G 781 2O0O stellung mit den Europäern vor Gericht zu er- örtern. Er wies auf das Entstehen des Unter- schiedes in der rechtlichen Stellung der Europäer und der Eingeborenen hin, auf seine Notwendig- keit und seine Berechtigung. Er betonte, wie gerade trotz dieses Unterschiedes zwischen Weißen und Farbigen der oberste Grundsatz des deutschen Rechts Gerechtigkeit sei, wie die deutschen Be- hörden keine Unterdrückung und Ausbeutung der Eingeborenen duldeten, wie sie in strenger, aber gerechter Zucht die aus der Vorzeit übernommenen Unsitten der Eingeborenen zu mildern und in väterlicher Fürsorge jedem zu freier Betätigung seiner Kräfte zu verhelfen suchten. Er ermahnte die Eingeborenen, unbeirrt durch Einflüsse von außen in treuer Anhänglichkeit zur deutschen Ver- waltung zu halten und mit ihr an der Fort- entwicklung des Schutzgebiets zum eigenen Vorteil seiner Bewohner mitzuarbeiten. Das begeisterte Hoch auf den Deutschen Kaiser, in das die An- wesenden nach der Beendigung der Rede ein- stimmten, schien von dem ehrlichen Willen der Eingeborenen Zeugnis abzulegen. Kaum hatte sich der Gouverneur mit den Bezirksamtmännern wieder nach oben begeben, als heller Fackelschein das Herannahen des Zapfen- streichs der Polizeitruppe ankündigte. Erst in später Nachtstunde verließen die letzten Gäste das Haus des Gouverneurs. Auch die Deutschen von Lagos hatten den Tag festlich begangen und gaben in einem Tele- gramm ihrer Teilnahme an der Feier Ausdruck. Das Fest war in seinem Verlauf ein schöner Beweis für das einmütige Zusammenstehen der gesamten europäischen Bevölkerung und für das gute Verhältnis zwischen der Regierung und den Eingeborenen. Ubersicht über die Bewegung des Handels des Schutzgebiets Togo im I. Viertel des Ralenderjahres 1909 im Vergleich mit dem Handel im gleichen Seitraum des Vvorjahres. Gol Deutsches Kol. Bl.“ 1809, Nr. 15, S. 732 ff.) —. - — — F IZ ——— . — u- Ab- Benennung der Warengruppen J. Verrte J. Viertel nahmenahme Wert M Wert.44 WertWert.4 A. Einkuhr. I. Erzeugnisse des Landbaues und der Forstwirtschaft sowie der zugehörigen Nebengewerbe: a) Körner= und Hülsenfrüchte . 17546 14 159 3387 — b) Knollengewächse, Gemüse und Früchte 7 686 12 803 — 5117 I) Koloniale Verzehrungsgegenstände, Genußzmittel. 192 713 209 612 — 16 899 d) Olfrüchte, Pflanzenöle, Pflanzenwachs. 557 511 46 — e) Getränke (außer Mineralwasser) 158 565 151 381 7184 — f) Sämereien, lebende Pflanzen u. Futtermittel (letz tere soweit nicht unter la und b bereits genannt) 395 85 310 g) Faserpflanzen. . . . 129 — 129 — 5 Erzeugnisse der Forstwirtschaft 19 393 13 856. 5 537 Zusammen 1 396 984 402 407 — 5 423 II. Tiere und tierische Erzeugnisse: a) Lebende Tiere= . 2823 2911 — 88 b) Fleisch und tierische Erzeugnisse aller Art. 77271 95 785 — 18 514 Zusammen II 80 094 98 696 — 18 602 III. Mineralische und fossile Rohstoffe, Mineralöle 110 711 101 567 39 144 — IV. Fabrikate aus Wachs, Fetten und Olen 14 918 12 392 2556 — V. Chemische und pharmazeutische Erzeugnisse (außer Schießbedarf und Sprengmitteln). 52 867 60 348 — 7 481 VI. Textil= und Filzwaren, Bekleidungsgegenstände usw. (außer Lederwaren). . 685 005 780 697 — 95 692 VII. Leder und Lederwaren, Wach- stuch. Krschnerwaren 10 375 6 304 1071 — VIII. Gummi= und Kautschukwaren . . 2860 2 085 775 — IX. Holzwaren, Flecht= und Schnitzwaren 37390 19 454 17 936 — X. Papier= u. Pappwaren, literarische u. Kunstgegenstände 20 187 17 882 2 305 — XI. Stein-, Ton= und Glaswaren. 48 985 51 898 2913 XII. Metalle und Metallwaren (außer Instrumenten, Ma- schinen und Waffen): a) Unbearbeitete Metalle und Halbzeug: 387 035 39 701 347 334 — b) Fabrikate . 192 291 85 462 106 829 — Zusammen Xll 579 326 125 163 454 163 —