225 20 mückenreichen Garua die Anopheles nur einen einen Prozentsatz unter den gefangenen Mücken us, von den in der Trockenzeit in den Einge- brenenhütten gefangenen 180 Mücken war#en aber 177 Anopheles. Dies beweist, ab gerade von diesen Malariallberträgern die ngeborenenhütten als Zufluchtsstätten während er Trockenzeit bevorzugt werden. Hier verbrin- * *r# die Tiere, welche die eigentliche Saison über- leben, um für das folgende Jahr ihr Geschlecht ortzupflanzen, ihre Ruheperiode. Während dieser Dei halten sie eine Art von Winterschlaf, sie sind enig stechlustig und auch wenig zum Fliegen hereit Das dürfte ein Grund dafür sein, daß * Vorwerk gelungen ist, in kurzer Zeit 177 leser Tiere zu sammeln. „Wenn es nun gelingt, während der Trocken- di einen großen Teil der gerade in dieser Zeit verhältnismäßig wenig zahlreichen Tiere wegzu- langen, so muß dies für die nächste Malaria- laison von größter Bedeutung sein. Ich glaube #shal, daß der Versuch sich lohnen würde, in alariagegenden Mückenfänger auszubilden, welchen die Aufgabe zufallen würde, in der trockenen Jahreszeit die Eingeborenenhütten ein- zeln nach Stechmücken abzusuchen. Die Einge- borenen pflegen in solch' „niederer Jagd“ nicht ungeschickt zu sein, besonders wenn man ihren Ehrgeiz durch kleine Fangprämien steigert. Noch gründlicheren Erfolg könnte man dadurch erzielen, daß man Hütte um Hütte in der Trocken- zeit ausräuchert, wie die Amerikaner es beie Gelbfieber machen. Sie ziehen ein großes luft- dichtes Tuch über die auszuräuchernde Hütte und leiten in die so abgeschlossene Hütte Schwefel- dämpfe. Dieses Vorgehen hätte noch den Vor- teil, daß auch an dere Krankheiten übertragende, in den Hütten verborgene Schmarotzer, z. B. die das Rückfallsieber übertragenden Zecken und die für die Verbreitung der Pest wichtigen Haus- ratten, zugleich vernichtet würden. Ganz beson- ders in solchen tropischen Ansiedlungen, in welchen die Europäerwohnungen und die Eingeborenen- behausungen räumlich noch nicht streng vonein- ander getrennt sind, würde eine solche syste- matische, in der Trockenzeit durchgeführte jährliche Desinfektion der Eingeborenenhütten großen hy- gienischen Nutzen versprechen. achrichten aus den deutschen Schutzgebieten. (Abdruck der Nachrichten vollständig oder teilweise nur mit Quellenangabe gestattet.) Deutsch-Ostafrika. Die Zentralbahn.*) Nach einer telegraphischen Meldun ulei * 2 g der Bauleitung hat die Gleisspi Anfang März Kilometer 402,5 hinter Morogoro erreiche 5 elslpite der Zentrelbahn Kamerun. Ubersicht über die Bewegung des Handels des Schutzgebliets Kamerun im III. Viertel des Kalender. lahres d910 im vergleich mit dem Handel im gleichen Zeitraum des Vorfahres. (Val. „Deutsches Kol. Bl.“ 1911, Nr. 1, S. 24f.) Im Im Beuennunng der Warengruppen III. Vierte.III. BViertel Zunahme Abnahme 1910 1909 Wert A. Wert A Wert A. Wert A E ise des Landb A. einkuhr. Erzeugnisse des Landbaues und der Forstwirtsch sowie, der zugehörigen cbengewerbe Forstwirsschaft a) Körner= und Hülsenfrüchte 5 5 79 15 b) Knollengewächse, Gemüse und Früchte 55 20 5 3 ) Koloniale Verzehrungsgegenstände, Genußmittel. 299 276 255 798 4 28 — d) Getränke (außer Mineralwasstrr) 822 908 262 201 60 702 ue) Sämereien, lebende Pflanzen und Futtermittel. 16 673 22 244 — 5671 t) Faserpflanen . 986 — 656 6) Erzeugnisse der Forstwirtschaft 94 434 111 988 — 17 554. Zusammen I. 1 157 786 992 882 164 854 — *) Vgl. zuletzt „D. Kol. Bl.“ 1911, Nr. 3, S. 80.