443 ꝛ0 des Umherschleppens des Kindes durch die Mutter. In ein Tuch auf den Rücken ge- bunden, in seinem Schweiß und Urin, der der Mutter den Rücken herunterläuft, macht der Säug- ling alle Gänge der Mutter, in der glühendsten Hitze und im Regen, bei Tag und bei Nacht, mit. Häufig genug wird er bis zum frühen Morgen beim Tanz seiner Mutter, den er auf ihrem Rücken mitmacht, durchgeschüttelt. · Welch großen Gefahren der kindliche Organis- mus vom ersten Tage seines fötalen Daseins an ausgesetzt ist, geht aus der beiliegenden Statistik sowie obiger Darstellung hervor. Ein Verständ- nis für die Notwendigkeit der Erhaltung seiner Rasse oder Familie geht dem Neger ab. Nur wenige intelligente Häuptlinge haben eine Ahnung von der ihrem Lande bzw. Stamme durch den geringen Nachwuchs drohenden Gefahr. Das erste Hilfsmittel, das zur Besserung der erwähnten Mißstände herangezogen werden muß, ist die Belehrung über die Schädlichkeiten und Gefahren, denen der Nachwuchs der eingeborenen Bevölkerung ausgesetzt ist. Über die Ernährungs- weise der Säuglinge ist ein Merkblatt: „Schauri njema. Habari ya kutunza watoto“ aufgestellt worden, das durch die Bezirksämter den Aliden und Dorfältesten zur Bekanntgabe an die Ein- geborenen überwiesen wurde. Als Beweis für den tatsächlichen praktischen Wert dieser Maßnahme kann angeführt werden, daß von verschiedenen Stellen dieses Merkblatt erneut angefordert wurde, so daß Neudruck einer größeren Anzahl von Exem- plaren erfolgen mußte. Immerhin wird der Belehrung die praktische Unterweisung durch Europäer und Beaufsichtigung der Durchführung der gegebenen Ratschläge folgen müssen. Diese Möglichkeit wird nach Vermehrung der sogenannten Reiseärzte, von denen jeder Bezirk einen unabhängig vom Stationsarzt erhalten soll, gegeben sein. Hauptaufgabe dieser Arzte ist Erforschung und Bekämpfung der Seuchen und Krankheiten der Eingeborenen. Der Frage der Säuglingskrank- heiten wird dabei besonderes Interesse entgegen- gebracht werden können. Gleichzeitig wird durch Feststellung der Syphilis unter den Eingeborenen, die den Stationsarzt nicht aufsuchen können, und Durchführung einer rationellen Behandlung die Frage des Nach- wuchses — durch Verminderung einer seiner hauptsächlichsten Gefahren — günstig beeinflußt werden. Die zur Zeit hoch anzunehmende Zahl der künstlichen Aborte wird mit der Zunahme ge- ordneter rechtlicher Verhältnisse und mit der Mög- lichkeit der Beaufsichtigung infolge von Aus- dehnung der Verwaltung und mit der Verbreitung zivilisierter bzw. christlicher Anschauungen ver- mutlich allmählich geringer werden. (Nachwuchs-Statistik folgt umstehend.) n achwelsung der Brutto-Einnahmen bel den Binnengrenz-Jollstellen von Deutsch-Ostafrtika im Monat Januar 1914. Gegenübergestellt dem gleichen Monat des Vorjahres. (Val. „D. Kol. Bl.= 1914, Nr. 8. S. 365.) 3 gzöli für atlz.Sviel= 1 * Gegen Vorjahr Zollstelle Zölle sür werbrauchs- Starten, Neben Insgesamt Im · EmfuhtAusSfuhtAhgah neuekEmnahmm Vorjahr mehr weniger Rup. H.] Rup.H.Rup.]Rup. H.]Rup.] .Rup. H. “ (Pf.] “ DPf.] 4% Pf. f. Mo I T - 1 239 09 16 42 — —— 20 20. 61 1 312 321749766339447T1— —2 194 95 nansa 660 91953 885 os 93 —— 35b 1 % ] 2 Aukobal 11 722 31111 684 54 276 21 19 20 — 759 671 679. 562972 48% — U#umdng 13 190 0021 800 4111278331 – 560850S4 Ubfdsi ra- — — 42—n3 T| 3— 45 — 00|— rl11 — — iearch, -- 168 87 1 92 — — —— 184 25 355 04 473 39 172 67 300 7, — — Assenikburg. 2725 — 25S1 en. Lan --l"°4 65 80 42 — — ——— 62 50 170 36 22715— — 22715— — Mwaja #enburg. 20 1— — B625 20 72.7 27601 — os — — usoma « 457 35 — — 323 15— 120 50 56 831 26| — 54512 Taborak 110.92 70 726 1530 24506% 641 26 . – 732. 09 101 34 — 4 35 83778 1 1170 — — 111704 — — um s «..--- ."’"URUP.28 414 35 S 22 12 co46%2 0 5 0|1 Im Vorj 44 4 968 1626 13 55395.85 839 — Zun. lahr be S-s sC % So H. ein * Abn. 14 44 *17 157 97 2638 80 26 13 S 768 09 I 768 09 — beo sdn April Ü 1 7 1 Msomme àc. 280 so sa108s as T 14 os **—(r 27 20122 75— —Fs0ooos 7049%02/% . — is # ri i Jan-- W50917sk27 366259«7728328«30128Il916077j22914961;75 ——865169·6749792j08—— 2