Einfuhr ausschlaggebend ist, war im Berichtsjahre gering. Die Einfuhr von Metallen und Metallwaren ist zurückgegangen von 105 161 kg und 64 767 Mk. auf 55 408 kg und 37 191 Mk., also um 49 753 kg und 27 576 Mk., die von Bau= und Nutzholz, Brennholz und Holzkohle ist zurück- gegangen von 369 043 kg und 53 789 Mk. auf 267228 kg und 42304 Mk., also um 101 815 kg und 11 485 Mk. Hier handelt es sich hauptsächlich um Bau- materialien, von denen im Vorjahre für den Wiederaufban der durch Taifune zerstörten Ge- bäude besonders große Mengen eingeführt worden waren; diese Einfuhr hörte natürlich mit Fertig- stellung der Bauten wieder auf. Diesen Abnahmen steht eine Zunahme gegen- über bei „Tabak und Tabakfabrikaten“" von 4650 kg und 12 442 Mk. auf 8679 kg und 21 180 Mk., also um 4029 kg und 8738 Mk. und bei „Fleisch, Fischen und tierischen Produkten aller Art" von 7407 kg und 9989 Mk. auf 23 624 kg und 26 987 Mk., also um 16 217 kg. und 16 998 Mx. Den Eingeborenen waren durch die Taifune der letzten Jahre ihre Kokospalmen und sonstigen landwirtschaftlichen Anlagen zum Teil zerstört 61 475 Mk. 136 417 = 111 292 -— 25 125 Mk. — worden. Damit waren sie ihrer pflanzlichen Nahrungsmittel teilweise beraubt. Die Regierung sah sich gezwungen, die Leute durch bezahlte Arbeit zu beschäftigen, um ihnen einen vor Hunger schützenden Verdienst zukommen zu lassen. Da- durch ist bares Geld in die Hände der Leute gelangt, das sie in dem begehrten Tabak und den beliebten, sonst für sie kaum erschwinglichen Fleischkonserven anlegten. Das Schlußergebnis der Ausfuhr, welches eine Abnahme um 25 125 Mk. darstellt, erscheint durch die auf einem Zufall beruhende Zunahme der Ausfuhr von Geld weniger ungünstig, als es in Wirklichkeit ist. Die Gesamtausfuhr ohne Geld hat betragen 19006. 127 053 Mk. 1907 also im Berichtsjahre weniger alsim Vorjahre 40 907 Mk. = 32,1 v. H. Diese Abnahme beruht ausschließlich auf dem Rückgange der Ausfuhr des einzigen nennens- werten Produktes des Inselgebiets, nämlich der Kopra, von 625 770 kg und 123 744 Mk. auf 396240 kg und 79248 Mk., also um 229 530 kg und 44 496 Mk. Der Rückgang der Kopra- ausfuhr ist eine Folge des Taifuns im März 1907, der die gesamten Mortlock-Inseln verwüstet hat. Die starke Steigerung der Geldausfuhr von 9364 Mk. im Vorjahre auf 25 146 Mk., also um 15 782 Mk., ist im wesentlichen in einem Einzelfalle begründet, weil die ansässige japanische Firma aus Unkenntnis ihre Uberschüsse statt durch Postanweisungsverkehr durch ein Segelschiff nach der Heimat geschickt hatte. An dem Gesamthandel der Ostkarolinen von 86 146= 441 122 Mk. hat den größten Anteil Deutsch- land mit 193 389 Mk. = 43, 8 v. H. (gegen 253 110 Mk. = 47,9 v. H. im Vorjahre). An zweiter Stelle steht „Australien und die Südsee- Inseln“ mit 125 722 Mkfk. = 28,5 v. H. (164 348 Mk. = 31,1 v. H.). An der Einfuhr ist Deutschland an zweiter Stelle mit 111126 Mk. 33,6 v. H. (131 275 Mk. = 33,5 v. H.), „Australien und die Südsee-Inseln“ an erster Stelle mit 113 459 Mk. = 34,4 v. H. (155 024 Mk. — 39,6 v. H.) beteiligt. Von der Ausfuhr gingen nach Deutschland Produkte für 82 263 Mk. — 73,9 v. H. (121 835 Mk. = 89,3 v. H.) der Gesamtausfuhr einschließlich Geld und —= 95,5 v. H. (95,8 v. H) der Gesamtausfuhr ohne Geld. Der hohe Anteil Deutschlands an der Aus- fuhr ist darin begründet, daß die gesamte Kopra- ausfuhr nur durch die Jaluit-Gesellschaft statt- gefunden und diese die Kopra ausschließlich nach Deutschland verfrachtet hat.