W 1114 20 reicheres Prodnkt. Die wildwachsenden Manga- beirabäume werden hauptsächlich in den Nord- staaten in der unwirtschaftlichsten Weise überzapft, so daß viele Bäume absterben oder mehrerer Jahre benötigen, bis sie wieder angezapft werden können. Schließlich findet sich die den sogenannten Caucho liefernde Castilloa elastica in großen Mengen im Amazonasgebiet. Allein zur Ge- winnung dieses minderwertigen Kautschuks wird der Baum geschlagen, so daß er in der Nähe der schiffbaren Flüsse fast völlig ausgerottet ist. Um diesen Kautschuk zu erhalten, ist es daher heute erforderlich, verhältnismäßig weit ins Innere des Urwaldes einzudringen, wodurch der Gewinn aus der Ausbeute immer niedriger wird. Wenn auch noch verhältnismäßig wenig, so werden in Brasilien bis jetzt hauptsächlich Ma- nicoba und Mangabeira angebaut, und zwar ersterer besonders in Piauhy, Cearä und Bahia, letzterer in einigen Munizipien der Staaten Säo Paulo und Minas Geraes. Dagegen finden sich erst geringe Ansätze der Kultur des Seringa- kautschuks. Auf alle Fälle würde der Pflan- zungskantschuk, soweit er in Brasilien in Gegenden kultiviert würde, wo Löhne, Transport- kosten und Lebensmittel billiger sind als in den Urwaldgebieten, dem dort gewonnenen Kautschuk den Wettbewerb unmöglich machen. Aus den gleichen Gründen stellt sich die Produktion des asiatischen Pflanzungskautschuks, die außerdem durch reichliches Kapital begünstigt und nicht mit — — — # -— —— — — — —— — Ausfuhrzöllen belastet wird, um etwa die Hälfte orjah vorteilte sich auf 964 Plantagen (632). billiger als zur Zeit die des brasilianischen Wild- kautschuks. geführt: im ku. imn Mierte von * Jahre Milreis Papier Pfd. Sterl. 1900. 34 960 184“ 210284 551 14 055 911 190 7. ·6 489 772 217 504 288 13690211 1908 48206 461 188 357 983 11 78# 637 1900. 39 026 738 301 939 957 18 926 001 1910 38 5106 970 3776971860 21 645 8605 1911. 35 549 127 226 395“ 419 10 057015 Von dieser Gesamtausfuhr entfielen auf die einzelnen Kautschukarten: im Seringa Mangabeira Mauicoba andere Arten Jahre E ku ku he 1906 3s 643 438 653 239 2 (j63 507 – 190 33 382 681 678 2:38 2 428 678 175 1908. 35 605 491 314 607 2166 224 130 1909 35 103 594 509 6044 3 105 419 SC051 1910.534 138 137 781 082 3618206 9.545 (Aus einem Berichte des Kniserl. Generalkonsulats in Rio de Janeiro.) Die wirtschaftliche Lage Kngolas. Nach einem in dem Lissaboner Handelsblatt 0) Tornal do ((ommercic c duas (’ollmins veröffentlichten Jahresberichte des britischen Konsulats für Angola ist der bemerkenswerteste Vorgang des Wirtschaftsjahres 1911 die Aufhebung der Allkoholfabritation ge- wesen, bemerkenswert deshalb. weil diese Fabrikanion fast während eines halben Jahrhunderts einer der wichtigsten JIndustriezweige Angolas gewesen ist. Tros aller angewandten Bemühnngen lastet die Alkoholfrage schwer auf dem Wirtschaftslebe : der Nolonie. Der Umfang des Handels ist nur mittelmäßig gewesen in- folge der schwachen Verkäufe in dem von den Einge- borenen gewonnenen Kautschuk und der schlechien Laffeernte. Die Kolonie leidet ferner an einem Mangel an Verkehrswegen, der nicht nur den Handel mit dem Ointerland erschwert, sondern auch unverhältniemäßig viel Menschen in Auspruch niumt und auf diese Weise zu dem Mangel an Arbeitskraften mit beiträgt. Der Kautschuhplantagendau in den Vereinigten Oalalenstaaten. Zur Beurteilung des Aufschwungs, welchen die (Guummiproduktion zu nehmen verspricht, gewährt die Zunahme der Kautschukkultur in Britisch Malaia im Jahre 1911 sicheren Anhalt. Während im vorauf- gegangenen Jahre 70 813 Acres') dem Kautschukbau erschlossen wurden, beläuft sich das im Jahre 1911 mit Hevcabäumen neubepflanzte Areal ausf 180025 Acter. oder 109 207 Acres mehr. An diesen Neupflan zungen waren die Vereinigien Malaienstaaten mit 107201 Acres beteiligt, während im Vorjahr nur 48 821 Acres, also mehr als die Hälfie weniger erschlossen wurden. Die größten Fortschrine in der Kautschukkultur haben Perak und Negri Sembilan im Jahre 1911 gemacht, wie sich aus nachstebenden Zablen ergibt. Die Zahl der Neupflanzungen beirug am 31. Dezember 1911 in Selangor 32 108 (31. De- zember 1910: 19 261), in Perak 40 791 (15 612), in Negri Sembilan n0 488 (12 923), in Pahang 13 (1025), zusammen 107201 (48 821). Auf der ganzen Halbinsel waren Ende des Jabres 1911 insgesamt 542 877 Acres gegen 362 S0 Actes im Vorjahr mit Kautschuk bepflanzt, und dieses Arcal Sonstige Einzelheiten von Interesse über das be- ¾ " « « «zpflnnztchslrcnllassensichausdernmvstchcndcnAuf- An Kautschuk wurden aus Brasilien aus- stellung ersehen: .- ——— 1910 911 1910 1911 Anzahl der Plautagen 435 700 109 13 Gesamtareal in Besis 579598 766793 155 498 165633 Bepflanztes Arcal bis zum 31. Dezgember 1910 u. 1917 24157TA 352974 60568 80629 Kautschuk allein 231797 330592 50028 T71ö91 Kautschukmit Zwischen- pflauzungen 13977 13382 9640 89.8 Ertragfähiges Areal ? 105633 2 11132 Neugepflan zt 1910 u. 1911 ... 18821 107201 2981 2060#/#1 Johore Kelantan und 1910 1911 1910 191s1 Anzahl der Plantagen 44 67 44 62 Gesamtarcal in Besinz 221869 271315 574419 1466057 Bepflanzgtes Arcal bis zum 31. Dezember 1910 u. 1911. 43516 74975 12995 „3229 Kautschuk allein 38222 71492 12011 23316 Kautschukmit nBwischen- , vilanzungen 5291 3483 984 698 Ertragfähiges Areal. ? 5038 2 404 Neugrpflanzt 1910 u. 1911. .. 10172314598844201304 *) — 0,4 hn.