W 1006 20 Flüssige Zubereitungen dürfen nur in Flaschen, Blechkannen, Trommeln oder Gefäßen von genügender Stärke verkauft werden, welche die gewöhnlichen Ge- fahren eines Transports ohne Leckage aushalten. Jeder Flasche, Alcchlanme, Trommel oder jedem Gefäße muß das Wort „giftig“ S in leicht leserlichen Schrift- zeichen und an einer in die Augen fallenden Stelle abseits von der Etikette unverlöschlich aufgedruckt, ein- gezeichnet oder eingebrannt sein, und die Etikette muß das Wort „Gift“ tragen. Beim Verkauf in Flaschen müssen die Flaschen von einer besonderen Form sein, so daß sie beim anfaffen leicht von gewöhnlichen Flaschen znrerscheidborf, . Der Ausdruck „Mi uumfaßt im Sinne der vor- stehenden ase giftige Stoffe, die ausschließlich in der Landwirtschaft oder beim Gartenbau zur Ver- nichtung von Insekten, Schwamm oder von Bakterien gebraucht werden, oder bei der Schafwäsche oder dem Ausrotten von Unkraut, und die giftig sind, weil sie Arsenik, Tabak oder Tabaklaugen enthalten. (The Board of Trade Journal.) Goldhüste. Vorschriften für die Einfuhr von Kakao= und Kautschukpflanzen und Samen. Nach einer auf Grund der „Destructive Pests Ordinance, 1912“ (Nr. 2/1912).) durch den Gouverneur im Rate erlassenen Ratsverordnung vom 21. Juli 1918 dürfen Kakao= oder Kautschukpflanzen und Samen nur über die Häfen Accra und Sekondi in die Kolonie eingeführt werden. Alle Kakao= oder Kautschukpflanzen und Samen müssen vor der Verladung in einer durch den Land- wirtschaftsdirektor genehmigten Weise desiufiorert wer- den und von einem Zeugnis des Inhalts begleitet sein, daß die Desinfizierung gehörig und richtig aus- geführt ist: andernfalls werden sie vernichtet oder an einem Platze gelandet, welchen der Landwirtschafts- direktor für die unter seiner Aufsicht auf Kosten des Einführers vorzunehmende Desinfizierung bestimmt. (The Board of Trade Journal.) Sierra Leone. Geplante Regelung der Einfuhr und des Verkaufs von Spirituosen in den dafür verschlossenen Gebieten. Nach einem Gesetzentwurfe sollen Spirituosen in die dafür verschlossenen Gebiete nur von Nichtein- geborenen, die sie selbst befördern und für ihren persönlichen Gebrauch verwenden wollen, eingeführt werden, oder von Eingeborenen, denen dies für hren persönlichen Gebrauch von dem Gouverneur be- onders erlaubt ist. re Gouverneur kann auch an Nichteingeborene eine Vertansserlaubais für Spirituosen unter den ihm geeignet erscheinenden Bedingungen erteilen. Die Erlaubnisscheine zur Einfuhr von Spirituosen in die dafür verschlossenen Gebiete sind bei den Be- zirkskommissaren erhältlich und müssen auf Verlangen vorgezeigt werden. (The Board of Trade Journal.) Südafrikanische Union. Vorschriften für die Einfuhr von Pflangen. Eine auf Grund der Agricultural Pests Act, 1911 vom Generalgouverneur am 28. August 1918 erlassene Bekanntmachung (Nr. 229/1913) bestimmt, daß Wein- reben aus der Liste der Pflanzen, deren Einfuhr aus überseeischen Ländern auf Grund des Abschniti 9 Abs. 1 der Agricultural Pests Act, 1911 nicht gestattet ist, zu streichen und folgende Pflanzen in die Liste neu auf- zunehmen sind: 1. Steinfrüchte in frischem Zustand, einschließlich der Aprikosen, Pflaumen, Pfirsiche, Nektarinen und Kirschen, 2. Bewurzelte Pflanzen zum Augeln und Pfropfen mit Ausnahme von bewurzelten Mandel-, Birn-, Pflaumen= und Kirschbäumen. Die Bekanntmachung ist am 1. Oktober 1913 in Kraft getreten und hebt gleichzeitig die Verordnung vom 22. Februar 1912 (Nr. 37/1912)°) auf (The Union of South Africa Govermment Gazette.) Vermischtes. Dvassaland. Zoll= und abgabenfreie Einfuhr von Eisenbahnmaterial. Gemäß der Eisenbahnbauverordnung für Zentral- afrika vom Jahre 1 Central Alrica Railway (Construction) k s 10. 1913 — (Nr 9/1913) sollen keine Ein= oder Ausfuhrgölle, Wege= oder Flußabgaben, Werftabgaben oder Eintragungsgebühren von den nach- stehenden Gegenständen oder Materialien bei der Ein- oder Ausfuhr in das Schutzgebiet erhoben werden: 1. Einrichtungsgegenstände, Geräüschaften oder rollen- des Material, die tatsächlich und ausschließlich zum Bau der oben erwähnten Eisenbahn bestimmt sind, das persönliche Gepäck eines jeden, der mit einem Passe versehen und im Zusammenhange mit dem Bahnbau beschäftigt ist. *) Agl. „D. Kol. Bl.“ 1912, 15 Gerätschaften, Gepäck, Einrichtungsgegenstände oder rollendes Material, welche aus Grund dieser Berordnung von der Zoll= und Abgabenentrichtung befreit sind, dürfen nur über eine gehörig bekanntgegebene Zollstelle und in Gegenwart oder mit Genehmigung eines Zoll- beamten ein= oder ausgeführt werden. Im vorstehenden handelt es sich um die Eisen- bahn, welche vom Sambesifluß nach Port Herald auf Grund des zwischen der British Central Afrien Compnny, Limited, und der Regierung von Nyassaland abgeschlossenen Vertrags vom 12. März 1913 gebant wird, einschließlich aller Wersten, Warenniederlagen. anderen Anlagen, Apparate und Vorrichtungen, die in Verbindung damit zu erbauen oder zu liefern sind. (The Board of Trade Journal.) *) Vgl. „D. Kol. Bl.“ 1912, S. 461.