W 47 20 herausgezogen. Um die im Weg liegenden Hin- dernisse, starke Wurzeln u. dgl., besser überwinden zu können, wird an dem Vorderende des Stammes ein Hohlkegel von starkem Stahlblech (Baptist- cone) aufgesetzt (Abb. 2 und 3). Wo die natürlichen Bayons nicht breit und tief genug sind, muß mit Dampfbagger ein künstlicher Kanal ge- graben werden. Eine sehr teure und langwierige Ar- beit! Sie wird auch haupt- sächlich nur da vorgenommen, wo der Waldbesitzer die Um- wandlung des äußerst frucht- baren Bodens in Kulturland, 5. B. für Reisbau, beabsich- tigt. Die Zypressenstämme werden zu Flößen gebunden und mit Motorboot zum — Sägewerk geschleppt. Frische .» Zypressenstämme haben ein " größeres, lufttrockene ein 4 kleineres spezifisches Gewicht 1 b5 als Wasser; daher werden 5 I die Stämme zwei Monate Abb « vor der Fällung bis auf den Kern geringelt, damit sie absterben und aus- trocknen. Da außerdem die meisten, im Sumpf hewachsenen Bäume unten hohl sind, so wird in der Praxis das Floß jederzeit schwimmen. Drahtseil-Schwebebahn, Eisen- bahn. Die zweite Art swamp, der trocknere Sumpfwald, entbehrt solcher bequemen Zufahrts- wege wie die Creeks. Da muß die Eisenbahn aushelfen. Eine normalspurige Bahn, auf der schwerste Lastzüge verkehren müssen, in solchem Sumpsgelände zu bauen, ist ein Kunststück; auf Seitenlinien läßt man sich gar nicht ein, man ist froh, wenn man eine Hauptlinie durch den Wald gelegt hat. Zum Bau wird vor allem eine Dampframme benötigt. Starke Stämme von un- gefähr 6 bis 8 m Länge und 30 cm Durchmesser werden nach Art von Cäsars Rheinbrücke schräg nach außen eingerammt, damit der Druck nicht nur nach unten wirkt, sondern auch auf die innere Seite der Pfähle verteilt wird. Dann werden die Rammpfähle oben gleichmäßig abgesägt und die Eisenbahnschwelle aufgenagelt. Die Ramm- pfähle müssen etwas weiter als die Spurweite der Bahn auseinanderstehen. Etwa 1 m weiter werden die nächsten Pfähle eingerammt. Die Schienen vom stärksten Prosil — bei schwächerem Profil müssen die Pfähle enger aufeinander- folgen — werden aufgenagelt, und die Dampf- ramme fährt weiter vor und beginnt die Arbeit für das nächste Joch. Zweckmäßig kommen die — Schienen etwa 1 m über dem Boden zu liepen. Die Züge können auf diesem etwas schwanken Unterbau natürlich nur mit ganz geringer Ge- schwindigkeit fahren. Später wird jedoch der Zwischenraum zwischen den einzelnen Jochen mit Erde oder Sägemehl aufgefüllt, so daß ein regel- rechter Eisenbahndamm entsteht, der es dann auch erlaubt, eventuell noch eine Schwelle dazwischen zu legen. Auf diesen älteren Strecken können die Züge auch mit normaler Geschwindigkeit ver- kehren. An diese Hauptlinie nun müssen die Säge- blöche herangeschafft werden. Hier hat sich das roverhead-cablesystem (Drahtseilschwebebahn) der Firma Lidgerwood als das rationellste er- wiesen. Ein besonders starker, gesunder und ge- rader Stamm in der Nähe der Bahn wird ent- gipfelt und entastet, nach den Seiten verankert und dient so als Hauptmast. Von hier führt das Drahtseil zu den Endmasten, die im Kreis den Hauptmast umgeben und voneinander etwa 100 m, vom Hauptmast etwa 200 bis 500 m ent- fernt sind. Bei der Beförderung schleifen die Blöcher mit dem einen Ende auf dem Boden. Die Triebkraft liefert auch hier eine fahrbare Dampf- winde (Abb. 4 und 5). Einen Nachteil hat diese Methode: Das stehen- bleikende Material wird in grauenhafter Weise beschädigt. Da es sich aber hier meist um Laub- hölzer des subtropischen Waldes handelt, die sich durch sehr große Regenerationsfähigkeit aus- zeichnen, so ist nach wenigen Jahren von der an- gerichteten Verwüstung meist nicht mehr viel zu sehen. Skiäwaz und donky. Die pazißsche Küste der Vereinigten Staaten zeichnet sich durch die riesenhafte Entwicklung der Baumwelt aus. Die Sequoia gigantea wird nicht mehr forstlich genutzt; wohl aber noch ihre Schwester im Hügelland der Küste, die Sequoia sem- pervirens. Durchmesser bis zu 4 m und Höhen von 80 m sind keine Seltenheiten. Es ist klar, daß solche gewaltigen Lasten nicht mit den sonst gebräuchlichen Hilfsmitteln bewegt werden können. Schon beim Fällen müssen besondere Vorsichtsmaßregeln beobachtet werden. Die Rich- tung, in der der Stamm geworfen werden soll, wird vorher bestimmt und der Platz hergerichtet. Unter Umständen wird durch guergelegte schwächere Stämme gesorgt, daß der fallende Stamm nicht hohl aufschlägt, da sonst bei der riesigen Wucht ein Zersplittern des leicht spalt- baren Stammes zu befürchten ist. Der Anhieb wird mit Hilfe eines „ganning stick“ ganz ge- nau in die Fallrichtung gelegt. Der gefällte Stamm wird in kurze Blöcher aufgeteilt, was um so eher unbedenklich ist, als das Holz wegen seiner