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        <title>Deutsches Kolonialblatt. XXX. Jahrgang, 1919.</title>
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            <idno>kbl_1919</idno>
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        Deutsches

Kolonialblatt

 

Amtsblatt  des  Reichskolonialministeriums.

 

XXX.  Jahrgang  1919.

 

 

Berlin  1919.
Verlag  von  Ernst  Siegfried  Mittler  und  Sohn

Kochstrasie  68  7I1.
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        Einteilung.

Gesetze,  Verordnungen,  Erlasse  der  Reichsbehörden  und  Behörden  der  deutschen  Schutzgebiete.
Nachrichten  aus  den  deutschen  Schutzebieten  und  andere  darauf  bezügliche  Mitteilungen:

Allgemeines.  Samoa.
Deutsch-Ostafrika.  Aus  fremden  Kolonien.
Deutsch=  Südwestafrika.  Literatur-Bericht  und  Neue  Literatur.

Inhalts-Verzeichnis.
Die  mit  einem  "versehenen  Artikel  sind  amtliche  Vekanntmachungen  usw.
Die  am  Schluß  stehenden  Ziffern  bezeichnen  die  Seitenzahlen.)

Gesetze,  Verordnungen,  Erlasse  der  Reichsbehörden  und  Behörden  der  deutschen
Schutzgeblete.  Nachrichten  aus  den  deutschen  Schutzgebleten  und  andere  darauf
be  zügliche  Mittellungen.

Allgemeines.

Abschied  von  den  Kolonien  im  Parlamem  (Reden  des  Reichskolonialministers  I#r.  Bell
in  der  Sitzung  der  Keusschen  Nationalversammlung  vom  11.  Ollober  1910)  80
An  die  Schutztruppdpen  73

Auflösung  der  Schutztruppen  für  Teussch-Östafrita  und  Teulsch-  Südwestafrila  sowie  der
Landesverteidigungstruppen,  Verordnung  des  Reichskolonialministers,  betr.  7
Dankschreiben  des  Reichskolonialministers  an  die  Deutsche  Kolonial=  Gesellschaft  usw.  .  65
-nachrufe  .  ..2,1(s«)u.)s,(ski
’Pctioitalck11..  ..  .....  l,ll,  l(),  25,  55,  66,  74
Reichs  tolonialministerinm.  Amtliche  Bezeichnung  .  15
Schutzgebietsanleihe.  Tilgungsplan  für  die  —.  15
chutztrupen.  Versorgungsamt  der  1
Steuerflucht,  Verordnung  über  55
FTilgungsplau  für  die  Schungebiet?  anleibe  .  15
Verluste  des  Sanitätsoffizierkordt  3433
Verlustlisten  der  Naiserlichen  Schunmuppen  ind  Internierte.  12,  17.  29,  58,  69
Versorgungsamt  der  Schutztruppen  1

Deutsch-Ostafrika.

lrrdi  Prägung  von  ...  ..
Ferzeichnis  der  eingetroffenen  Zivilpersonen  aus  Deuischl  Östafrila  20,  50

Deutsch-Südwestafrika.
Nachweisung  der  aud  Südwestlafrika  eingetroff.  Angehörigen  der  Landespolizei  und  Beamten  36
Samoa.
Verzeichnis  der  heimgekehrten  Samoa-Deutschen  61
6  aus  fremden  lLolonien.
Fernando  Po.  Ein  Werk  deutscher  Kolonisation  auf  ..  339

Citeratur-Bericht  und  Neue  Citeratur.

—

Literamr-Bericht  ...  23,  52,  6.  Ka
j  5  (  5
Neue  Literatur  10,  13,  21,  53,  62.  87

(□□——
        <pb n="3" />
        Deutsches  Kolonialblatt

mtsblatt  für  die  Schutzgebiete  in  Afrika  und  in  der  Südsee

Hierausgegeben  vom  Reichs-Kolonialamt

 

 

20.  Jahrgang.  Berlin,  den  1.  Februar  1919.  Uummer  1/2.
!
Ciese  Zeinchritt  Altangt  in,  in  der  Regel  am  1.  und  15.  jedes  Monats  un-  Ausgabe.  Dorielben  Werden  r!.  #anglos  Acheieme  Belhelte
,  aus  dien  dentscher  he  r  biete  ausgegehen  vo  der  rds  Der  P#chsbrit

-  durch  d  und  9  Wuahbera  M  1%  Wn  r  Stkctfband  durch  die  *
buchhandlung:  a#  ¾  5,—  für  Der  ein  #chnand  rsrr  ann  deutschen  Sa  ebiete  und  Osterrelch-  Augerne,  b)  4%6.—  für  *  #W##  tr
des  Weltpossvereins.  Einsendungen  und  Jusag  en  sind  an  die  Bu-  #ln  u  von  Erusi  Sieairied  Mittler  und  Soh

st  Kochstraße  68—71

Inhalt:  Amtlicher  Teil:  Verfügung  des  Staatsselretärs  des  Neichs=  Kolonialamt,  betr.  Versorgungsamt
der  Schutztruppen.  Vom  28.  Dezember  1918  S.  1.—  Personalien  S.  1.

Nichtamtlicher  Teil:  Die  Prägung  von  Kriegesmünzen  in  Deutsch=  O  stafrita.  Von  Bergingenieur  Dr.  Iug.
F.  Schumacher,  Spaichingen  S.  1.

Literatur  Bericht  S.  9.  Neue  Literatur  (I.)  S.  10.

 

II  IIAmtlicherTeilIligiigiYH

 

Gesetze;  Verordnungen  der  Reichsbehörden;  Verträge.

Der  Staatssekretär  „  ·  «
des  Reichs-Kolonialamts.  !*1  incs,  den  28.  Dezember  1918.
Nr.  N.  2451.  18.  4.  4.  vrchelisahe  9
32  533.
Verfügung.

Die  gemäß  A.  V.  Bl.  1918,  S.  323  bis  327  den  Korps-Versorgungsämtern  der  Prenßischen
Heeresverwaltung  obliegenden  Geschäfte  wurden  bisher  für  den  Bereich  der  Schutztruppenverwaltung
von  dem  Kommando  der  Schutztruppen  (Referat  M  A4)  mitwahrgenommen.  Aus  Zweckmäßigkeitsgründen
  sowie  insbesondere  zur  Vereinfachung  und  Beschleunigung  des  stetig  wachsenden,  immer
schwieriger  sich  gestaltenden  Geschäftsganges  auf  dem  Gebiete  des  Versorgungswesens  sind  künstig
die  vorerwähnten  Arbeiten  von  dem  Referat  M  A4  als  selbständige  Dienststelle  mit  der  Bezeichunng
„Versorgungsamt  der  Schutztruppen“  zu  erledigen.  Mehrkosten  dürfen  durch  diese  Anderung  nicht
entstehen.

Solf.

 

Dersonalien.

Beim  Gonvernement  Kamerun  sind  mit  Wirkung  vom  1.  April  1917  ab  die  Polizeimeister
Helmchen,  König,  Kühler,  Lehmann  (Richard),  Kahl,  Rappl,  Rispeter,  Sachse  und
Weicker  angestellt  worden.

Ferner  ist  der  Regierungsassessor  Kaiser  als  Bezirksamtmann  angestellt  worden.
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        Schutztruppen.
Verfügung  des  Kriegsministers  vom  6.  Dezember  1918.
Fonck,  Hauptmann,  bisher  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika,  wird  mit  Gültigkeit
  auch  für  das  Friedensverhältnis  im  Telegraphen-Bataillon  Nr.  3  angestellt.
Verfügung  des  Kriegsministers  vom  16.  Dezember  1918.
Oberleutnant  v.  Oppen,  bisher  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika,  wird  mit
Gültigkeit  auch  für  das  Friedensverhältnis  im  Heere  im  Feldartillerie-Regiment  Nr.  6  angestellt.
Gutjahr,  Hauptmann,  bisher  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika,  wird  mit
Gültigkeit  auch  für  das  Friedensverhältnis  im  Feldartillerie-Regiment  Nr.  38  angestellt.
Verfügung  des  Staatssekretärs  des  Reichs-Kolonialamts  vom  27.  Dezember  1918.
Freiherr  v.  Hadeln,  Oberleutnant  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika,  scheidet
mit  dem  10.  Jannar  1919  aus  dieser  behufs  Rücktritts  in  Preußische  Militärdienste  aus.
Verfügung  des  Staatssekretärs  des  Reichs-Kolonialamts  vom  4.  Jannar  1919.
Suling,  Oberleutnant  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika,  scheidet  mit  dem
22.  Jannar  1919  aus  dieser  behufs  Rücktritts  in  Prenßische  Militärdienste  ans.
Verfügung  des  Kriegsministers  vom  8.  Jannar  1919.

Der  Oberleutnant  Freiherr  v.  Hadeln,  bisher  in  der  Schuttruppe  für  Deutsch-Südwestafrika,
  wird  mit  dem  11.  Jannar  1919  mit  Wirkung  auch  für  das  Friedensverhältnis  im  4.  Garde-Feldartillerie-Regiment
  angestellt.

Verfügung  des  Kriegsministers  vom  23.  Jannar  1919.

Oberleutnant  Suling,  bisher  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika,  wird  mit
Gültigkeit  auch  für  das  Friedensverhältnis  im  Infanterie-Regiment  Nr.  77  wiederangestellt.

Uachrufe.
Oberstabsarzt  a.  D.  Dr.  Alexander  Becher  f.

In  der  Nacht  vom  1.  zum  2.  Weihnachtsfeiertage  entschlief  sauft  ohne  vorhergegangene
Krankheit  infolge  eines  Herzschlages  der  Oberstabsarzt  a.  D.  und  Geheimer  Medizinalrat

Herr  Dr.  Alexander  Becker,
Ritter  des  Eisernen  Krenzes  2.  Klasse,  des  Roten  Adler-Ordens  4.  Klasse  mit  Schwertern
und  anderer  hoher  Orden.

Der  Entschlafene  hat  von  1889  bis  1900  der  Wissmanntruppe  und  später  der  Schußtruppe
von  Ostafrika  angehört  und  hat  in  ihr  sowohl  anfangs  als  Truppenarzt  in  den  Gefkechten  mit  aufständischen
  Arabern,  wie  später  als  Leiter  und  Organisator  des  Sanitätsdienstes  Vorbildliches  geleistet.

Bei  Kriegsausbruch  stellte  er  seine  Kräfte  wieder  dem  Vaterlande  zur  Verfügung  und  hat
ihm  bis  zu  seinem  Tode  als  Leiter  der  militärischen  und  zivilen  Medizinalangelegenheiten  im  Reichs-Kolonialamt
  unermüdlich  gedient.

Mit  aufrichtiger  Trauer  stehen  wir  am  Grabe  dieses  pflichttreuen  Mannes,  der  allzeit  seinen
Kollegen  ein  geschätzter  Mitarbeiter,  seinen  Freunden  ein  treuer  Freund  und  guter  Kamerad  und
seinen  Untergebenen  ein  wohlwollender  Vorgesetzter  war.

Berlin,  den  31.  Dezember  1918.

Kommando  der  Schutztruppen  im  Reichs-Kolonialamt.
Strümpell.
        <pb n="5" />
        G  3  20

Bureaugehilfe  Herbert  Drews  #f.

Am  21.  Dezember  1918  ist  der  Bureaugehilse  beim  Gouvernement  von  Deutsch-Südwestafrika


Herr  Herbert  Drews
verstorben.
Drews  stand  seit  1909  im  Dienste  von  Deutsch-Südwestafrika  und  hat  sich  durch  Eifer  und
Pflichttreue  ausgezeichnet.
Sein  Andenken  wird  stets  in  Ehren  gehalten  werden.
Berlin,  den  22.  Jannar  1919.
Der  Staatssekretär  des  Reichs-Kolonialamts.
In  Vertretung:
Gleim.

BRechnungsrat  Gustav  wüst  f.
Am  8.  Degember  1918  ist  der  Kassenvorstand  bei  dem  Gouvernement  von  Togo

Herr  Rechnungsrat  Gustav  Wüst

im  Hospilal  des  Arsenals  in  Brest  in  französischer  Gefangenschaft  an  Lungenentzündung  verstorben.

Rechnungsrat  Wüst  stand  seit  1907  im  Dienste  des  Gonvernements  von  Togo  und  hat
sich  in  seiner  langjährigen  Tätigkeit  durch  besondere  Tüchtigkeit  und  Pflichttreuc  ausgezeichnet.

Sein  Andenken  wird  stets  in  Ehren  gehalten  werden.

Berlin,  den  27.  Jannar  1919.
Der  Staatssekretär  des  Reichs-Kolonialamts.
In  Vertretung:
Gleim.

Gouvernementssebretär,  Rechnungsrat  Leopold  Steinhäuser  f.

Bei  der  Verteidigung  des  deutsch-ostafrikanischen  Schutzgebiets  starb  den  Heldentod  der

Rechnungsrat,  Oberlentnant  der  Reserve
Herr  Leopold  Steinhänser.

In  seiner  nahezu  20  fährigen  Tätigkeit  im  Dienste  der  Kolonialverwaltung  des  Reichs  hat
der  Dahingeschiedene  sich  in  allen  ihm  übertragenen  Stellen,  insbesondere  in  der  Bezirksverwaltung,
als  ein  treuer  und  tüchtiger  Beamter  erwiesen,  der  sich  allgemeiner  Wertschätzung  und  Beliebtheit
erfreute.  Das  Andenken  dieses  im  Frieden  wie  im  HKriege  gleich  bewährten  Mannes  wird  stets  in
Ehren  gehalten  werden.

Berlin,  den  28.  Jannar  1919.

Der  Staatssekretär  des  Reichs-Kolonialamts.
In  Vertretung:
Gleim.

(—
        <pb n="6" />
        4  P

 

EEEEAIIILIEIIIIE

Die  Drägung  von  Kriegsmünzen  in  Deutsch-Ostafrika.

Von  Bergingenieur  Dr.-Ing.

Während  des  Krieges  hatte  sich  in  dem  vom
Mutterlande  völlig  abgeschlossenen  deutsch-ostafrikanischen
  Schutzgebiete  eine  große  Geldknappheit
  herausgebildet,  hervorgerufen  teils  durch  das
Aufhören  der  Einfuhr  von  Hartgeld  aus  Deutschland,
  teils  durch  das  gänzliche  Daniederliegen
des  Binnenhandels  infolge  Warenmangel.  Mit
dem  Aufhören  eines  nennenswerten  Warenumsatzes
  stockte  auch  der  Bargeldumlauf,  und  es
sammelten  sich  große  Bestände  an  Hartgeld  sowohl
  in  den  Händen  der  handeltreibenden  Inder,
als  auch  bei  den  Eingeborenen  an.  Die  bedeutenden
  Ausgaben  des  Kaiserlichen  Gonvernements
für  Kriegszwecke,  die  größtenteils  ebenfalls  in  die
Hände  der  Eingeborenen  flossen  und  dort  als
totes  Kapital  sich  aufhäuften,  verschärften  die
Bargeldnot  immer  mehr.  So  entschied  sich  das
Kaiserliche  Gonvernement  zunächst  zur  Ausgabe
von  Interimsnoten,  die  leicht  mit  den  im
Lande  verfügbaren  Hilfsmitteln  wenn  auch
nur  in  einfacher  Ausführung  herzustellen
waren  und  die  auch  in  großen  Beträgen  zur
Ausgabe  gelangten.  Indessen  hatte  die  Bezahlung
  durch  Interimsnoten  im  Verkehr  mit  den
Eingeborenen  mancherlei  Mißstände  gezeitigt,  insofern
  als  das  seit  Jahren  an  schöngeprägte
schwere  Silbermünzen  gewöhnte  Volk  nur  ungern
mit  dem  Ersatz  derselben  durch  Noten  sich  abfand
und  es  nicht  selten  vorzog,  seine  eigenen  Erzeugnisse
  überhaupt  nicht  zum  Verkauf  zu  bringen,
es  sei  denn  gegen  Hartgeld:  ein  Mißstand,  der
sich  namentlich  im  Kleinhandel  bei  dem  schließlichen
  völligen  Mangel  an  Scheidemünze  sehr
unangenehm  fühlbar  machte.  So  wurde  auch
die  Herstellung  von  Hartgeld  in  der  Kolonie
zur  Notwendigkeit.

Mit  der  Inangriffnahme  der  vorbereitenden
Arbeiten  wurde  im  Dezember  1915  in  Tabora
begonnen,  das  damals  provisorischer  Sitz  des
Kaiserlichen  Gonvernements  war  und  von  allen
Plätzen  längs  der  Zentralbahn  als  der  am  wenigsten
  bedrohte  erschien,  also  ein  möglichst  langes
Arbeiten  der  Münze  verbürgte.  Wegen  des
gänzlichen  Fehleus  jeglicher  Maschinen,  Apparate
und  Einrichtungen  für  die  Prägung  von  Münzen
war  mit  bedeutenden  technischen  Schwierigkeiten
zu  rechnen,  und  man  mußte  sich  von  Anfang  an

F.  Schumacher,  Spaichingen.

darauf  beschränken,  in  der  Kolonie  vorhandene
Arbeitsmaschinen  für  die  Zwecke  der  Münzprägung
  nutzbar  zu  machen.

Die  Prägung  von  Scheidemünzen.

Zur  Ausführung  bestimmt  wurde  eine  Zwanzigheller=
  und  eine  Fünfhellermünze.')  Erstere
sollte  die  bisherigen  Silbermünzen,  also  das
25-Hellerstück  sowie  das  ½-Rupie=  und  das
1.  Rupiestück  ersetzen,  letztere  war  als  Ersatz  der
Zehn=  und  Fümhellermünzen  aus  Nickel  gedacht.
Nach  längeren  Versuchsarbeiten,  die  die  Wahl
einer  geeigneten  Legierung  sowie  die  Art  der
Ansführung  zum  Gegenstand  hatten,  entschied
man  sich  für  die  Herstellung  beider  Münzen  aus
Messing.

Gestaltung  der  Münzen.

Das  Zwanzighellerstück  erhielt  einen  Durch
messer  von  28  mm,  eine  Dicke  von  durchschnittlich
2  mm  und  ein  Gewicht  von  etwa  11  g.  Es
zeigt  auf  der  einen  Seite  eine  aus  zwei  Lorbeerzweigen
  gebildete  Verzierung,  dazwischen  die
Wertbezeichnung  „20  Heller“,  auf  der  anderen
Seite  oben  die  Kaiserliche  Kronc,  in  der  Mitte
die  Jahreszahl  1916,  darunter  die  Buchstaben
D.  O.  A.  und  das  Münzzeichen  I.  Das  Fünshellerstück
  besitzt  einen  Durchmesser  von  22  mm,
eine  Dicke  von  durchschnittlich  1,5  mm  und  ein
Gewicht  von  etwa  5  g.  Im  übrigen  entspricht
seine  Zeichnung  derjenigen  der  Zwanzighellermünze.
  Als  Material  wurde  Messing  gewählt,
weil  von  dieser  sehr  gußfähigen  und  leicht  zu
bearbeitenden  Legierung  größere  Mengen  als  von
jedem  anderen  Metall  im  Schutzgebiet  vorhanden
waren.  Zur  Verarbeitung  kam  vorwiegend  Altmetall,
  in  der  Hauptsache  leere  Patronenhülsen
und  Granathülsen  von  der  Schutztruppe,  sowie
Rohre,  Beschläge,  Bleche  usw.  aus  den  während
des  Krieges  in  der  Kolonie  abmontierten  Schiffen,
untergeordnet  auch  Neumessing,  wie  Bleche,
Platten,  Draht.  Die  Ausführung  der  Arbeiten
wurde  unter  der  Aussicht  des  Kaiserlichen  Gouvernements
  der  Ostafrikanischen  Eisenbahngesellschaft,
  Betriebswerkstätte  Tabora,  übertragen.

 

,  Deulsch=  Ostafrilanische  Münzeinheit  ist  die
Rupie  à  100  Heller  113.7.
        <pb n="7" />
        n

Gung  des  Versahreus.

1.  Schmelzen  und  Gießen  der  Stäbe.
Da  das  Münzmetall  im  allgemeinen  nicht  in
einer  Form  vorhanden  war,  die  ein  direktes  Auswalzen
  auf  die  erforderliche  Plattenstärke  gestattet
hätte,  so  mußte  der  größere  Teil  der  Münzen
durch  Gießen  von  Stäben  hergestellt  werden.
Zum  Einschmelzen  der  Legierung  dienten  zwei
von  einem  Eisenblechaufsatz  umkleidete  und  mit
Rotlehm  ausgeschmierte  Schmiedefeuer  sowic  ein
aus  Schamotteziegeln  gemanerter  Windofen,
die  sämtlich  künstlichen  Zug  durch  Anschluß  an
Ventilatoren  der  Werkstätte  erhielten  und  zusammen
  vier  größere  bezw.  acht  kleinere  Tiegel
aufzunehmen  vermochten.  Als  Schmelztiegel,
au  welchen  große  Not  war,  standen  lediglich  die
Graphittiegel  zur  Verfügung,  die  von  der  Kironda
Goldmine  in  Sekenke  zum  Einschmelzen  des  Rohgoldes
  benutzt  wurden;  sie  befanden  sich  größtenteils
  schon  in  gebrauchtem,  stark  abgenutztem  Zustande,
  wurden  zudem  von  der  Legierung  stark
angegriffen  und  infolgedessen  rasch  unbrauchbar;
auch  war  ihr  Fassungsraum  gering  (etwa  30  kg
bei  den  größeren,  etwa  20  kg  bei  den  kleineren
Tiegeln).  So  gestaltete  sich  das  Schmelzen  und
Gießen  umständlich  und  zeitraubend.  Versuche,
im  Lande  selbst  Tiegel  aus  feuerfestem  Ton  herzustellen,
  mißlangen  infolge  des  ungeeigneten
Rohmaterials.

Die  Münzlegierung  bestand  aus  verarbeiletem
  Messing  der  erwähnten  Art,  dem  zur  Erzielung
  eines  möglichst  leicht  zu  bearbeitenden
Gusses  noch  einige  weitere,  durch  Versuche  ermittelte
  Zusätze  beigegeben  wurden.  Ein  Einsatz
von  rund  30  kg  enthielt:

24  000  kg  Altmessing  (Patronenhülseu);
6000  =  Kupfer,

0,510  =  Belei,

0,170  =  Aluminium,

zus.  30  680  kg.

Das  täglich  in  allen  drei  Ofen  durchgesetzte
Schmelzgut  beirug  etwa  200  bis  300  kg.  Gegossen
wurde  mit  eisernen  Gießlöffeln  in  vorher  stark
erwärmte  eiserne  Gußformen,  die  —  aus  zwei
gleichen  Hälften  bestehend  in  der  Mitte  die
ausgehobelte  Aussparung  für  den  Gußstab  enthielten
  und  an  beiden  Enden  durch  zwei  Klammern
  zusammengehalten  wurden.  Der  erhaltene
Stab  war  eiwa  400  mm  lang,  32  mm  breit  und
3  bis  5  mm  dick.  Insgesamt  wurden  durch  Gießen
von  Stäben  etwa  1  Million  Zwanzigheller,  entsprechend
  60  v.  H.  der  Gesamtleistung,  hergestellt.

2.  Walzen.  Metallwalzwerte,  die  für  die
Zwecke  der  Münzprägung  hätten  verwendetl  werden
können,  waren  in  der  Kolonie  nirgends  vorhanhierzu



5

 

□

den.  So  behalf  man  sich  mit  Kautschulwaschwalzwerken,
  wie  sie  auf  den  Pflanzungen  zum
Waschen  des  Rohkautschuks  in  Verwendung  standen,
  drehte  die  mit  Rillen  versehenen  Walzen
auf  eine  glatte  Oberfläche  ab  und  erzielte  dadurch
  einen  einfachen,  leidlich  brauchbaren  Walzapparat.
  Die  verwendeten  Walzen  besaßen  Durchmesser
  von  150  bis  200  mm  und  eine  Länge  von
etwa  600  mm.  Es  lag  in  der  Natur  der  Sache,
daß  Walzwerke,  die  zum  Waschen  von  Kautschuk
bestimmt  waren,  den  an  ein  Metallwalzwerk  zu
stellenden  Ansprüchen  bezüglich  Stabilität,  Stärke
der  Lager,  Grad  der  Feineinstellung  usw.  keineswegs
  gewachsen  sein  konnten;  zahlreiche  sehr
störende  Desekte  waren  infolgedessen  unvermeidlich,
und  schließlich  gelang  es  nur  durch  den  zufälligen
Erwerb  eines  besonders  stark  gebauten,  zur  Landesausstellung
  nach  Daressalam  gesandten  Kruppschen
  Kantschukwaschwalzwerkes,  den  Münzbetrieb
dauernd  aufrecht  zu  erhalten.  Der  Antrieb  der
Walzen  erfolgte  durch  Riemenübertragung  von
kleinen  stehenden  Dampflokomobilen  aus;  die
fertig  gewalzten  Streifen  erhielten  eine  Stärke
von  2  mm.

Nachdem  im  Laufe  der  Zeit  die  vorhanden
gewesenen  Schmelztiegel  verbraucht  worden  und
neue  nicht  zu  beschaffen  waren,  mußte  der  ganze
Schmelz=  und  Gießbetrieb  eingestellt  werden.  Man
ging  alsdann  dazu  über,  die  in  ziemlich  großen
Mengen  vorhandenen  Bleche,  Platten  und  Rohre
aus  Messing  (letztere  nach  vorherigem  Aufschneiden
und  Strecken)  in  Streifen  zu  schneiden  und  diese
auf  die  erforderliche  Plattenstärke  auszuwalzen.
Hierbei  verwertete  man  alle  Größen  und  alle
Stärken  von  2  bis  15  mm  aufwärts;  bei  derart
starken  Platten,  die  zum  Teil  große  Härte  besaßen,
mußten  die  Streifen,  um  sie  walzbar  zu  machen,
wiederholt  gut  ausgeglüht  werden.

Um  den  an  die  Münze  gestellten  Anforderungen
  dauernd  gerecht  zu  werden,  wurde  es.
schließlich,  als  die  Bestände  an  Messingblechen
sich  zu  erschöpfen  begannen,  notwendig,  neben
Zwanzighellerstücken  aus  Messing  auch  solche  aus
Kupfer  auszuprägen,  die  in  Form  und  Zeichnung
den  anderen  vollkommen  glichen  und  wie  jene
durch  Verarbeilung  von  Kupferblechen  und  Kupferrohren
  gewonnen  wurden.  Die  Gesamtsumme
der  ohne  Gießverfahren  durch  direktes  Auswalzen
von  Blechen  und  Platten  erzeugten  Zwanzighellermünzen
  beträgt  rund  600  000  Stück,  entsprechend
  10  v.  H.  der  Gesamtleistung;  hiervon
waren  elwas  mehr  als  die  Hälfte  (etwa  333.000
Stück)  Kupsfermünzen.  Auf  dieselbe  Weise  erfolgte
in  der  Hauptsache  auch  die  Herstellung  der  Fünfhellermünzen
  aus  Messing,  für  die  von  Anfang
au  reichlich  Bleche  in  passenden  Stärken  zur  Versügung
  standen.
        <pb n="8" />
        E

3.  Stauzen  und  Prägen.  Aus  den  serliggewalzten
  Metallstreifen  wurden  durch  eine  mechanisch
  angetriebene  Stanzmaschine  die  Münzplättchen
  herausgestanzt.  Diese  Maschine,  eine
kombinierte  Stanze  und  Schere,  mit  der  man
sonst  im  Werkstättenbetrieb  Bleche,  Platten  und
Stabeisen  zu  schneiden  pflegte,  wurde  gleichzeitig
zur  Prägemaschine  umgebaut,  so  daß  auf  der
einen  Seite  die  Stanze  arbeitete,  während  auf
der  anderen,  wo  bisher  die  Schere  sich  befand,
die  Prägeapparatur  angebracht  wurde.  Der  Antrieb
  für  Stanze  und  Schere  war  gemeinsam,
doch  waren  für  jede  besondere  Ausschaltvorrichtungen
  vorhanden.

Nachdem  die  ausgestanzten  Münzplättchen
»um  sie  genügend  weich  zu  machen  —  in  einem
Glühofen  gut  geglüht  worden  waren,  kamen  sie
in  eine  schief  zur  Achse  aufgesetzte  zylindrische
Reinigungstrommel,  in  welcher  sie  einige
Stunden  lang  durch  ein  Gemisch  von  feinem
Quarzsand  und  Sägemehl  trocken  abgerieben
wurden,  dabei  ihre  scharfen  Kanten  verloren  und
eine  gleichmäßige  matte  Oberfläche  erhielten.

Die  in  besten  Stahl  geschnittenen  Originalsiempel
  wurden  zur  Herstellung  der  Negative
mittels  einer  hydraulischen  Presse  in  weichen  Stahl
eingedrückt,  die  erhaltenen  Matrizen  scharf  gehärtet
  und  daun  versenkt  in  Stahlklötze  eingesetzt,
die  mittels  starker  Schrauben  und  Klammern  an
der  als  Schere  ausgebildeten  Maschinenseite  befestigt
  wurden,  derart,  daß  der  Unterstempel  mit
dem  starren  Unterteil  der  Maschine,  der  Oberstempel
  mit  dem  auf=  und  niedergehenden  Oberteil
  fest  verbunden  war.  Damit  erzielte  man
durch  einen  einmaligen  Druck  der  schweren  Maschine
  wohl  eine  sehr  kräftige  Prägewirkung;  indessen
  brachte  das  Fehlen  einer  starren  Führung
des  pressenden  Oberteiles  den  Mißstand  mit  sich,
daß  sich  die  Druckwirkung  nicht  ganz  gleichmäßig
über  die  Oberfläche  der  Münzplatte  verteilte  und
daß  sich  der  Oberstempel  beim  Ausüben  des
Druckes  um  ein  Geringes  seitlich  über  den  Unterstempel
  hinwegschob.  Die  Folge  dieses  Ausweichens
  war  eine  starke  Abnugung  der  Matrizen,
die  selten  mehr  als  10  000  Prägungen  aushielten
und  dann  ausgewechselt  werden  mußten;  zum
Teil  aber  lag  dieser  schnelle  Verschleiß  wohl  auch
an  der  Qualität  des  zur  Verfügung  stehenden
Stahles.  Die  Münzen  wurden  im  glatten
Ring  geprägt;  hierzu  diente  eine  sog.  Brille,  die
mit  Hand  eingesetzt  wurde.  Nachdem  erst  das
Bedienungspersonal  sich  genügend  eingearbeitet
hatte,  erfolgte  die  Arbeit  kontinnierlich,  d.  h.  jeder
Hub  der  Maschine  lieferte  eine  Münze.  Trotzdem
das  Aufgeben  und  Abstreichen  mit  Hand  geschehen
mußte,  war  die  Leistung  ziemlich  bedeutend  (bis
600  Stück  in  der  Stunde).

6

 

—D

Ursprünglich  wurde  unr  mit  einer  einzigen
Maschine  geprägt.  Eine  Aufang  März  1916  von
Kigoma  herangebrachte  und  in  der  Münze  aufgestellte
  zweite  Maschine  der  gleichen  Bauart  gestattete
  aber  bald  eine  Verdoppelung  der  früheren
Tagesleistung,  die  von  etwa  5000  Münzen  in  den
beiden  ersten  Monaten  auf  10  000  bis  20  000
Stück  in  der  späteren  Zeit  stieg.

Noch  ist  kurz  der  Herstellung  der  Fünjshellermünzen
  Erwähnung  zu  tun.  Ihre  Prägung
erfolgte  teils  auf  einer  der  vorgenannten  Maschinen,
  wobei  nach  Maßgabe  des  Bedarfs  zeitweilig
  an  Stelle  des  Zwanzighellerstempels  ein
solcher  für  fünf  Heller  eingesetzt  wurde,  teils  verwendet
  man  eine  kleine,  von  Hand  bediente
hydraulische  Presse.  Die  hierfür  gebaute  Prägeapparatur
  enthielt  fünf  in  einen  zylindrischen
Stahlkörper  eingesetzte  Matrizenstempel  in  skizzierter
Anordnung,  so  daß  die  geringe  Leistungsfähigkeit
der  Maschine  fünffach  ausgenutzt  werden  konnte.
Der  angewandte  Druck  betrug  etwa  150  Atm.
Im  übrigen  war  die  Herstellung  der  weniger
wichtigen  Fünfhellermünzen  ziemlich  beschränkt.

Nachstehende  Tabelle  veranschaulicht  die  Leistungen
  in  der  Ausprägung  von  Scheidemünzen.

 

 

 

 

 

“  0eet
Monat  Zwangigheller  Fünfheller  süemne
Stück  Rup.  STiück  Rup.  Rup.
Febr.  1916  74800  14966)  8800  440]  15  400
März  118  700  29  710  06200  310%60  050
April  211500  412  002800  610  13510
Mai  302  000  60  10|8  200  171062110
Juni  362  500  72  500  16000  S8S00|J3  00
Juli  -  448  000  89  600  8000  100%0  %
August  72  500  141  500  191  000  9  5501  050
Zcpt.  11  700  2310025000  1250  3590
bis  5.  Sept.
zusammen  637  700  326  910  302  000  15  100  12015

Von  der  Gesamterzeungung  an  Zwanzighellerstücken
  sind  1300000  Stück  =  80  v.  H.  Messing-=münzen
  und  330  000  Stück=  20  v.H.  Kupfermünzen.
  Für  die  Fünfhellermünzen  kam  ausschließlich
  Messing  zur  Verwendung.  Das  Metallgewicht
  aller  ausgegebenen  Münzen  beziffert  sich
auf  rund  20  000  kg.

Daß  die  Leistungen  der  Münze  anfangs
gering  waren,  darf  nicht  wundernehmen;  war  doch
die  Prägung  von  Münzen  für  die  Kolonie  eine
durchaus  neuartige  Sache,  zu  deren  Ansführung
weder  geeignete  Maschinen  und  Apparate  noch
theoretisch  und  praktisch  ausgebildetes  Personal
zur  Verfügung  standen.  Vielmehr  mußte  der
ganze  Münzbetrieb  unter  ständigen  Versuchen
lediglich  mit  den  im  Lande  selbst  vorhandenen
primitiven  Hilfsmitteln  geschaffen  und  mit  ungeschulten
  Arbeitskräften  dauernd  auf  der  höchst-
        <pb n="9" />
        24

Möglichen  Leistungsfähigkeit  erhalten  werden.
Alle  Arbeiten,  das  Prägen  inbegriffen,  lagen  in
den  Händen  von  Eingeborenen,  die  unter  der
Aufsicht  zweier  Europäer  arbeiteten.  In  dem
Maße,  wie  sich  das  schwarze  Bedienungspersonal
in  den  neuen  Betrieb  einarbeitete  und  sich  mit
den  verschiedenen  Hand=  und  Kunstgriffen  der
Arbeitsmethoden  vertraut  machte,  in  dem  Maße
steigerte  sich  auch  die  Leistung,  die  innerhalb
eines  halben  Jahres  auf  das  Sechsfache  der  anfänglichen
  Erzeugung  an  Münzen  stieg  (90  000  Rp.
im  Juli  gegenüber  15  400  Rp.  im  Februar  1916).
Nachdem  aber  in  den  letzten  Tagen  des  Juli
durch  den  Vorstoß  der  Engländer  von  Kondoa-Jrangi
  aus  die  Zentralbahn  unterbrochen  und
dadurch  die  Osthälfte  der  Kolonie  mit  dem  Hauptleil
  der  Schutztruppe  von  der  Westhälfte  mit
ihrem  Mittelpunkt  Tabora  getrennt  worden  war,
konnte  infolge  des  Abschneidens  aller  Verbindungen
  auch  die  Versorgung  der  Haupttruppe
mit  Hartgeld  nicht  mehr  aufrechterhalten  werden.
So  erklärt  sich  der  starke  Abfall  der  Erzeugung
an  Münzen  im  Monat  August.  Inzwischen  wurde
auch  Tabora  selbst  durch  das  rasche  Vordringen
des  belgischen  Expeditionskorps  von  Westen  her
unmittelbar  bedroht,  und  so  sah  man  sich  genötigt,
  den  Münzbetrieb  in  den  ersten  Tagen  des
September  1916  gänzlich  einzustellen,  in  einem
Augenblick,  da  die  belgischen  Truppen  nur  noch
25  km  von  Tabora  entfernt  standen.

Die  Prägung  von  Goldmünzen.

Bekanntlich  liegen  in  dem  deutschostafrikanischen
  Schutzgebiete  eine  beträchtliche  Anzahl  von
Goldvorkommnissen,  die  allerdings  bezüglich  ihrer
Ausdehnung  und  ihrer  Reichhaltigkeit  den  gehegten
  Erwartungen  meist  nicht  entsprachen.  Das
einzige  Unternehmen,  das  sich  von  den  zahlreichen
beschürften  Goldfeldern  bisher  als  dauernd  bauwürdig
  im  Rahmen  eines  größeren  Betriebes
erwiesen  hat,  ist  die  Kironda-Goldmine  von

Sekenke.  Das  daselbst  im  Laufe  des  Krieges
erzeugte  Gold  sammelte  sich  infolge  des  Abschlusses
  der  Kolonie  vom  Mutterlande  zu

größeren  Beständen  an,  die  vom  Kaiserlichen
Gouvernement  aufgekauft  wurden  und  so  die  Ausgabe
  von  Goldmünzen  ermöglichten.  Die  Ausführung
  der  Arbeiten  erfolgte  in  eigener  Regie
des  Kaiserlichen  Gouvernements  durch  den  Verfasser.


Gestaltung  der  Goldmünze.

Als  Einheit  wählte  man  das  dem  deutschen
Zwanzigmarkstück  entsprechende  Fünfzehnrupiestück
  (15  Rupien  —  20  0.  Das  Goldstück  hat
22  mm  Durchmesser;  es  zeigt  auf  der  Vorderseite
das  Bild  eines  Elesanten,  darunter  die  Jahreszahl
  1916  und  das  Münzzeichen  T,  auf  der

 

Rückseite  den  Reichsadler
„Deutsch-Ostafrika"  sowie  die  Wertbezeichnung
„15  Rupien“.  Es  ist  im  glatten  Ring  geprägt.

Das  Münzbild  wurde  nach  einem  Entwurf  von

R.  Vogt  durch  einen  geschickten  singhalesischen

Goldarbeiter  und  Graveur  in  Stahl  geschnitten.

Da  eine  vollwertige  Herstellung  der  Goldmünze

  aus  verschiedenen  Gründen  nicht  in  Frage
kam,  so  entschloß  man  sich,  die  Münze  nur  mit
75  v.  H.  des  Nominalwertes,  also  mit  einem  Feingoldgehalt
  von  11,25  Rp.  =  15  auszugeben.
Unter  Zugrundelegung  eines  Einheitspreises  von
2790.//  für  1  kg  Feingold  erhielt  das  Goldstück
demnach  ein  Feingewicht  von  5,376  g.  Für
die  Wahl  der  Legierung  war  die  Zusammensetzung
  des  Rohgoldes  von  Sekenke  maßgebend,
das  durchschntetich  80  bis  85  v.  H.  Feingold  neben
15  bis  20  v.H.  Silber  enthält.  Da  eine  Raffinierung
  des  Nohgoldes  in  der  Kolonie  nicht
möglich  war,  so  mußte  der  Feingoldgehalt  der
Münzlegierung  noch  unter  dem  niedrigsten  vorkommenden
  Feingehalt  der  Rohbarren,  also  unter
80  v.  H.  liegen;  hiernach  wählte  man  eine  Legierung
  mit  750  Tansendteilen  Feingold.  Es
ergab  sich  dann  das  Rauhgewicht  der  Goldmünze
  zu  7,168  g.  Das  neue  Fünfzehnrupiestück
unterscheidet  sich  demnach  in  seiner  Zusammensetzung
  ganz  wesentlich  von  dem  Zwanzigmarkstück,
wie  nachstehende  Vergleichsziffern  zeigen:

20  Markstück

7.961  1
200“

und  die  Umschrift

15  Rupiestück


Rauhgewicht  der  Münze  7,168  1
Feinheit  der  Legierung  5/105  w#eh#ns
Feingewicht  der  Münge  79,168  5,.376
entsprechend  einem  Goldwert  von  20  .  15  ..
Aus  Zweckmäßigkeitsgründen  mußte  die  Herstellung
der  Goldmünzen  räumlich  von  derjenigen  der
Scheidemünzen  vollständig  getrennt  werden.  Daher
wurde  für  die  Münzwerkstätte  auf  dem  Gelände
der  Eisenbahnstation  Tabora  ein  Wellblechschuppen
ausgestellt.

Legierung.  Guß.  Aus  den  einzelnen  Rohgoldbarren,
  in  denen  nur  der  Gehalt  an  Feingold
  genan  bestimmt  war,  wurde  durch  Zugabe
entsprechender  Mengen  von  Elektrolytkupfer  die
Münzlegierung  von  7/0/1000  Feingehalt  hergestellt.
  Da  jedem  Barren  eine  andere  Zusammensetzung
  eigen  war,  so  konnte  auch  die
Legierung  nur  in  bezug  auf  Gold,  nicht  aber
bezüglich  der  Gehalte  an  Silber  und  Kupfer  einbeitlich
  gestaltet  werden.  Und  so  war  es  auch
nicht  zu  vermeiden,  daß  die  einzelnen  Schmelzen
—  je  nachdem  mehr  oder  weniger  Kupfer  zugemischt
  werden  mußte  —  geringe  Farbenunterschiede
  aufwiesen,  die  jedoch  keineswegs  so  bedeutend
  waren,  daß  sie  die  Einheitlichkeit  der
ausgeprägten  Münzmengen  gestört  hätten.  Über
        <pb n="10" />
        G  8  20

die  Zusammensetzung  der  Münzlegierung  orientieren
  nachstehende  Angaben:

Feingold  750  Tansendteile
Silber  150  bis  200  -
Kupfer  100  bis  50  -

Diese  Legierung  wurde  in  einem  der  schon  früher
erwähnten  schmiedefeuerartigen  Ofen,  der  mit
einem  Gebläse  verbunden  war,  in  Graphittiegeln
mit  einem  Fassungsraum  von  rund  25  kg  eingeschmolzen.
  Im  übrigen  erfolgte  das  Gießen
der  Stäbe  in  senkrecht  stehende,  mit  Graphit  ausgeschmierte
  eiserne  Formen  in  ähnlicher  Weise
wic  bei  der  Herstellung  von  Scheidemünzen.  Die
erhaltenen  Goldzaine  waren  jedoch  ungewöhnlich
  hart  und  spröde,  ließen  sich  kanm  hämmern,
wurden  beim  Walzen  trotz  wiederholten  Glühens
sehr  rasch  rissig  und  zersprangen;  häufig  zerbrachen
  die  Stäbe  schon  beim  Herausnehmen  aus
der  Form  in  mehrere  Teile.  Dieses  Verhalten
erschien  auffällig  in  Anbelracht  der  anßerordentlichen
  Dehnbarkeit  des  Goldes  und  der  leichten
Verarbeitungsfähigkeit  hochwertiger  Goldlegiernngen,
  erklärte  sich  aber  daraus,  daß  zur  Herstellung
der  Legierung  kein  Feingold,  sondern  unr  das
unreine  Rohgold  von  Sekenke  zur  Verfügung
stand,  dessen  Verunreinigungen  —  vor  allem  Eisen,
das  bei  der  Aufbereitung  der  Golderze  im
Pochwerk  in  das  Amalgam  gelangte  —  die
Sprödigkeit  und  Härte  des  Materials  bedingten.
Schließlich  gelang  es  aber,  hauptsächlich  durch
wiederholtes  Umschmelzen  unter  Zusatz  von
Chemikalien,  eine  Legierung  zu  erhalten,  die  sich
nicht  nur  ziemlich  blasenfrei  gießen  ließ,  sondern
auch  für  die  weitere  Berarbeitung  genügend  weich
war.  Immerhin  blieben  die  Goldzaine  durchweg
wesentlich  härter  als  die  für  die  Scheidemünzen
gegossenen  Messingstäbe.  Die  fertigen  Stäbe
waren  rund  500  mm  lang,  26  mm  breit  und
3  bis  Amm  dick.

Walzen,  Stauzen.  Da  ein  einigermaßen
präzises  Feinwalzen  auf  das  dem  Münzgewicht
entsprechende  genaue  Kaliber  sich  mit  den  eingangs
  beschriebenen  groben  Kautschukwaschwalzwerken
  als  gänzlich  unmöglich  erwies,  so  blieb

um  einen  großen  Ausfall  an  untergewichtigen
Münzen  zu  vermeiden  —  nichts  anderes  übrig,
als  durchweg  Münzplatten  mit  Ubergewicht  herzustellen
  und  dieselben  sämtlich  dem  Instieren  zu
unterwersen.  Was  hierbei  an  Mehrarbeit  entstand,
  wurde  dadurch  wieder  ausgeglichen,  daß
überhaupt  keine  untergewichtigen  Münzen  zum
Wiedereinschmelzen  gelangten.  Aus  den  gut  geglühten
  Walzstreisen  wurden  die  Münzplättchen
mit  einer  kleinen  Handstanze  ausgestanzt.

IJustieren,  Toleranz.  Der  ganze  Apparat
für  das  durch  Handarbeit  bewirkte  Justieren  der

 

Münzplatten  auf  Gewicht  bestand  aus  zwei
Arbeitstischen,  zwei  kleinen  Balkenwagen  und
dem  nötigen  Arbeitsgerät  (Feilen,  Schaber,

Schmirgelleinwand).  Jede  Platte  wurde  durch
Feilen  und  Schaben  so  lange  behandelt,  bis  sie
auf  der  Wage  das  richtige  Gewicht  anfswies.
Diese  Arbeit  lag  in  den  Händen  von  sieben
singhalesischen  Goldarbeitern,  die  der  Münze  von
den  indischen  Goldwarenfirmen  Daressalams  zur
Verfügung  gestellt  wurden  und  deren  im  Stücklohn
  bezahlte  Leistungen  nach  erfolgter  Anpassung
an  die  nenartige  Tätigkeit  schließlich  recht  befriedigend
  waren  (bei  einer  durchschnittlichen
Tagesleistung  von  200  Stück  entfielen  auf  einen
Arbeiter  etwa  30  justierte  Platten).

Nur  mit  einem  großen  Mehraufwand  an
Zeit  und  Arbeit  wäre  es  möglich  gewesen,  das
Toleranzgewicht  der  Münzen,  d.  h.  die  zulässigen
  Abweichungen  vom  Normalgewicht  des
Goldstückes  nach  oben  und  unten,  in  den  engen
Grenzen  zu  halten,  wie  sie  bei  den  enropäischen
Goldmünzen  üblich  sind;  in  Deutschland  z.  B.  beträgt
  die  zulässige  Toleranz  ¼  v.  H.  des  Normalgewichtes.
  Aus  diesem  Grunde  erweiterte  man
die  Toleranz  für  das  Fünfzehnrupiestück  auf  1  v.  H.
des  Normalgewichtes  von  7,168  g.  Im  Verlaufe
der  Ausprägung  bildete  sich  bei  den  mit  dem
Justieren  beschäftigten  Arbeitern  eine  gewisse
gefühlsmäßige  Sicherheit  in  der  Beurteilung  des
Gewichtes  heraus,  die  der  Erziehung  einer  möglichsten
  Gleichmäßigkeit  sehr  jörderlich  war,  so
daß  sich  nach  Abschluß  der  Prägung  das  Durchschnittsgewicht
  aus  allen  ausgeprägten  Münzen
mit  dem  Normalgewicht  des  Goldstückes  vollkommen
  deckte.

Prägen.  Hierzu  diente  eine  kleine,  sonst
zum  Biegen  von  Rohren  verwendete  hydraulische
  Presse,  von  Hand  bedient  und  mit  Ol
als  Preßflüssigkeit.  Die  Prägewirkung  erfolgte
in  der  Weise,  daß  der  mit  einem  Tisch  verbundene
Kolben  beim  langsamen  Aufwärtsgehen  die  darauf
stehende  Prägeapparatur  mit  den  Stempeln  fest
gegen  die  oberen  Traverse  anpreßte.  Der  angewandte
  Druck  betrug  150  bis  200  Atm.  Die
Matrizen  waren  in  zylindrische  Stahlklötze  von
10  cm  Durchmesser  versenkt  eingesetzt;  ein  dazwischen
  liegender  Ring  faßte  die  Münzplatte
und  hinderte  sie  am  Ausweichen  beim  Einsetzen
des  Druckes.  Um  einen  möglichst  gleichmäßigen
Abdruck  zu  erzielen,  wurde  in  der  Regel  in  drei
um  120  gegeneinander  versetzten  Stempelstellungen
  geprägt.  Die  Abuntzung  der  gut  gehärteten
  Matrizen  war  sehr  gering,  so  daß  ein
Stempelpaar  für  die  Prägung  aller  Münzen
ansreichte.

Als  im  Laufe  der  Zeit  die  kleine,  der  dauernden
  hohen  Beanspruchung  doch  nicht  gewachsene
        <pb n="11" />
        WV  9

Handpresse  schließlich  gänzlich  versagte,  verlegte
man  die  Prägung  nach  der  25  km  von  Tabora
entfernten  Olfabrik  Lulanguru,  deren  Leiter  bereitwillig
  eine  Olpresse  für  die  Münzprägung
überließ.  So  wurden  fortan  die  Goldstücke  auf
einer  wesentlich  stärkeren,  maschinell  angetriebenen
Olpresse  Kruppscher  Bauart  geprägt,  die  wohl
die  gleiche  Wirkungsweise  wie  die  früher  benutzte
Handpresse  hatte,  aber  dank  dem  mechanischen
Antrieb  doch  ein  wesentlich  rascheres  und  bequemeres
  Arbeiten  ermöglichte.

Die  aus  der  Prägemaschine  kommenden  Goldmünzen
  erhielten  durch  Abreiben  mittels  Messingbürsten
  in  einem  aus  den  Früchten  des  tropischen
  Seifenbaumes  hergestellten  Seifenwasser
vollends  Hochglanz  und  waren  sodann  fertig
zur  Ausgabe.  Das  gesamte  Arbeitspersonal
bestand  außer  den  schon  genannten  sieben  singhalesischen
  Goldarbeitern  zum  Justieren  aus  zwei
indischen  und  sechs  eingeborenen  Arbeitern  unter
der  Aufsicht  eines  Europäers,  dem  die  Unterhaltung
  der  Betriebsmittel  und  die  Prägung  der
Münzen  oblag.

 

Das  Gesamtgewicht  aller  ausgegebenen  Münzen
betrug  116,103  kg;  das  hieraus  sich  ergebende
durchschnittliche  Münzgewicht  von  7,168  g  entspricht
  genan  dem  Normalgewicht  der  Münze.
Leider  fiel  die  Prägung  der  deutsch-  ostafrikanischen
  Goldmünzen  gerade  in  eine  für  die
Kolonie  sehr  kritische  Periode,  nämlich  in  die
Zeit,  da  der  große  englische  Vorstoß  von  Norden
her  gegen  die  Zentralbahn  bereits  tief  in  das
Land  eingedrungen  war  und  auch  die  Lage  im
Westen  immer  bedrohlicher  wurde.  Im  übrigen
gilt  auch  hier  dasselbe,  was  schon  über  die  Herstellung
  der  Scheidemünzen  gesagt  worden  ist:
Nach  Uberwindung  der  anfänglichen  Schwierigkeiten
  steigerte  sich  mit  der  Verbesserung  der
Arbeitsmethoden  und  mit  dem  allmählichen  Sicheinarbeiten
  des  Personales  in  die  völlig  neue
Materie  binnen  kurzer  Zeit  auch  die  Leistung
und  erreichte  in  den  Monaten  Juli  und  August  1916
mit  einer  Erzeugung  von  nahezu  75  000  Rp.  —
100  000.7  an  Goldmünzen  eine  gegen  den
Anfangsmonat  um  ein  Vielfaches  gesteigerte  Ziffer.
So  wäre  es  möglich  gewesen,  den  noch  vorhandenen
  Rohgoldvorrat  von  rund  200  kg  in

 

Leistungen.  Hierüber  orientiert  nachstehende  wenigen  Monaten  aufzuarbeiten,  wenn  nicht  die
Tabelle:  Besetzung  Taboras  durch  die  belgischen  Truppen
Monat  Goldstücke  i#  Rupien  am  19.  September  1916  der  Münzprägung  ein
April  1½½  (ab  vorzeitiges  Ende  bereitet  hätte.  Trotzdem  die
15.  IV.)  ..  5#.  8  220  letzten  Münzen  noch  in  den  ersten  September-Mai
  1916  2020  0  300  tagen  geprägt  wurden,  da  die  Kämpfe  um
Juni  1916  3327  57  405  Tabora  bereits  in  vollem  Gange  waren,  fiel
Juli  1919  1385  73275  weder  von  dem  geprägten,  noch  von  dem  un-August
  1916.  40918  73770  geprägten  Münzgolde  auch  nur  das  Geringste  in
zusammen  .  .  .  16  198  242  970  die  Hand  des  Feindes.
Lifer  atur-Bericht.

Otto  Hoectzsch:  Der  Krieg  und  die  grole  Polltik.
Dritter  Band:  Bis  zum  deutsch  -russischen  Waffenstillstand.
  Leipzig  1918.  Verlag  von  S.  Tli#zl.
Preis:  geh.  11.  —  Leb.  .  AC  IS,

Die  Vorzüge  dieser  Sammlung  der  wührend  des
Krieges  allwöchentlich  erschienenen  „Kreuzzeitung—
Aufsätze  des  Verfassers  sind  bei  Ausgabe  der  beiden
ersten  Bände  hier  nuch  Gebühr  gewürdigt  worden.
Nicht  ohnc  eine  vewisse  Wehmut  greift  man  nun  zum

s

dritten  Band,  der  wiederum  die  Erinnerung  an  s0
inanchen  militärisehen  Höhepunkt  des  für  uns  so
rehtbar  zu  Ende  ucgungenen  Weltkriegs  wachruft.
Vicles  in  dem  Buche  hut  sich  naturgemüß,  namentlich
auf  autzerpolitischem  Gebicte.  durch  die  späteren  Ercignissc
  und  unseren  schlieblichen  Niederbruch  wider
I##warten  erledigt.  Trotzrdem  werden  diese  Wochen-Thnu-Artikel
  als  Kahincttstücke  unseres  deutlschen
Tatscsschrifttums  in  der  Kriegsliteratur  von  1914  bis
IplSs  immer  ihren  LEhrenplatz  behaupten.
        <pb n="12" />
        W  10  2

Neue  Llteratur.-)

I.

Zusammengestellt  in  der  Blbllothek  des  Reichs-Kolonlalemts.
Dle  elogerelchten  Bücher,  deron  Kutzählung  und  Besprechung  sich  die  Redaktion  durchaus  vorbehlllt.  werden  unter

on

I.  Geschichte  und  Politik.
Christinusen,  Carl:  „Durch!“  Mit  Kriegswmaterial
  zu  Leitow-Vorbeck.  Bd  1.  Stuttgart:  Keute
1918)  80.

»Das  neue  Europa.  Hrsg.  Paul  Cohn.  JE  4
Zürich:  Schweizer  Druck-  u.  Verlagshaus  1918  ff.  e.  2
II.  Gdeographie,  Reisebeschreibungen.
Ethnographie,  Archüclogie.

Bansc,  Ewald:  Das  neuc  AMlarokko.
in:  Deutsche  Rundschau  1918.  Jg  15.  H.  3,
.  348  ff.  se

III.  Naturwissenschaften.
Vacat

IV.  Medizin.

Nocht,  Bernhard,  u.  Annyer.  Marlin:  Die  Malarig.
Eine  Einführung  in  ihre  Klinik,  Parusitologio  u.  Bekümpfang.
  Mit  25  Igigb.  uP.  3  lith.  Taf.  Berlin:
Springer  1918.  V,  128  S.  L

V.  Nechtennsenschaf!  und  Verwaltung.
Generulregister  zum  Sl.  bis  90.  Bande  der
Entschcidungen  des  Reichsgerichts  in  Eivilsachen.
Bearb.  von  H.  Lornelius.  Leipzig:  Veit  &amp;amp;  Comp.  1918.
XXXII,  I
Die  rechtliche  Bebandlung  der
Ed  Alunnheim,  Berlin,
(%

Heiltron,  Par
Kriegsschüeh.  7.
Leipzig:  heniln  vols.

VI.  Volkswirtschaft,  Gesellschaftswissenschaft
  und  Statistik.
Meissner,  Wulhher:  Das  wirtschaftliche  Vordringen
der  Nordamcrikuner  in  Südamerika.  Cöthen  Anhalt):
  Schulzc  1919.  VIII.  123  S.
(Verölkendliehungen  l.  ibero-  Amerikanischen  Instituts.
  Nr.  7
vs  ier,  Hermann:  Der  Reis  in  der  Weltwirtschaft.
  München  u.  Leipaum:  Duncker  &amp;amp;  Humblot
  1917.  VIII,  145  8.  80.  s

 

5  A#t  einem  eind  die  Titel  der  Werke  bezeichnet,  welche
bel  der  lueurtion  4%  Kolonialblattes  elngingen:  mit  einem
diejenigen,  welch  iuder  Pieloes  des  Reichs-Kolonlalamts
kiinilch  E  Poan

 

Umsiindan  Zurlickgesan

VII.  Handels.  und  Finanzwissenscheft.
Vacat.

VIII.  Land-,  Forst-  und  Hauswirtschaft,
Jagd,  Fischerei.
Vacat.

IX.  Bau-  und  Ingenieurwissenschaft.
Verkehr.

Die  Aussichten  des  Luftrerkchrs  in  Kolonialgebieten.
  Bearb.  vom  Referat  f.  Flugwesen  im  Reichs-Kolonialamt.


in:  Weltwirtschaft  1919.  Jg  9,  Nr.  1,  S.  26  fl.  (.
Bultzer,  F.:  Die  Erschlietgung  von  Aittelafrika
für  den  neuzeitlichen  Verkchr.
in:  Deutsche  Koloninlzeitung  1918.  Jg.35,  Nr.  12.  [l0

X.  Berg-  und  Hüttenwesen.
Vacat.

XI.  Gewerbe  und  Industrie.
Vacat.

XII.  Unterricht  und  Sprachwissenschaft.

Vacat.

XIII.  Religion  und  Mission.

Jselin,  E.  L:  Der  Untergung  der  christlichen
Kirche  in  -  Basel:  Mlissiopsbuchhandlung
1918.  69  8  Iu

XIV.  Schöne  Literatur  und  Kunst.

Vacat.

XV.  Heer  und  Marlne.
Vacat.

XVI.  Verschiedenes.
Kürschners  Fahrbuch  1919.  Kalender,  Welt-  und
B  1898  von  Joseph  Kürschner.
g.  v7on  Hermann  1I/et3  Mit  zahlr.
Abb.  Berlin-  Leipzig:  Hillger.  435  S.  80  2

□—

Verantwortlicher  Redakteur  für  den  nichtam  tlichen  Teil:  Oskar  Biesenthal.  Berlin.
Verlag  und  Druck  der  Buchhandlung  und  Buchdruckeret  von  E.  S.  Mittler  &amp;amp;  Sohn.  Berlin  8W68,  Kochstraße  68—  71.
        <pb n="13" />
        Deutsches  Kolonialblatt

Amtsblatt  für  die  Schutzgebiete  in  Afrika  und  in  der  Südsee

Berausgegeben  vom  Reichs-Kolonialamt

 

30.  Jahrgang.  Berlin,  den  15.  Oär-z  1910.  Uummer  3/4.

Diese  Jciulchrift  Wr  in  der  Regel  am  1.  und  15.  jedes  Monats  zur  Ausgabe.  serselhen.  werden  als  zanglos  S#cheinende.  erste.
beigefüat  d  agen  aus  den  deutse  hen  Schutzgebieten-.  Hern  is  gegeben  Ir,  rqu  vierteljährliche
che  beträgt  beim  deut  e  durch  die  Post  und  dle  Buchbandl  ungen  4  lrett  Aange  Sen  D  r  erlags.
buchhandlung:  a)  .X  5.—  für  Deutschland  ensschl.  rr  s  deutschen  1c  und  SSiedrch.  .  Ungar  b)  %  6.—  für  die  Länder
des  Welnunsterciner  —  Mchrich  und  Mutragen  sind  an  e  Buch  zundung  n  von  i  Ernst  gaed  Mittler  und  Sohn
Berlin  SW##68,  Kochstraß

Inbalt:  Amtlicher  Teil:  Personalien  S.  11.  —  Aerlustlisten  der  Kaiserlichen  Schutztruppen  und  Internierte
  S.

——  Teil:  Neue  Lileratur  (II.)  —.

.xKmticher  Teis##sclsssegles

Dersonalien.

Schutztruppen.
AUerfügung  des  Staatssekretärs  des  Reichs-Kolonialamts  vom  30.  Jannar  1919.
Der  Oberlentnant  v.  Scheele  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  scheidet  mit
dem  10.  Februar  1919  aus  dieser  behufs  Rücktritts  in  preußische  Militärdienste  aus.

Verfügung  des  Stantealne  ür  des  Reichs-Kolonialamts  vom  8.  Februar  1919.

Den  Hauptleuten  Kleist  und  von  Linde-Suden,  beide  in  der  Schutztruppe  für
Deutsch-Ostafrika,  wird  der  ochte  mit  der  gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen
ihrer  bisherigen  Uniform  bewilligt.

Der  Oberlentnant  v.  Paris  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  scheidet  mit
dem  28.  Febrnar  1919  aus  dieser  behufs  Rücktritts  in  preußische  Militärdienste  aus.

Verfügung  des  Kriegsministeriums  vom  11.  Februar  1919.

Der  Oberleutnant  v.  Scheele,  bisher  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika,  wird
mit  dem  11.  Februar  1919  mit  Wirkung  auch  für  das  Friedensverhältnis  im  Infanterie-Regiment
Nr.  75  angestellt.

·  Der  Oberleutnant  v.  Paris  ,  bisher  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika,  wird
mit  Mirkung  vom  1.  März  1919  im  Infanterie-  Regiment  Nr.  79  wiederangestellt.

 

Der  Oberleutnant  Sommer  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestofrika  scheidet  mit
dem  10.  März  1910  aus  dieser  behufs  Rücktritts  in  prenßische  Militärdienste  aus.

Der  Oberlentnam  Achilles  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  scheidet  mit  dem
13.  März  1919  aus  dieser  behufs  Rücktritts  in  preußische  Militärdienste  aus.

Uachruf.
kKauptmann  der  Reserve  a.  D.  v.  Rothkirch  u.  panthen  .

Am  16.  Jannar  1919  ist  der  Hauptzollamtsvorsteher  bei  dem  Gouvernement  von  Togo
und  Hauptmann  der  Reserve  a.  D.

Herr  Friedrich  v.  Rothtirch  u.  Panthen
im  Reservelagarelt  in  Anerbach  an  Gripve  verstorben.
        <pb n="14" />
        E

12  2

Der  Verstorbene  hat  sich  während  der  kurzen  Dauer  seiner  Zugehörigkeit  zum  Gouvernement
von  Togo  durch  treue  Pflichterfüllung  wie  durch  sein  bescheidenes  und  liebenswürdiges  Wesen  allgemeine

  Wertschätzung  und  Zuneigung  erworben.

Sein  Andenken  wird  hier  allezeit  in  Ehren  gehalten  werden.

Berlin,  den  28.  Jannar  1919.

Der  Staatssekretär  des  Reichs-Kolonialamts.
In  Vertretung:
«  Dr.  Gleim.

Verlustlisten  der  Kaiserlichen  Schutztruppen  und  Internierte.

(Agl.  „Deutsches  Kolonialblatt“  1918,  Nr.

FHünfzehnte  Verlustliste  aus  dem  Schutzgebiet
Deutsch-Estafrika.

Vizeseldwebel  Erich  (Alwin  Otto)  Bergmann  aus
bresen,  am  9.  Oktober  1916  bei  Mpinjo  gefallen.
Franz  Herrmann  aus  Neiße,  gefallen  im  September
10|  (Kopfschuß).
Lermann.  Ulbricht  aus  Dessan,
gestor
van  Sch.  gesallen  bei  Lupembe.

in  Gefangenschaft

In  englische  Gefangenschaft  geraten  und  interniert  in:
a)  Daressalam  Deutsch-Ostafrika):
Oberleutnant  zur  See  Wolfgang  Büchsel  aus  Verlin-Grunewald.


Landsturmpflichtiger  Argt  lbr.  Mar  Thierfelder  aus
Rostock  in  Mecklenburg.
Feldunterveterinär  Dr.
Schwäbisch-Gmünd.
Sanitäts-Bizefeldwebel  Franz  Felten  aus  Wesel  a.  Rh.
Aizefeldwebel  der  Res.  Moritz  (Johannes)  Winkler
aus  Leipzig-Lindenau.

Hans  Otto  Schreck  aus

b)  Blauture  (Deursch-Ostafrikas:
Leulnant  der  Res.  Artur  Ott  aus  Stuttgart
Feldwebel  Adoli  (Emil  Ferdinand)  Röhrig  aus  Berlin-Charlottenburg.

Sanitätsfeldwebel  Julius  (Gugo  Wilhelm'  Wohlfarth
aus  Köln-Kalk
Vizefeldwebel  Adolf  (Franz  Paul)  Rape  aue  Liegnitz.
Sergeant  Wilhelm  (Christian)  Homfeldt  aus  Hamburg-Eimsbüttel.

ei  Sidi-BishrAgypteng:

Stabsargt  Dr.  Malter  Vorwerk  aus  Lüben  (verw.).
I1)  Ahmednaggar  (Indienn::
Offizierstellvertreter  Paul  Heinrich  Gebhardt  aus

Hamburg-Uhlenhorst.
ei  Cattrick  (Englandz:
Unterapotheler  Hans  Rudolf  Boettger  aus  Sonders-*r



Elfte  perlustliste  aus  dem  Schutzgebiet
Kamerun.

Veutnam  der  Res.  Parl  Weinhardt  aus  Clausthal
am  Harg.  am  September  1918  in  Pamplona
(Spaylent  an  u  10886  gestorben  (s.  Verl.  L.  20  u.  22).

70

 

21.22,  S.

318.)

Ciste  Nr.  8  der  aus  Frankreich  und  England
zurüchgehehrten  Austauschgefangenen  der
Schutztruppen.

Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika.

Obermeistersmaat  Hero  Vogt.

Kriegefreiwilliger  Krankenpfleger  Siegfried  Delinus.
Kriegsfreiwilliger  Alfred  Roland.

Schutztruppe  für  Kamerun.
Oberfeuerwerker  Hermann  Fuchs.
Deckoffizier  Kuri  Werner.

Uunteroffizier  Wilbelm  Rottgard
Res.  Narl  ½enner.
Reservist.  Ludwig  A  menmnn
Gefreiter  Alwin  Buschmann.
-  d.  Landw.  Arthur  Papodorf.
Zivilinternierter  Wilhelm  Laub.

Landesverteidigungstruppe  Togo.
Beamtenstellvertreter  -  Hundt.
chwarzer.
Feldwebel  Gustav  Men
Vigefeldwebel  der  Res.  Gutem  Alvermann.

-  -  -  Fri
-  Alsons  Stöber.
2  Ouo  Boluey.
Karl  Doering.
Ernst  Jednat.
Wilhelm  Mengelkntenofizer
  Karl  Bick
der  Res.  4  Wriedric.
-  Franz  Gläs
O  der  Res.  bunr  Krämer.
-  Fritz  Mayer.
O  Paul  Mohr.
Wilhelm  Rehag.
Oberheizer  Emil  Christof
Gefreiter  der  Res.  Fiein  Griesbach.
Ernst  Janse
s  der  Landw.  i  Lauge.
Richard  Lepio
der  Landw.  6#  Maywald.
Paul  Walter.
Zivilgefangener  Felix  Winther.
Soldat  Heinrich  Becker.
Ungedienter  Ldsturm.  Otto  Valemin  Boselin
Soldat  Hinrich  Röster.
Wilhelm  Meyer.
Kriegefreiwilliger  Richard  Michel.
Muslketier  Fritz  Rheinländer.
Kanonier  Friedrich  Schürmener.
Soldat  Ernst.  Zechiel.
Heizer  der  Seew.  en  Zwintscher.
        <pb n="15" />
        W  13  20

Cilste  Ur.  3  der  bisher  in  Holland  unter-  Unerroffizler  der  vVel.  idreas  Lonegen.
ene  Maschinistenmaat  Martin  Scha
gebrachten  und  jert  als  austausengeing  Mat.  Verw.  Maat  der  Res.  ölbmrich  Wilckens.
zurüchgehehrten  angehörigen  der  Unteroffizier  der  Landw.  Dr  Friedrich  Wolff.
Schutztruppen.  Karl  Zigels
Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika.  Kiegsfreiwilliger  Hihelm,  ie  (k.
Hauptmann  der  Res.  Frhr.  v.  Ledebur.  Mairose  narl  Kröger.  ·
Schutztruppe  für  Deutsch-  Südwestafrika.  Landsturmmann  Haus  Schünemann.
Oberlentnant  Joseoh  Achilles.  Seeamn  Knrich  rr
-  Candlthllthochnu  kmmecVUVUVA.
,  der  Res.  Ewald  Gaedke.  Soldat  Nikolaus  Sippel.
1  Hubertus  Gellinet.  Landesverteidigungstruppe  Togo.
-  Erich  Gutjahr.  “
-  Georg  Heple.  Vizewachtmeister  der  Heef.  Alfred  Kulenlampfs.
-  Friv  v.  Paris.  Umeeroffizier  JSateb  u
-  Hermann  Rocholl.  r  Res.  F#anz  Vogt.
O  Alexander  *  Zoldat  Arnde  v  Miegen.
-  Haus  Somme
(Joh.  Ger  Gerhard  2  Suling.  /D

Leutnant  Udo  v.  Op
er  Res.  Seet  Schu#z.

Gustav  Seeliger.  Ciste  nr.  8  der  bisher  in  der  Schweisz  unter--*

  Stto  Vutttereit.  gebrachten  und  jetzt  als  Kustauschgefangene
Unteroffizier  Adolf  Weidner.  zurüchgehehrten  #ngehörigen  der
-  Paul  Weißner.  —t
Schutztruppe  für  Kamerun.  Schustruppe  für  fris  Esafnn

Hauptmann  Siegfried  Kallmeyer

Rittmeister  der  Res.  Rudolf  (Lorenz)  v.  RMrosiglt.
Hauptmann  Johannes  Wilke.

Oberveterinär  der  Res.  Dr.  Ernst  Siebel.

Hauptmann  Werner  v.  Opp
Unteroffizier  der  Res.  Fun  Gerhard.
Landsturmmann  Erich  Geri

 

Leutnant  der  Res.  Paul  Baer.  Schutztruppe  für  Kamerun.
6  c  .
,  Dass  Oanbcckk  mä  Oberlcuumntz.S-NcncholdAlcxanderddohy
-s)  spr  .
«z-eldloebel  der  Landw.  Leo  Ulugust  Adalbert)  Leumant  der  ies.  renren  brung
viz  elbochel  Otto  Uhlig  geldwebel  *-  Sütersont  onke.
Vizewachtmeister  der  Land.  Wilhelm  Weiß.  7  Franz  Steifen
Waffenmeister  Wilhelm  Schmidt.  Vizefeldwebel  Stellv.)  Sarl  Schauf.
Sergeant  und  Musikleiter  Panl  Henschel.  Sergeant  Crich  Petersen.
Oc  der  Landy.  Josef  Juczyk.  Dittrich  Kittlas.
Gottfried  Schumann.  Unteroffizier  der  Landw.  Dr.  Erich  Lange.
Unteroffi  ier  der  -  Karl  Buß.  Soldat  Arrhur  Ulrich.
Seew,  Bernbard  Eromm  und.  Landesverteidigungstruppe  Togo.
"  Ernst  Kaltenbach.  Veterinär  der  Res.  Dr.  Rurt  v.  Sommerfeld.
-  Ressen.  Unteroffizier  Wilhelm  Pfennigwerth.

 

[EGGGGGGG  Nichtamtlicher  Teil  H

Regel-Herausan
II.
mmengestellt  in  der  Blbliothek  des  Reichs-Kolonialemts.

Zusar
Die  eingereichten  Bücher,  deren  Autzshluyg  vod  Besprechung  sich  die  Radaktion  durchaus  vorhehält.  werden  unter
keinen  Umstinden  zurückgesa

I.  Geschichte  und  Politik.  "*  Reln,  K23  Kolonien:  Eine  deutsehe  „Mulforde
*Eine  Unterredung  mit  Pater  van  der  Burgt  von  runt.  Berlin:  10.  Reimer  1919.  36  6
der  Mission  ller  „Weilten  Väter  in  Afrikn“  über  klie  Röper,  A4.  Krichsgesangene  in  bresschhon
Schmäbschrift  ron  Rrans  Lewin  „Deutsche  Koloni.risonniers  de  kuerre  en  Allemmune.  Prisonem  of  wur
satoren  in  Alrika-  von  A.  E.  Brinkmann.  in  (iermanr.  Fribourg  1Suissel:  (ischwend  (1918).
Aus:  Koloniale  Rundschau.  Ju#  1918.  II.  121  2  Abb.  17.  (4
Die  deutsche  Koloninlpolitik.  LEine  dt.  Antvorn  Schimmig.  (Itto:  Kriescrichniee  in  Ilistertoso.
von  olisolitik  u.  Missionnren.  Buscl:  Finekh  Mit  Vor##  von  Dekan  samuell  Pr#ugter.  Ms
191  %  gelr.  Muitkurt:  Alissionsagentur  IlnS.  7  S.  0.  0

—  —  TZ  olf.  W.  II:  (lermant's  Rialn  10  recorer  her
e  t  N.  Auzahrucien  vIseleis  (olonies-  lrrelutable  facts  and  figures.  English  and
Feger  en,  velche  70n  den  Gbualle  hneF  Eis  sae  Kmlontlamts  americau  testimon?.  Berlin:  Engelmann  1919.
Pnse  erwhw#rden  Furden.  !  13  S.  S.  lo
        <pb n="16" />
        W  14  r

Zndow,  Flrikzl:  anben  uir  „Kolonienn  2  Stettin:
Promm.  Reichspost  1910.  32  S.  7
Anburtin,  Victor:  I  as  7525  .  sÜ  ich  erlebtc.
Berlin:  Mosso  (1918).  140  S.  8
*  Graßhoff,  Richurd:  Fr7——  Schuld.  Der  bel-Zische
  Volkskrieg.  Berlin:  O.  Elsner  1918.  78  S.  S°.  so
Die  nbroße  Luger  Ein  Englünder  über  den  Kriecg.
Übersetz.  d.  Proschüre  von  E.  D.  Morcl:  „Tsardom’s
Dart  in  the  war.  Berlin:  Hobbing  1918.  18  S.  80.  [io
Lynkeus:  ilbeimstrahe  und  Kapitol  1914—15.
(iotha:  Perthes  1919.  735  80
(Das  neue  Reich.
krieg  n.  4.)  L
Miehacl,  Woisgang:  Englunds  Friedensschlüsse.
Berlin  u.  Leipein:  Rothschild  1918.  47  S.  So.  1112

E  Schrifsten  zum  Welt-II.

  Geographie,  Reisebeschreibungen,
Ethnographie,  Archüclogie.

*  Recke,  O.;  Abel  Janszoon  Tasmans  Reise  lüngdleer
  Küste  von  Kaiser-Wilhelms-Land  im  Jahre  1643.
Mit  1  Taf.  u.  2  Textfig.
in:  Aitteilungen  der  ***2
Bamburg  1918,  Bd  31,  S.  183

III.  Naturwissenschaften.
acat.

IV.  Medizin.
Vacat.

Gesellschaft  in

V.  Rechtswissenschaft  und  Verwaltung.

Barteugtein,  Otto:  Kapitalabfindung  für  Offiziere
und  obere  Beamte.  Kapitalabfindungsgesetz  f.  Offiziere.
  Vom  26.  Juli  1918.  Oldenburg:  Stalling  1919.
35  .
Feitladen  der  Krieshinterbliipheneenfürserte  CI.  d.
K.).  Für  d.  IHandgebrauch  d.  örtlichen  N-Fürsorgestellen
  hrsg.  rom  Preutz.  Kriegsminisr,  u.  «
Nationalstiftung  für  d.  Hinterbliebenen  d.  im  Kriege
Gallenenn  2.  erw.  Auff.  Berlin:  Hermann  1919.
XVI.  197  80.

Jsimnn  Kari:  Die  Friedensvertrüge.
hist.  Einl.  1.  Berlin:  Guttemag  1918.

(Gmbentutesehe  Snmmiung  dentscher  Arbtd
Jr.  131.)

Verzeichnis  2  amtlichen  Fürsorgestellen.
Heymunn  1917.  8
I1!:  in  Frenhen
2:  Bundesstanten  auter  Preuten
alphab.  Verzeichn.  simtlicher
stellen  im  Reich.

(Zebriften  d.  s  ..  Kriegerwitwenu.

  Waisen  fürsorge.  H.  L

VI.  Vakaenistsenan.  Gesellschafts-.
wissenschaft  und  Statistik.

15
Mit  Erl.  u.
80

Berli  ne

nebst  dem
Fürsorge-*

  Beek,  (7  von:  Nen  (ininea  —-  k#an
deutsches  Kolonialunternelune  n  in  der  Südsec
zig:  Südsec-Verl.  1918.  16  S.  60  (Kolonisikur  a1,

Aus:  Südscc-Botc  1918.  Nr.  1—6.  18
*  Die  Behundlung  der  einheimischen  Bevölkerung
in  den  koloniunlen  Besilzungen  Deutschlands  und
Englands.  Eine  Erwierung  nus  #s  englische  Blauhuch
  vom  Augusl  1918:  -teport  on  the  natives  ol
South-West-Afrien  und  their  treatment  by  Germankg.
Berlin:  1910.  Reichsdruekerei.  201  S.  0.
(Reichs-  Kolonialamt.)  *#
Schulie  im  Hofe,  A.:  Auswindlerung  und  Auswanderungspolitik.
  Mit  1  Karte.  Berlin:  D.  Reimer
1918.  101  S.  50.  20

kunde.

 

Lnche,  H.,  u.  Schmidt,  A.:  Anerkeimunigen
aus  Feindesmund  für  die  deutsche  Kolonialbetätigung.
Zusammengestellt  durch  Regierungsrat  II.  Znche  und
L#ibliothekurin  A.  Schmi#lt  in  der  Zentralstesie  des
Hamburg.  Koloninlinstituts.

in:  W  irtschaftsdienst.  19n,  J  4  Beih.  2.  21

*Zuin  el-Abldin:  Dic  Stellung  der  Frau  in  Indien.
(Hälnt  cCl-  Mar’'a  fi  J-IIind).  Aus  d.  Arabischen  ins
Deutsche  übers.  von  0..  Lercher.  Berlin:  „Der  Neue.
Orient-  1918.  52  S.

(rkunden  u.  ncien  zur  (ieistesentwicklung
  d  heutigen  Orients

(Verölfentl.  d.  eannn  (lescllschaft  für  lslam-Hrsg.
  von  (#.  Kampffmever.  )

Die  wirtschaftliche  Demoblimachung  CW.  Dem.
.)  Amtl.  Verordnungen  u.  Mitteilungen  (l.  Reichsamtes
  f.  wirtschaftl.  Demobilmechung.  .  „Kritgsamte
u.  d.  eichsrerwertungzamter.  Ig  .  Nr.  II  fl.  Berlin:
  1919.  ""(

VII.  Handels-  und  Finanzwissenschaft.
Vacat.

VIII.  Land-,  Forst-  und  Hauswirtschaft.
Jagd,  Fischerei.

*  Friederlehn,  K.:  Zur  Organisation  des  kolonialen
Pflanzenschutze.

Aus:  Der  Tropenpllunzer  1918.  Ju  21,  Nr.  11.  124

*  Kuhnert,  Wilhelm:  Im  Lande  meiner  Modelle.
(Ilit  24  Steinzeichn.,  8  farb.  Tafeln  u.  zahlr.  Federgeichwungen.)
  Leipzig:  Klinkhardt  &amp;amp;  Biermann  1918.
81  S.  (1v5
-Kanr  rer,  I1  runz:  Holzindustrie  in  den  Vereinigten
Sinaten  von  Nordameriku.  Clit  11  Abb.

Aus:  Deutsches  ê2——  1918.  Ju  20.

15  f.  20

hRorenkrau,  Johunna:  Perichungen  zwisechen  den
Schwunkungen  des  Klimns  und  der  Produktion  in

Australien.  Alit  2  Dingrammtuf.  u.  3  nts.
in:  Mi#teilungen  4  eamraple  Uesclischaft  in  Hamburg
  1918,  Bd  31.  113  fl.  (27
IX.  Bau-  und  Ingenieurwissenschaft.
erkehr.
Vacat.

XN.  Berg-  und  Hüttenwesen.

Vucat.
Xl.  Cewerbe  und  Industrie.
Vacat.
XII.  Unterricht  und  Sprachwissenschaft.
Vacat.

XIII.  Religion  und  Mission.
Bellon,  Imm.:  Die  ewulisame  Vertreibung  der
Busler  Missionare  von  der  Goldküste.  Mit  Vorwort

von  Prülat  D.  (Chr.]  Römer.  Als  Ms.  gedr.  Stutt-K##:
  Missionsagentur  I19181.  32  S.  G.  |26.
XlIV.  Schöne  Literatur  und  Kunst.
Vacat.
XV.  Heer  und  Marine.
Vacat.
XVI.  Verschiedenes.
Vacat.

 

Veran#wosklicher  Redakteur  für  den  nichtamtlichen  Teil:  Oskar  Bilesenthal.  Berlin.

Verlag  und  Druck  der  Buchhandlun:  und  Buchdruckerei  von  E.  S.  Mittler  &amp;amp;  Sohn.

Verlin  SW  6.  Kochstraße  68—71.
        <pb n="17" />
        Deutsches  Kolonialblatt

Kmtsblatt  für  die  Schutzgebiete  in  fliria  und  in  der  Südsee

1  ##'

Herausgegeben  vom  Reichsk

 

30.  Jahrgang.  Berlin,  den  15.  Hpril  1910.  Nummer  85/6.

Diese  Zeitschrift  gelangt  in  der  Neget,  am  1.  und  15.  jedes  Monats  zun  Ausgabe,  Derselben  werden  als  zwanglos  cheinende,  Belhefte
beigefügt  die  „Mitteilungen  uns  ddlen  !r—  hen  Schutzgebieten.  ausgegeben  von  hbr.  .  rquanrdsen.  Der  eljährliche

 

 

Abonnementspreis  beträgt  en  ne  durch  die  Post  und  die  Fuch  bgho  ¼  4.—.,  direkt  unter  Streifband  —  dee  erlag
buchhandlung:  a)  4  5.—  chland  einschl.  der  deutschen  Schutgebieite  und  Oserrelch  nger.  is.  b)  6,  fñr  die  Lnker
des  Weltpostwereins.  —  Giushernd  Leutn  und  Auteagen  lind  an  die  h  andlung  von  Erust  Siegfried  Mittler  ##n?  Sohn.
aelin  SW8,  Kochstraß  1-  zu  richten.  4

Inhalt:  Amtlicher  Teil:  Umwandlung  der  Reiche  Kolonialamts  in  ein  Neichslolanialministerium  S.  15.—
Tilgungsplan  fur  die  im  Rechnungsiahre  1913  begebene  vierprozentige  deutiche  bet  g
von  47  600  000  .X  mit  7  v.  O.  unter  Hinzurechnung  der  eriparten  Zinsen  S.  15.—  Personalien  S  17.  Verluft:
listen  der  Schutziruppen  uiw.  S.  17.  Verzeichnis  der  auf  den  Dampiern  „Feldmarschall“  und  „Borda“  am
26.  Februar  bzw.  28.  Marz  in  Notterdam  eingetroffenen  Zivilpersonen  aus  Deulsch-Ostafrila  S.  20.

Nichtamtlicher  Teil:  Literatur-Bericht  S.  2.  Neue  Literatur  (III.)  S.  21

 

Hernneccccn  Amtlicher  Teilencecen

Gesetze;  Verordnungen  der  Reichsbehörden;  Verträge.

Gemäß  Erlaß  des  Herrn  Reichspräsidenten  vom  21.  März  d.  Is.  führt  das  Reichs-Kolonialamt
  nunmehr  die  amtliche  Bezeichnung  „Reichskolonialministerium“.  Zum  Reichskolonlalminister
  ist  der  Abgeordnete  der  Nationalversammlung  Justizrat  Dr.  Bell  ernannt  worden.

Tilgungsplan’')  für  die  im  Rechnungsjahre  1913  begebene  vierprozentige  deutsche
Schutzgebietsanleihe  im  Nennbetrage  von  47  600  O00  Oark  mit  5/  v.  H.  unter
Hinzurechnung  der  ersparten  zZinsen.

Begebon  sind  für  die  Schutgebiete:

a)  Deutsch-Ostafrika..  .  35  205  000  77/
b)  Kamernmn  2020000.
e)  Deutsch-  Südwestafrika  1075  000  =

zusammen  17  600  000  7¼.

 

1.  Deutsch-Ostafrika.

 

 

 

 

 

 

ausende  RechnungejabrAusstehender  Betrag  .  O.  Zinsen  Tilgung  Jahreoleistung
Nummer  5%  54q  5  M.
1  1919  35  205  000  1  408200  211300  1  619500
2  1920  31993.700  1399  7498  219700  1  619  448
3  1921  34774000  1390960  223500  1  619  160
1  1922  34  545  500  1381  820  237  700  1  619520
5  1923  :34  307  300  1372312  217200  1  619  512
6  1924  31  060  600  1  362  121  257  100  1619521
7  1925  33  803  500  1  2  140  267  300  1  619  410
8  19260  33  536200  1341  448  278000  1  619  448
9  1927  33  258200  1  330  323  289200  1  619  528
10  1928  32969  000  1318  760.  300  700  1  619  460

5½  Der  Tilgungeplan  ist  vorerft  jfür  die  närhsten  zehn  Jahre,  also  jür  die  Rechunngojahre  1919  bio
8,  ausgesiellt  worden,  da  vom  Rechnungsjahre  1929  ab  eine  verstärlte  Tilgung  zulässig  ist.  Anfzerordentliche
Tilgung  rbeträge  sind  in  dem  Plau  nicht  berücksichtigt.
        <pb n="18" />
        cA  16  2#

 

 

 

 

 

 

hanfenge  Rechnungsjahr  ustehender  Betrag  d  msen  Tilgung  dahrealisiuns
2.  Kamerun.
1  1919  2  020  000  80  800  12200  93.000
2  1920  2  007  300  80  312  12700  93  012
3  1921  1  995  100  79804  13200  93  004
1  1922  1  981  900  79276  13  700  92976
5  1923  1  968  200  78  7268  11200  92928
6  1924  1  951.000  78  160  14  800  92960
7  1925  1939200  77568  15  100  92968
8  1926  1  923800  76952  16  000  92  952
9  1927  1907  800  76312  16  700  93  012
10  1928  1  891  100  75  644  17300  92944
:3ä.  Deutsch-Südwestafrika.
1  1919  10  375  000  415  000  623006  177300
2  1920  10  312  700  112  508  64  800  177  308
3  1921  10  247  900  109  916  67  400  177  316
4  1922  10  180  500  107220  70  100  477320
5  1923  10  110  100  104  416  72900  177316
6  1924  10  037500  101  500  75  800  177300
7  1925  9961  700  398  468  78300  1772638
8  1926  9882900  395  316  82000  177316
9  1927  9  800  000  392  036  85  300  177336
10  1928  9715600  388  624  88700  477321

 

 

 

 

 

 

Dersonalien.

Schutztruppen.

Dem  Major  Streitwolf  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrila  wird  der  Abschied
mit  der  gesetzlichen  Pension  und  der  Erlanbnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform  bewilligt.

Mit  Wirkung  auch  für  das  Friedensverhältnis  werden  angestellt  die  Oberlentnants  bisher
in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika:
Achilles  im  Infanterie-Regiment  Nr.  1114,  Konstanz,  mit  dem  11.  März  1919,
Sommer  im  Infanterie-Regiment  Nr.  13,  Münster,  mit  dem  11.  März  1919.

Dem  Stabsarzt  Dr.  Bartels  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika  wird  der  Abschied
mit  der  gesetzlichen  Pension  und  der  Erlanbnis  zum  Tragen  der  bisherigen  Uniform  zum
31.  März  1919  bewilligt.

Uachrufe.
Regierungsarzt  a.  D.  Dr.  Danneil  f1g
Am  1.  Februar  d.  Is.  erlag  der  Regierungsarzt  a.  D.
Herr  Dr.  Curt  Danneil
beim  Gonvernement  von  Deutsch-Neuguinca  in  Freiburg  i.  B.  einem  Lungenleiden.
        <pb n="19" />
        G  17  20

Danneil  hat  von  Mitte  1903  bis  Ende  1908  im  Dienste  des  Schutzgebiets  Deutsch-Keuzunen
  cestanden  und  sich  immer  als  tüchtiger,  gewissenhafter  Arzt  bewährt.  Mit  Ende  Januar
1908  mußte  er  wegen  dauernder  Tropendienstunfähigkeit  aus  dem  Schutzgebietsdienst  ausscheiden.

Die  Kolonialverwaltung  wird  sein  Andenken  stets  in  hohen  Ehren  halten.
Berlin,  im  März  1919.
Der  Reichskolonialminister.
In  Vertretung:
Gleim.

Polizeisergeant  Arthur  Wegener  .
Nach  einer  hier  eingegangenen  Zeitung  aus  Swakopmund  ist  der  Polizeisergeant
Herr  Arthur  Wegener,
geboren  am  1.  Oktober  1879  in  Wendelstein,  am  24.  November  1918  im  Antonius-Hospital  in
Swakopmund  an  einem  Herzleiden  gestorben.
Wegener  hat  der  Kaiserlichen  Schutztruppe  von  1901  bis  1908  angehört  und  ist  dann  in
den  Dienst  der  Landespolizei  übergetreten.
Er  hat  sich  stets  als  treuer  und  pflichteifriger  Soldat  und  Beamter  erwiesen.  Sein  Andenken
  wird  in  Ehren  gehalten  werden.
Berlin,  am  10.  April  1919.
Reichskolonialministerium.
In  Vertretung:
Dr.  Gleim.

 

Verlustlisten  der  Schutztruppen  usw.

(Agl.  „Deutsches  Kolonialblati“  1919,  Nr.  3  1,  12.)
Sechzehnte  verlustliste  der  Schutztruppe  für  Ean.  Vizefeldw.  ntomaib.  am  12.  Juni  1916  bei
Nawiogi  gefalle
4  Deutsch-Ostafriha.  Feldw.  Hahnel,  am  30.  August  1918  gestorben.
Masor  v.  Langen,  am  30.  März  1917  in  Mahenge  Geise,  in  Nanungn  an  Ruhr  gestorben.
an  Tuphuo  gestorben.  Schraffrath,  in  Lioma  an  seinen  Wunden
Hauptmann  Peter  Langen,  hat  sich  am  3.  Juni  191n7  gestorben.
Cim  Fieberwahn  erschossen.  Karl  Strübe,  am  24.  Mai  19l#8  an  seinen
Oberli.  Bucher,  am  12.  September  1914  gesallen.  Wunden  gestorben.
-  Edwin  Goetz,  im  Feldlagarett  Mpanpanja  Thurmann.  in  Liomoa  gestorben.
am  Rufidji  au  Tuphus  gestorben.  San.  z  Vitefeld.  Biernath.  im  Mai  1917  bei  Likasse
Rroeger,  im  Gefecht  bei  Lukuledi  gesallen.  gefallen.
d.  Res.  Dr.  Karl  Micknat  aus  Saarbrücken,  Vizeseldw.  d.  Res.  Adermann-  am  8.  November  1916
am  12.  Sept.  1914  bei  der  englischen  Station  bei  Malangati  gefallen
Risii  gefallen.  Bolles  aus  Dortmund,  am  50.  Angust  1918
d.  Res.  Louis  v.  Schrötter,  am  1½#0.  Augufst.  in  Lioma  gestorben
1918  in  Lioma  gestorben.  Milhelm  Rveser,  bei  Kapira  gesallen.
Leutu.  d.  Res.  Ollo  Bleeck  aus  Danzig.  im  Juli  191s7  Pfeisfer.  im  Mai  1917  verstorben.
#ar  Kilwa  gefallen.  Schwarz,  bei  Muansa  gefallen.
Oermann  Braul  aur  Kl.  Kehlen,  im  Vida,  am  18.  Februar  1916  gefallen.
Juli  1917  bei  Kilwa  gesallen.  Heinrich  Boß  aus  Lüneburg,  am  12.  Sep-Emmerich
  Lang  aus  Sinttgart.  im  No-  lember  1911  bei  Kisüt  gesallen.
vember  1910  bei  Erstürmung  des  Forts  d.  Landw.  Otto  Johannes  Mörchen  auo
Ngomingi  gesallen.  Stahberg  a.  OH.,  am  13.  November  1916
Eberhard  Schaefer  aus  Berlin,  am  5.  Jumi  efallen.
1918  an  Schwarzwassersfieber  gestorben.  krren  Wille,  am  8.  November  1916
Intendamtursekretär  Ludwig  Hardes  aus  Gesele  in  i  Malangati  gefallen.  .
Westf.,  am  30.  August  1918  bei  Lioma  gesallen.  Cbeine  Erust  Gerlach,  am  1.  Oktober  1918  an
Decloffizier  Kün  ze.  im  April  1917  in  Likava  gestorben.  Lungenentzündung  gestorben
Vizewachtmstr.  d.  Res.  Edgar  Rocholl,  im  Gesangenen-  "  Put,  in  Nanungu  an  Schwarpwasserfieber
lager  Malta  an  Insluenza  gestorben.  gestorben.
        <pb n="20" />
        O#

Sergeant  E.  v.  Breitenbach,  am  27.  Juni  1916  an
Schwarzwasserfieber  gestorben.
Wilhelm  Erbe  aus  Steglitz,  bei  Mahenge
gefallen.

Unteroff.  d.  Landw.  L.  v.  Breitenbach,  am  25.  Mai

1916  an  Schwarzwasserfieber  im  Lazgarett
Dodomoa  gestorben.

Becker,  infolte  Verwundung  in  Koronge
gestorben.

-  Beetz,  im  Jumi  1916  bei  llisuri  gefallen.
-  Crämer,  am  18.  Februar  1916  bei  Kagera
geiallen
Dach  sold,  bei  Gitega  gefallen.
Salsbork.  infolge  Verwundung  am  5.  Mai
1918  in  Mobolia  gestorben.
-  Heinrich,  am  8.  November  1916  bei  Malangati
  gefallen.
Kabarana,  am  5.  Mai  1918  gestorben.
Kühl,  insolge  Verwundung  am  5.  Mai  1918
in  Mobolia  gestorben.
Haus  Kühn,  am  26.  Januar  1917  bei  Lilasse
  gefallen.
Langer,  am  25.  Mai  1918  in  Tomsosa  gestorben.

-  Powsil,
«  Hermann  Voß,  bei  Fringi  gefallen.
WMaai  Behreno,  infolge

am  5.  Mai  1p18  gestorben.

Verwundung  in  Namungu
Restorben.
Nolta,  in  Tomsosa  gestorben.

#  a

Pauli,  am  13.  April  1918  bei  Medo  gestorben.
Sin,  am  6.  Juni  1916  bei  Kogowani  gefsallen.
Bermessungsmaat  Heinrich  Milbrand,  am  13.  November
  1916  gefallen.
Gefreiter  Emil  Bock  aus  Hartenstein  i.  Sa.,  am  12.  September
  1914  bei  Kisit  gefallen.
Jope,  am  26.  September  1015  bei  Luwangi
gefallen.
Fritz  König  aus  Wunsiedl  in  Jabern,  am
22.  Juli  1918  bei  Miipa  gefal
dobaunes  Vramkamp  aus  wichterath
12.  September  1y14  bei  RKisii  gefallen.
-  Harr  Corcilius  aus  Weilburg  a.  d.  Lahn,
am  11.  Ostober  1916  beim  lUbergang  des
Ruaha  gefallen.
Hürst,  am  26.  September  1915  bei  Luwangi
gefallen.
Hans  Nolfenier  aus  Ulm  a.  d.  Donau,
am  18.  Februar  1916  am  Kagera  gefallen.
Pöllwitz,  am  26.  September  1915  bei  Luwangi
  gefallen.
Sally  Rothschild  aus  Nonstang,  am  11.  Okt.
1916  beim  Ubergang  des  Ruaha  Aefallen
-  Stechau,  am  21.  April  1916  gefsaller
Oskar  Gerth,  am  20.  März  1018  am  Asakn  River
gefallen.
Kunge,  bei  Likassa  gefallen.
Roßmer,  am  1.  November  0o1r  bei  Lihato  gefsallen.
Venedikt  Stanienda,  gefallei
Ferdinand  Wiegreffe,  am  l  .
Gehirnmalaria  gestorben
Adolf  Woelfel,  infolge  V.  derwundung  in  Lioma  gestorben.


Landstm.

September  1917  an

In  englische  Gefangenschaft  geraten  und  interniert  in:
a)  Daressalam  (Deutsch-Ostafrika):
Hauptmann  Karl  Göring  aus  München,  seit  6.  September

  1918  —  verw.  —  nach  Bombay  (Indien)

isboergtört.

Oberlt.  Werner  Besch  aus  Glgo  in  Schlesien,  seit
30.  August  1918  —  vern

 

18  0

Oberlt.  Ludwig  Buel  aus
6.  September  1918  —
d.  Res.  Ougo  Grundmaben  #aus  Malschau,  seit
6.  September  1918  rw.
Vizeseldw.  Erust  Dicterle,  seit  31.
verwundet.
Unteroff.  Karl  Heinze,  seit  6.  Sept.  1918  —  verw.
-  Karl  Huber,  seit  27.  Juli  1918.
Gefreiter  Fritz  Lemke,  seit  7.  September  1918.
Werner  Sanke.
Trumpler.

Weißenburg  i.  Els.,  seit
erw

August  1918

1)  Blantyre  (Britisch-Nyassaland):

Generalmajor  Jehaun  Frienrich  Curt
Dresden,  seit  17.  Oltober  ·
Haupim.  Mar  Poppe  aus  arse.  seit  3.  Olt.  1918.
Stabsarzt  l#r.  Barthels,  seit  Dezember  1918
Leumamt  d.  i  Eruit  Wolfram  aus  Steglit,  seit
Oltober
aaeshe
O
gelmurt  irtn
seit  5.  Oktober  5
Bigejeldwebel  rausl.  Vortig  aus  Heinewaldau,  seil
30.  August  1918.
Sergeant  Paul  Vrönig  aus  Greisenberg,  seit  5.  Oltober
  1918
Mar  Trüppel  aus  Harburg  a.  d.  Elbe,  seit
3.  November  1918

Wahle  aus

!#7i  Beithmann  aus  Essen,  seit
918

5540  aus  Militsch  in  Schlesien,

Unterossigier  Lans  Lerath  aus  Nemmersdorf,  seit
Oktober  1918.
8  Kunst  aus  Berlin,  seit  5.  Oktober
  1918.
—

Achte  Verlustliste  der  Schutztruppe  für
Deutsch-Südwestafrika.

Oberlt.  Fricke,  im  Gefangenenlager  Aus  gestorben.

Bizefeldw.  Oslar  Münch,  im  Gesangenenlager  Aus
gestorbe  -
Unteroff.  Otto  Höhne,  in  Gefangenschaft  in  Aus

gestorben.

75

Liste  Nr.  9  der  aus  Frankreich  und  England
zurüchgehehrten  AKustauschgefangenen  der
Schutztruppen  usw.

Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika.
Generallentnant  Johann  Friedrich  Curt  Wahle.
Oberstabsargt  Dr.  Gerhard  Grothusen.
Stabsarzt  Br.  Frit  Breuer.

r.  Otto  Engeland.
-  Dr.  Adolf  Geisler.
-  Häring.
-  Dr.  Hans  Koch.
Paul  Manteufel.
-  Dr.  Johannes  Schönebeck.
-  Dr.  Werl.
Oberarzt  Dr.  Wolfgang  Gothein.
-  Dr.  Friedrich  Kirchheim.
-  Erich  Westhofen.

d.  Res.  Dr.  Paul  Wolff.
Marinc-ssistenzart  Dr.  Kurt  Seith.
Lamsturmpfl.  Argt  [)#r.  Walter  Wehrle.
Siabsapotheter  Dr.  Rudolf  Schulge.
Oberapotheker  Alfred  Dörffel.

d.  Res.  Karl  Held.
        <pb n="21" />
        Unterapotheler  daus  Rudolf  Boettger.
Lazarettverwalter  Okkar  Heinsohn.
Sanitätsfeldwebel  HOugo  Erler.

Karl  Holzapfel.
Johann  Fedamzick.
Robert  Kasper.
Michael  Kiefmann.
Erich  Klawitter.
Johannes  Klosinski.
Hermann  Kuaak.
Karl  Sabtegtn
Nichard

W

s#

d.  Landw.  gut  Pring.
Max  Sacher.

Bruno  Sprigade.

Paul  Schöpe.

Sanitäuss  zigeseldw.  Friv  Amling.
-  Heinrich  Christ.
-  D  Goesch.
-  Jalob  Heinrich  Lauber.

-  Max  Paul  —
-  Paul  Rehwagen.
Arthur  Willi  Stahlkopf.
Zouilãtesergeant  Max  Belau
Bruno  Krieg.
Man  Langer.
-  Ernst  Schneider

-  Alions  Jobm  "  erthmann.

Sanitätonnteroff.  n*  Grot
-  Ho  boma  nn.
-  Hüber.
-  Eugen  Aleim.
-  Franzg  Köh
Philipp  Jac  5  Kröhling.
O  Panl  Liede

-  Hermam  Funich  Pape.
-  Hermann  Friedrich  Stöbe.
-  Ernst  Wille.

Sanitätsmant  Taver  Franz  Veck.
Art.  Maat  Ludwig  Vo
Sanitätsgefreiter  Gn  M.  elben.
-  o  Rathl
-  dud  August  Stranbina.
Sanitätssoldat  Rudolf  Berger
Ernst  von  der  Henden.

-  Heury  Momsen
Freiwill.  Kanlenpsseger  Hermann  Roeseler.
Schütze  Gustav  Beyer.

Schsberrmnuuce  gpelbeirend  Pioch.

Schutztruppe  für  Kamernn.

Leutnant  d.  Res.  Fritz  Fuhrmann.

Sergeant  d.  Seew.  Eugen  Gemmel.
-  Gottfried  Rönne

Unleroffizier  Heinrich  Eden“

-  Ernst  Klaube.

Arihur  Krüger.

-  Ernst  Lorentzen.

-  d.  Res.  Walter  Vogt.
Maschinistenmaat  d.  Res.  Eduard  Wichmann.
Gefreiter  d.  Zeew.  Amandus  Gerlens.

August  Hansen.

d.  Seew.  Hermann  Henrich.

Pau  Johannsen.

Res.  Erich  Keil

Rtheln  Kili#

d.  Landst.  ultav  Koschnick.
-  Karl  Weimhy  rt.
-  d.  Seew.  II  Mor  Nowack.

19  20

 

Hel-  Friedrich  Pöhls.
Joseph  Polnka.
-  Iriseiich  Pungs.
-  Vitelis  Rohn.
-  d.  Landw.  Wilhelm  Stöter.
-  d.  Seew.  Reinhold  Vick.
-  Edurd!  Ziehe.
Obermatrose  d.  ae  Narl  Böhm.
Oberheizer  Mar  Funke.
öbermatrofe  Man  Reim.
-  Schumann.
-  d.  Res.  Narl  Tegtmener.
Soldat  Karl  Berndes.
Musketier  d.  Res.  Karl  Bernitzki.
Soldat  Lermann  Brunn.
Musketier  d.  Res.  „Noberth  Dalchau.
Soldat  Heinrich  Dilger.
Kar#l  Eckhoff.
Oskar  Groß.
Otto  Oerbst.
Wilhelm  Henck.
Ernst  Hingenit.
Richard  Hinz.
Otto  Klatt.
Mar  lemm-Walter
  Ar
Musketier  d.  Res.
Soldat  Adolf  L
O  Whelm  Mark.
Heinrich  Melchert.
Friedrich  Metzner.
Hans  Nesgen.
Martin  Neumann.
-  August  Nordgrün.
-  Johann  Pelka.
Wilhelm  Rolfs.
-  Richard  Sallock.
Frig  Sammn
Landsturmmann  kesldelm
Soldat  Willi  Schüle
-  Paul  .  .
Theodor  Thomas.
Ersatzreservist  Georg  Lerdiec.
Soldat  Oand  Wönckhans.
Landsturmmann  Georg  Zippelino.
Matrose  d.  Seew.  Heinrich  Morgenroth.
-  d.  Res.  Heinrich  Röbke.
-  Chriftian  Sieberin.

Gefreiter  d.

½  „

5

a

dollallllecs  Krüger

n  e

Schapschroer.

Landesverteidigungstruppe  Togo.
Unterofsfigier  d.  net  Deinrich  Erbkam.
oldat  Losef  Büh

tto  Bihle

-  Ludwig  Mahnken.

DOtto  Neumann.

r—

Liste  Ur.  4  der  bisher  in  Rolland  untergebrachten
  und  jetzt  als  Austauschgefangene

zurüchgebehrten  Angelsrigen  der
Schutztruppen.
Schutztruppe  für  Kamerun.
Feldwebel  d.  Landw.  Peter  Fischer.
Unterosffigier  d.  Landw.  Friß  Mener.
Ersatzreservist  Johann  Breumair.
Soldat  Erich  #opmann.

70
        <pb n="22" />
        Ciste  Nr.  9  der  bisher  in  der  Schweiz  untergebrachten
  und  jetzt  als  Kustauschgefangene

zurüchgehehrten  #Angehörigen  der
Schutztruppen  usw.
Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika.
Maschinisteumaat  Johann  Bestvater.
Funkentelegr.  Maat  Karl  Hoffmeister.
Vermessungsmaat  Julius  Schulz
Obermatrose  Friedrich  Aruns.
Schutztruppe  für  Kamernn.

Friedrich  Karl  D
Res.  Feldman

Hauptmann  u  Uring.

Leuinant  d.

20  20

 

Leutnamt  d.  Nes.  Karl  Lückhard:.
-  zur  See  d.  Res.  Sbaries
Sergeant  Willi  Schwar
Unteroffizier  v.  Landw.  Michael  Vierschen  l.
Res.  August  Brockhans
Soldat  Obla  Mros

Sinn.

Landesverteidigungstruppe  Togo.

Hauptmann  Alerander  v.  Hirschfeld.
Leutnant  d.  Res.  Erich  Nloppenburg.
Soldat  Neinhard  Below.

Otto  Clemens.
Ersagreserost  Karl  Ritz.
Soldat  Mar  Wojahn.

 

1.  Verzeichnis  der  auf  dem  Dampfer  „Feldmarschall“  am  26.  Februar  in  Rotterdam
eingetroffenen  Sivilpersonen  aus  Deutsch-Ostafrika.

G

&amp;amp;#  #

36.

.  Altmann,  Margarcte,

*-.

  Bohlen,

·  Brixner,  Gerirnd,

.  Büchel,

und  Tochter,  Frau  des

Hauptmagazgin-Vorstehers.

.  Arnold,  Else,  Frau  des  Bureaugehilfen.

Bartels,  Henriette,  Frau.

Bauer,  Marie,  Witwe  des  Burennworflandes.
Behr,  Berta,  und  Sohn.

Berg,  Karl,  Gastwirt.

Berndr,  Theodor,  Napitän.
Bernot,  Gertrud,  und  zwei  LKinder,  Frau  der
Katastergeichners.

Blank,  Elisabeth,  Fräulein,  vermutlich  Schwesterv.
  Boemken,  Frau  des  Majors.

Frau  des  Direktors  der  Deutschen

Ostafrika-Linie

und  drei  Kinder,  Frau  des
Jollsekretärs.  "

BtucuttJ,  Hertha,  Lehrerin.

Marie,  und  Tochter.

Castens,  Elsbeth,  Frau  des  Meteorologen.

Conrad,  Elisabeth,  und  ein  Kind.

Deppe,  Charlotte,  und  Kind,  Frau  der  Regierungsarztes.


Eggert,  Grete,  Tochter  des  Gastwirts  in  Daressalam.


Shmig.  Frieda,  Frau  des  Intendanturdiätars.
Eickenrodt,.  Anna,  und  zwei  Kinder,  Frau  des
Pflanzers  aus  Sadani.

Enke,  Frieda,  und  zwei  Kinder,  Frau  des  Kaufmanns
  (Östafrikanische  Eisenbahn=  Ges.).
Eschberger,  Gisela,  und  ein  Kind,  Frau  des

Poligeiwachimeisters.

Fickert,.  Helene.

Fink,  Else,  und  Sohn.

Fischer,  Martha,  und  zwei  Kinder.
Frit,  Alice,  und  zwei  Minder,  Frau
vernementssekretärs
Frühling,  Alfred.
Gebanuer,  Minna.
rialienverwalters.
Gerlach,  Ötto.
Giese.  Heleue,
Mapiläns.

Grafs,  Anng.  vermutlich  Frau  Anna  (Graese.
Groth,  Emmy.

Grunow,  Alerander.

Haufstäugl,  Thea.

Hanusch,  Selma,  und  Sohn.

Hausen,  Elsie,  und  zwei  Feinder.

des  Gon=Bankvorsteher.


und  Sohn,  Franu  des  Mateund

  drei  Kinder,  Frau  des

1D
l

 

·3().
10.

41.
12.
13.
11.

5.
16.

17.
1.
19#.
50.
öl.
52.

37.

—
*

.  Maier,  Heinr

Hauter,  Anna,  und  zwei  Rinder.
Heuer,  Ernst,  und  Frau  Frida.
Hillenkamp,  Kamilla,  und  Tochier.
Hochstetter,  Elisabeith,  und  Kind,
Apothekers.

Humann,  Sabine,  Fräulein.
Huhs,  Elsbeth,  Frau  des  Postinspektors.
Hürster,  Käthe,  Frau  des  Polineiwachtmeisters.
Jacob,  Sofie.

Innge,  t  und  zwei  Kinder.
Klamroth,  Toni,  und  Tochter,  Frau  des
intendenten.

Auuth,  Wilhelm,  Gastwirt,  und  Frau  Emma.
Noch,  Dela.

Koethe,  Friedel,  und  drei  Kinder.

Kramer,  Helene,  und  zwei  Kinder.
Kravanja,  Fannn.
Kreß,  Mia.

Kück,  Anna.
Kuhnert,  Rudolf.
Ladeburg.  Minna,
Gäriners.
Ladeburg.
und  Tochter.
Maier.  Franz,  mit  Frau  und  Kind.

rich,  mi1  Frau  und  zwei  Kindern,

Frau  des

Superund

  zwei  Kinder,  Frau  des

Anng,  Frau  des  Bureangehilsen,

Zollinspektor.
Manleitner,  Dr.
Tierarzt.
Mattuer.  Bruno.  und
Matuschla,  Gräfin.

Carl,  und  Frau,  Regierungs-Frau.

  ·

-..IllcattchokicdmnndJueixiindctxFraudksstibosn

vernementssekrelärs.

Meckel.  Else.
Meirner  Minna,  Frau  des  General-Oberarzies.
Mever,  Georg.  Ingenieur.

Nickel,  Toni,  und  ein  Kind,  Fran  des  Feldwebels.
Niemeyer,  Eric

*

Nyakowsky,  ese  und  ein  nind,  Fran  des
Gastwirts.  «  «
Ober-hoffenLudomcmnnlehnd,Ist-auch

Bureauassistenten.

Pabst,  Julic,  und  zwei  Kinder.

Palder,  Paula

Pfüller,  Else.

Pfüller,  Lolle.

Philipps,  Pau,  mil  Fraun  und  fünf  Kindern.
Stabsargt  a.  D.  und  Pflanze
        <pb n="23" />
        ———————————————————————.—
SetNSNS’ESOSB’BNSGEONECESETFESEB  ,

x

m—  —————
5

E
Stüven,

*1BS  F

.  Barthels,

Preuß,  Anna,  Frau  des  Regierungs-Tierarzies.
v.  Prince,  Magdalene,  und  Kind,  Witwe  des
Pflanzungsbesitzers.

Reismann.  Johanna.

v.  Rucklaeschell,  Frau.

Saupe,  Olga.
Simader,  Helene,
Revisors.

Frau  des  Rechunngshof-.Schaa,

  Johanna,  und  zwei  Kinder,  Frau  des

Hafenmeistergehilfen.

chenk,  Maric,  und  zwei  Kinder.
5Schmidt,  Martha,  und  zwei  Kinder.
Schneider,  Marie,  und  zwei  Kinder.
schnieders,  Angela,  und  Tochter,
Stenermanns.

öchroeder,  Emilie,  und  Tochter.
chultze.  Marie,  und  Kind.

Schulze,  Hete.  Frau  des  Regierungs-Apolhekers.
chuster,  Anna.

tölt,  Emma.
trademann,  Richard,
Fouvernementssekre
Marta.  Scbwester.
homsen,  Frieda,  mit  Tochter.

Frau  des

mit  Frau  und  Lind,

 

 

 

Tiedemann,  Paul,  Brauereileiter.

Tonne,  Bertha,  und  drei  Kinder,  Frau  des
Aanzleigehilien-Traub,
  Rosa,  verwitw.  Gonvernementosekretär.

Treuge,.  Luise,  Fran  d  des  Gonvernementssekretärs.
lir  ban,  Geiernd.  und  zwei  Kinder.

4B.  Viereck,.  Els

Lllaenver,  Anna,  und  ein  Kind.
Bolkmann,  Gertrud.

Wagner,  Johannes,  mit  Frau  und  zwei  Kindern.
Weckauf,  Frieda.  Frau  des  Polizeiwachtmeisters.
Weguer,  Fran,  und  drei  Kinder.

Weil,  Gertrude,  und  ein  Kind.

Wendler,  Alfred,  Ingenienr.

Werner,  Margareie,  und  ein  Kind
Winkelmann,  Maric,  und  ein  Kind.  Frau  des
Bezirksrichters.

Winkelmann,  Ella.

Wittig,  Frieda,  und  zwei  Kinder.

Wolf,.  Marie.

Wolfson,  Martha.

Wolfson,  Johanna,  und  Kind.
Zimmermann,  Maria

 

2.  Verzeichnis  der  auf  dem  Dampfer  „Borda“  am  28.  ärz  in  Rotterdam
eingetroffenen  Sivilpersonen  aus  Deutsch-Ostafrika.

Acker,  Elisabeth.  Frau,  und  ein  Kind.
Albers,  Öttie,  Schweste  er.

Andre.  Marie,  Frau,  und  ein  Rind.
Arnold,  Minna,.  Fräulein.

von  Aszmuth,  Horst.

Atenhoser,  Anna,  Schwe  este

Angustiny.  Gertrud,  Fran,  zud  ein  Kind.
Aurich,  Lina,  Frau,  und  ein  Kind.
Vande,  Martha,  Frau,  und  ein  Kind.
Barbara,  Alexandra.  Schwester.

Gertrud,  Frau,  und  ein  Kind.
Barry.  Susanne,  Frau,  und  ein  LKind.
Vatuner.  Ilka,  Frau,  und  ein  Kind.
Baum,  Becku,  Fräulein.

Baum,  Irmgard,  Frau,  und  zwei  Kinder.
Baumann,  Johanna,  Frau
Baumgarten,  Hansine.

Beckendorf,.  Martha,  Fran,  und  ein  Kind.
Bell.  Mathilde,  Fräulein.

Berger,  Luise,  Frau,  und  zwei  Rinder.
Bernhardt,  Gertrud,  Fränlein.
Vernoth,  Gertrud,  Frau.

Besch,  Helene,  Frau.

Biberach,  Karl,  Kind.

Biesel,  Beatrice,  Schwester.

Vierling.  Emmn.  Frau.

Aleeck.  Lnise.  Frau.

Böbs.  Charlotte.  Frau.

von  Bodecker,  Maria,  Fan  und  zwei  Kinder.
Bormann,  Karola,  Schweste

Botter,  Ella,  Frau,  und  ein  uind.
Burwig,  Johanna,  Frau,  und  drei  Kinder.
Brändle,  Ida,  Frau,  und  drei  Kinder.
Brauer,  Wilhelmina.  Frau,  und  drei  Kinder.
Brehmer,  Frieda,  Fräulein.

von  VBrincken,  Elfriede,  Frau,  und  drei  Kinder.
Broschell,  Amanda.  Frau,  und  zwei  Kinder.
Brühl,  näthe,  Frau.  und  zwei  Kinder.
Brunhofs.  Hennie.  Frau,  und  drei  Kinder.
Buchwald,  Mathilde,  Schwester.

Budin,  Emma.

Cohrs,  Emma,  Frau.

 

Degenhardt,  Elisabeth.  Frau.
Delcke,  Johanna,  Frau,  und  ein  Kind.
Devrient,  Ouilie,  Frau,  und  zwei  Kinder.
Diem,  Hedwig.  Frau.
Dies,  Ludwig.  Herr.
Dörffel,  Julia,  Frau,  und  ein  Kind.
Döring,  Marie  Luise.  Frau.
Dorn,  Befi.  Frau,  und  zwei  Kinder.
rangmeister,  Auguste,  Fran,  und  vier  Kinder.
Düll,  Franziska.  Fran.
Eggebrechrt.  Rose,  Frau,  und  zwei  Kinder.
Eichinger,  Anna,  Fran,  und  drei  Kinder.
Eisele,  Kandida.  Schwester.
Eisenhanuer,  Käthe,  Frau,  und  ein  Kind.
Enns,  Magda,  Frau,  und  zwei  Kinder.
Erhardt,  Hilde,  Frau,  und  zwei  Kinder.
Essigkrug,  Eva,  Schwester-Exner,
  IDr.  Rudolf.  Herr-Fellhaner,
  Wally,  Frau,  und  ein  Kind.
Frehse,  Elisabetb,  Frau,  und  fünf  Rinder.
Freitag,  Frieda,  Frau,  und  ein  Kind.
Freitag.  Helene.  Frau,  und  ein  Kind.
Frericks,  Else.  Frau,  und  zwei  Kinder.
Frendenberger,  Henriette,  Frau,  und  ein  Kind.
Frischauf.  Charlotte,  Frau,  und  ein  Kind.
Frit,  Augusta,  Nran,  und  sechs  Kinder.
Froebes,  Valen
Fuchs,  Cnstach.  Cerr.
Galle,  Tilla,  Frau.
Geißler.  Cuntildis.  Schwester.
von  Gellhorn,  Ferdinandine,  Fran,  u.  ein  Kind.
Gerecke,  Emma,  Frau,  und  ein  Kind.
Gericke,  Elsbeth,  Frau,  und  zwei  Kinder.
(Gerih,  Ella,  Frau.
Glorins,  Livinus.  Herr.
Gothein,  Elisabeth.  Frau,  und  ein  Kind.
Graeber,  Hedwig,  Fran,  und  zwei  Kinder.
Graefe,  Annie,  Franu.
Gramatzki.,  Margarete.  Frau,  und  ein  Kind.
Grimm,  r.  Johann  August.
Groetschel,  Emilir,  Frau.
Grotian,  Else,  Frau,  und  ein  Aind.
        <pb n="24" />
        CI  22  20

Grundmanm,  Charlotte.  Frau

Grunow,  Gerirud,  Frau,  und  ein  Rind.
Gruson.  Otto,  Herr.

Günther,  Erna,  Frau,  und  ein  Kind.
Gunsert.  Elisabeth,  Vrau,  und  ein  Kind.

de  Haas,  Thea,  Fro

Hagemann,  Käthe,  Frau.

Hainsfurth,  Margarete,  Frau,  u.  zwei  Kinder.
Haneld,  Grete.  Frau,  und  ein  Kind
Hanisch.  Elly,  Frau,  und  ein  Kind.
Happe,  Dorothea.  Fräulein.

.  Harder,  Franz.  Herr.

Hartmann,  Paula,  Frau,  und  ein  Kind.
von  Hassel,  Friedrich.  und  ein  Kind.
Hatscher,  Anna,  Frau,  und  vier  Kinder.
Häuser,  Lotti,  Frau,  und  ein  Kind.

Heil,  Marthn.  Frau,  und  zwei  Kinder.
Heinc,  Pulcheria.  Schwester

Heinemann,  Margareie.  Frau,  und  ein  Kind.
Heldmann,  näthe,  Fräulein.

Heldmgun,  Paul,  .-Hemrich,

  Lnise.  Frau,  und  zwei  Kinder
Oennemann,  Martha,  Frau,  und  zwei  Kinder.
Hennings,  Hedi,  Fra  u.

Heunke,  Martha,  Frau.

Hermann.  Ötto,  Herr.

Hofmann.  Babetta.  Frau.

Hoffmann,  Elsbeth,  Frau,  und  zwei  Kinder.
Hofmann.  Martha,  Frau,  und  ein  Kind.
Hofmann,  Reinhardt,  Herr.

Holm,  Maria.  Fräulein.

Holzer,  Aumg.  Schwester.

Hormann,  Lueic,  Frau.

Horn,  Frieda.  Frau,  und  drei  Kinder.
Huber,  Clara,  Frau.

Hupp,  Helenec,  Frau,  und  zwei  Kinder.
Hürstel.  Biktoria,  Fran,  und  ein  Kind.
Imm,  Maria,  Frau,  und  drei  Kinder.
Jahns,  Hilde,  Frau,  und  ein  Kind.
Jansen,  Gertrud.  Fra

Jopp,  Hilde,  Frau,  ind  ein  Kind.
Jungblut,  Frieda,  Reimein.

Jünnemann  Martha

Jürgensen,  Oerr  H.

Kaltenhauser,  Lena,  Frau.

Leckeisen.  Scholastike,  Schwester.

Kegel,.  Lotte,  Frau,  und  ein  Lind.

mersten,  Marie,  Frau.  und  zwei  Kinder.
Kießling,  Lelen,  Fran,  und  ein  Kind.
Nirk.  Mariag,  Fra

Klein,  Gertrud.  Fran,  und  zwei  Kinder.
Klieme,  Eva,  Frau,  und  zwei  Kinder.
Klinghardt,  Elisabeth.  Frau,  und  ein  Kind.
Knopp,  Gereon,  Herr.

.  Koch,  Else.  Frau,  und  zwei  Kinder.
Köhler,  Helene,  Frau,  und  ein  Kind.
Költzsch,  Marie,  Frau,  und  zwei  Kinder.
König.  Frieda.

Nörner.  Margarcte,  Frau,  und  drei  Kinder.
Köter,  Elobeth,  Frau.
Kofteletzku,  Fritz,  Herr;  Oilde,  Frau,  und  ein
Kind.

Krahl.  Albert  und  Hildegard.

Kränzlin,  Ellen.  Frau,  und  zwei  Kinder.
Krauß,  Elma,  Günther  und  Irmgar

Krelle.  Hermann,  Herr;  Katharina,  Fran,  und
vier  Kinder.

Krems,  Christine.  Frau.

Kruse,  Rosa.  Frau.

Kudicke,  Mathilde.  Frau,  und  drei  Kinder.
Auhnigk,  Maria.  Frau,  und  zwei  Kinder.

 

Künzel,  Dora,  Frau.
Kürschner,  Marguerite,  Frau,  und  drei  Kinder.
Ladeburg.  Anguste.  Frau,  und  Fräul.  Gertrud.
Lang,  Dora.  Frau.
Langer,  Johanna,  grau.  und  ein  Kind.
Langlopp,  Elisabe
Lechner,  Erisnllenet  Krau.

Lechner,  Polycarp,  Herr.
von  Lekow,  Hildegard,  Frau.
Lergenmüller,  Mathilde
Liebrecht,  Annalise.  Frau,  und  zwei  Kinder.
Lindemann,  Johanna,  Frau,  und  ein  Rind.
Lindenberg,  Margarete,  Fran,  u.  zwei  Kinder.
Littmann,  Gertrud,  Frau.
Lohmeyner,  Gerirud,  Frau,  und  ein  Kind.
Loreng.  Anne,  Frau.
Ludzuweit,  Richard,  Herr,  und  Frau  Minnn.
Maeffert.  Margarete  und  Oaus.
Manneschmidt,  Emmy,  Fran-.
Mascher,  Helene  Auguste.  Fra
Mayer,  Elise.  Fräulein,  *  nthan,  Herr.
Mende,  Hilde,  Frau,  und  ein  Kin
Mensing.  Marie,  Frau,  und  zwei  Kinder.
Mercier,  Marie,  Frau.
Mertens,  Anna,  Frau.
Menler,  Eva  und  Heinz.
Meyer,  Marie.
Mittensteiner,.  Minna,  Frau.
Morzrlany,  Marie,  Fra
Molter.  Elisabeth,  Frau,  und  zwei  Kinder.
Mörchen.  Johanna.  Ir  rau.
Morkeputz.  Emilie,  Frau,  und  zwei  Kinder.
Morstatt,  Else,  Frau.
Müller,  Dora,  Frau,  und  zwei  Kinder.
Müller,  Emmy.  Trau.
Müller,  Frieda.  Frau
Müller,  KRatharina,  Frau,  und  zwei  Kinder.
Nagel,  Gertrud,  Frau,  und  drei  Kinder.
Rauhaus  Karl  Eberhardt,  Herr.
Nave,  Leun,  Frau,  und  ein  Kind.
Neubert.  Margarethe.  Frau,  und  ein  Kind.
Neumann,  Helene,  Frau,  und  zwei  Kinder.
Nibbe,  Marie,  Oaus  und  Käthe.
Niepel,  Alfred,  Herr.
Nunneke,  Margarethe.  Frau,  und  drei  Kinder.
Oelte.  Helene,  Frau,  und  zwei  Kinder.
von  Oenuhausen,  Margarethe,  Frau,  und
n  Kind.

Orth.  Cornelic.  Frau,  und  ein  Kind.
Osman,  Martha.
Otto,  Johanna  und  Else.
Pa  hlle,  Emma,  Fran,  und  ein  Kir
Pantzier.  Heinfried,  Herr;  zrknd  Frau,  und
zwei  Kinder.
Papke,  HLeunn,  Frau.
von  Papprit.  Gertrud,  Fräulein.
Paul.  Anny,  Frau,  und  ein  Lind.
Paulischek,  Josef,  Herr.
Paulitz,  Margarethe,  Fra
Peddinghaus,  Frieda,  H  und  ein  Lind.
Peiler,  Helene.  Fran.
Perleberg.  August.  Herr.
Peschle,  Camitta-  Frau.
Peter,  Dr.
Pebholz,  ——  Frau,  und  drei  Kinder.

Pienunig,  Frieda.  Frau.

Philipp,  Emil.  Herr.

Pohl,  Hedwig,  Frau.  und  ein  Kind.

Pohlig,  Gertrud,  Frau,  und  ein  Kin  id.

Pries  busch.,  Dorothea  und  Martha.  Fräuleins.
Prieve,  Auna.  Fran.
        <pb n="25" />
        W  23  2

 

 

 

 

 

 

 

223.  Ranniger,  Annamarie,  Frau,  und  drei  Kinder.  255.  Sund,  Paul,  Herr.  it
221.  Rehse,  Frieda,  Frau,  und  drei  Kinder.  276.  Tabor,  Elfrieda,  Schwester.
225.  Reinicke,  Luch,  Frau,  und  zwei  Kinder.  277.  Terfloth,  Helenc,  Fran,  und  zwei  Rinder.
226.  Reunß,  Dr.  Alfred.  Herr  276.  von  Tevenar,  Christa,  Frau,  und  zwei  Kinder.
227.  Rogeler,  Elise,  Frau,  und  ein  Kind.  279.  Thallwitz,  Abert,  Herr.
228.  Möhl,  Charlotte,  Fran.  280.  Thiem,  Mar  der.
229.  Rose,  Frieda,  Frau,  und  ein  Kind.  281.  Thiessen,  Wnelie,  Fran,  und  zwei  Kinder
230.  Rotermund,  Andrea,  Fräulein.  282.  Thurmaun,  Elise.  Frau
231.  Rothe,  Anna,  Frau,  und  Zwei  Kinder.  28.  Troost,  Hertha.  Frau,  un  8  4½%
232.  Rother,  Pauline  Frieda,  Fran,  und  zwei  Kinder.4  Unger,  Elise.  Frau,  und  ein  tin
233  ubinig,  Julic,  Fräulein.  285.  von  Unterrichter,  Frieda,  Fr
231  Ruprecht,  Else,.  Frau.  286.  Vogel,  Ursula,  Haus  Hachier  ean  Karl  Heinz.
235.  Sachsenroder,  Marie  Elise.  Fran.  287.  Volmerin,  Gertha.  !#
236.  Sauer,  Walburger.  Schwester  288.  Voß,  Anna.  Fran,  und  drei  Kinder.
237.  Schaedel,  Gertrud.  Frau,  und  ein  Kind.  289.  Wachsmuth,  Anna,  Frau,  und  zwei  Kinder.
238.  Schäfer,  Sophie,  Frau.  200.  Wagentrutz,  Johann,  Herr.
239.  Schaffrath.  Anna-  Frau.  291.  Wahl,  Adele,  Fräulein.
210.  Scheffler.  Clare  2092.  Wambach,  Helenc,  Schwester.
211  chlolr.  August,  Lerr,  und  zwei  Rinder.  293.  Weber,  Hedwig,  Fam-242
  hlamp,  Auna.  Frau,  und  zwei  Kinder-  294.  Wegner,  Marie,  Fra  6
213.  Schlicke,  Ongo,  Herr:  Frau,  und  zwei  Kinder  295.  We  zrmacher.  ww.  Schwesier.
244.  Schlosser,  Martha.  Frau,  und  ein  Kind.  296.  We  gelt,
215.  Schmelcher,  Frieda,  Frau,  und  drei  Ninder.  7.  Weinberger,  v  oodine,  und  drei  Kinder.
246.  Schmelzeisen.  Therese,  Fran,  und  zwei  Kinder.  298.  Weißer,  Juliana,  Frau,  und  drei  Kinder.
247.  Schmidt.  Ella,  Frau.  ...  299.  Weitershagen,  Anna.
248  Schmidt.  Frieda,  Frau,  und  ein  Kind.  300.  Welzel,  Agnes.
249  Schmodry,  Anna.  Frau,  und  ein  Kind.  301.  Westphal,  Edith.  Frau,  und  ein  Kind.
250.  Schneider,  Helene.  Frau.  302.  Westphal,  Lina.  Frau,  und  ein  Kind.
251.  Schoenfeld,  Else.  Frau.  303.  Wiechert,  Lotte,  Frau.
252.  Schottstedt,  J.  E.  H.,  Herr:  Emma.  Frau.  und  304.  Willmann.  Margarete,  Frau,  und  ein  Kind.
in  Kind.  305.  Winkler,  Margarete.
253.  Schroder,  Maria,  Fran  306.  Winzer,  Lina,  Frau,  und  drei  iwder.
254.  von  Schptter.  Anna.  Frau.  307.  Wirth,  Ella,  Frau,  und  ein  Kin
255.  Schulz,  Anna,  Frau.  308.  Wohlthat,  Luise,  Frau.
2506.  Schuster,  Chriftinc.  Fran,  und  ein  Kind.  309.  Woldd  Elisabeth,  Frau.
257,  schwabe,  Edgar.  Her  310.  Wolf,  Irma,.  Hilde  und  Erna.
258.  Scoparn,  Fulie.  311.  Wolff,  Dr.  Richard,  und  drei  Kinder.
259.  Seidel.  Morie  Frau.  312.  Wunder,  Clara,  Frau.
260  Seifer#.  Minnic,  Frau.  313.  „%  r  —.
»  r  "4  313.  Zacher,  Auguste,  Frau.  !½*5
20|,  eiler  Weline-.  Frau.  i  Riuder.  314.  von  Zadow,  Jrene,  Frau,  und  drei  Rinder.
56  eiter,  Näthe,  Frau.  und  ein  315.  Zahn,  Selma,  Frau,  und  drei  Kin  der.
263.  Selke,  Helene  und  Joachi  "„  Zi
W  bert,  A  nn  Otto.  316.  Zimmermann,  Charlotte.
261.  Senbert,  Anna.  Josef  n  317.  Bimmermann,  Else,  Fräulein.
265  Iv  En  6  314  Zinnecker  Wenzel.  err.
266.  Sperling.  Milhelm,  Herr;  Ella,  Frau,  und  60.  4  0  ei  Rinder
vier  Kinder.  319.  Zoberbier,  Marga,  Frau,  und  zwei  Kinder.
2%  Sikials  *ë  5  Shwerl  kes  ein  Rind.  1  Fremde  Staatsangehörige.
269.  Stietzel.  Meta,  Frau,  und  zwei  Kinder.  #  320.  Rucuzli,  Joham  Jaanes,  Herr  und  Frau
270.  Stobbe,  Cäcilie,  Frau.  und  ein  Kind.  1  Vug  und  drei  K  d  inder
271.  Stöckel,  Friedrich,  Herr.  1321.  Weber,  Ernst,  Herr.
272.  Stübgen,  Johanna,  Helene  und  Friedrich.  322.  Wyß,  Ella,  Frau,  und  zwei  Kinder.
273.  Stürze,  Maria,  Karl  und  Luise.  323.  Panterodt,  Jessic,  Frau,  und  zwei  Kinder.
274.  Styx,  Ella,  Frau,  und  zwei  Kinder.  1.
Literatur-Bericht.
n  Deutsch-Südwestafriku  1913  bis  1915.  Blärter  Aicht  viel  Neucs  ist  C#,  was  dlem  Kennel  von  Südaus

  dem  Nachlaß  von  Rüdiger  Weck,  Uauptmann
  im  (senerulstabe  beim  Kommando-  *  Schutztruppen.
  Berlin  1919.  Veriug  von  Kurl  Sieismund.
  Preis:  keh.  5,50  1,  geb.  7,50  ..

Nicht  dem  Verfasser  selbst  war  s  vergönnt,  seine
Aulzeichnungen  über  Südwestufriku  zu  veröffentlichen.
Für  ihn.  (ier  im  Aürz  1915  einem  beklagenswerten
I’nfall  zum  Opler  ficl.  hat  sich  sein  Vater.  der  Geheime
  Regierungsrat  Professor  Dr.  (iuster  Weeck.  der
dankenswerten  Aufgabe.  unterzogen,  das  Vermüchtnis
seines  Sohnes  der  Opsentlichkeil  ber#unmigareben

l

vestasnlutgclmtcsnnndubekdtcAtchtDank-entom
klteubcmusl-bemvakmc  schüdcnmszonlmUns-fahrt
beimBotretonundDurchquercndetkolomkumltltsr
frisehe  Ton,  der  alle  getreuen  Schilderungen  durehicht,
  machen  dus  Buch  wertroll  und  werden  ihm
einen  I##serkreis  sichern.  Insbesondere  der  hernnwachsenden
  Tugend  kunn  es  wegen  der  horzlichen
und  begeisternden  Worte.  die  der  Verfasser  für  das
deutsche  Neuland  lindet.  Studium

empsohlen  werden.  Bloc

Zum

**5
        <pb n="26" />
        24

Neue  Literatur.)
III.

sammengestellt  in  der  Blbllothek  Reichs-Kolonialemts.

Zus
Die  eingereichten  Bücher,  deren  Aufeählune  uund  Besprechung  s

rdie  Redaktion  durchaus  vorbehilt.  Kerden  unter

Tmständen  Stel  ie  ,

I.  Geschichte  und  Politik.
*  Dernburg:  Unser  Recht  auf  Kolonien.
ause  Das  demokralische  Deutschland.
Ix  1.  Nr.  11.  si
I1n  Alngimilinn  von:  Die  Aorpencha  unscrer
  Kolonialpolitik.  München:  Callwer  1918.  8  S.  8o.
(Ratgeberschriften  d.  Dürerbundes,  II.  1.,  i2
Schippel,  Mas:  Die  Schicksalsstunde  der  deutschen
  Kolonien.

1919.

in:  Sozinlistische  Alonatshelte  1919.  Ix  25.  Bd  52.
S.  137  ff.  (#
*  Weck,  Rüdiger:  In  Deutsch-Sütlwestalrika  19#1#:
bis  1915.  Blätler  aus  dem  Nachlalz.  IIg.  nebst
Cinem  Schlu-ßkapitel  „Der  Kricg  in  der  Koionie  vom
Vuter  d.  Verl.  AMt  Portrüt.  11  Vollbild.  u.  1  Kartcnskizz#.

  Herlin:  Sicgismund  1919.  168  #  §.  14
I.  die  vorstehende  Respreckhungd

*IIandbhueh  der  verfassunggebenden  Deutsehen

Nationalversammlung  Weimuar  1919.  Biographische-Jotizen

  u.  Bilder.  1ng.  rom  Rurenn  l.  Reichstags.
Berlin:  11919  Sitrenfeles.  366  S.  5
*Die  verfassunggelende  Deutse  be  Jntionulrerummlunk.
  lrebemennnn  ihrer  Alitglieder
Invo0n  Georg  Alaus.  (harlottenburg:  Baumann
  1919.  XIVIII.  221  S.  8%.  (6
*  Zur  curopischen  Politik  1897—1911.  U’nreröllentlichte

  Dokumente.  Im  umtlichen  Anftreuge  hrsg.
unter  Leitung  *  Pernhnr  Schwertfeger.  Bd1,  S2.
Berlin:  lobbing  1919.
!Bd  1.  189  24  IIN  n’R  Englisch  Deutscher
iegensatz,  bearb.  von  Wilbelm  Köh
Bd  2.  1905—1907:  n  Kahlesg.  II.
bearb.  von  Bernhurd  Schwertfeger.  ·

II.  Geographie,  Reisebeschreibungen.
Ethnographie,  Archäclogie.
Vacat.

III.  Naturwissenschaften.

!  Behrend,  Fritz:  Die  Stratigraphic  des  östlichen
Tontrulafrika  unter  Berücksichtigung  der  Bezichungen
zu  Südafrika.  Hierzu  1  geolog.  Karte  u.  schichttab.
  Hrsg.  von  d.  Gcolog.  entralstcile  für  die  Dt.
Fchutgebiete.  Berlin:  1918.  (ieolog.  Lundesanstalt.

80.

sNins  zur  geoloz.  Erlorschung  (d.  dl.  Schutzgeb.
  H.  15.)  s

vrr.  I.:  Cirundlinien  der  (iie  und  L’etrokraphie
  des  östlichen  Kalanga.  Alit  4  Tafeln  und
15  Textfig.  Stuttgart:  Schweizerburt  1918.  .

Aus:  Jeuch  #hrbuch  für  Aineralogie  eiluge
  —  Bd  X  6
IV.  Medizin.

Vacat.

V.  Rechtswissenschaft  und  Verwaltung.
Entscheldungen  des  Oberprisengerichts  in  Berlin.

rg.  im  Auftrage  des  Keich  bbo-  ustisamte.  Berlin:
(imientug  1918.  XVII,  411  8  (lo
2  aoe  sind  die  Titel  der  W  eru  hezelchret.  *

ktion  des  Kolonialblattes  eingingen;  mi
17  en,  “'  von  der  Blbllothek  en  lono
künflich  erworben  wur#

 

 

*  Schotte.  Walther:  Der  W'ieg  zur  Gesctzlichkeit.
Die  demokrat.  erftrpunen,  4.  #  eit  m  dt.  Wortlaut.
Berlin:  Engelmann  1919.  In

VI.  nn"me  Gesellschaftswissenschaft

  und  Statistik.

i  Bruck.  W.  F.:  Türkische  Baumwollwirtschaft.
leinc  koloninlwirtschnftliche  u.  -politisehe  Untersuchunn.

Mit  einer  farbigen  Verbreitungs  kartc.  Tenn:  Fischer
1919.  VII.  116  S.  8S0.
(Probleme  1#.  Weltwirtschnft.  29.)  (12

*  Mohr.  Anton:  Der  Kampf  um  Türkisch  -Asien.
Die  Bagdaudbuhn.  Aus  d.  Norwegischen  ins  Deutsche
übertr.  von  Margret  Platzbecker.  Mit  1  Karto
Aleilzen:  Klinkicht  [19191.  160  8.  80  L
*Ensglische  Urtelle  über  die  deutsche  Kolonisationsarbeit.
  Hrsg.  von  A.  Mansfeld  u.  G.  Hildebrandl.
Berlin:  D.  Reimer  I19191.  46  S.  L0.  I
*  MAnnes,  Alfred:  Versicherungs-Sianatsbetrieb  im
Ausland.  Ein  Beitrag  zur  Frage  der  Sozinlisierung.
2.  Aufl.  Berlin:  Sierismund  1919.  128  S.  85.  (1
Tlourtius,  Jonchim:  (iemeinwirtschuFtliche  Ge
Eensützc.  Leipzig:  Veil  &amp;amp;  Campe  1919.  .
(Dringliche  Wirtschaftsfragen,  II.  8.)  8
VII.  Handels-  und  Finanzwissenschaft.
Vacat.

VIII.  Forst-  und  Hauswirtschaft.
Jagd,  Fischerei.

Vuent.

Lund--,

IX.  Bau-  und  Ingenieurwissenschaft.
Ferkehr.
Vaent.

X.  Berg-  und  Hüttenwesen.
Vacat.

XlI.  Gewerbe  und  Industrie.
Vacat.

Unterricht  und  Sprachwissenschaft.
Vacat.

XIII.  Religion  und  Mission.

*Kilger,  Laurenz:  Chrigtliche  Islammission  und
Islumpolitik  im  alten  Ostafr

in:  Zeitschrift  für  —*  issenschaft  1919.  J  9.
I.  1,  S.  16  fk.  *#

*  Trittelrikz,  W.;:  liie  erangelische  Ilission  in
Deutsch-  Ostafriku  am  Ende  des  Kri  ieges

in:  (Fangel.  Aissions-Alagazin  1919,  Jr  63.  Nr.2
J.  33  ff.

XIV.  Schöne  Literatur  und  Kunst.
Vacat.
XV.  Heer  und  Marine.
Vacat.
XVI.  Verschiedenes.
Vucnat.

 

Verantwo  klicher  Redakteur  für  den  nichtamtlichen  Tell:

Oskar  Blesenthal.  Berlin

Verlag  und  Druck  der  Buchbawlung  und  Buchdruckerei  von  E.  S.  Mittler  &amp;amp;  Sohn,  Berlin  8  W  68,  Kochstraße  68—71.
        <pb n="27" />
        Deutsches  Kolonialblatt

Amtsblatt  des  Reichskolonialministeriums.

 

30.  Jahrgang.  Berlin,  den  1.  Juli  1919.  Uummer  7—13.

Diese  J#cilchrift  Pelangt  in  der  Regel  am  1.  und  15.  jedes  Monats  zur  Ausgabe.  Derselben  werden  als  zwanglos  Acheinende,  Beihefte

belgefügt  die  -  Mitteilungen  aus  den  deutschen  Schutzgebieten-.  Herausgegeben  von  Dr.  Marquardsen.  Der  vierel  bört  (  he

Fiesnchbenine.  belrägt  beim  Bin  e  durch  die  Post  2  die  Buddandinngen  AM  4  baa  elt  unter  Steesfban  rt  dle

buchbhandlung:  a)  5.—  für  Deutschland  einschl.  der  deutschen  Schtn  Asebet  und  rreich=  Ungarns,  bd)  .¾  6.—  für  die  0  *

des  Weltpostvereins.  —  Einsendungen  und  ut  Sagen  sind  an  die  Bu-  Cnelen  H  eren  Siegfrked  Mitiler  und  Sohn,
Berlin  8W69,  Kochstraße  68—71,  zu  richten.

 

Inhalt:  Amtlicher  Teil:  Personalien  S.  25.  —  Verlustliste  der  Schutztruppen  S.  29.  —  Nachweisung  der
mit  dem  Dampfer  „Cawdor  Castle“  am  10.  Juni  in  Notterdam  aus  Südwestafrika  eingetroffenen  Angehörigen  der
Landespolizei  und  Beamten  S.  36.

Nichtamtlicher  Teil:  Ein  Werk  deutscher  Kolonisation  in  Fernando  Po  S.  839.

Literatur-Bericht  S.  52.  —  Neue  Literatur  (IV.)  S.  5

 

Einrsds  Ahstlicher  Teile

Dersonalien.

Schutztruppen.
Verfügung  des  Reichskolonialministeriums  vom  22.  April  1919.
Dem  Stabsarzt  Dr.  Lurz  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika  wird  der  Abschied

mit  der  gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  der  bisherigen  Uniform  zum  30.  April
1919  bewilligt.

Dem  Stabsarzt  Dr.  Haupt  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  wird  der  Abschied
  mit  der  gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  der  bisherigen  Uniform  zum
30.  April  1919  bewilligt.

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  29.  April  1919.

Dem  Stabsarzt  Dr.  Radloff  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika  wird  der  Abschied
mit  der  gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  der  bisherigen  Uniform  zum
30.  April  1919  bewilligt.

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  17.  Mai  1919.

Oberleutnant  v.  Hepke  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  wird  zum  Hauptmann
  mit  Patent  vom  24.  Juli  1915  befördert.

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  27.  Mai  1919.
Dem  Oberstabsarzt  Professor  Dr.  Werner  in  der  Schutztruppe  für  Kamerun  wird  der
Abschied  mit  der  gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  der  bisherigen  Uniform  bewilligt.
Dem  Stabsarzt  Dr.  Kuhnle  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  wird  der  Abschied
  mit  der  gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  der  bisherigen  Uniform  bewilligt.
Dem  Stabsarzt  Dr.  Range  in  der  Schuhzruppe  für  Kamerun  wird  der  Abschied  mit  der
gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  der  bisherigen  Uniform  bewilligt.

Der  Stabsarzt  Dr.  Sasserath  in  der  Schutztruppe  für  Südwestafrika  scheidet  mit  dem
31.  Mai  1919  aus  dieser  behufs  Rücktritts  in  preußische  Militärdienste  aus.
        <pb n="28" />
        W  26  20

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  28.  Mai  1919.
Hauptmann  v.  Heigelin  in  der  Schutztruppe  für  Kamerun  wird  zum  Major  mit  Patent
vom  20.  September  1918  befördert.
Der  Hauptmann  Kallmeyer,  bisher  in  der  Schutztruppe  für  Kamerun,  wird  mit  Wirkung
vom  28.  Mai  1919  mit  Gültigkeit  auch  für  das  Friedensverhältnis  im  Füsilier-Regiment  Nr.  36
angestellt.

Von  den  aus  Deutsch-Ostafrika  bzw.  Kamerun  zurückgekehrten  Offizieren
werden  befördert:
Zu  Hauptleuten:

Treuge,  Oberleutnant  der  Reserve  des  Infanterie-Regiments  Nr.  13  (III  Berlin),  jetzt  bei  der
Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika,  mit  Patent  vom  25.  Februar  1915,

Rogalsky,  Oberleutnant  der  Reserve  des  Infanterie-Regiments  Nr.  150  (III  Berlin),  jetzt  bei  der
Schutztruppe  für  Kamerun,  mit  Patent  vom  15.  Dezember  1914,

Merensky,  Oberleutnant  der  Landwehr-Infanterie  1.  Aufgebots  (II  Berlin),  früher  Leutnant  im
Infanterie-Regiment  Nr.  174,  jetzt  bei  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika,  mit  Patent
vom  4.  September  1914;

zum  Oberleutnant:

v.  Scherbening,  Leutnant  der  Reserve  des  Grenadier-Regiments  Nr.  109  ##  Berlin),  jetzt  bei
der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika,  mit  Patent  vom  15.  Juli  1

Kempner,  Leutnant  der  Reserve  des  Infanterie-Regiments  Nr.  46  (II  Gellan  sett  bei  der  Schutztruppe
  für  Deutsch-Ostafrika,  wird  zum  Oberleutnant  mit  Patent  vom  15.  September  1914
und  gleichzeitig  zum  Hauptmann  mit  Patent  vom  15.  Oktober  1915  befördert.

Vortisch,  Leutnant  der  Landwehr  a.  D.,  zuletzt  Leutnant  der  Landwehr-Feldartillerie  1.  Aufgebots
(IV  Berlin),  bisher  bei  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika,  wird  zum  Oberleutnant
mit  Patent  vom  15.  Juli  1915  und  gleichzeitig  zum  Hauptmann  mit  Patent  vom
15.  Juli  1918  befördert.

Sabath,  Vizewachtmeister  (Gelsenkirchen),  jetzt  bei  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika,  wird  zum
Leutnant  der  Reserve  des  Feldartillerie-Regiments  Nr.  43  mit  Patent  vom  15.  August  1914
befördert.

Freiherr  v.  Ledebur,  Hauptmann  der  Reserve  des  2.  Garde-Regiments  zu  Fuß  (IV  Berlin),
bisher  bei  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika,  erhält  den  Charakter  als  Major  mil
Wirkung  vom  22.  März  1917.

Nachrufe.
Dolizelmeister  Duns  .
Der  Polizeimeister  beim  Gouvernement  von  Deutsch-Neuguinea
Herr  Heinrich  Duns,
geboren  am  24.  Dezember  1873  in  Friedrichsau,  Kreis  Schleswig,  hat  am  21.  Februar  1919  als
Feldwebelleutnant  bei  Kabaldiki  in  Kurland  den  Ehrentod  für  sein  Vaterland  erlitten.
Duns  hat  zwar  nur  kurze  Zeit  im  Schutzgebiet  gestanden,  sich  aber  als  ein  treuer  und
pflichtbewußter  Beamter  erwiesen,  dessen  Andenken  stets  in  Ehren  gehalten  werden  wird.
Berlin,  den  15.  April  1919.
Reichskolonialministerium.
Im  Auftrage:
Heinke.
Pezirnsamtmann  Wendt  #(.
Wie  erst  jetzt  festgestellt  worden  ist,  ist  der  Bezirksamtmann  beim  Gouvernement  Deutsch-Ostafrika,

  Leutnant  der  Reserve
Herr  W.  Wendt

nach  schwerer  Verwundung  im  Kampfe  gegen  die  Portugiesen  am  1.  Dezember  1916  im  deutschen
Lazarett  gestorben.
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        W  27  20

Die  Kolonialverwaltung  erleidet  durch  den  Tod  dieses  um  das  ostafrikanische  Schutzgebier
hochverdienten  Beamten  einen  schweren  Verlust  und  wird  ihm  ein  treues  Gedächtnis  bewahren.
Berlin,  den  28.  April  1919.
Der  Reichskolonialminister.
In  Vertretung:
Gleim.

HRofrat  Blank  f.
Am  8.  Mai  d.  Is.  verstarb  der  Hofrat  im  Reichskolonialministerium

Herr  Gustav  Blank
im  53.  Lebensjahre.

Der  Verstorbene,  der  seit  dem  Jahre  1888  dem  Bürttembergischen  Justizdienste  angehörte,
trat  im  Jahre  1894  zur  Kolonialverwaltung  über.  Bis  zum  Jahre  1900  wurde  er  im  Schutzgebiet
Deutsch-Ostafrika  verwendet  und  im  Jahre  1901  in  die  Kolonial-Zentralverwaltung  übernommen.

Die  langjährigen  treuen  Dienste,  die  der  Dahingegangene  dem  Reiche  und  der  Kolonialverwaltung
  geleistet  hat,  sein  liebenswürdiges  Wesen  sichern  ihm  ein  dauerndes,  ehrenvolles  Andenken.

Berlin,  den  15.  Mai  1919.
Der  Reichskolonialminister.
Dr.  Bell.

GCouverneur  a.  D.  von  Schuchmann  f.
Am  6.  Juni  1919  ist  der  frühere  Gouverneur  des  deutsch-südwestafrikanischen  Schutgebiets
Herr  Bruno  von  Schuckmann

in  seinem  62.  Lebensjahre  nach  langem  Leiden,  das  er  sich  im.  Felde  zugezogen  hatte,  durch  den
Tod  abberufen  worden.

Geboren  im  Jahre  1857  als  Sohn  des  Rittergutsbesitzers  Otto  von  Schuckmann  auf  Rohrbeck,
  Kreis  Arnswalde,  trat  er  nach  Ablegung  der  zweiten  juristischen  Prüfung  1886  in  den  Dienst
des  Auswärtigen  Amts  ein  und  wurde  bald  darauf  der  Preußischen  Gesandtschaft  in  Hamburg  zugeteilt.

Nachdem  er  einige  Jahre  in  Chicago  als  Vizekonsul  tätig  gewesen  war,  wurde  er  1890
zum  ständigen  Hilfsarbeiter  im  Auswärtigen  Amt  ernannt  und  trat  hier  als  Dezernent  der  Kolonialabteilung
  zum  ersten  Male  mit  den  deutschen  Kolonien  in  engere  Fühlung,  denen  er  in  der  Folge
seine  Abeitskraft  und  die  besten  Jahre  seines  Lebens  widmen  sollte.

ahre  1891  mit  der  Stellvertretung  des  Gouverneurs  von  Kamerun  betraut,  hatte  er
Gelegenhei,  praktische  Erfahrungen  auf  kolonialem  Gebiete  an  Ort  und  Stelle  zu  sammeln.

895  wurde  von  Schuckmann  zum  Wirklichen  Legationsrat  und  Vortragenden  Rat  im  Auswärtigen
  Amt  ernannt  und  übernahm  kurz  darauf  die  Verwaltung  des  Generalkonsulats  in  Kapstadt.

Die  Wirksamkeit  des  Generalkonsuls  von  Schuckmann  ist  sämtlichen  Deutschen  Südafrikas
in  bester  Erinnerung,  da  nicht  nur  seine  unermüdliche  Sorge  für  die  deutschen  Interessen,  sondern
auch  sein  vorbildliches  und  charaktervolles  Auftreten  als  Deutscher  bei  Deutschen  und  Engländern
gleich  hohe  Anerkennung  fand.  Bei  den  engen  Beziehungen  des  englischen  Kaps  mit  dem  benachbarten
  Deutsch-Südwestafrika  konnte  er  dem  letzteren  manchen  guten  Dienst  erweisen  und  Erfahrungen
sammeln,  die  ihm  später  als  Gouverneur  dieser  Kolonie  sehr  zu  statten  kamen.

9  in  das  Auswärtige  Amt  zurückgekehrt,  wurde  von  Schuckmann  zum  Geheimen  Legationsrat
  ernannt  und  trat  Ende  dieses  Jahres  in  den  einstweiligen  Ruhestand.

im  Jahre  1907  wurde  er  zum  Gouverneur  von  Deutsch-Südwestafrika  ernannt,  das  er
drei  Jahre  lang  verwaltet  hat.  In  diese  Zeit  fällt  der  bekannte  glänzende  Aufschwung,  den  das
bisher  von  Unruhen  schwer  heimgesuchte  Land  in  allen  seinen  Erwerbszweigen  nahm.  Ein  guter
Teil  der  Fortschritte  ist  der  Verwaltung  des  Verstorbenen  zuzuschreiben.  Als  praktischer  Landwirt
brachte  er  besonders  der  Grundlage  des  Landes,  der  Landwirtschaft,  ein  warmes  Verständnis  entgegen
  und  förderte  im  klugen  Ausgleich  der  vielfach  widerstreitenden  Interessen  Viehzucht,  Ackerbau,
Wassererschließung  und  Siedlungswesen  in  unermüdlicher  Fürsorge.  In  gleicher  Weise  betrieb  er

1“
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        W  28  20

die  Förderung  des  mächtig  aufstrebenden  Bergbaus  und  die  Nutzbarmachung  dieses  Erwerbszweiges
für  die  allgemeine  Entwicklung  des  Landes.  Sein  praktischer  Blick  bewahrte  ihn  vor  der  Verfolgung
unerreichbarer  Ziele,  einer  Gefahr,  die  im  Neuland  besonders  grofß  ist.

Im  Juni  1910  nahm  der  Gouverneur  von  Schuckmann  seinen  Abschied,  da  seine  Gesundheit
  den  Anforderungen  des  afrikanischen  Klimas  nicht  mehr  gewachsen  war.  Trotz  seines  hohen
Alters  trat  er  bei  Ausbruch  des  Weltkrieges  als  Kriegsfreiwilliger  ein,  um  seinem  Vaterland  mit
der  Waffe  in  der  Hand  zu  dienen.  Die  Anstrengungen  des  Frontdienstes  legten  den  Keim  des
schweren  Leidens,  das  zu  seinem  Tode  führte.

Seine  Leistungen  und  Erfolge  als  Gouverneur  werden  in  der  deutschen  Kolonialgeschichte
stets  ehrenvoll  anerkannt  werden.  Darüber  hinaus  hat  sich  der  Gouverneur  von  Schuckmann  durch
seine  charaktervolle  Persönlichkeit,  durch  seine  vornehme  Bescheidenheit  und  seine  väterliche  Fürsorge
in  den  Herzen  seiner  Kolonisten  und  Beamten  ein  treues  und  warmes  Gedenken  gesichert.

Berlin,  den  20.  Juni  1919.
Der  Reichskolonialminister.
Dr.  Bell.

Stationsleiter  2.  Klasse  Wostrach  f.k
Am  4.  März  d.  Is.  verstarb  im  Reservelazarett  I  in  Leipzig  der  Stationsleiter  2.  Klasse
Herr  Wilhelm  Wostrack
an  Fleckfieber,  welches  er  sich  als  Gruppenführer  eines  Lazarettzuges  zugezogen  hatte.

Der  Verstorbene  stand  seit  Juni  1900  in  den  Diensten  des  Gouvernements  von  Deutsch-Neuguinea.
  Er  fand  zunächst  Verwendung  als  Lazarettgehilfe.  Am  1.  Juli  1904  wurde  er  mit
der  Wahrnehmung  der  Stelle  eines  Stationschefs  in  Namatanai  betraut,  am  1.  Oktober  1906  zum
kommissarischen  und  am  1.  Oktober  1910  zum  etatmäßigen  Stationsleiter  befördert.  Er  hat  sich  in
allen  Dienststellungen  gut  bewährt  und  sich  stets  als  gewissenhafter,  pflichttreuer  Beamter  erwiesen.

Die  Kolonialverwaltung  wird  sein  Andenken  in  Ehren  halten.

Berlin,  den  21.  Juni  1919.
Der  Reichskolonialminister.
Dr.  Bell.

 

Ernst  Vohsen  .
Am  20.  Juni  d.  Is.  starb  in  Bad  Nauheim  infolge  eines  Herzschlages  der  Konsul  a.  D.
Herr  Ernst  Vohsen,
Inhaber  der  Firma  Dietrich  Reimer  (Ernst  Vohsen).

Der  Verstorbene  war  eine  durch  ihr  Wirken  in  allen  kolonialen  Kreisen  bekannte  und  wegen
seiner  hervorragenden  Charaktereigenschaften  hochgeachtete  Persönlichkeit.  Den  Interessen  der  deutschen
Schutzgebiete  war  der  größte  Teil  seines  Schaffens  und  seiner  Arbeitskraft  gewidmet.  Als  Mitglied
des  Kolonialrates  und  später  der  Landeskundlichen  Kommission  fand  er  Gelegenheit,  seine  reichen
Kenntnisse  zum  Besten  des  deutschen  Kolonialreiches  zur  Geltung  zu  bringen.  Sein  Verdienst  war
es,  die  ersten  Schritte  zur  Entwicklung  einer  deutschen  Kolonialkartographie  zu  tun  und  diese  in
seiner  Firma  auf  einen  Standpunkt  zu  bringen,  der  die  ungeteilte  Bewunderung  des  In-  und  Auslandes
  gefunden  hat.

Durch  einen  tragischen  Zufall  ist  Herr  Vohsen  gerade  in  den  Tagen  vom  Leben  abberufen
worden,  in  denen  mit  der  vernichtenden  Entscheidung  über  das  Schicksal  des  deutschen  Kolonialreiches
auch  sein  Lebenswerk  getroffen  wurde.  Aber  so  wenig  ein  Gewaltakt  der  Feinde  den  kolonialen
Gedanken  in  Deutschland  unterdrücken  kann,  ebensowenig  können  die  Verdienste  des  Verstorbenen
vergessen  werden.

Berlin,  den  26.  Juni  1919.
Der  Reichskolonialminister.
In  Vertretung:
Dr.  Gleim.
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        W  29  20

Verlustliste  der  Schutztruppen.

(Vgl.  „Deutsches  Kolonialblatt“  Nr.  5/6,

S.  17,  Jahrg.  1919.)

Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika.
1.  In  Aus  und  Tüderitzbucht  gestorben:

 

 

 

 

 

 

 

 

1.  Unteroffizier  Anton  Schwengler,  3.  Battr.,2.  Gefreiter  Otto  Lier,  7.  Kp.,  31.  10.  1918.

17.  10.  1918.  33.  Gefreiter  Wilhelm  Lenker,  3.  Kp.,  81.  10.  1918.
2.  Gefreiter  Dietrich  Kipp,  1.  Kp.,  20.  10.  1918.  34.  Sergeant  Paul  Looke,  4.  Kp.,  1.  11.  1918.
3.  Sergeant  Friedrich  Adomeit,  10.  Kp.,  21.  10.  1918.5.  Reiter  Karl  Immel,  1.  Kp.,  2.  11.  1918.
4.  Vigefeldwebel  Hermann  Kohg,  3.  Kp.,  22.  10.  1918.6.  Vizefeldwebel  Lorenz  Knapp,  9.  Kp.,  2.  11.  1918.
5.  Gefreiter  Wilhelm  Schläger,  3.  Battr.,  22.10.  1918.37.  Bezirksfeldwebel,  Friedrich  Müller,  10.  Kp.,
6.  Gefreiter  Bruno  Kluge,  5.  Kp.,  23.  10.  1918.  2.  11.  .  »
7.  Gesreiter  Fritz  Hartmann,  8.  Kv.,  23.  10.  1918.88.  Gefreiter  Leopold  Fischer,  3.  Kp.,  3.  11.  1918.
8.  Sergeant  Hugo  Dumschat,  6.  Kp.,  24.  10.  1918.9.  Gefreiter  August  Bobe,  1.  Kp.,  3.  11.  1918.
9.  Vigefeldwebel  Robert  Strube,  10.  Kp.,  24.  10.1918.  40.  Gefreiter  Emil  Schröder,  3.  Kp.,  4.  11.  1918.
10.  Gefreiter  Paul  Herrmann,  6.  Kp.,  24.  10.  1918.41.  Gefreiter  Hermann  Kölmel,  5.  Kv.,  4.  11.  1918.
11.  Gefreiter  Jahamn  Lomberger,  6.  *  24.  10.1918.42.  Gefreiter  Clemens  Neubaner,  2.  Kv.,  6.  11.  1918.
12.  Gefreiter  Ernst  Hörnke,  8.  Kp.,  10.  1918  48.  Vizefeldwebel  Wilhelm  Jasker,  5.  -*'d  7.  11.  1918.
13.  Sergeant  Adolf  Weiß,  .  Kp.,  552  o.  1918.  44.  Unteroffizier  Josef  Rohe,  1.  Battr.,  11.  1918.
11.  Unteroffizier  Johann  Borchert,  6.  Kp.,  26.10.1918.45.  Gefreiter  Willi  Nietschker,  4.  Kp.,  au#n  1918.
15.  Vigefeldwebel  Valentin  Müller,  5.Kp.,  25.10.1918.46.  Unteroffizier  Heinrich  Krawitz,  10.  Kv.,  9.  11.  1918.
16.  Gefreiter  Willi  Pennewiß,  4.  Kp.,  26.  10.  1918.7.  Unteroffizier  Hans  v.  Gfug,  2.  Battr.,  10.  11.  1818.
17.  Ge  reiter  Heinrich  Althainz,  1.  Kv..  26.  10.  1918.48.  Unteroffigier  Otto  Hett,  2.  Battr.,  14.  11.  1918.
18.  Unteroffizier  Wilhelm  Coenen,  10.  Kp.,  27.10.1918.9  Unteroffizier  Otto  Donndorf.2.  Battr.,  15.  11.19138.
19.  6  erererauuniVererhänsel=  3,Saftr.  2--10  10  .  50.  Sergeant  Bruno  Leonhardt,  2.  Battr.,  15.  11.  1918.
20.  Gefreiter  Wilhelm  Rabe,  fne  0  51.  Gefreiter  Alfred  Geunermann,  V.  I.,  16.11.1918.
21.  Reiter  Johann  Wetsch,  3.  K.,  52.  Ge  reiter  Willi  Sesen,  V.  Z.  I.,  11.  Wis
22.  Gefreiter  Hermann  Gutmacher,  tu  30  1918.  53.  Gefreiter  Johann  Stephan,  5.  *  19.  11.  1918.
23.  Gefreiter  Max  Laurin,  7.  Kp.,  1918.  54.  Unteroffizier  Hans  Junghaus.  2  Battr.  „26.  11.  1018.
24.  Unteroffizier  Paul  Jungsclaus,  5  5  #en  0.  1918..  Fel  webel  1ohamn  Kasparick,  Kdp.  Schtir.
25.  Reiter  Franz  Mahler,  8.  Kp.,  29.  10.  1918.  23.  10.
26.  Gefreiter  Vottlob  Kübler,  2.  A  30.  10.  1918.  56.  Siunhel  Piodrich  Loos,  10.  Kp.,  5#  10.  1918.
27.  Gefreiter  Paul  Onickert,  2.  Kp.,  30.  10.  1918.  57.  Gefreiter  Karl  Amelung,  9.  Kp.,  1.  1918.
28.  Gefreiter  A  FWidert,7.  8.  Kp.,  30.  10.  1918.  58.  Waffenrevisor  Heinrich  Fuhrberg,  211  10.  1918.
29.  Unteroffizier  Emil  Herrmamn,  *Pv  .  10.1918.59.  Unteroffizier  August  Mellis,  8.  Kp.,  16.  12.  r-30.
  Gefreiter  Ernst  Weber  G.  r.  91.  60.  Vizefeldwebel  Ednard  Hassenstein,  V.  Z.  1
31.  Reiter  Bernhard  Viee.  5  5  .  Kp.,  110  n#e  27.  10.  1918.

Major  Ritter.

zus.
Major  Graf  v.  Saurma-  Jeltsch.

 

 

 

 

2.  Nach  Deutschland  ausgetauscht:

Oberstleutnant  Franke.  Oberleutnant  v.  Loßnitzer.
Oberleutnant  Lührsen.
Oberleutnant  Pieper.
Oberleutnant  Gutbier.

Obere  Militär-Beamte.

itt.

  

r-9

Major  Baus
Hauptmann  Kruege
Hauptmann  Rothma  l  er.
Hauptmann  Berlin.
Hauptmann  Müller  (Erich).
Hauptmann  Mannhardt.
Hauptmann  Virmond.
Hauptmann  v.  Münstermann.
Hauptmann  Poeppl.
Hauptmann  Brock.
Hauptmann  Schoepffler.
dauptmann  Hausding.
Llauptmann  v.  Huber-Liebenau.
wlauptmann  v.  Ro  ell.
dauptmann  Vorbe
banptmann  Neisnen  Freiherr

v.  Lichtenstern.
Oberlentnant  v.  Oelha  fen.
Oberleutnant  Schmetzer.
Oberleutnant  Freiherrv.  Schade.
Oberleutnant  Heimerdinger.
Oberleutnant  v.  Glasenapp.

 

——..————

 

Oberleutnant  Meyer.
Oberlentnant  Schumann.

 

 

 

Pr#n  ’ds  n

 

Oberleutnant  Hartmann.
Oberleutnant  Strehle
Oberleutnant  Babte.
Oberleutnant  Fell.
Leutnant  Ziehm.
Leutnant  v.  Dewitz.
Leutnant  Willmann.

 

 

Feuerwerks-Offiziere.

Feuerwerks-Hauptmann  John.
Fenerwerks-Oberleutnant  Rosen-Veterinär-Offiziere.



     

Fuchs.
Sommerfeld.
Land.

 

   

rban.
Ferner  vom  inaktiven  Dienststande.
Oberlentnant  d.  Landwehr  v.  Hülst.
HOberleutnant  der  Reserve  Hi
Leutnant  a.  D.  F

Veterinär  der  Reserve  r.  ÿ  roppe.
Feldpost-Obersekretär  Matzdorf.

 

Adler,  Hermann,  Unteroffizier.
Austel,  Felix,  Gefreite
Baschke,  Josef.  Ser  bant.
Bartels,  Adolf,  Gefreiter.
Bartelt,  Paul,  Gefreiter.
Bauch,  Marx,  Gefreiter.
Vär,  Gustov,  Gefreiter.

,  Hugo,  Gefreiter.
Srer.  Rudolf,  Gefreiter.
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        Bernhardt,  Emil,  Gefreiter.

Berthel,  Georg,  Vizefeldwebel.

Litterwolf,  Severin,
56  ga  ch-  Paul,  Sergcant.

Lnschlener,  e  .
Bormann,  Sihr  Gefreiter.
Böhm,  Anton,  Gefreiter
Böker,  Hermann,  Gefreiter.
zrendel,  Artur,  Unteroffizier.
rettschneider.

ufe.  Richard,  Gefreiter.
Zuhr,  Karl,  Gefreiter.
zuchsbaum,  Arno,  Gefreiter.
zutgereit,  Johann,  Gefreiter.
irkner,  Christof,  Gefreiter.-rünning,
  Otto,  Gefreiter.
Frückner,  Johann,  Gefreiter.
zänisch,  Friedrich,  Gefreiter.
laus,  Paul,  Gefrei
laußnitzer,  Eerreit  (Gefreiter.
hoscewa,  Michael,  Gefreiter.
Damake,  Friedrich,  Gefreiter.
begelmann,  Alfred,  Gefreiter.

Gernuzezeisen#e##s  iec3

dibowski,
donner,  5  Unteroffizier.
dragon,  Thomas,  Unteroffizier.
dndeck,  Karl,  Unteroffizier.
Ousowski,  Bruno,  Gefreiter.
Düsterhöft,  Julius,  Gefreiter.
Ehlers,  Hartwig,  Gefreiter.
Entreß,  Albert,  Gefreiter.
Ermich,  Wilhelm,  Gefreiter.
Fröhling,  Otto,  Gefreiter.
Frick,  Wilhelm,  Reiter.
Gantert,  Jakob,  Gefreiter.
Glowka,  Johann,  Gefreiter,
Goralski,  Friedrich,  Vizefeldwebel.
Grimm,  Oskar,  Unteroffizier.
Hähnel,  Paul,  Gefreiter.
Häle,  Wilhelm,  Unteroffizier
Heiligenthaler,  Franz.  „Gefreiter
Hernicht,  Paul,  Gefreit
Hedel,  Wilhelm,  Gesreiter.
Hochmuth,  Emil,  Gefreiter.
Harms,  Albert,  Sergeant.
Holzhüter,  Wilhelm,  Reiter.
Jambor,  Franz,  Gefreiter.
JFensen,  Rudolf,  Unteroffizier.
Kalinowski,  August,  Gefreiter.
Klein,  Emil,  Gefreiter.
Kleinke,  Karl,  Gefreiter.
Klüssendorff,  Heinrich,  Vizefeldwebe


 

EILLLLLILO

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Koschützke,  Diengoit,  Gefreiter.
Konopka,  Friedrich,  Gefreiter.
Kolmsee,  Friedrich,  Gefreiter.
Köller,  Andreas,  Gefreiter.
Kubere  hk.  Paul,  Gefreiter.
Kroll,  Hori  Gefreiter.
Leisgang,  Johann,  Gefreiter.
Nann,  Robert,  Reiter
Mandlinger,  Anton,  Sergeant.
Nüller,  Paul,  Sergeant.
keumeister,  Walter,  Gefreiter.
Oldenburg,  Heinrich,  Vizefeldwebel.


 

Gefreiter.

Wilhelm,.  Gefr.
rucherseifer,  Heinrich,  Gefreiter.

 

W  30  20

Palt,  Paul,  Sergeant.
Pascherat,  Franz,  Sergeant.
Pehl,  Albert,  Vizefeldwebel.
Peschel.  Friedrich,  Reiter.
Peter,  August,  Gefreiter
Peters,  August,  Bgeseldwebel.
Pommerenke,  Franz,  Sergeant.
Radttke,  Albert,  Gefreiter.
Ritter,  Julius,  Gefreiter.
Ruddigkeit,  Otto,  Reiter.
Simon,  Wilhelm,  Gefreiter.
Slawig.  Wilhelm,  Ferheamt.
Speck.  Max.  Sergeant

 

Szunski,  Adolf,  Gefreiter.
Schenerlein,  Ferdinand,  Feldwebel.


Schniter,  Josef,  Unteroffizier.
Schulz,  Wilhelm,  Vizefeldwebel.
Staerck.  Matthias,  Gefreiter.
Teutloff,  Hermann,  Gefreiter.
Walther,  Friedrich,  Vizefeldwebel
Watmöbold,  Louis,  Gefreiter.
Wilke,  August,  Gefreiter.

Wiza.  Johann,  Reiter.

Wölk,  Erntt.  Feldwebel.

Blumberg,  Konrad,  Unteroffizier.
Borrmann,  Richard,  Unteroffizier.
Bäcker,  Bernhard,  Unteroffizier.
Bitter,  Fritz.  Gefreiter.
deierling,  Heinrich,  Sergeant.
Dantzer,  Walter,  Unteroffizier.
xterbrink,  Emil,  Gefreiter.
rante,  Robert,  Sergeant.
essel,  Franz,  Bizefeldwebel.
alkenburg,  Heinrich.  Gefreiter.
ischer,  Martin,  Gefreiter.
iliheif.  Karl,  Sergeant.
fPaul,  Gefreiter.
6  art  Richard,  Gefreiter.
Gießübl,  Johann,  Gefreiter.
Häfelinger,  Wilh.,  Unteroffizier.
Harmann,  Hugo,  Gefreiter.
Horn,  Martin,  Hefreiter.
Haak,  Johann,  Reite
Igel,  Georg,  Vizeseido“  webel.
Janitzkowski,  Emil,  Gefreiter.
Kulk,  Robert,  Feldwebel.
Knapp,  Peter,  Unteroffizier.
Kaltenhäuser,  Alfred,  Gefreiter.
Kraft,  Georg,  Gefreiter
Kuntze,  Wilhelm,  Gefreiter.
Knauer,  Louis,  Gefreiter.
Küfner,  Max,  Gefreiter.
Kreutz,  Hermann,  Gefreiter.
Köglmeier,  Vitus,  Gefreiter.
Knorr,  Heinrich,  Gefreiter.
Kurgz,  Wilhelm,  Gefreiter.
Krose,  Max,  Gefreiter.
Knieß,  Georg,  Gefreiter.
Koch,  Karl,  Gefreiter.
Kurtz,  Vernhard,  Reiter.
Kofliski.  Alois,  Unteroffigier.
Lamm,  Friedrich,  Gefreiter.
Lang,  Franz,  Gefreiter.
Lippold,  Georg,  Gefreiter.
Lutze,  Nichard.  gssrsiter.
Lenk,  Otto,  Reiter.
Langhans,  Ungu,  unterofftzier.
Lis  W  ka,  Teofil,  Unteroffizier.

 

 

Mahlke,  Friedrich,  Unteroffizier.
Mariensetd  Karl,  Unteroffizier.
Mathe,  Arno,  Gefreiter.
Mußmann,  Max,  Gefreiter.
Mörs,  Adam,  Gefreiter.
Müller,  Friedrich,  Gefreiter.
Münch,  Josef,  Unteroffizier.
Mohr,  Friv,  Gefreiter.
Mahler,  August,  Reiter.
Mistler,  Friedrich,  Reiter.
Moyer,  Johann,  Reiter.
Müller,  August,  Sergeant.
Nikolczik,  Paul,  Gefreiter.
Neser,  Heinrich,  Gefreirer.
Neubert,  Albert,  Gefreiter.
Puppel,  August,  Vizefeldwebel.
Probst,  Valentin,  Gefreiter.
Ribbe,  Karl,  Unteroffizier.
Rath,  Hermann,  Gefreiter.
Rembold,  Otto,  Gefreiter.

Reich  ardt.  Whtzeln,  Gefreiter.
Reichart,  Jakob,  Gefreiter.
Röllich,  Richard,  Gefreiter.
Roth,  Ferdinand,  Gefreiter.
Riedel,  Josef,  Gefreiter.
Vizefeldwebel.

Vizefeldwebel.
Gefreiter.

 

Gefreiter.

v.  Zi
*  #

Amann,  Georg,  Sergeant.
Anacker.  Friedrich,  Sergeant.
v.  Bargen,  Johann,  Sergeant.
Betz,  Karl,  Unteroffizier.
Bellack,  Friedrich,  Reiter.
Carstens,  Karl,  Gefreiter.
Dannowski,  August,  Reiter.
Di  ittberner.  Mar,  Sergeant.

agers,  August,  Sergeant.
Ssru  „docc,  Sergeant.

sfeld,  Karl,  Reiter.

Si  ersb  e  ra,  Robert,  Reiter.
        <pb n="33" />
        Eisenhardt,  Gottlob,  Reiter.
Fellmann,  Oskar,

Gefreiter.
Foertsch,  Hernam.  Bizefeldwebel.
reit

Folske,  Erich,

Frangeschi,  Krtueh  VGekeeiter.
Friedrich,  Arnold,  Feldwebel.
Fritz,  Wilhelm,  Reiter.
Ganzer,  Erich,  Unteroffizier.
Guckuk,  Artur,  Gefreiter.
HOaase,  Otto,  Vigzefeldwebel.
Herrigk.  Edwin,  Gefreiter.
Ounka,  Heinrich,  Gefreiter.
Huster,  Ewald,  Vizefeldwebel.
Jakazt,  Heinrich,  Vizefeldwebel.
NSürgens,  August,  Reiter.
Kalz,  Michael,  Reiter.
Kanert,  Augugt,  Gefreiter.
Kauf.  Paul,.  Gefreiter

Kirstein,  Heinrich,  Leiewe

Klausch,  Mar,  Gefr#
Kleemann,  Hugo,
Klinkert,  Karl,  Gefreiter
Koppel,  Angust,  Meseldwebel.
Kroppen,  Peter,  Unteroffizier.
Krüger,  Otto,  Gefreiter.
Kuhn,  Georg,  Gefreiter.
Kluge,  Oswald,  Gefreiter.
Lamotte,  Fritz,  Gefreiter.
Lange,  Johannes.  Reiter.
Langguth,  Karl,  Reiter.
Lasinski,  Josef,  Reiter.
Lesch,  Reinhold,  Reiter.

Losch,  Alfred,  Reiter.

Lutz,  Heinrich,  Reiter.
Lüdtke,  Robert,  Vizefeldwebel.
Marschall,  Julius,
Margnardt,  Erich.  Rei
Meißner,  Hermann,  —-Moll,
  Erhardt,  Gefreiter.
Möllecken,  Gerhardt,  Gefreiter.

Mulareäle  Stanislaus,  Gefreiter.

üller  1  Friedrich,  Gefreiter.
Müller  III,  Max.  Gefreiter.
Naumann,  Johann,  Gefreiter.
Viemis-  o  Gesreiter
Oechsner,  Georg.  9
8  euline  iche  greh  ier.
Peper,  Paul.  Vigefeldwebel.

Petschel,  Hermann,  Bizeseldwebel.

Pinschke,  Willy,  Gefre
Pöschel,  Albert,  eireile
Prostka,  Karl,  Reiter.
Pünter,  Karl,  Reiter.
Reinhardt,  Dilhelm,  Gefreiter.
Reikowski,  Franz,  Reiter.
Rölle,  Hubert,  Reiter.
Smarsly,  Franz,  Reiter.
Sehnert,  Richard,  Gefreiter.

Sommermeyer,  Kurt,  Gefreiter.

Schädlich,  Otto,  Vitefeldwebel.
Scheinert,  Paul,  G

Schmidt,  Johannes,  6

Schneider,  Franz,  9

Schorr,  Jakob,  Reit  aei
Schulg,  Otto,  Reiter.
Scheel,  Richard,  Reiter.
Schnoor,  Karl,  Reiter.
Stenzel,  Gustav,  Reiter.
Teschner,  Hermann,  Reiter.
Tiltmann,  August,  Gefreiter.

iterieroffigier,

Unterofizier.

 

W  31

Trzeschewski,  Karl,  Gefreiter.
Twardawa,  nhaardt,  Reiter.
Uhlig,  Max-  Gefreiter.
Unger,  Wilhelm,  Gefreiter.
lehla,  Bernhard,  Gefreiter.
Vendt,  Ernst,  Reiter.
Vierjahn,  Bernhard,  Gefreiter.
Wahle,  Albert,  Gefreiter.
Weise,  Friedrich,  Gefreiter.
Weißbach,  Kurt,  Unteroffizier.
Weißhampel,  Ernst,  Gefreiter.
Wilke,  Richard,  Gefreiter.
Wohlers,  Hans,  Gefreiter.
Wolf,  August,  frriter
Woest,  Willy,  Reiter.
Jimmermann,  Ferhinand,  Gefr.
immermann,  Josef,  Sergeant.
iegele,  Nobert,  Gefreiter.
Zun#h.  Karl,  Gefreiter.

*is  *i*»ß
*

Albien,  Friedrich,  Unteroffizier.
Banduhn,  Albert,  Gefreiter.
Baumgärtner,
Behr,  Otto,  Unteroffizier.
Benkau,  Karl,  UInteraizier.
Bohne,  Alfred,  Feldwebel.
Bode,  Emil,  Reiter.
Böhl,  Willy,  Gefreiter.
Braun,  Karl,  Reiter.
Blinn,  Jakob,  Vizefeldwebel.
enek,  Adam,  .
Blaß,  Robert,  Gefreiter
Carstensen,  Haus,  Un  rerroffizier
Dege,  Wilhelm,  Unteroffizier.
Dembeck,  Wladislaus,  Sergeant.

Derlowkti.  Antonius,  Gefreiter.

Domrös,  Adolf.  Gefreiter.
Dobbek,  Paul,  Gefreiter

Ditjurgeit,  Eduard,  Vefeldwebel.

Eichberger,  öriedrich.  Gedreiter.
Eltus,  Alfred,  Gefrei

Engelin.  Hermann,  *i‘
Exner,  Otto,  Gefrei

Fischer  III,  Johemr  brreier
Flink,  Frieduich  Gefreite
Freier  II,  Johann,  Erfreiter.
Friedrich  Paul,  Gefreiter.
Frieser,  Conrad.  Gefreiter.
Fischer,  Bruno,  Vizefeldwebel.
Gasß,  Martin,  Gefreiter.
Gabler,  Elemens.  Unteroffizier.

Glück,  Gustav.  Gefreiter.

Glockner.  Milhelm.  Reiter.
Göller,  Fritz,  Gefreiter.
Goenigk,  Emil,  Gefreiter.
Götzen,  Wilhelm,  Gefreiter.
Göpel,  Linus,  Unteroffizier.
Grewin,  Fritz.  Gefreiter.
Grimm,  Peter,  Gefreiter.
Großer,  Arthur.  Gefreiter.
Guschmasch,  Albert,  Gefreiter
Handke,  Max,  Vizefeldwebel.
Hauser,  Gebhard,  Reiter.
Hansen,  Georg,  Unteroffizier.
Hedwig,  Walter,  Gefreiter.
Hemberle,  Wilhelm,  Gefreiter.
Heuschke,  Alfred,  Geiter.
Hermans  Fritz,  Gefreiter
Küll  brock,  Heinrich,  Gesreiter.
einrich,  Friedrich,  Sergennt.

Friedrich,  Gefr.

 

Hamer,  Robert,  Gefreiter.

Jannek,  Otto,  Gefreiter.

Jantzen,  Otto,  Gefreiter.

Kalläne,  Oswald,  Gefreiter.

Kaufmann,  Martin,  Gefreiter.

Kasimirz,  Johann,  Unteroffizier.

Kleine,  Erich,  Sergeant.

Klein,  Paul,  Gefreiter.

Knie,  Otto,  Gefreiter.

Krug,  Reinhold,  Gefreiter.

Kusch,  Eduard,  Gefreiter.

Kuß,  Karl,  Gefreiter

Kostrozewa,  Michael,  Gefreiter.

Lehmann,  Gustav,  Bizewachtmeister.


Laskowski,  Franz,  Gefreiter.

Langer,  Oskar,  Unteroffizier.

Löffler,.  Max,  mnteroffizier.

Maas,  Albert,  Reiter.

Mally,  Paul,  Gefreiter.

Meier,  Fritz.  Gefreiter.

Müller,  Ernst,  Sergeant.

Marx.  Max,  Gefreiter.

Nagel,  Josef,  Vigefeldwebel.

Pape,  Otto,  Feldwebel.

Pospich,  Leonhard,  Unteroffizier.

Puff,  Peter,  Sergeant

Reisener.  August,  Vieesesdverbel.

Reschke,  Arthur,  Gefreiter

Richter,  Albert,  Goriteier

Riber,  Haus,  t

Sendzil,  Wüelm,  Fizefeldwebel.

Smit,  Heinrich,  Vizefeldwebel.

Souron,  albert,  Unteroffizier.

Schaller,  Otto,  Gefreiter.

Schmid,  Ferdinand,  Gefreiter.

Stöhr,  Hermann.  Unteroffizier.

Venske,  N  Albert.  Gefreiter.

Wörner,  Joseph,  Gefreiter.

Waschüga,  Franz,  Reiter

2V  .  Thomas,  Vizefeld- 



berc  inski.=-issing,

  Georg,  Sergeant.
Wacker,  Karl,  Reiter.

*  2

2
Baumeister,  Heinrich,  Gefreiter.
Belkner,  Heinrich,  Gefreiter.
Becker,  Franz,  Gefreiter.
Blaut,  Wilhelm,  Gefreiter.
Brückmann,  Karl,  Sergeant.
Bluthardt,  Julius,  Gefreiter.
Brugger,  Bernhard,  Gefreiter.
gok.  Peter,  Vizefeldwebel.

Deger,  Georg,  Gefreiter.
Eysselein,  Georg.  Unteroffizier.
Feyerherd,  Wilhelm,  Gefreiter.
Kaser,  Edmund,  Reiter.
odzik,  Josef,  Gefreiter.
öpfert,  Max,  Sergeant.
roßmann,  Max,  Reiter.
Gröblinghoff,  Rris,  Unteroffizier.
Gruber,  Georg.  1  iuteroffizier.
Haasfe-  Georg.  Gefreite
Heller,  Wilhelm,  Vheefeldwebel.
Herrmann,  Johann,  Unteroffizier.
Höchel,  Willy,  Gefreit
Hutschreuter,  hHarle  !“*é  #
Jahn,  Paul,  Gefreit
Jantzen,  August,  Gefreiter.  .
JeferskLLefeti,Gefreitei-.-.
        <pb n="34" />
        Kalweit,  Franz,  Gefreiter.
Klarek,  Stanislaus,  Reiter.
Konitz,  Wilhelm,  Gefreiter.
Köhler,  Eduard,  Feldwebel.
König,  Ernust,  Reiter.

Körber,  Hermann,  Sergeant.
Kircheis,  Konrad,  Gefreiter.
Lagershausen,  Karl,  Reiter.
Liegmann,  Johann,  Gefreiter.
Lö  f  fler,  Josef,  Vizefeldwebel.
Lücke,  Otto,  Vizefeldwebel.
Majewski,  Josef,  Vizefeldwebel.
Markgraf,  Nobert,  Reiter.
Meike,  Franz,  Gefreiter.
Meyer,  Heinrich,  Vizefeldwebel.
Mi  chalo  wiecz,  Wladislaus,  Geplreiter.

  4l  August,  -
Möbus,  Wilhelm,  Reiter.
autsch,  Karl,  #Aizefelpwebel.
eher,  Christian,  Gefreiter.
iklas,  Robert,  Sergeant.
owack,  Hermann,  Reiter.
Petersen,  Sönke,  Gefreiter.
Peitz,.  Emil,  Gefreiter.
Pfeiffer,  Hermann,  Gefreiter.
Piontek,  Johann,  Unteroffizier.
ahnefeld,  Hugo,  Sergeant.
dteinhardt,  Peter,  Unteroffizier.
enz,  Eberhard,  Gefreiter.
togall,  Hans,  Reiter.
koßmann,  Gerhard,  Gefreiter.
hbecke,  Stanislaus,  Gefreiter.
Röhlinge  Ernst,.  Gefreiter.
Max,  Gefreiter.
Reif.  Paul,  Gesreiter.
|ê5qal,  Anton,  Gefreiter.
betzer,  Robert,  eirziter,
2s5ibert,  Willy,  Gefreit
egiebenhar.  anl)  Ter  abwebel.
kibba,  Wilhelm,  Sergeant.
kkibba,  Friedrich,  Reiter.
scchäfer,  Josef,  Reiter.
child,  Oskar,  Gefreiter.
öchneider.  Georg.  Gefreiter.
ichmitt,  Gustav,  Reiter.
pbach,  Jakob,  Reiter.
schulz.  Karb,  Reiter.
Schwark,  Anton,  Gefreiter.
Steppke,  Franz,  Gefreiter.
Stechert,  Otto,  Reiter.
Teigeler  Wilhelm,  Sergeant.
Tiede,  Hermann,  Reiter.
Tischer,  Rudolf,  Gefreiter.
Töns,  Josef,  Gefreiter.
Tschirner,  Hermann,  Gefreiter.
Weiland,  Michel,  Gefreiter.
ilde.  Hermann,  Sergeant.
Will  lfurth,  Hans,  Gefr
Winkler,  Richard,  Selrüner.  del.
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Zink,.  Josef,  Gefreiter.
Zwack,  Josef,  Gefreiter.

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Abraham,  Paul,  Gefreiter.
Bach,  Arthur,  Sergeant.
Buß,  Karl,  Unteroffizier.
Böhr,  Fritz,  Gefreiter.

 

G  32  20

Bergert,  zite  ½
Bleck.  Wilhelm,  Reite
Biermann,  Erich,  Reiter.
hrobok,  Ludwig,  Gefreiter.
durst,.  Johann,  Vizefeldwebel.
Ehrentraut,  Erwin,  Gefreiter.
Franke,  Franz,  Reiter.
Fischer,  Max,  Unteroffizier.
ischer  II,  Heinrich,  Reiter.
rau,  Friedrich,  Sergeant.
roßhenny,  Julis,  Gelreiter.
rieß,  Heinrich,  Gefreiter.
166,  Johann,  Gefreiter.
utsahr,  Rudolf,  Gefreiter.
ärtner,  Peter,  Gefreiter.
osch,  Johann,  Reiter.
ugart,  Heinrich,  Reiter.
ünther,  Max,  Reiter.
roth,  Paul,  Reiter.
Henning,  Stat,  Unteroffizier.
Hamann,  Ernst,
Hartung,  Paul,  Niter.
Heinrich,  Alfred,  Gefreiter.
Höhlein,  Franz,  Gefreiter.
Hollandmoritz,  Hermann,  Reiter.
Hilse,  Hermann,  Gefreiter.
Kind,  Wilhelm,  Vigefeldwebel.
Köthe,  Louis,  Vizefeldwebel.
Krüger,  Ernst,  Bieeleldwebel.
Kucharski,  Josef,  Reiter.
Krautwald,  Alfred,  Reiter.
Kuhne,  Karl,  Unteroffizier.
Krebs,  Paul,  Gefreiter.
Kitzing,  Franz,  Feldwebel.
Killge,  Albert,  Gefreiter.
Lüdke,  Franz,  Gefreiter
Nenning,  Heinrich,  Gefreiter.
Netzger,  August,  Vizefeldwebel.
leichert,  Karl,  Gefreiter.
—Sanio,  Jakob,  Unteroffizier.
eäechneider,  Ernst,  Unteroffizier.
Schumann,  August,  Gefreiter.
Steiting,  Kouradin,  Vizefeldwebel.
—efteglich,  Willy,  Sergeant.
Jopel,  Richard,  Gefreiter.
Bendt,  Wilhelm,  Gefreiter.
Lischnewski,  August,  Gefreiter.
Zimmer,  Albert,  Gefreiter.

*  *

##

 

In

 

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2
Ahlert,  Karl,  Feldwebel.
Attenberger.  Leonhard,

off
bbben.  Nichard  Gelteiter.
Ascher,  Heinrich,  Gefrei
Bunds  hul.  Ludwig,  itern  webel.
Wilhelm,  Bizeseldwebel.
onrad,  Sergea
Buchmann,  Jakob,  Ueteroffizier.
Blödorn,  Bernhard,  Gefreiter.
Burg,  Karl.  Gefreiter.
onrads,  Friedrich,  Unteroffizier.
friedemann,  Gustav.  Sergeant.
elix.  Georg,  Gefreiter.
friedrich,  Josef,  Gefreiter.
uchs,  Karl,  Gefreiter.
ricke,  Friedrich,  Gefreiter.
zerke,  Gustav,  Gefreiter.
Gerling,  Gustav,  Gefreiter.
Guttmann,  Johannes,  Gefreiter.
Hotopp,  Hermann,  Vizefeldwebel.

 

Unter- 



Hartmann,  Johann,  Unteroffizier-Heinrich,
  Albert,  Gefreiter.

old,  Gefreiter.
Jeg  e  le,  August,  Vizefeldwebel.
Köberlein,  Leonhard,  Vizefeldwebel.


Kieling,  Martin,  Vizewachtmeister.
König,  Franz,  Vizefeldwebel.
Koch,  Friedrich.  iseleldwebel.
Kiefer.  Karl.  Bizefeldw

Krause,  Reinhold,  Maftel  el.
Kramm,  Franz,  Sergeant.
Kämmerer,  Heinrich,  Gefreiter.
katschanowski,  Bruno,  Gefreiter.
kofnyt,  Martin,  Reiter.

&amp;amp;  öhler,  Friedrich,  Gefreiter.
Kröger,  Franz,  Gefreiter.
Krüger,  Johaunes,  Gefreiter.
Lindrath,  Friedrich,  Unteroffizier.
Laser,  Otto,  Peieriter.
Langhorst,  August,  Gefreiter.

4  ondkowski,  Bruno,  Gefreiter.
Meißner,  Karl,  Vizeseldwebel.

-P  Heinrich,  Vizefeld- 



Mayerhöfer,
webel.

Moker,  Heinrich,  Sergeant.
Mund,  Bernhard,  Sergeant.
Maus,  Friedrich,  Gefreiter.
Michael.  Ottomar,  Gefreiter.
Milke,  Karl,  Gefreiter.
Meyer,  Johann,  Gefreiter.
Millotat.  Otto,  Reiter.
Miodek,  Franz,  Gefreiter.
Mohrmann,  Hugo,  Gefreiter.
ull,  Hermann.  Gefreiter.
Naurot,  Leon,  Gefreiter.
Ni  oaa.  Peter,  Gefreiter.
Nolß,  Johann,  Gefreiter.
Opel,  August,  Reiter.
Otte,  Joseph,  Gefreite
Paszehr,  Hans,  Unteroffigier.
Payonk,  Johann,  Gefreiter.
Peesz,,  Heinrich,  Gefreiter.
Petersen,  Otto,  Reiter.
Popp,  Georg,  Gefreiter.
Potyralla,  Joseph,  Gefreiter.
Polowczak,  Johann,  Gefreiter.
Reinke,  Paul,  izeieldwebel.
Rahn,  Friedrich,  Rei
Reetz,  Walter,  Hohcster.
Remus,  Paul,  Gefreiter.
Rentsch,  Robert,  Gefreiter.
Reising,  Franz,  Reiter.
Roschig,  Emil,.  Gefreiter.
Ryszka,  Franz.  Gefreiter.
Reinecke,  Richard,  Gefreiter.
Rochel,  Anton,  Reiter.
Saalfrank,  Philipp,  Gefreiter.
Siegel,  Reinhold,  Gefreiter.
Sander,  Karl,  Gefreiter.
Seifert,  August,  Gefreiter.
eidel,  Martin,  Gefreiter.
Sowitzli,  Franz,  Gefreiter.
elwis,  Michael,  Hefreiter.
Schlombs,  August,  Reite
Schmelz,  Ri
Schur,  Bernhard,  Gefreiter.
Schäfer,  Heinrich,  Gefreiter.
Schröder,  Otto,  Gefreiter.

9
        <pb n="35" />
        Schröder,  Johenn.  Gefreiter.
S  cröe  Bz.  Karl,  Reit

Schröker,  Gustav,  Nekter.
Schwanecke,  Albin,  Reiter.
Ktarzynski,  Franz,  Gefreiter.
S5tenzel.  Willi.  Gefreiter.
Städter,  Gustav,  Reiter.

—eftern.  Gustav,  Gefreiter.

Thye,  Heinrich,  Gefreiter.
Treger,  Wilhelm,  R

Wolnik,  Woleslaus,  erfe  dwebel.
Wäser,  Wilhelm,  Mingroffiier.
Wachholz.  Karl,  Gefrei

Werner,  Franz,  Gesteiter-Wenk,

  Otto,  Gefreiter.
Weihmann,  Otto,  Gefreiter.
Weinberger,  August,  Gefreiter.
Wiese,  Ernst,  Gefreiter.
Wüstefeld,  Heinrich,  Gefreiter.
Waniek,  Anselm,  Gefreiter.
Zimmermann,  Joseph,  Vizefeld- 



webe
Mit  Lorens.  Gesreiter.

Vbrysgensiti:,  Her,  Sergeant.
Balslimke,  Josef.  Gefreiter.
Barthel,  Hermann,  Vizefeldwebel.
Brokopp,  Hugo,  izeseld  ldwebel.
Bukowski,  Franz,  Reite
Cwielong,  Johann,  ncrofizier.
Dettlaff,  Josef,  Gefreit

Freiholz,  Robert,  Gereirer.
Giller,  Heinrich,  Sergeant.
Gläser,  Kurt,  Feldwebel.
Gnatowski,  Josef,  Gefreiter.
Greupner,  Frang,  #cteelbwebel.
Grusdt,  Gustav,  Unteroffizier.
Hansmann,  Heinrich,  Gefreiter.
Helbig,  Amand,  Sergeant.
Heynen,  Josef,  Reiter.

Höhne,  Wilhelm,  Gefreiter.
Kahlert,  Karl,  Unteroffizier.
Laiser.  Haus,  Gefreiter.
Kammer.  Friedrich.  Unteroffizier.
ämmer,  Richard,  Vizefeldwe
keßler,  Andreas,  Gefreiter.
doppetsch,  August,  Gefreiter.
kopischke,  Ernst,  Unteroffizier.
kramer,.  Walter,  Gefreiter.
tuchenbecker,  Paul,  Sergeant.
aube,  Paul,  Vizefeldwebel.
ippert,  Max.  Gefreiter.

oges.  Gustav,  Reiter.

ux,  Johann,  Unteroffizier.
Maciyewski,  Bruno,  Gefreiter.
Meister,  Heinrich,  Gefreiter.
Moormann,  Bernhard,  Reiter.
Noskopp,  Vosef,  Gefreiter.
Nörchen,  Albert,  Unteroffizier.
Nühlfriedel.  Ernst,  Reiter.
Nüller,  Josef,  Gefreiter.
Nettvogel,  Arno,  Gefreiter.
'#2owak,  Stanislaus,  Gefreiter.
"tersen,  Konrad,  Reiter.
ziechowiak,  Johann.  Gefreiter.
inkel,  Karl,  Unteroffizier.

ort.  Ludwig,  Gefreiter.
öhlmann,  Fritz.  Gefreiter.
saedecke,  Otto,  Gefreiter.  «
Redes,  Nax.  Reite  ·

MUMID24- 



 

eq-sa-0-q-93-- 



W  33  20

Riecke,  Friedrich,  Gefreiter.
Riek,  Edwin,  Unteroffizier.
Rochlit,  Robert,  Gefreiter.
Rohe,  Bernhard,  Reiter.

Rote,  Johannes,  Gmnterosfizier.
Rudnik.  Franz,  Gefreiter.
Rundshagen,  Hermann,  Feldwe


niddris,  Adolf,  Gefreiter.
Roß,  Erich,  Unteroffizier-—5torra,
  Gustav,  Sergeant.
belke,  Hermann,  Gefreiter.
Skubb,  Rudolf,  Gefreiter.
.5piering,  Otto,  Gefreiter.

Schindler,  Paul,  Reiter.
Sliwinski,  Josef=  Gefreiter.

 

|ôcehnücker,  hirchern  Gefreiter.
höne,  Ernst,  Reiter
echumacher,  Georg,  Sergeant.
|5ächüdtke,  Otto,  Gefreiter.
chippert,  Albert,  Gefreiter.
—e5till,  Johann,  Gefreiter.
—êbtupat,  Wilhelm,  Reiter.
Stratmann,  Karl,  Gereiter.
Thelen,  Walter,  Gefreite

 

5

 

 

Thiemann,  Nobert,  i“oe

Turm,  Wilhelm,  Gefreiter
Uhl,  Johann,  Gefreiter.
Ukat,  Franz,  Gefreiter.
Bogel,  Johann,  Gefreiter.
Waßmann,  August,  Gefreiter.
Wengel,  Georg,  Sergeant.
Wilke,  Franz,  Vizefeldwebel.
Wiesnewski,  ranz,  Reiter.
Wittau,  Paul,  Vizefeldwebel.
Wyrowsli,  Gustav,  Gefreiter.
Wrangel,  Otto,  Reiter.
Zemitzsch,  Willy,  Reiter.
Ziebe,  Albert,  Reiter.

2  .
Adam,  Karl,  Gefreiter.
Böhm,  Max,  Unteroffizier.
Brodersen,  Julius,  Gesreiter.
Czeczatka,  Johann,  Sergeant.
Eisenrith,  Jese-  Unteroffizier.
Ewert,  Karl,  Gefreiter.
Fiedler,  Heinrich,  Unteroffizier,
Hilpert,  Rudolf,  Sergea
Herbst,  Viktor,  kusergem
Heinig,  Arno,  Gefreiter
Kehren,  Karl.  Feldwebel.
Konietzny,  Frad.  Unteroffizier.
Koitsch,  Arthur,  Unteroffizier.
Kranz,  August,  Unterosfizier.
Kissel,  Valentin,  Gefreiter
Kleemann,  Wilhelm,  Getreiter.
König,  Albert,  Gefreiter
Kummer,  Friedrich,  Gefreiter.
Krausc,  Josef,  Vizefeldwebel.
Ludl,  Kaver,  Vizefeldwebel.
Langner,  Reinhold  Sergeant.
Lemke,  Friedrich,  Sergeant.
Lübbert,  Karl,  Sergeant.
Laskowski,  Ernst  Unteroffizier.
Ladkau,  Paul,  Gefreiter.
Lange,  Karl,  Gefreiter.
Lehmann,  Frit,  Unteroffizier.
Lemke,  Paul,  Gefreiter.

chamrowski,  August,  Gefreiter.

ki.  Franz,  Gefreiter.

 

Lendorf,  Ernst,  Gefreiter.

Lenz,  Max,  Gefreiter

udwig,  Nikolaus,  Gefreiter.
Neinka,  Karl,  Unteroffizier.
Nalkowski,  Felix.  Unteroffizier.
Nayer,  Peter,  Unteroffizier.
undt,  Walter,  Unteroffizier.
ünch,  Erich,  Unteroffizier.
rächerlein,  Friedrich,  Gefreiter.
athiszik,  Ludwig,  Gefreiter.

 

dau,  Max,  literoffzi  ier.
iebei.  Heinrich,  eneier.
W  Ernst,  Gefrei

erchot,  Ignatz,  kiserininr.
ziingler.  Eduard,  Gesreiter.
iontkowski,  Konrad,  Gefreiter.
reißer,  (Leo,  G#efreiter.
afferodt,  Josef,

edel,  Theodor,  aaaesten
nke,  Hermann,  Vizefeldwebel.
delein,a  Michael,  Bizefeldwebel.
Nhode,  Karl,  Unteroffizier.
inkel,  Friedrich,  Gefreiter.
eitz,  Heinrich,  Vizefeldwebel.
perl,.  Michael,  Unteroffizier.
ander,  Heinrich,  Gefreiter.
Siebe,  Johannes,  Gefreiter.
Slabodda,  Franz,  Gefreiter.
Suhr,  Friedrich,  Gefreiter.

5  zesny,  August,  Gefreiter.
|eächmitt,  Nikolaus,  Unterosfizier.
öchenle,  Karl,  Sergeam

rn,  Bruno,  —
eöchener,  Julius,  Unteroffizier.
eöchlles,  Friedrich,  Gefreiter.
cchliwinski,  Franz,  Gefreiter.
Ernst,  Gefreiter.
huhoff.  Oito,  Gefreiter.
hütt,.  Franz,  Gefreiter.
|eäechwarz.  Hermann,  Gesreiter.
chwind,  Karl,  Gefreiter.
.eöchulze,  Otto,  Gefreiter.
„ôtenzel,  Heinrich,  Vizefeldwebel.
Stachel,  Johann,  Unteroffizier.
Stoerper.  Franz,  Unteeroffizier.
Stahn,  Benno,  Gefreite
Theißen,  Wilhelm,  Linceroffizier.
Trödler,  Walter,  tunteroffizie-.
Thierbach,  Paul,  Gefreite
Thönnessen,  Wilhelm,  Erfreiter.
Tittel.  Otto,  Gefreiter.
Tolksdorf,  Hermann,  Gefreiter.
Th  ümler,  Friedrich,  Reiter.
Tretter,  aniel,  Reiter.
Ulrich,  Friedrich,  Sergeant.
Ueltzhöffer,  Julius,  Gefreiter.
5  Anastasius,  Vizefeldwebel.
Walter,  Frang,  Unteroffizier.
Weidenbach,  Johann,  Gefreiter.
Wisniewski,  Kourad,  Gefreiter.
Wollert,  Willy.  Gefreiter.
Waslowsti,  Gustav,  Reiter.
Werner,  Emil,  Gefreiter.
Zeise,  Gustav,  Vizefeldwebel.
Zeich,  Karl,  Unteroffizier.

—-—-- 



 

 

 

D

 

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4%%  %

 

 

*
Abraham,  Friedrich,  Zigefeldwebel.
Adler,  Hermann,  Reite

2
        <pb n="36" />
        Andrzejewski,  Narzu  Gefreiter.
Albrecht.  #rthur,  Sergeant.
Bader,  August,  Reiter.
Bixa,  Alois,  Unteroffizier.
Breitner,  Franz,  Gefreiter.
Boos,  Anton,  Gefreiter.
Wrisee  linterofftzer
Czisch,  Paul,  Sergea
David,  Johann,  e
Demant,  Emil,  e  freiter.
Deike,  Erich,  iter.
Dombo  ws  nn
Dressler,  Alfred,  Vizefeldwebel.
Döpner,  Ernst,  Feldw  geled
Dulk,  Wilhelm,  Gefreiter.
Ehmer,  Mathes,  Vize  Eleldwebel.
Sngeler.  edrich,  gefre  reiter.
Epstude,  Max,  Gefreiter.
Feberich,  Karl,  Gefreiter.
ärtner,  Richard,  Reiter.
Gebauer,  Robert,  Feldwebel.
Geitz,  Johann,  Unteroffizier.
Graefen,  Emil,  Unteroffizier.
Heinemann,  Heinrich,  Vizefeld-H

  o  ffma  nn,  Heinrich,
w  bel.

dschuh,  Josef,  Unteroffizier,

Lan  Johann,  Serg

ermann,  Otto,  geant.
Jäger,  Edwin,  Feldwebel.
Janke,  Otto,  Wachtmeister.
Jahn,  Johannes,  Vizefeldwebel.
Kramp.  Hermann,  Unteroffizier.
Krüger,  Friedrich,  Unteroffizier.
Erüer,  Wilhelm.  Gefreiter.

Kessel,.  Erich,  lnteroffizier.
Krahe,  Otto,  Reiter.
Korona,  Wilhelm,  Unteroffizier.
Kulla,  Gustav,  Gefreit
Kuchenbecker.  Trnga,

offizier.
Liening,  Gustav,  Feldwebel.
Mroß,  Heinrich,  Vizefeldwebel.
Meß,  Nobert,  Unleroffizier.
Malinowski,  Hermann,  Vizefeldwebel.


Reif.  Karl,  Vizefeldwebel.
Rockstroh,  Walter,  Feldwebel.
Radom,  Max.  Feldwebel.
Salomon,  Paule  Sergeant.
Siter,  Otto,  Sergeant.
Szorez,  Marzell,  Sergeant.
Schramm,  Artur,  Gefreiter.
Schott.  Johann,  Gefreiter.
Stiller,  Oskar,  Gefreiter.
Subbe,.  Karl,  Unteroffizier.
Stadler,  Wilhelm,  Feldwebel.
Triebel,  Christian,  Gefreiter.
Tyghessen,  Max.  Gefreiter.
Unger,  Friedrich,  Feldwebel.
Viel,  Friedrich,  Unterosfizier.
Vogel,  Karl,  Unteroffizie
Voigtlander  nn  Gereter
Wendt,  Walter,  Feldwe
Wennerich.,  Karl,  4ebel
Wollny,  Alfons,  Sergeant.

Vizefeld-=Unter-





W  34  20

Weichbrodt,  Paul,  Unteroffizier.
Zell,  Nohamnes,  Sergeant.

1

     

Bruno,  Unteroffizier.
Gefreiter.

Gefreiter.

Mahlte.  Franz,  Gefreiter.

Mahrt,  Heinrich,  Unteroffizier.
Marcineck,  Michael,  Reiter.

Mohnen,  Josef,  Gefreiter.
Mordau,  Walter,  Unteroffizier.
Müller,  Karl,  Unteroffigier.
Müller,  Georg,  Gefreiter.
Mün  nich,  Karl,  Gefreiter.
Neumann,  Emil,  Gefreiter.
Neumann,  Mar.  Gefreiter.
Otterbach.  Leonhardt,  Reiter.
Pachur,  Josef,  Gefreiter.
anske,  Paul,  Unteroffizier.
Pehl.  Friedrich,  Unteroffizier.
Unteroffizier.
Plötz,  Wilhelm,  Unteroffizier.
Preul,  Otto,  Gefreiter.
Quaschner,  Paul,  Reiter.
Richter,  Paul,  Unteroffizier.
Rieß,  Wilhelm,  Unteroffizier.
Reinke,  Albert,  Unteroffizier.
Rudolf.  Friedrich,  Unteroffizier.
Serfling,  Albin,  Reiter.
Sperwin,  Albert,  Unteroffizier.
Schimmich,  Ernst,  Reiter.
Schindler,  Paul,  Unteroffigier.
Schmahl,  Martin,  Unteroffigier.
Schmerling.  Karl,  Weeate.
Schneider.  Ernst,  Unteroffigier.
Schnell,  Otto,  Unteroffizier.
Schönherr,  Gustav  Reiter.
Schrieber,  Wilhelm,  Unteroffizier
Steigner,  Friedrich,  Unteroffizier.
Steinbach,  Paul,  Geire  iter.
Stenzel.  Emil,  Gefreiter.

 

 

 

 

Still,  Peter,  Unteroffizier.
Timmermann,  Karl,  Gefreiter.
Utz.  Karl,  Unteroffizier.
Bollberg,  August,  Sergeant.
Walm,  Albert,  Reiter.
Walta,  abertie  Gefreiter.
Warkus,  Friedrich,  Gefreiter.
Weißmantel,  Adolf,  Reiter.
Woyke,  August,  Unteroffizier.
Wieder,  Josef,  Sergeant.
Zäther,  August,  Sergeant.
Zimmermann,  Rudolf,  Gefreiter.

1#  #

r—*

Andersen,  Christian,  Unteroffizier.
Aulenbacher,  Karl,  Unteroffizier.
Bauer,  August,  Unteroffizier.
Barth,  Peter,  Sergeant.
Baczik,  Jakob,  Perreiter.
Benner,  Max,  Rei
Sensch,  Alfred,  —
Zerwald,  Gerhard,  Unteroffizier.
erczynski.  WMilhelm,  Gefreiter.
latt,  Reinhold,  Unteroffizie
Zorchert,  Wil  helm,  ih“i5
Zobert,  Mar,  Sergeant.
Blum,  Nobert,  Unteroffizier.
1  rumbt,  Julius,  Reiter.
Burhenne,  Karl,  Reiter.
Buck,  Gotthilf,  Unteroffizier.
Vothe,  Paul,  Unteroffizier.
Cjaja,  Paul,  Vizewachtmeister.
Cjaja,  Andreas,  Unteroffizier.
Cwigk,  Franz,  Vizewachtmeister.
C  laußen,  Thomas,  Unteroffizier.
2
ĩ

#

deinas,  Karl,  Sergean
Düsch,  Rudolf.  Hergeant
Falkenberg,  Friedrich,  Unteroffizier

Belir-  Paul.  Gefreiter.
Fischer,  Karl.  Sergeant.
Gaede,  Fritz,  Gefreiter.
Gerth,  Otto,  Unteroffizier.
Gnädig,  Isidor,  Gefreiter.
Groppe,  Johann,  Gefreiter.
Grunert,  Hans,  Gefreiter.
Grosser,  Willy,  Gefreiter.
Gsell,  Adolf.  Vizefeldwebel.
Hake,  Wilhelm,  Unteroffizier.
Harms,  Siefke,  Gesreiter,
Hauke.  Arno,  Unteroffizie
Heinlein,  Ferdinand,  Gesreiter.
Heibel,  Ewald,  Gefreiter
Henze,  Hermann,  Unterossizier.
Herrmann,  Richard,  Unteroffizier.
Hocker,  Wilhelm,  Feldwebel.
Horsch.  Hermann,  Gefreiter.
Horn,  Hermann,  Unteroffizier.
Hinz,  August,  Unteroffizier.
Immler,  Hermann,  Gefreiter.
Jander,  Paul,  Unteroffigier.
Jetter,  Eugen,  Unteroffizier.
Vendreie  zak,  Leonhardt,
offiz
Jüahe  Pibn  Unteroffizier.
Jurk,  Adolf,  E  Gefreiter
Klewin,  Wilhelm,  Unteroffizier.
allngmann,  Heinrich,  Unter- 



Unter-3e

  höceer.  Georg,  Unteroffizier.
Komor,  Franz.  Unteroffizier.
        <pb n="37" />
        Kowalewsky,  Josef,I  Hnteroffizier.
kreiß,  Maximilian,  Serg
Kruska,  Ludwig,  Gesterter
rüger,  Paul,  Gefreiter.
Krysczynski,  Unteroffizier.
Link,  Adolf,  Unterojfizier.
Loer,  Karl,  Unteroffizier.
Meile,  Emil,  Sergeant.
Meißner,  Willy,  Gefreiter.
Mielenz,  Friedrich,  Sergeant.
Vetgebaurr.  Reinhold,  Unter-MWs

  Paul.)
Poller  Wateir  iiteramse
Kitichl  e,  Otto,  reiter.

Richter,  Oslar,  Arnmete-Seiffert,
  Emil,  Sergea
Starks,  Karl,  re  e
Sternagel,  Max,  Vizewachtmeister.
Waldek,  Karl,  Unteroffizier.
Weigt,  Karl,  Gefreiter.

1  r*

Arndt,  Georg,  Vezirksfeldwebel.
Bitterlich,  Alfred,  Bezirksfeldwebe


auscher,  Fritz,  nterofüizier.
Jarton,  Paul,  Gefrei

lank,  Fris,  25
Jorgmann,  Karl,  Reiter.
Zrauer,  Paul,  Unteroffizier.
raun,  Edmund,  Gefreiter.
Frakonier,  Andreas,  Gefreiter.
zurfeind,  Claus,  Sergeant.
ybulla.  Gottlieb,  Gefreiter.
Dederding,  Heinrich,  Sergeant.
Oöring,  Wilhelm,  Unteroffizier.
Sast.  Richard,  Unteroffizier.
Feldmann,  Gerhard,  Unteroffizier.
weind,  August,  Sergeant.

först,  Friedrich,  Vizewachtmeister.

 

 

Gegsse#2

5

 

Grau,  Christian,  imeroffizier.
Grau,  Otto,  Gef
Grube,  Karl.  Guetert
dänisch  Gustav,  Unteroffigier.
Harnisch,  Otto,  Vigewachtmeister.
Hahn,  Hermann,  Sergeant.
Henseleit,  August,  Wachtmeister.
Holzmacher,  Heinrich,  Vizewachtmeister.

Hoffmann.  Oswald,  Unteroffizier.
Jorzig,  Johann,  Unteroffizier.
Jakob.  Reinhold,  Gefreiter.“
Kahn,  Arthur,  Sergeant.
Kammerer,  Johann,  Gefreiter.
Rämmer,  Andreas,  Unteroffizier.

Kerscheck,  Samnel,  BAigewachtmeister

Klei  .  "  o  i  e  u,  Richard,  Vizewacht-Koch,

  Wich,  Unteroffizier.
Körner,  Michel,  Gefreiter
Kleinbeck,  Jakob,  Unteroffizier.
Krause,  Eduard,  Unteroffizier.
Krüger,  Otto,  Anterofizier.
Lauke,  Erich,

Lauterbach,  Heter  Reiter.
Löwe,  Paul,  Vizewachtmeister.
Lübke,  Erich,  Unteroffizier.
Lecsscha,  Franz,  Unteroffizier.

Marschall,

Frank,  Wilhelm,  Vigewachtmeister.

 

W  35  20

Mann,  Heinrich,  Reite
Hermanm,  Vizewacht-=meister.

Marr.  Theodor,  Unteroffizier.
Mauch,  Hermann,  Unteroffizier.
Martach,  Konrad,  Gefreiter.
Morawitz,  Johann,  Unteroffizier.
Musiglo  wsi.  Stanislaus,  Unteroffiz

Mül  l  e  r  Wilhelm,  Bigemachimeister.
Müller.  Gustav,  reiter.
Mecke.  Paul,  Gefrei
Moll,  Wilhelm,  ol-Neumann,
  Fritz,
O  riulos,  Viktor,  Unsgroffizerr.
HOetzel,  Joseph,  Gefreiter
Pa  kie,  Rudolf,  Gefreiter.
Reimann,  Emil,  Gefreiter.
Rimkus,  Albert,  Unteroffizier.
v.  Rönne,  Hermann,  Unteroffizier.
Roß,  Karl,  Unteroffizier.
Senbert,  Haus,  Gefreiter.
S  bonntag.—  Gustav,  Unteroffizier.
Sowart,  Ernst,  Unteroffizier.
Seyja,  Valenlin,  Unteroffizier.
Schä  fer,  Joseph.  Wewochtmeister.
(

 

 

 

 

charf,  Heinrich,  Sergeant
Heinrich,  Ge-8

  berger,  Auton,  Gefreiter.
—echenk,  Franz,  Gefreit
Iöchmidt,  Arno,  Lielsssofftzier.
cher,  Rudolf,  Unteroffizier.

räder,  Soepl,  Gefreiter.
|5öchroff,  Friedrich,  Gefreiter.
echolick,  Richard,  Sergeant.
Stahl.  Paul,  Vizewachtmeister.
Stabel,  Georg,  Gefrei
Feiner,  Johannes,
mei

Baeien,  Karl.  Unteroffizier.
Striethorst.  Fritz,  Unteroffizier.
Stüwe,  Hermann,  llmnteroff#zier.
Teich,  Richard,  Unteroffizier.
Treder,  Bernhard,  Sergeant.
Tuschke,  Friedrich.  Sergeant.
Unruh,  Robert,  Unteroffizier.
Wagner,  Hermann,  Unteroffizier.
Wagner,  Albin,  Gefreiter.
Wagner,  Otto,  Reiter.
Wallis,  Richard,  Unteroffizier
Wegener,  Hermann,  Unteroffizier.
Weber,  Marx.  Gefreiter.
Weikert,  Rudolf.  Gefreiter.
Weidner,  Daniel,  Unteroffizier.
Weiland,  Vernhard,  Unteroffizier.
Weiland,  Franz,  Vizewachtmeister.
Weißbaupt.  Anton,  Unteroffizier.
Wilhelm,  Reiter.
,Richard,  Gefreiter.
Witigh.  Hermann,  Unteroffigier.
Wolle,  Paul,  Unteroffizier.
Wurster,  Franz,  Gefreiter.

erna,  Paul,  Unteroffizier.
Zährer,  Karl,  Vizewachtmeister.

scharmayinat,

w  coa

 

 

Aà

 

 

Szewocht-Bräse,

  Hermann  Unteroffizier.
Bentz,  Adolf,  Unteroffizier.
Burkhardt,  Eduard,  Unteroffizier.
Borriß,  Gottlieb,  Gefreiter.

 

Bisbort,  Richard,  Gefreiter.
Buchauer,  Josef,  Gefreiter.
Bendix,  Erich,  Gefreiter.
Bauer,  Emil,  Feldwebel.
Dittes,  Wilhelm,  Unteroffizier.
Feldmann,  Louis,  Gefreiter.
zünther,  Richard,  Vizefeldwebel.
aletzka,  Peter,  Gefreiter.
Gasde,  Arthur,  Gefreiter.
Gremmel,.  Friedrich,  Gefreiter.
leer,  Hentenn  Gefreiter.
(  eit,  Emil,  Gefreiter.

rnn,  oh  beireiter.

[.  Max.  Unte  ier.
Haida,  Johann,  Vfeefelsner  el.
Heigl.  Georg,  S

iii

ean

danisch,  Bliet  linteroffizier.

Heimberger.  Paulus,  Unteroffizier.



Hille,  Paul,  Gefreiter.

vorn,  Maryan,  Gefreiter.

Itrich,  Alois,  Gefreiter.

Jeske,  Franz,  Gefreiter.  .

rause,  Ernst,  Vizefeldwebel.

kunz,  August,  Gizewachtmeister.

ilima,  Paul,  Gefreiter,

kannt,  Fritz,  Gefreiter.

Leichel,  Richard,  Gefreiter.

Liedtke,  Fritz,  Vizefeldwebel.

Lehmann,  Bernhard,  Vizefeld-N


vebel.
Markert,  Willi,  Gefreiter.
Meuche,  Walter,  Feldwebel.

 

—

Nieschulze,  Hermann,  Vizefeldwebel.

Nitsche.  Hermann,  Unteroffizier.

Oefner,  Wilhelm,  Unteroffizier.
Peiiun.  Friedrich,  Vizefeldwebel.
Paustian,  Emil.  Wachtmeister.

Roß,  Paul,  Vizefeldwebel.
Ritter,  Alfred,  Vizefeldwebel.
Rabedi,  Johann,  Ünteroffizier.
Röchling,  August,  Unteroffizier.
Risse,  Friedrich,  Unteroffizier.
Schulz,  Paul,  Vizefeldwebel.
Scharschmidt,  Paul,  Vizefeldwebel.


Schmitt,  Ludwig.  Unteroffizier.
#chneiverbanger,  Andreas,  Gefreiter


Weistgerber.  Milhelm..  Unter-Wellag
  Gustav,  Unteroffizier.
Wermelinger,  Enugen,  Gefreiter.
Zirwes,  Peter,  Sergeant.

1

Erich,  Wachtmeister.
Angust.  Vizewachtmeister.
Barth.  Emil,  Vizefeldwebel.
Bischof,  Anton,  Vizefeldwebel.
Buhrke,  Franz,  Vizefeldwebel.
Christensen,  Jakob,  Gefreiter.
Dieterichs.  Walter,  Aizefeldwebel.
Dittmer,  Valentin,  Gefreiter.
Ehrentraut,  Wilhelm,  Sergeant
Eisenhardt,  Paul,  Unterofsizier.
nders,  Julius,  Unteroffizier.
Fedler,  Bernhard,  Vizefeldwebel.
Gauer,  Eugen,  Unteroffizier.
Gumprecht,  Martin,  Unteroffizier.

20“

Adam,
Albin,
        <pb n="38" />
        Gricksch,  Pugo,  Gefreiter.
Grünagel,  August.  Sergeant.
onscha,  Karl,  ergeant.

1.  udkowiak,  Franz,  Bisefeldwebel.
ochen,  Rudolf,  Reite

änsch,  Karl,  Gefreiter.

dahnt,  Edwin,  Vizefeldwebel.
Kirsch,  Otto,  ünteroffizier.
Klatt.  Robert,  Vizefeldwebel.
Kölbach,  Hermann,  Unteroffizier.
Krabiell,  Friedrich,  Gefreiter.
Krause,  Wilhelm,  Gefreiter.
Kurrat,  Karl,  Gefreiter.

durz,  Walter,  Vizefeldwebel.
kurka,  Paul,  Unteroffizier.
Lauer,  Johann,  Unteroffizier,
dauterfing,  Johann,  Vizefeldw


ebel.

imbach,  Alfred,  Gefreiter.
oose,  Oskar,  Bezirksfeldwebel.
orenz,  John,  Feldwebel.

urk.  Georg,  Unteroffizier.

öhr,  Karl,  Unteroffizier.

äle,  Reinhold,  Unteroffizier.
arcinak.  Wladislaus,  Gefreiter.
arggraf,  Friedrich,  Gefreiter.
attik.  Karl,  Gefreiter.

ause,  Heinrich,  Gesreiter.

ichel  „Paul,  Unteroffizi

rigce  e
eier,  Otto,

tieter,  Nemolk)  werfeldwebel.
owak,  Emil,  Sergeant.
Orbeck.  Rudolf,  Vizefeldwebel.
Rehm,  Rudolf,  Sergeant.
Reimann,  Albert,  Gefreiter.
Ringe,  Baptist,  Sergeant.

——

 

 

S-S„#SS

 

 

 

W  36

Rose,  Friedrich,  Gefreiter.
Sand,  Franz,  Gefreiter.
Sälzer,  Otto,  Unterofizier.
Schemmel,  Karl,  Sergean
Schlaucher,  Johann,  Tiem
Schneider,  Alois,  Sergea
Schretzmann,  Poilipp,  WWefelo.
webel.
Schroer,  Hermann,  Vizefeldwebel.
Standtke,  Wilhelm,  Unteroffizier.
Stehling,  Christian,  Gefreiter.
Stepputtis,  Franz,  Reiter.
1  Johann,  Sergeant.
Ulbrich,  Fose  Feldwebel.
Wedtstein,.  Rudolf,  Gefreiter.
Weigelt,  Wilhelm,  Gefreiter.
Wieland,  Friedrich,  Gefreiter.
Winkler,  Otto,  Unterofigier.
Wolff,  Hionrad.  Sergeant
Zehner,  Alfred,  Uünteroffizier.
Zillikens,  Josef,  Vizefeldwebel.
Zuchowsky,  Stanislaus,  Gefreiter.
2  *

 

Brümmer,  Max,  Waffenmeister.
Biesler,  Walter,  Waffenmeister.
Deichelbohrer,  Josef,  Maschinengewehr-Abteilung.

Döring,  Edwin,  Oberfeuerwerker.
Falco,  Theodor,  Unterzahlmeister.
Feja,  Emil.  Waffenmeister.
Füldner,  Hugo,  Unterzahlmeister.
Grodtke,  Wilhelm,  Unterzahlmeister.

Glimm.  Gustav,  Unterzahlmeister.
Grummet,  Walter,  Oberfeuerwerker.


 

Hoff,  Robert,  Unterzahlmeister.

Laferkorn.  Max,  Ulnterzahlmeiste

Hausknecht,  Max,  Unterzahlmeister.


Ho  grefe,  Ernst,  Unterzahlmeisier.
Hombach,  Otto,  unterzahlmeister.
Hoff,  Hugo,  Waffenmeister.
Jacobi,  Johann,  Waffenmeister.
Keplin,  Hubert,  Schiffsmaat.
Krügel,  Wilhelm,  Unterzahlmeister.
Lengefeld,  Emil,  Oberfeuerwerker.


Lux,  Rudolf,  Unterzahlmeister.

etzmacher,  Willy,  Unterzahlmeister.

Müller,  Hermann,  Waffenmeister.
Renner,  Reinhold,  Unterzahlmeister.


Richter,  Albert,  Unterzahlmeister.

Rackelmann,  Georg,  Unterzahlmeister.


Sedat,  Hermann,  Unterzahlmeister.

Smago,  Paul,  Waffenmeister.

Sch  illen  eit,  Kurt,  Oberfeuerwe


Schmidt,  Franz,  Oberfeuerwerker.

Schwarz,  Josef.  Oberfeuerwerker.

Scho  I3,  Richard,  Unterzahlmeister.

Schröder,  Willy,  Unterzahlmeister.

Schaardt,  August,  Maschinengewehr-Abteilung.


Stüting,  Clemens,  Waffenmeister.

Theobald,  Franz,  Unterzahlmeister.

Urban,  Nobert,  Smstr.

Wernicke,  Martin,  Schiffsmaat.

Witzky,  Walter,  Oberfenerwerker.

 

 

Nachweisung  der  mit  dem  Dampfer  „Cawdor  Castle“  am

10.  Juni  in  Rotterdam  aus

Südwestafrikhe  eingetroffenen  Kingehörigen  der  Landespolizei  und  Beamten.

Agge,  Jürn,  Pol.  Sat,.

Albes,  Louis.  Pol.  S

Arnhold,
werda  (Sachsen).

Beschmidt,  Walter,  Pol.  Sergt.,  aus  Ziegeurich  a.  d.
le.

Saa
Billmeier,  Moser.  Pol.  Sergt.,
Bilewski,  Alex.  Pol.

Sanguwsti=  Franz,  Pol.  Sergt.,

Vachnänn,  einriche  Sbor3—.  Sergt.
Bentin,  Paul,  Pol.

Brockmann,  Johihnnese  k4  Sergt.,  aus  Hamburg-Eimsbüttel.


Bold,  Robert,  Pol.  Sergt.,
Baudeck,  Hugo,  Pol.  Sergt.

Vöttcher,  Fritz,  Pol.  Sergt.,  aus  Sorau.
Bursig,  Fritz,  Pol.  Sergt.,  aus  Ols  i.  Schles.
aus  Leistenau  bei

Bastian,  Friedrich,  Pol.  Sergt.,
Graudenz  (Westpr.

Boll,  Johannes,  Pol.  Sergt.,  aus  Plön  i.  Holst.
Bülow.  Theodor,  Pol.  Sergt.,  aus  Sonnewitz  b.  Halle.  orf  b.
Büttner,  Heinrich,  Pol.  Sergt.,  aus  Forsthaus  Eggenstedt,

  Bez.  Magdebur

Bruhn,  Albrecht,  Pol.  Sergt.,  aus  Zehdenick  a.  Havel.

Bunge,  Pol.  Wachtmstr.

Albrecht,  i.  Wachtmstr.,  aus  Bischofs-Wachtmstr.,

  aus  Berlin.

aus  Werder  a.  d.  Havel.

in  Schlesien

 

Berger,  Pol.  Sergt.

Binkowski,  Pol.  Sergt..
Backes,  Jakob,  Pol.  Sergt.,  aus  München.
Casper,  Ferdinand,  Pol.  Sergt.,
P##k#ad,  Friedrich,  Pol.  Sergt.,  aus  Lüdingwort.

Dohm,  Wilhelm,

aus  Bad  Charlottenbrunn
aus  Mettstedt  (Südbbayern).

aus  Barmen.

aus  Straubing.  Kr.  Hadeln.
Darösez  Otto,  Pol.  Sert-  aus  Falkenburg,  Pomm.
aus  Wotzlaff  bei  Döhler,  Paul,  Pol.

Dohndorf,  Frau,  beber  vdes  Pol.  Wachtmstrs.
Pol.  Sergt.,  aus  Stotten  b.  Wilster.
Deinlein,  Wilhelm,  Pol.  Serg.,  aus  Leidingshof,  Bah
Dietrich,  Pol.  Wachtmstr.,  aus  Grünwalde  b.  Bock
witz,  Kr.  Liebenwalde.
Dehl,  Friedrich,  Pol.  Wachtmstr.,  aus  Solingen.
Epple,  Ernst,  Pol.  Sergt.
Endres,  Theodor,  Pol.  Sergt.,
Pfollendorf,  Kr.  Konstanz.
Eggersglüßz,  Heinr.,  Pol.  Wachtmstr.,  aus  Hannover.
Eschen,  Hermann,  Pol.  Sergt.,  aus  Stralsund.
Ebermann,  Paul,

aus  Katzensteig,  Amt

Pol.  *  aus  Steinigt-Wolms-Bautzen

  (Sachsen

*-  Gustav,  Pol.  72  aus  Behof,  Westpr.
Ehrlich,  Max.  Pol.  S

Eggers,  Wilhelm,  Pot.  PVerg.

Ettengruber,  Edmund,  Feigt.  Sergt.
        <pb n="39" />
        W  37  20

Fischer,  Friedrich,  Pol.  Sergt

Fuchsel,  Karl,  Pol.  Set  aus  Halle  a.  d.  S.

Franke,  Max,  Pol.  S

Friedrich,  Hermann,  *  Sergt.,
Landau  (Pfalz).

Fahrig,  Ernst,  Fol.  t.  aus  Wohra,  Bez.  Cassel.

Franke,  Georg,  Ser

Fidelack  i  utt,

aus  Edesheim  bei

Pos-  —  aus  Passendorf  bei

S

Fu  zrue  l  n,  Heinriche  -  Sentt.  aus  Maltsch  a.  d.  O.

Forster,  Michael,  Pol.

Fischer,  Julzun-  Pol.  ent

Friedrich,  Ernst,  Pol.  Sergt.,  aus  Anklam.

Fröhlich,  Joseph,  Pol.  Sergt.,  aus  Truptowitz,  Kreis
Leobschütz  (Oberschles.).

Grah,  Ernst.  Pol.  Sergt.

Gretschel,  Max,  Pol.  Sergt.

Grabele  Franz,  Pol.  Sergt,  aus  Naunstetten,  Bay.

Giersch,  Karl,  Pol.  Sergt.,  Kus  Ber

Goldacker,  August,  Pol.  Sergt.

Gaertig,  Albert,  Pol.  „Sergt.,  aus  Landeck  (Schles.)
öse,  Hermann,  Pol.  Sergt.

Geisler,  Julius,  Pol.  Wachtmstr.,  aus  Krenuzburg.

Gaebel,  Sekretär,  Charlottenburg.

Hiller  v.  Gaertringen,  Frhr.,  Bezirksamtmann.

Hoffmann,  Karl,  Pol.  Sergt.,  aus  Goebenhein,  Kr.
Lauterbach  (Oberhessen).

Hennigs,  Pol.  Wachtmstr.,  aus  Klötze  (Altmark).

Hannemann,  Wilhelm,  Pol.  Sergt.,  aus  Freienwalde.
erold,  Joh.,  Pol.  Serg.,  aus  Burgsinn,  Unterfranken.

Heckmann,  Georg,  Pol.  —

Hochheiser,  Richard,  Pol.  Ser

Hense,  Otto,  Pol.  Sergt.,  aus  chefta  b.  Eisleben.

Heiser,  Karl,  Pol.  Sect.  aus  Burg  b.  Magdeburg.

Hugland,  Otto,  Pol.  rgt.

Hagner,  Taver,  Pol.  -

Hannig,  Max,  Pol.  Sergt.,  aus  Oppersdorf,  Kr.  Neiße.

Hannemann,  Hezmann,  Pol.  Sergt.,  aus  Ellerbruch,
Kr.  Berent  (Westpr.).

Havemann,  Erich,  Pol.  Sergt.,  aus  Süderdeich  bei
Balje  a.  d.  Elbe  (Hannovery.

Hoffmeister,  Paul,  Pol.  Sergt.,  aus  Damnitz,  Kr.
Pyritz  (Pommery.

Heinrich,  Otto,  Pol.  Sergt.,  vom  Rittergut  Herzershof,
  Kr.  Lebus.

Heuer,  Friedrich,  Pol.  Spat  aus  Iden  (Altmark).

Horschig,  Paul,  Pol-Hellwig,

  Georg,  S  r  t  aus  Worbis  b.  Erfurt.

Hensel,  auptm.  i.  d  Schttqtr  f.  Südw.  Afrika,  aus
Berlin

Jannasch,  Oskar,  Pol.  Sergt.

Janz,  Erust,  Pol.  Sergt.,  aus  Königsberg  i.  Pr.

Juzek,  Franz,  Pol-  Aus  Belschnitz,  Kr.  Ratibor.
Jochens,  Max,

Jörns,  Emil,  —*  gt  aus.  Hamburg.

Jaeger,  Fritz,  Professo

Kobert,  Max,  Pol.  Serg,  aus  Schwarzwald  b.  Ohrdruf
  (Thüringen).

Kuse,  Ludwig.  Pol.  Sergt.,  aus  Tribsees,  Vorpomm.

Koppetf  ch,  Arthur,  Pol.  Sergt.,  aus  Mehlauken,  Kr.
Labiau  (Ostpr.).

Kegenbeim,  August,  Pol.  Sergt.

Kirchner,  Paul,  Pol.  Sergt.

Knickrehm,  Wilhelm,  *  Sergt.

Kirstein,  Georg,  Pol.  Sergt.

Kelber,  Karl,  Pol.  Eergt.?  aus  Dresbden.

Klebow,  Otto,  Pol.  Sergt.,  aus  Perlin-Friedenau.

Kagelmann,  Wilhelm,  Pol.  Ser

Kaufmann,  Gustav,  Pol.  Sergt.

Kups,  Wilh.,  Pol.  Sergt.,  aus  Wonsleben,  Bez.  Magdeb.

 

Krüger,  Fritz,  Pol.  Sergt.

Knoke,  Fritz,  Pol.  Sergt.

Koch,  Robert,  Pol.  Sergt.,  aus  Aschersleben.

##  le  n  Hermann,  Pol.  Sergt.,  aus  Oebisfelde  bei

a

Kasroe.  Vuaust,  Pol.  Sergt.,  aus  Berlin.

Knoth,  Pol.  Sergt.,  aus  Weißen

Klinger,  Pol.  Sergt.,  aus  VerlbeEharlottenburg.

Kollatz,  Pol.  Wachtmstr.,  aus  Lötzen-Abbau  (Ostpr.).

Nolkof.  2  Joseph,  Pol.  Sergt.,  aus  Salzstetten  (Württ.).

Kähler,  Karl,  Pol.  Sergt.,  aus  Hassendorf  b.  Euten
(Hannover).

Lenz,  Rudolf,  Pol.  Sergt.

Landeck,  Erich,  Pol.  Sergt.

Lippert,  Johann,  Pol.  Lergt,  aus  Stadtbergen  bei
Augsburg  (Bayern).

Lembrecht,  Heinrich,  Pol.  S

Lefdore,  Gustav,  Pol.  Sergt.,
nitg  (Brandenburg).

Lange,  Arthur,  Pol.  Serg

Löffler,  Josef,  Pol.  Sergt,  aus  Effelder  (Eichsfeld).

Lehmaun,  Wilhelm,  Pol.  Sergt.  aus  Northeim  i.  Pl.

Linkowsli:  Johann,  Pol.  Sergt.,  aus  Berlin.

Link,  Albert,  Pol.  Sergt.

Leis,  Karl,  Pol.  Wachtmstr.

Lippke,  Bruno,  Pol.  Sergt-  aus  Schweinitz  u.  d.  Schw.
Elter  (Prov.  Sachser

Maywald,  Willi,  been  Sergt,  aus  Liegnitz.

Manthei,  Walter,  Pol.  Sergt.,  aus  Hannover.

Mülller,  Otto,  Pol.  Sergt.,  aus  Büne  im  Harz.

Meyer,  Willy,  Pol.  Sergt.,  aus  Dr  esden  h

Mahler,  Otto,  P500  Gochtnnt.  aus  Wür

Makosch,  Joseph,  Wachtmstr.,  aus  *  Schl.

Malsch,  üisbend-  #al  Wachimstr.,  aus  Brotterode,  Thür.

Mattukat,  Otto,  Pol.  Wachtmstr.

Merkel,  Arno,  Pol.  Wachtmstr.

Meier,  Friedrich,  Pol.  Wachtmstr.

Nrutschte,  Wilbeln,  Fol  Sergt.,  aus  Großweißschen

Klosterbuch,  Sachser

Mücke,  beh  For-  **'  aus  Conradswaldau,  Kr.
Brieg,  ver.  §

Müller  *
Ulm,  Est  ber

Müller,  Karl,  2  Sergt.,  aus  Gersseld  a.  d.  Rhön.

Mohr,  Karl,  Pol.  Sergt.,  aus  Elberfeld.

Matthias,  Jakob,  Pol.  Sergt.,  aus  Wiebelskirchen.
Kr.  Ottweiler,  Bez.  Trier.

Meier,  Josef,  Pol.  Sergt

Mehnert,  Oswald,  Pel.  Sergt.,
Seitschen,  Sachsen.

Melzer,  Paul,  Pol.  Ser

Minge,  Franz,  Pol.  Sert.  aus  Kolberg,  Pommern.

Neumann,  Pol.  Sergt.,  aus  Allenstein.

Nowakowski,  Friedrich,  Pol.  Sergt.

Neldner,  Fritz,  Pol.  Sergt.,  aus  Weida,  Kr.  Breslau.

Neubecker,  Richard,  Pol.  Sergt.,  aus  Cadinen  b.
Elbing,  Westpr.

Neubert,  Kurt,  Pol.  S

Wowad.  Joseph,  Pol.  e  aus  Cadinen  b.  Elbing,

tpr.

ergt.
aus  Bergholz  b.  Löch-Sergt.,

  aus  Weidenstetten,  Amt

aus  Weißnauslitz  b.

Oberländer,.
Hannover.

Ostermann,  Wilhelm,  Pol.  Sergt.

Priebe,  Pol.  Sergt.,  aus  Charlottenburg.

Prietzel,  Pol.  Sergt.

Palm,  Gustav,  Pol.  Sergt.,
Marienburg.

Polanke,  Alexander,  Lor  Sergt.,  aus  Mochau  b.
Pombsen,  Kr.  Jauer,  Schlefs.

Ptascheck,  Hugo,  Pol.  Sergt.

Louis,  Pol.  Sergt.,  aus  Blumenthal,

aus  Tiegmort,  Kr.
        <pb n="40" />
        W  38  20

Vihicippn  Daniel,  Pol.  Sergt.,  aus  Bladt  b.  Landau,
HErzbwelcasko,  Pol.  Sergt
Pusse#-  August,  Pol.  Sergt.,  tus  Binnertsheide,  Neiße,

Passow,  Rudolf,  Pol.  Wachtmstr.,  aus  Lebnitz,  Sachs.

Polit,  Hermann,  Pol.  Wach#str.,  aus  Breslau  II.

9  uhlmann,  Franz,  Pol.  SSwpachimit  r.

Peterat,  Heinrich,  Pol.

Pfirrmann,  Gustav,  Sck  Vtat.

Prager,  Joseph,  Pol.  Sergt.,  aus  Hart,  Post  Eistendorf,
  Niederbayern.

Vee.  8  Hermam,  Pol.  Sergt.,  aus  Hohen-Selchow,

Vee  Emis  Pol.  Sergt.

Rappenecker,  Franz,  Pol.  Sergt.,  aus  Baden-Ost,

 

aden.
Rudzinski,  Karl,  Pol.  Sergt.,  aus  Marggrabowa,
r.

Rentel,  Paul,  Pol.  Sergt.  *  Pillau  II,  Ostpr.

Rückebeil,  Albert,  Pol.  S

Ritter,  Pobert,  Pol.  Eergi-  tus  Berlin-Schöneberg.

Rokahr,  Christian,  Pol.  Sergt.,  aus  Ellbrinren,
Lippe-Detmold.

Richter,  Heinrich,  Pol.  Sergt.,  aus  Ziegelscheune  b.
Tirschtiegel,  Kr.  Meserig,  *

Rößler,  Max,  Pol.  Wachtmstr.,  a#s  Dresden-Altstadt.

Reymann,  Ewald,  Pol.  Sergt.,  aus  Ochekarmsdorf,
Kr.  Grünberg,  Schles.

Reinhardt,  Johannes,  Pol.  Sergt.

Rasch,  cherd,  Pol.  Sergt.,  aus  Selchowhammer,
r.  File

Reichelt.  Willy,  Pol.  Serg

Rottler,  Adam,  Pol.  —  aus  Göttingen,  Post
Langenan,  Württbg.

Rosenb  aum,  Gustav,  Pol.  Sergt.,  aus  Markranstädt
b.  Leipz  .  .  Sachs.

Reddig,  Wilhelm,  Pol.  Sergt,  aus  Hamburg

Reinecker,  Max,  Pol.  Sergt.,  aus  Ho#n#teut  Oldenburg
  (Großhy

nichr  Otto,  Pol.  Sergt.,  aus  Dommicksch.  Bez.

Hall

Rost,  Ludwig,  Pol.  Sergt.,  aus  Halle  a.  S.

Rosner,  Karl,  Pol.  Sergt.

Ratsch,  Artur,  Pol.  Ergt.  aus  Breslau  X.

Schulze,  Heinrich,  Pol.  S

Slottke,  Johann,  Pol.  Bachon  zr.  aus  Hermannshöhe
b.  Stojentin,  Kr.  Stolp,  Pommer

Schwamborn,  Peter,  Pol.  Sergt.,  aus  Breitenhagen
a.  Elbe,  Magdeburg.

Schwabe,  Ernst,  Pol.  Sergt.,  aus  Elberfeld.

Sagan,  Joseph,  Pol.  Sergt.,  aus  Deutsch-Piekar,  Kr.
Beuthen,  Schles.

Schulzig,  Albert,  Pol.  Sergt.,  aus  Auseannen,  Post
Sodeknein,  Kr.  Darkehmen,  Ostpr.

Schönecker,  Karl,  Pol.  Serht.

Saß,  Georg,  Pol.  Wa  chtm  str

Sporn,  Richard,  Pol.  Sergt.  aus  Erlbach  i.  V.

Strecker,  Paul,  Pol.  Sergt.,  aus  Radolfszell  a.  Bodensee,
  Baden.

Saul,  Hans,  Pol.  Sergt.,  aus  Trum,  Kr.  Elbing,

 

estpr.
Scholz,  Max,  Pol.  Secgt.  **  Berlin-Schöneberg.
Schaal,  Ludwig,  Pol.  S
Schwarzott,  Marie,  Serl  des  Pol.  Sergt.
Sputh,  Bruno,  Pol.  Serot.  aus  Dresden.
Stock,  Franz,  Pol.  Se
Streibel,  Fchc  #20  Gochimntr,  aus  Damnitz  b.
Schlochau,  Westp
Stoffers,  geter.  Pol.  Sergt.,  aus  Büsum,  Holstein.

 

Sowa,  Wilhelm,  Pol.  Sergt.

Salomo,  Walther,  Pol.  Sergt.,  aus  Berlin.

Schirm,  Georg,  Pol.  Sergt.

Schönbohm,  &amp;amp;  Seinrich,  Pol.  Gergt-  aus  Kiel.

Schaaps,  Joseph,  Pol.  Wachtmstr

Spahn,  Max,  Pol.  Sergt.,  aus  Baum  b.  Hartenstein,

  Sachs.

Schaller,  Karl,  Pol.  Sergt.,
Rotterdam  zurückgeblieben.

Stark,  Konrad,  Pol.  Sergt.,  gaus  Ols,  Schles.

Schneider,  Hermann,  Vol.  2  Wachtmstr.,  aus  Lichtenburg
  b.  Trettin  a.  d.  El

Schuster,  Emil,  Pol.  *  aus  Ebersbach,  Sachs.

 

krank  im  Lazarett

Schröder,  Wilhelm,  Pol.  Sergt.,  aus  Stuttgart-Cannstatt.

Schneidereit,  Otto,  Pol.  Sergt.

Schaefer,  Matthies,  Pol.  Sergt.

Schweizer,  Wilhelm,  Pol.  Wachtmitr.,  aus  lllm  a.  D

Sommerfeld,  Hermaun,  Pol.  Sergt.,  aus  Mittelwarungen,
  Post  Sommerfeld,  Thür.

Sternberg,  Max,  Pol.  Sergt.,  aus  Driburg,  Westpr.

Siegmann,  Albert,  Pol.  Sergt.,  aus  Hann.  Münden,

Samel,  Hermann,  Pol.  Sergt.,  aus  Wünsdorf  b.

Zossen.
Schlink,  Karl,  Pol.  Wachimstr.,  aus  Berlin.
Slupina,  Ludwig,  Pol.  Sergt.,  aus  Berlin.
Schmidt,  Lito.  Pol.  Sergt.,  aus  Berlin.
Stade,  Richard,  Pol.  Sergt.,  aus  Lübs  b.  Borkenfriede,
  Vorpomm.
Themm,  Bernhard,  Pol.  Sergt.,  aus  Braunsberg,

 

r.
Tiedemann,  Rudolf.  Pol.  Sergt.,  aus  Weetzen  b.

annover.

Tänzer,  Rudolf,  Pol.  Sergt.,  aus  Laucha  a.  Unstrm.
Kr.  Onerfurt.

Türk,  Georo,  Pol.  Sergt.,  aus  Gommertingen,  Hohen-3


Thein-  Frit,  Pol.  Sergt
Urbauczek,  Pol.  Sergt.,
Ulrici,  Friedrich,  Pol.  S
Unger,  Georg,  Pol.  Sergr  us  Waldthurm,  Bayern.
Voechs,  Otto,  Pol.  Sergt.,  aus  Lappenhagen,  Post
Timmenhagen,  Kr.  Köslin,  Pomm.

t  Karf,  Kr.  Benthen,  S.  S.

Vollmer,  Paul,  Pol.  Sergt.,  aus  Aufhafen,  Amt
Biberach,  Württbg.
Villforth,  Karl,  Pol.  Sergt.,  aus  Kuchen,  O.  A.  Geislingen

  a.  d.  H.,  Württbg.
Vogel,  Bruno,  Pol.  Sergt.,  aus  Magdeburg.

Wosnita,  Alfreri,  Pol.  Sergt.,  aus  Niederwiesa  b.
Chemnitz,  Sachs.
Wolf,  Bruno,  Por.  Sergt.,  aus  Siebeneichen,  Kr.  Löwenerg,


Peichte,  Betriebsdirektor.
Wermke,  Waldemar,  Pol.  Wachtmstr.
Wolff,.  Hermann,  Pol.  Sergt
Wichmann,  Fritz,  Pol.  Sergt.
Wiechert,  Albert,  Pol.  Sergt.
Wyppler,  Hyazinth,  Pol.  Sergt,  aus  Zäborze,  O.  S.
Werdermann,  Kord,  Pol.  Sergt.,  aus  Grambke,  Post
Burg,  Bez.  Bremen.
Weischer,  Oskar,  Pol.  Wachtmstr.
Wieder,  Max,  Pol.  Sergt.,  aus
Ratibor,  Schlef.
Winkler,  August,  Pol.  Sergt.
Waeren,  Thomas,  Pol.  **'“
Werner,  Fritz,  Pol.  Se
Waldow,  Friedrich,  Foll  Werat.
Windisch,  August,  Polizist.
Weißenberg,  Erunst,  Polizist,
Bayern.

Hammer,  Post

aus  Lübeck.

aus  Schweinfurt,
        <pb n="41" />
        W  39  20

Wolter,  Karl,  Pol.  Ser
Wandrei,  ermann,  rW  Sergt.,  aus  Zehlendorf,

Wannsee
Wilhelmi,  Wigelm,  Pol.  Sergt.:
Kr.  Alsfeld,  Oberhessen
Wehner,  Pol.  Sergt..  aus  Lohmen  b.  Pirna,  Sachsen.

aus  Nieder-Ohmen,

v.  Woikowsky-Biedau,  Oberlt.  im  Feldart.  Regt.
7  6,  aus  Breslau,  Schles.

da,  Fritz,  Pol.  Eergt.  aus  Wurchow,  Kr.  Neu-3u
  Lenan,  Pomm.

esch,  Ernst,  Pol.  Sergt.,  aus  Dresden-Löbtau.

 

lichtamtlicher  Teiloa

Ein  Werk  deutscher  Kolonisation  auf  Fernando  Do.

Vorbemerkung:  Nachstehende  Schrift,  vor  Kurzem
  in  Madrid  in  spanischer  Sprache  erschienen,  behandelt
  zum  ersten  Mal  mit  erwünschter  Ausführlichkeit
die  Schicksale  der  bei  dem  Rückzug  der  Deutschen  aus
Kamer  un  im  Februar  1916  auf  das  spanische  Muni-Gebiet
  übergetretenen  Schutztruppe  und  derden  Deutschen
freiwillig  gefolgten  Kamerun=  Eingeborenen.  Wie  die
folgende  Schilderung  erweist,  stellte  die  Unterbringung,
Uerpflegung  und  sonstige  Versorgung  von  über  17000
Menschen  auf  der  Insel  Fernando  Po  eine  organisatorische
  Leistung  ersten  Ranges  dar.  ementsprechend
  hat.  die  vorliegende  Schrift  bereits  weit  über
die  Grenzen  Spaniens  hinaus  in  der  neutralen  Presse
debüchrende  Beachtung  gefunden.

dem  cs  uns  gelungen  ist,  ein  Exemplar  der
Proschlre  zu  erhalten,  geben  wir  sie  hier  in  deutscher
Ubersetzung  wieder  —  überzengt,  daß  ihr  Inhalt  in
ereh,  um  so  größeres  Interesse  wachrufen  wird,
als  über  die  hier  geschilderten  Vorgänge  bei  uns  noch
wenig  bekannt  geworden  ist.  Erweckt  diese  Schrift
von  neuem  die  Gefühle  des  Dankes  für  die  gastliche
Gesinnung  und  das  weitgehende  Eutgegenkommen  der
spanischen  Regierung,  so  stellt  sie  andrerseits  den  kolonisatorischen
  Fähigkeiten  der  Deutschen  ein  glänzendes
Zeugnis  aus.

#  "  *#

Es  wird  in  der  letzten  Zeit  von  englischer
und  französischer  Seite  geflissentlich  die  Behauptung
  aufgestellt  und  verbreitet,  die  Deutschen
seien  nicht  fähig,  überseeische  Länder  zu  verwalten,
  und  deshalb  nicht  berechtigt,  bei  der
Verteilung  des  afrrikanischen  Kolonialbesitzes  berücksichtigt
  zu  werden.

Wer  nie  deutsche  Kulturarbeit  in  Afrika  gegesehen
  hat,  der  mag  am  Ende  solchen  Veröffentlichungen
  Glauben  schenken;  und  wenn  er
jetzt  etwa  die  vom  Kriege  heimgesuchten  ehemaligen
  deutschen  Schutzgebiete  betreten  würde,
dann  möchte  er  als  oberflächlicher  Beobachter
vielleicht  auch  bei  seiner  Meinung  beharren:
Zerstört,  verlassen  und  verfallen,  von  Unkraut
und  Busch  überwuchert  sind  die  Stätten,  wo
ehedem  deutsche  Tatkraft,  dentscher  Fleiß,  deutscher
Unternehmungsgeist,  deutsche  Gewissenhastigkeit
und  deutscher  Ordnungssinn  am  rüstigen  Schaffen
waren:  entvölkert,  verödet,  verwahrlost  und
verkommen  liegen  Tausende  von  Dörfern  und
Farmen  da,  in  denen  unter  deutscher  Herrschaft
eine  gesunde,  reinliche,  willige  und  arbeitsame

 

farbige
führte.

Wer  aber  je  eine  deutsche  Kolonie  vor  dem
Kriege  wirklich  kennen  gelernt  hat,  der  kann
ehrlicherweise  nur  bekennen,  daß  das,  was  dort
geleistet  wurde,  wohl  den  Neid  und  die  Mißgunst,
  aber  nicht  die  Geringschätzung  und  sittliche
Entrüstung  anderer  Völker  erregen  konnte.  Gleichwohl
  wird  von  Leuten,  die  sich  Afrikakenner
nennen,  die  deutsche  Kolonisation  als  verabscheuungswürdige
  Barbarei  hingestellt  und  verächtlich
  gemacht.  Ganz  besonders  wird  den
Deutschen  vorgeworfen,  daß  sie  die  Eingeborenen
ihrer  Schutzgebiete  grausam  und  roh  behandelt
und  auf  der  niedrigsten  Stufe  des  Urzustandes
festgehalten  hätten.

Zu  Soldaten,  die  auf  europäischen  Kriegsschauplätzen
  die  Kulturhöhe  ihrer  europäischen  Herren
bewiesen  hätten,  haben  die  Deutschen  ihre  Eingeborenen
  allerdings  nicht  erzogen:  aber  ihren
eigenen  Geist  der  Ordnung,  Manneszucht  und
Pflichterfüllung  haben  sie  ihnen  eingegeben.
Das  anzuerkennen,  hätte  einem  ehrlichen  Gegner
der  Deutschen  in  Afrika  nicht  schwerfallen  sollen.
Gleichwohl  ist  es  nicht  geschehen.

So  wird  auch  in  dem  englischen  Bericht  über
die  Eroberung  Kameruns  die  deutsche  Verwaltung
  aufs  abfälligste  beurteilt,  und  namentlich
die  Behandlung  der  Eingeborenen  in  den  Urwaldbezirken
  als  ganz  verkehrt  und  verfehlt  hingestellt.
  Das  geschieht,  obschon  gerade  in  diesem  Teil
des  Schutzgebietes  die  Verteidiger  sich  18  Monategehalten,
  aus  ihm  sich  ausschließlich  verpflegt  und  aus
ihm  ihre  meisten  Soldaten,  Arbeiter  und  Träger
sowie  sonstige  Hilfskräfte  herausgezogen  hatten;
und  um  die  Leistungen  dieser  Eingeborenen  und
ihrer  Herren  nicht  gar  zu  sehr  hervortreten  zu
lassen,  wird  in  jenem  Bericht  die  deutsche  Streitmacht
  um  das  Dreifache  zu  hoch  angegeben.

Die  Deutschen  können  solche  Verunglimpfungen
mit  Gleichmut  über  sich  ergehen  lassen.  Sie
sehen  mit  gutem  Gewissen  zurück  auf  die  Jahre
ihrer  Arbeit  in  Kamerun.  Was  sie  dort  geleistet
haben,  kann  freilich  jetzt  nicht  für  sie  zeugen,

Bevölkerung  ein  zufriedenes  Dasein
        <pb n="42" />
        W  40  20

weil  der  Krieg  es  zum  größten  Teile  vernichtet
hat:  aber  sie  haben  nach  dem  Verlust  ihres
Landes  mit  einem  kleinen  Teil  ihrer  getreuen
Farbigen  auf  der  spanischen  Insel  Fernando  Po
ein  Werk  geschaffen,  daß  im  Kleinen  ein  getreues
Abbild  ihrer  Kulturarbeit  an  den  Eingeborenen
Kameruns  darstellt.

Auf  das,  was  dort  geleistet  worden  ist,  soll
hingewiesen  werden;  und  wer  sich  durch  schlichte
Tatsachen  lieber  als  durch  gehässige  Worte  und
Reden  überzeugen  läßt,  der  mag  danach  beurteilen,
  ob  die  Deutschen  nicht  so  fähig  und  wert
sind  wie  nur  irgendein  anderes  Kolonialvolk,
über  afrikanisches  Land  und  seine  Bewohner  zu
gebieten.

Nach  dem  Rückzuge  der  Deutschen  aus  Kamerun
  hatten  ihre  6000  farbigen  Soldaten  mit
doppelt  so  großem  Anhang  an  Frauen  und
Kindern,  sowie  3000  andern  Eingeborenen  des
Landes  auf  Fernando  Po  eine  gastfreundliche
Aufnahme  gefunden.  Sie  haben  dort  unter  Anleitung
  und  Aufsicht  ihrer  wenigen  deutschen
Herren  und  unter  der  fürsorglichen  Unterstützung
der  spanischen  Regierung  Dörfer,  Enropäerniederlassungen,
  Farmen,  Wege,  Brücken  und  alle
möglichen  anderen  Einrichtungen  angelegt,  die
das  beste  und  beredtste  Zeugnis  ablegen  von  der
langjährigen,  verständnisvollen  Erziehung  der
deutschen  Eingeborenen  zur  Arbeit,  Ordnung  und
Sauberkeit;  sie  haben  dort  während  ihres  fast
dreijährigen  Aufenthalts,  fern  ihrer  Heimat,  getrennt
  auch  von  den  meisten  ihrer  alten  deutschen
Herren,  sich  mit  Würde  in  ihre  Lage  gefügt,  sich
willig  den  Anordnungen  der  spanischen  Regierung
unterworfen  und  doch  die  Treue  und  Anhänglichkeit
  an  die  deutsche  Verwaltung  sich  bewahrt.


Daß  die  farbigen  Soldaten,  von  verhältnismäßig
  wenigen  ängstlichen,  meist  jüngeren  Leuten
abgesehen,  ihren  Herren  beim  Grenzübertritt  in
ihren  bisherigen  Verbänden  geschlossen  und  geordnet
  freiwillig  auf  spanisches  Gebiet  folgten,
das  bleibt  immerhin  ein  bemerkenswertes  Zeichen
der  deutschen  Manneszucht;  daß  aber  außerdem
mit  ihnen  viele  Tausende  anderer  Eingeborener  Kameruns,
  darunter  mehrere  hundert  derbedeutendsten
Häuptlinge  des  Waldlandes  das  gleiche  Schicksal
teilen  wollten  und  zumeist  mit  Gewalt  zurückgehalten
  werden  mußten,  das  ist  die  ehrendste
Anerkennung,  die  dem  deutschen  Wirken  in  Kamerun
  überhaupt  zuteil  werden  konnte.  Die
überwiegende  Mehrzahl  dieser  Eingeborenen
waren  Jaundes.

Da  der  Hauptangriff  der  verbündeten  Feinde
gegen  Jaunde  gerichtet  war,  als  den  eigentlichen
Mittelpunkt  und  Kern  der  Kolonie,  den  Standort
der  obersten  Kommandostelle  und  den  Sitz  der

 

Schutzgebietsverwaltung,  so  hatten  während  des
Krieges  die  Einwohner  dieses  Bezirkes  ganz
wesentlich  die  Lasten  der  Landesverteidigung  und
der  Verwaltung  aufzubringen  und  zu  tragen  gehabt.
  Sie  waren  bis  zum  letzten  Tage  all  den
harten  Anforderungen  zur  Gestellung  von  Leuten,
zur  Lieferung  von  Verpflegung,  zur  Zahlung
von  Geld,  ja  selbst  zur  Beschaffung  von  Soldatenkleidung
  in  unübertrefflicher  Opferwilligkeit
und  Treue  nachgekommen.  Um  so  mehr  glaubten
sie,  besonders  ihre  einflußreichen  Häuptlinge,  den
Zorn  der  Eroberer  fürchten  zu  müssen.  Sie
richteten  deshalb  bei  der  Räumung  Jaundes  an
die  deutsche  Verwaltung  die  flehentliche  Bitte,
ihr  auf  das  spanische  Gebiet  folgen  zu  dürfen.
Da  es  ganz  unmöglich  war,  die  Hunderttausende
im  fremden  Lande,  ja  auch  nur  auf  dem  Marsche
dorthin  zu  verpflegen,  so  konnte  nur  den  einflußreicheren
  Häuptlingen,  die  am  ersten  der  Berührung
  mit  dem  Feinde  ausgesetzt  waren,  ihre
Bitte  gewährt  werden,  und  von  ihnen  auch  nur
denen,  die  sich  verpflichten  wollten,  allein  oder
nur  mit  wenigen  Begleitern,  nicht  mit  allen  ihren
Leuten  sich  den  Deutschen  anzuschließen.  So
traten  kurz  vor  der  Truppe  Ende  Januar  1916
etwa  100  Häuptlinge  Kameruns  mit  1500
Köpfen  Anhang  auf  spanisches  Gebiet  über  und
fanden  zunächst  am  Batastrand  ein  vorläufiges
Unterkommen  unter  Aussicht  des  Bezirksleiters
von  Jaunde.

Wenn  man  berücksichtigt,  daß  nach  spanischer
amtlicher  Schätzung  an  60  000  farbige  Kameruner
die  Grenze  überschritten  hatten,  von  denen  40  000
der  Verpflegungsschwierigkeiten  halber  und  aus
sonstigen  Rücksichten  wieder  zurückgesandt  wurden,
so  ist  ohne  weiteres  klar,  daß  Hunderttausende
ihren  Herren  gefolgt  wären,  hätte  es  allein  von
dem  Willen  der  Eingeborenen  abgehangen.  Dabei
  bleibt  zu  bedenken,  daß  die  mehr  der  Grenze
zu  wohnenden  Neger  des  südlichen  Kamerun,
wie  die  Bulus,  bei  all  ihrer  Anhänglichkeit  an
die  deutsche  Verwaltung  leichter  in  ihren  Dörfern
zurückblieben,  weil  ihnen  im  schlimmsten  Falle
der  Weg  nach  der  benachbarten  Kolonie  immer
offen  stand,  ohne  daß  sie  darum  erst  weite
Märsche  durch  fremdes  Stammesgebiet  zu  machen
brauchten,  wie  die  Jaundes  und  ihre  Weggenossen
  aus  dem  Norden  und  Osten.  Ebenso
verständlich  war  es,  daß  ungezählte  deutschgesinnte
  Eingeborene  in  allen  Teilen  des  Schutzgebiets
  zurückblieben,  weil  sie  ihre  Heimat  nicht
verlassen  mochten,  die  aber  mit  Wehmut  ihre
alten  Herren  scheiden  sahen  und  sich  nur  durch
die  Hoffnung  auf  ihre  Wiederkehr  trösten  ließen.
Schließlich  mögen  auch  manche  Eingeborene  den
Eroberern  Kameruns  als  ihren  neuen  Herren
gehuldigt  haben,  ob  sie's  aber  von  Herzen  ge-
        <pb n="43" />
        W  41  20

tan  haben,  weiß  darum  noch  kein  Mensch.  Wer
die  Neger  kennt,  wird  solche  Huldigungen  nicht
allzuhoch  veranschlagen.  Nicht  hoch  genug  aber
kann  er  die  Treue  der  Farbigen  bewerten,  die
auch  im  Unglück  zu  ihren  Herren  stehen  und
mit  ihnen  alle  Leiden  der  Verbannung  gern  und
willig  teilen  wollten.

Während  die  Soldaten,  die  mit  ihrem  zahlreichen
  Familienanhang  eine  Schar  von  über
16000  Köpfen  ausmachten,  nach  kurzem  Aufenthalte
  an  der  spanischen  Küste  nach  Fernando
Po  hinübergeschafft  wurden,  um  sich  dort  für
den  weiteren  Aufenthalt  einzurichten,  blieben  die
nicht  zur  bewaffneten  Macht  zählenden  1600  Jaundes
  und  sonstigen  Eingeborenen  zunächst  noch  auf
dem  Festlande  südlich  von  Bata  am  Strande
wohnen.  Zu  ihnen  gesellten  sich  in  den  nächsten
Wochen  noch  einige  Hundert  ehemaliger  Diener
von  Europäern,  farbiger  Beamter  und  Träger.

Der  spanische  General-Gouverneur  hatte  all
diesen  Auswanderern  alsbald  nach  ihrem  Eintreffen
  zugesichert,  daß  sie  volle  Gastfreundschaft
des  Landes  genießen  würden,  und  daß  niemand
von  ihnen  gegen  seinen  Willen  gezwungen  werden
sollte,  vor  Ende  des  Krieges  nach  Kamerun  zurückzukehren.
  In  der  entgegenkommendsten  Weise
stellte  die  spanische  Verwaltung  in  Bata  den  Leuten
das  Land  zur  Verfügung,  hielt  ihre  eigenen  Eingeborenen
  zur  Lieferung  von  Verpflegung  an,
lieh  den  Kamerunern  die  zum  Bau  ihrer  Häuser
und  zur  Anlage  ihrer  Farmen  notwendigen  Geräte,
  kurz,  tat  alles,  was  sie  tun  konnte,  um  das
Los  der  von  den  Mühen  und  Entbehrungen  des
langen  Marsches  erschöpften  und  entkräfteten
Farbigen  zu  erleichtern.  Sie  sollten  indessen  sobald
  noch  nicht  zur  Ruhe  kommen:  Mit  Rückficht
auf  die  Unfruchtbarkeit  des  Küstenlandes,  auf  die
schlechten  Wasserverhältnisse  und  auf  das  ungesunde
Klima  beschloß  die  spanische  Regierung  im  April
1916,  nach  und  nach  alle  Kameruner  Eingeborenen
nach  Fernando  Po  zu  bringen,  und  führte  diese
Übersiedelung  in  den  nächsten  4  Monaten  durch,
so  daß  endlich  im  Juli  1916  alle  die  langersehnte
Unterkunft  auf  der  Insel  gefunden  hatten.

Aber  gerade  der  Aufenthalt  an  der  Bataküste
  voller  Unruhen  und  Ungewißheit,  voller
Entbehrungen  und  Krankheiten,  ist  besonders
ehrender  Erwähnung  wert  als  die  letzte  und  härteste
Anforderung  an  das  Vertrauen  der  Eingeborenen
u  ihren  deutschen  Herren,  als  die  schwerste  und
öugleich  schönste  Probe  ihrer  Treue.

Schon  im  Laufe  der  ersten  2  Monate  hatten
die  Leute  aus  dem  mit  dichtem  Gestrüpp  bewachsenen
  Gelände  am  Meeresufer  mit  den  allereinfachsten
  Werkzeugen,  mit  Beilen,  Axten  und
Haumessern  aus  den  Hölzern  und  Blättern  des
Busches  eine  freundliche  Niederlassung  geschaffen,

 

mit  saubern  Hütten,  Europäerwohnungen,  Krankenhaus
  und  mit  jungen  Farmanlagen  rings  um  die
Gehöfte  herum  (s.  Lageplan).  Bei  all  ihrem
Schaffen  hatten  sie  monatelang  unter  dem
quälendsten  Hunger  zu  leiden.  Davon  wußten
ihre  deutschen  Herren  so  gut  zu  erzählen  wie  der
spanische  Untergouverneur  und  die  Kaufleute  in
Bata.  Die  unermüdliche  Arbeit  und  Sorge  der
spanischen  und  deutschen  Beamten,  wenigstens  die
allernotwendigste  Verpflegung  zu  beschaffen,  ist
gleicher  Bewunderung  wert  wie  die  Geduld  und
Ausdauer  der  Hungernden,  die  ohne  Murren  und
laute  Klagen  entbehrten  und  ausharrten,  die  alle
auf  die  Überfahrt  nach  Fernando  Po  hofften,  die
aber  nie  der  Versuchung  unterlagen,  nach  Kamerun
zurückzukehren.  Die  2000  Menschen  waren  zu
verpflegen  in  einer  Gegend,  deren  Eingeborenenbevölkerung
  vom  Fischfang  lebte  und  nur  das  anbaute,
  was  sie  selbst  zum  Leben  gebrauchte.  Die
Vorräte  der  Faktoreien  in  Bata  waren  von  den
durchziehenden  Soldaten  und  Trägern  längst  erschöpft;
  aus  Fernando  Po,  wo  16000  neue  Ankömmlinge
  leben  wollten,  war  auch  nichts  zu  haben;
die  fabelhaftesten  Preise  wurden  für  die  spärlich
angebrachten  Landeserzeugnisse  gefordert;  die  erste
Maisaussaat  reifte  einer  kümmerlichen  Ernte  zu,
als  gerade  die  letzten  Ansiedler  nach  der  Insel
verschifft  wurden.  Jeder  Abschub  von  Leuten
mit  dem  kleinen  Dampfer  wurde  lebhaft  begrüßt,
weil  er  jedesmal  einige  Hundert  Esser  weniger
zurückließ.  So  wurde  es  mit  der  Verpflegung
erst  leidlich,  als  die  größere  Hälfte  hinübergeschafft
worden  war.  Aber  die  durch  die  widrigen  Verhältnisse
  begünstigten  Krankheiten  ließen  kaum  nach
und  forderten  bis  zuletzt  ihre  Opfer:  Eines  Mannes
mag  darunter  besonders  gedacht  werden,  des
Ekaba-Häuptlings  Nanga-Eboko,  der  mit  starker
Hand  zwei  Jahrzehnte  hindurch  in  fast  unumschränkter
  Selbständigkeit  sein  weites  Staatsgebiet
beherrscht,  der  durch  sein  Dasein  allein  die  umwohnenden
  Stämme  in  Zucht  und  Ruhe  gehalten,
der  während  des  Krieges  seine  Hilfskrieger  ins
Feld  gegen  den  Feind  geschickt,  der  getreulich  bis
zuletzt  seinen  Mann  gestanden  hatte  und  schließlich
seinen  deutschen  Herren  in  die  Verbannung  gefolgt
  war.  Dieselbe  straffe  Ordnung  wie  bei  ihm
zu  Hause  in  seiner  Heimat  herrschte  auch  in  seinem
rasch  aus  der  Wildnis  heraus  geschaffenen  Wohnsitz
  am  Batastrand;  dieselbe  Zucht  herrschte  dort
weiter,  in  scheuer  Achtung  gepflegt,  als  Nanga-Eboko
  selbst  die  Augen  für  immer  geschlossen  und
seine  letzte  Ruhe  gefunden  hatte  unter  den  Mangobäumen
  am  Meeresufer.

Sein  einsames  Grab  am  Strande  von  Bata
wird  erhalten  bleiben  als  ein  Denkmal  für  die
vielen  Eingeborenen  Kameruns,  die  ihren  deutschen
Herren  aus  freiem  Willen  in  die  Fremde  nach-
        <pb n="44" />
        W  42  20

gezogen  und  ihnen  durch  alle  Mühen  und  Entbehrungen
  hindurch  die  Treue  wahrten  bis  in
den  Tod.

Die  Soldatenlager  bei  Santa  Isabel  auf
Fernando  Po.

Die  von  Anfang  auf  der  Insel  untergebrachte
Schutztruppe  von  Kamerun  hatte  in  den  ersten
Monaten  nicht  weniger  Entbehrungen  auszustehen
als  ihre  Stammesgenossen  am  Batastrand.  Bei
den  16000  Menschen  waren  naturgemäß  die  Verpflegungsschwierigkeiten
  noch  erheblich  größer.
Frische  Nahrung  war  auf  der  Insel  so  gut  wie
gar  nicht  zu  beschaffen:  Die  spärlichen  Farmen  der
Eingeborenen  kamen  bei  der  großen  Menge  der
Verpflegungsbedürftigen  nicht  in  Betracht.  Die
Ladung  eines  der  kleinen  spanischen  Dampfer,
die  hin  und  wieder  von  der  Ostküste  der  Insel
Verpflegung  anbrachten,  reichten  eben  aus,  um
der  Hälfte  eine  einzige  kärgliche  Mahlzeit  zu  verschaffen.
  So  waren  die  Truppen  von  Anfang
an  auf  Dauerverpflegung,  Reis,  Stocksisch  und
Palmöl  angewiesen.  Auch  daran  herrschte  empfindlicher
  Mangel,  so  daß  die  Leute  in  den  ersten
Wochen  bitteren  Hunger  litten.  Da  sie  aus  ihrer
Heimat  durchweg  an  frische  Nahrung,  an  die  Erzeugnisse
  ihrer  Farmen,  wie  Planten,  Makabo
und  Kassada  gewöhnt  waren,  so  kamen  zu  den
Entbehrungen  noch  allerlei  Krankheiten  hinzu,  die
Opfer  genug  forderten,  besonders  unter  den
Weibern  und  Kindern.  Dazu  saßen  sie  eng  beieinander
  im  sumpfigen,  an  Ausdünstungen  und
Insekten  reichem  Gelände,  das  keine  Unterkunft
darbot,  ja  nicht  einmal  die  zum  Bau  ihrer  einfachen
  Buschhütten  nötigen  Stoffe,  wie  Rinden,
Blätter  und  Palmrippen.

Auch  jene  Prüfungszeit  ging  vorüber,  und  es
folgte  für  die  Truppe  auf  Fernando  Po  eine
Reihe  von  Monaten,  die  bei  aller  Mühe  und
Arbeit  —  oder  vielmehr  gerade  deshalb  —  für
alle  Deutschen,  die  sie  mit  erleben  durften,  eine
freundliche  Lebenserinnerung  bleiben  werden.
Gemeinsames  Schaffen  hat  besonders  in  dem
ersten  Jahre  des  Aufbauens  die  Deutschen  noch
enger  mit  ihren  Eingeborenen  verbunden;  beide
sind  in  rastloser  Tätigkeit  glücklich  hinweggekommen
über  das  quälende  Gefühl  der  Verbannung  und
Unfreiheit;  beide  haben  ihre  vornehmste  Pflicht
darin  gesehen,  der  spanischen  Gastfreundschaft  sich
wert  zu  erweisen;  und  beide  haben  mit  Erfolg
darin  gewetteifert,  mit  ihrem  Arbeiten  und  Auftreten
  im  fremden  Lande  Ehre  einzulegen  und
Zeugnis  abzulegen  von  deutscher  Art  in  Afrika.

Die  spanische  Regierung  hatte  den  Deutschen
zur  Unterbringung  ihrer  Truppen  zu  beiden  Seiten
der  Stadt  Santa  Isabel  Gelände  am  Strande  angewiesen.
  So  fand  der  größte  Teil  der  Soldaten

 

in  der  westlich  der  Stadt  gelegenen  Moritzfarm,
der  andere  in  der  östlich  liegenden  Püntefarm
und  in  kleineren  Nachbarfarmen  Unterkunft.  Die
deutsche  Firma  Moritz  hatte  ihre  Kakaofarm  der
Truppe  unentgeltlich  zur  Verfügung  gestellt,  und
auch  mit  den  Besitzern  der  anderen  Farmen  wurden
günstige  Abkommen  wegen  der  Überlassung  ihrer
Ländereien  getroffen,  so  daß  der  Truppe  in  der
Ausnützung  des  Geländes  der  freieste  Spielraum
eingeräumt  wurde.

Die  6000  Soldaten  wurden  auf  Fernando
Po  unter  möglichster  Anlehnung  an  die  Verbände
  aus  Kamerun  zu  12  Kompagnien  von  je
500  Mann  zusammengeschlossen,  je  4  Kompagnien
zu  einem  Lager,  von  denen  2  nebeneinander  in
der  Moritzfarm  Platz  fanden,  das  dritte  in  der
Püntefarm  angesiedelt  wurde.  Zu  jeder  Kompagnie
gehörte  ein  Anhang  von  7—800  Weibern  und
Soldatenjungen,  so  daß  sie  insgesamt  auf  12—1300
Köpfe  kam.  Alle  Kompagnien  waren  während
des  ersten  Jahres  ausschließlich  mit  deutschen
Offizieren  und  Unteroffizieren  besetzt;  dem  Offizier
und  Führer  einer  jeden  Kompagnie  unterstanden
höchstens  zwei  deutsche  Unteroffiziere;  die  Aufsicht
über  jedes  Lager  führte  ein  älterer  Hauptmann,
dem  ein  Offizier  zur  Besorgung  der  Verpflegungsangelegenheiten
  beigegeben  war;  die  oberste
deutsche  Leitung  über  alle  drei  Lager  führte  der
einzigste  auf  Fernando  Po  belassene  Stabsoffizier
als  stellvertretender  Kommandeur  mit  einem
Hauptmann  als  Adjutanten;  er  hatte  seinen  Sitz
in  der  Stadt.  Bei  allen  Lagern  waren  Sanitätsdienststellen
  unter  deutschen  Arzten  und  mit  deutschen
Hilfskräften  eingesetzt;  daneben  stand  ein  ebenfalls
deutsch  verwaltetes  Europäer=  und  ein  Eingeborenenhospital.
  Deutsche  Rechnungs=  und  Kassenbeamte
  und  kaufmännisch  geschulte  Unteroffiziere
standen  für  den  Verwaltungsbetrieb,  besonders
auch  für  Ankauf  und  Bestellung  von  Verpflegung,
Werkzeugen,  Geräten  und  Saatgut  dem  stellvertretenden
  Kommando  in  Santa  Isabel  zur  Verfügung.
  Katholische  und  evangelische  Missionare
widmeten  sich  neben  ihrer  seelsorgenden  Tätigkeit
der  Krankenbehandlung  und  anderen  gemeinnützigen
  Arbeiten  im  Dienste  der  Truppe.

So  konnte  die  auf  Fernando  Po  untergebrachte
  gesamte  Truppe  dank  der  wohlüberlegten
  Anordnung  des  spanischen  Generalgouverneurs
  auf  den  ihnen  zugewiesenen  Lagerplätzen
sich  ziemlich  selbständig  anbauen,  einrichten  und
erhalten  und  dort  ein  Werk  schaffen,  das  überall
nur  Züge  deutschen  Wesens  trug.

Das  Gelände  der  Lager  I  und  II,  im  wesentlichen
  mit  der  Moritzfarm  zusammenfallend,  lag
ungefähr  eine  Viertelstunde  westlich  von  der  Stadt
entfernt  (s.  Lagerplan).  Es  zog  sich  vom  Meeresufer
  in  durchschnittlich  800  Meter  Breite  andert-
        <pb n="45" />
        —

halb  Kilometer  in  südlicher  Richtung  landeinwärts,
  im  Osten  durch  den  Schienenstrang  einer
Kleinbahn  begrenzt,  im  Westen  durch  einen  kleinen
Flußlauf.  Es  war  der  ganzen  Länge  nach  durch
eine  geradlinige  Allee  von  alten  Mangobäumen
in  2  annähernd  gleiche  Teile  geteilt,  deren
westlicher  dem  Lager  I,  deren  östlicher  dem
Lager  II  zugewiesen  war.  Die  ursprüngliche  Kakaofarm
  nahm  den  westlichen  Teil  der  Bodenfläche
ein  und  wurde  durch  eine  in  großen  Krümmungen
vom  Südende  nach  dem  Meere  hin  verlaufende
tiefe,  arg  verwachsene  und  versumpfte  Schlucht
durchschnitten.  Nach  dem  Strande  zu  ging  die
Farm  in  dichten  Busch  und  Urwald  über,  der
auch  einen  Teil  der  Westhälfte  des  Geländes  bedeckte.
  Die  Kakaofarm  war,  den  wenigen  Arbeitskräften
  auf  Fernando  Po  entsprechend,  ziemlich
verwildert,  das  nicht  bebaute  Gelände  völlige
Wildnis.  Die  wenigen  Pfade  waren  bei  den  geringsten
  Niederschlägen  ungangbar.  Zur  Küste
und  am  Strande  hin  führte  überhaupt  kein  Weg.
Luft  und  Licht  fanden  nur  wenig  Eingang,  eine
dumpfe  Schwüle  machte  das  Leben  fast  unerträglich.

Aus  diesem  Gelände  schufen  die  Deutschen  in
den  ersten  6  Monaten  einen  weiten  Park  von
über  100  ha  Ausdehnung,  durch  den  die  frische
Seebrise  ungehindert  Durchzug  hatte,  der  Licht
und  Sonne  genug  erhielt,  um  die  fänlniserregende
Feuchtigkeit  aufzusaugen,  und  dessen  einzelne  hohen
Bäume  hinreichend  Schutz  und  Kühlung  vor  der
sengenden  Sonnenglut  gewährten.  Daran  grenzten
auf  den  drei  Landseiten  blühende  Farmen,  die
nach  und  nach  über  500  ha  Bodenfläche  bedeckten.
Mitten  in  diesem  Garten  lagen  die  Dörfer  von
8  Kompagnien,  zwanglos  dem  Gelände  angepaßt
und  doch  jedes  in  sich  geschlossen,  sauber  gerichtet
und  je  nach  der  Beschaffenheit  des  Raumes  in
offenem  oder  geschlossenem  Viereck  um  den  durchschnittlich
  1  ha  großen  Exerzierplatz  herum  angelegt,
  nebenan  die  Häuser  der  Europäer.  Welche
Mühe  und  Arbeit  das  Lichten  und  Säubern  des
Busches  und  der  Kakaofarmen,  das  Einebnen  und
Trockenlegen  des  welligen,  sumpfigen  Geländes
gekostet  hat,  das  konnte  man  erst  recht  ermessen,
wenn  man  beim  Anblick  des  aus  dem  Busch  herausheschaffenen
  freien,  ebenen  Exerzierplatzes  einer
Kompagnie  den  Zustand  sich  ins  Gedächtnis  zurückrief,
  in  dem  der  Platz  vordem  war,  oder  wenn
man  beim  Durchstreifen  des  einem  Garten  gleichenden
  Kompagniegeländes  an  die  Zeit  zurückdachte,
  in  der  dort  auf  feuchtem,  unebenem  Boden
eine  verwachsene  Kakaofarm  wucherte.  Wer  nie
in  den  ersten  Monaten  von  der  Stadt  herkommend,
mühsam  eine  halbe  Stunde  lang  durch  Schlamm
und  Morast  gewatet  war,  um  zu  seiner  dürftigen
Hütte  im  Lager  II  zu  gelangen,  der  konnte  sich
keinen  richtigen  Begriff  machen  von  dem  Fleiß

 

43  20

und  der  Arbeit,  die  auf  die  Anlage  verwandt
worden  waren,  die  ein  halbes  Jahr  später  geradlinig
  überall  die  Kompagnien  miteinander  verbanden,
  und  auf  denen  man  bei  jedem  Wetter
zur  Tages=  und  Nachtzeit  bequem  gehen  und
reiten  konnte.  Alle  diese  Wege  waren  mit  Steinen
geschottert,  nach  der  Mitte  zu  leicht  gewölbt  und
mit  einer  festen  Schicht  grobkörnigen  schwarzen
Lavasandes  ausgestampft,  um  die  Ansammlung
von  Wasser  zu  verhindern;  an  beiden  Seiten
führten  sauber  gehaltene  Rinnen  mit  hinreichendem
Gefälle  nebenher;  haltbar  überbrückte  Durchlässe
sorgten  von  Zeit  zu  Zeit  für  Abfluß  des  Wassers;
tragfähige  Holzbrücken  leiteten  über  Schlucht  und
Bachlauf  hinweg.

Bei  dem  Bau  der  im  ersten  Jahre  errichteten
langgestreckten  Soldatenbaracken  war  vor  allem
andern  darauf  Bedacht  genommen  worden,  den
Leuten  möglichst  rasch  eine  trockene,  gesunde
Unterkunft  zu  schaffen.  Nachdem  dann  im  Anschluß
  daran  die  Wege,  Plätze  und  sonstigen  Anlagen
  ausgebaut  worden  waren,  erfolgte  im  zweiten
Jahre  ein  Umbau  der  Soldatenwohnungen  zu
geräumigen  Häusern  mit  Vorbauten  und  anderen
Zieraten.

Hinter  den  Häusern  lagen  die  Küchen,  die
Hauptwirkungsstätten  der  Soldatenweiber.  Sie
waren  an  den  Seiten  meist  offen  und  gestatteten
dem  Beschauer  freien  Einblick.  Das  Essen,  das
dort  zubereitet  wurde  und  die  Art  des  Kochens
mochte  gemeinlich  nicht  nach  dem  Geschmack  eines
Europäers  sein.  Ob  aber  alle  Europäer  an  den
Stätten,  wo  ihre  eigenen  Mahlzeiten  zubereitet
werden,  üllerall  die  gleiche  Sauberkeit  vorfinden
würden,  wie  sie  in  den  Soldatenküchen  herrschte,
mag  immerhin  zweifelhaft  sein;  und  nicht  nur  um
die  Küchen  herum,  Überall  war  es  gleich  sauber
in  den  Revieren  der  Kompagnien.  Hunderte  von
Blechdosen  von  Fisch  oder  Fleisch  wurden  täglich
dort  geleert,  Massen  anderer  Küchenabfälle  kamen
dort  zusammen,  aber  nirgends  fand  das  spähende
Auge  des  Vorgesetzten  achtlos  beiseitegeworfene
oder  liegengebliebene  Gegenstände;  alles  wurde
mit  peinlicher  Ordnungsliebe  zu  den  dafür  eingerichteten
  Müllplätzen  geschafft  und  dort  durch
Feuer,  Wasser  oder  Erde  unschädlich  gemacht.  Es
war  nicht  die  Furcht  vor  Strafe  allein,  welche
die  deutschen  Soldaten  und  Jungen  zur  Reinlichkeit
  anhielt.  Sicher  würden  sie  ohne  die  leitende
Hand  der  Deutschen  wieder  gleichgültiger  gegen
die  Unsauberkeit  werden;  aber  durchweg  haben
die  Eingeborenen  Kameruns  unter  ihren  deutschen
Herren  den  Nutzen,  die  Wohltaten  und  die  Annehmlichkeiten
  der  Reinlichkeit  wirklich  einsehen
gelernt,  und  sie  sind  überall  empfänglich  dafür
geworden,  wo  sie  überhaupt  der  Verwaltung  näher
getreten  sind.  Es  urteilen  manche  Angehörige
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        W  44  20

fremder  Kolonialvölker  über  deutsche  Eingeborenenerziehung,
  denen  es  nichts  schaden  würde,  wenn
sie  zunächst  erst  einmal  bei  den  auf  Fernando  Poo
untergebrachten  farbigen  Soldaten  Kameruns
wenigstens  äußerliche  Sauberkeit  lernen  würden.

Um  die  Hölzer,  Rinden,  Palmblätter  und
Rippen  zum  Bau  ihrer  Häuser  herbeizuholen,
waren  die  Soldaten  vielfach  tagelang  unterwegs
gewesen;  und  nicht  nur  für  ihre  eigenen  Wohnungen
  hatten  sie  die  Baustoffe  weit  her  beschaffen
müssen,  auch  für  die  Europäerhäuser  und  für  alle
möglichen  Dienstgebäude,  Waschhäuser,  Schuppen,
Abortanlagen,  Werkstätten  und  Pferdeställe,  die
je  nach  Bedürfnis  bei  den  Soldatendörfern  errichtet
  wurden.

Von  den  Häusern  der  Deutschen  bei  den
Kompagnien  waren  einige  auf  Pfahlrosten  aufgebaut;
anfänglich  hatte  dazu  ein  deutscher  Zimmermeister
aus  Santa  Isabel  die  Pfähle  und  Fußböden  geliefert,
  nachher  wurden  Balken  und  Bretter  von
den  Kompagnien  selbst  geschnitten  und  hergerichtet.
Bei  der  Anlage  der  Europäerhäuser  kam  auch
der  Geschmack  ihrer  Erbauer  und  Bewohner  zur
Geltung;  Gemüse=  und  Ziergärten  wurden  ringsherum
  angelegt,  wo  es  der  Platz  erlaubte,  und
so  trugen  die  Wohnungen  der  Deutschen  ganz
wesentlich  dazu  bei,  das  Landschaftsbild  freundlich
und  mannigfaltig  zu  beleben.  Am  schönsten  waren
wohl  die  Anlagen  am  Strande  mit  den  Häusern
der  Lagerleitungen  und  der  Offiziersmessen.  Dort
war  ehedem  die  trostloseste  Einöde  des  Urwaldes,
der  bis  an  die  vom  Wasser  zerklüfteten  und  zernagten
  steilen  Uferränder  heranreichte.  Ein  herrlicher
  Garten  zog  sich  dort  einige  Monate  später
500  m  längs  der  See  hin,  landeinwärts  allmählich
  in  das  nutzbare  Land  der  Kompagnie  übergehend.
  Durch  Pfahldämme,  Steinmauern  und
Sandaufschüttungen  waren  die  Ufer  befestigt  und
boten  so  den  ansehnlichen,  geräumigen  Häusern
einen  festen,  dauerhaften  Untergrund.  Künstlerisch
angeordnete  Beete  voll  Blumen  und  Ziersträucher
umgaben  die  einzelnen  Wohnungen;  einzelne
Bäume  mit  breiter,  schattiger  Krone  hoben  sich
malerisch  von  dem  blauen  Meere  ab,  in  dessen
friedlicher  kleiner  Bucht  einige  stattliche  seetüchtige
Kanus,  die  Werke  der  eingeborenen  Soldaten  aus
den  stärksten  Stämmen  des  geschlagenen  Urwaldes,
schaukelten.  Unter  all'  den  Häusern  am  Strande
ragte  eines  durch  Größe  und  Ansehnlichkeit  besonders
  hervor:  die  ehemalige  Messe  der  deutschen
Offiziere,  die  sich  allerdings  nur  kurze  Zeit  ihres
geräumigen  und  wohnlichen  Erholungsheimes  erfreuen
  durften.  Sie  erstand,  als  alle  anderen
Arbeiten  des  Lagers  beendet,  als  die  Soldaten
zur  Ruhe  gekommen  waren,  und  als  nach  acht
Monaten  saurer  Arbeiten  die  deutschen  Offiziere
Muße  fanden,  auch  einmal  ein  Werk  zu  schaffen,

 

bei  dem  an  Stelle  der  Zweckmäßigkeit,  gefällige

Form  und  künstlerische  Anordnung  frei  walten

durften.  Die  Freude  an  diesem  Schaffen  sollte
der  Hauptgewinn  des  Messehauses  bleiben:  Wenig
Wochen  nach  seiner  Vollendung  mußten  die  meisten
von  denen,  die  dort  Geselligkeit  und  Erholung
finden  wollten,  Fernando  Po  verlassen.

Das  Lager  III  im  Osten  der  Stadt  Santa
Isabel  entstand  auf  einem  hügeligen,  von  tiefen
und  breiten  Schluchten  durchzogenen  Gelände,
das  von  mehreren  gänzlich  verkommenen  Farmen
und  weiter  landeinwärts  von  dichtem  Urwald  eingenommen
  war.  Zu  einem  zusammenhängenden
geschlossenen  Lager  für  alle  4  Kompagnien  bot
das  zur  Verfügung  gestellte  Land  keinen  Raum.
Ursprünglich  war  dafür  die  Puentefarm  in  Aussicht
  genommen,  die  im  Norden  ans  Meer
grenzend,  sich  in  südwestlicher  Richtung  zwischen
2  tief  eingeschnittenen  Flußläufen  etwa  500  m
weit  bei  ungefähr  gleicher  Breite  landeinwärts
erstreckte.  Auf  dem  überaus  günstigen  Gelände
kanden  aber  nur  2  Kompagnjen  (die  9.  u.  11.)
Platz;  eine  (die  10.)  siedelte  sich  weiter  südlich
an,  durch  eine  breite  Mulde  von  der  Puentefarm
getreunt,  auf  einer  hoch  gelegenen  Fläche  im  Urwald;
  die  12.  Kompagnie  endlich  fand  beinahe
eine  halbe  Stunde  weiter  ostwärts  im  Busch,  ans
Meeresufer  grenzend,  ihr  Unterkommen.

Das  äußere  Ansehen  der  einzelnen  Kompagnien
ähnelte  im  wesentlichen  dem  der  Lager  I  und  II.
Den  eigentlichen  Soldatendörfern  der  9.  und
11.  Kompagnie  fehlte  jeder  landwirtschaftliche
Reiz,  da  das  Gelände  vorher  mit  dornigem  Gestrüpp
  und  verkrüppelten  Bäumen  bestanden  war,
Pfützen,  Löcher  und  Haufen  von  Scherben  und
sonstigem  Unrat  aufwies,  und  erst  nach  vollständiger
  Säuberung  mit  Axt,  Hacke,  Spaten  und
Feuerbrand  zum  Bau  menschlicher  Behausungen
einigermaßen  brauchbar  wurde.  Nach  der  See  zu
war  die  Farm  mit  größeren  Bäumen  bestanden,
so  daß  dort  Gartenanlagen  und  Europäerhäuser
dasselbe  abwechslungsreiche  Bild  boten  wie  am
Strande  der  Lager  I  und  II.  An  Sümpfen  und
Bodenunebenheiten  war  die  Farm  überall  gleich
reich  gewesen.  Wochenlang  hatten  Hunderte  von
Soldaten  vom  Meeresstrand  Sand  und  Steine
schleppen  müssen,  um  durch  das  Sumpfgelände
auch  nur  einen  gangbaren  Weg  hindurchzuführen,
und  Monate  vergingen  mit  der  gleichen  Arbeit,
um  die  allenthalben  verbreiteten  übelriechenden
Wasserlachen  zuzuschütten  und  überall  trockenen,
ebenen  Boden  zu  schaffen.  Auf  der  Ost=  und
Westseite  siel  das  Gelände  nach  den  Wasserläufen
zu  an  15  m  fast  senkrecht  ab.  Die  gegenüberliegenden
  Ufer  stiegen  dagegen  ganz  allmählich
zur  gleichen  Höhe  an  und  bildeten  ausgedehnte
Hänge.  Die  beiden  Täler,  die  so  zu  beiden  Seiten
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        W  45  20

des  Lagers  zum  Meere  hinaufführten,  waren  ursprünglich
  überall  mit  demselben  Gestrüpp  überwachsen
  wie  die  Farmen;  die  Wasserläufe  waren
an  zahlreichen  Stellen  durch  angeschwemmte
Stämme  und  Zweige  versperrt  und  bildeten  weite
Sümpfe.  So  mußte  auch  hier  monatelang  hart
gearbeitet  werden,  ehe  die  beiden  Bäche  ungehindert
  dahinflossen,  ehe  die  Userböschung  und  die
gegenüberliegenden  Hänge  gereinigt  und  mit
Mais  oder  Kassada  bepflanzt  waren,  und
ehe  abgesteiste,  mit  Treppenstufen  versehene
Wege  sicher  zum  Wasser  hinunterführten.  Schon
gegen  Ende  des  Jahres  1916  zogen  sich
die  Soldatenfarmen  in  Westen  unmittelbar  bis
an  die  Stadt  hin,  im  Osten,  zusammen  mit  denen
der  10.  Kompagnie,  an  100  ha  in  den  Urwald
hinein;  ein  Jahr  später  waren  alle  4  Kompagnien
des  Lagers  bis  zur  12.  hin  durch  eine  ununterbrochene
  Fläche  bebauten  Ackerlandes  verbunden.

Die  10.  und  12.  Kompagnie  hatte  ihre  Soldatendörfer
  von  vornherein  erheblich  geräumiger
angelegt  als  die  anderen,  da  ihnen  fast  unbeschränkter
  Raum  zur  Verfügung  stand.  Beide
hatten  an  Stelle  der  bei  den  anderen  Lagern  üblichen
  zusammenhängenden  Baracken  getrennt
stehende  Einzelhäuser  gebaut,  die  regelmäßige
Straßenzüge  bildeten.  Die  Europäerwohnungen
paßten  sich  dem  Gelände  an.

Die  Lagerplätze  der  beiden  Kompagnien
waren  ehedem  mit  einem  Urwald  bestanden,
dessen  undurchdringliches  Gewirr  von  stehenden
und  liegenden  Baumstämmen,  von  Busch,  Getrüpp
  und  Schlinggewächsen  jeder  Art,  dessen
sumpfiger,  mit  dicken  Felsblöcken  bedeckter  Boden
ede  urbarmachung  fast  aussichtslos  erscheinen
ieß;  ein  einziger  steiler,  meist  ungangbarer
Pfad  führte  zum  Platze  der  10.  Kompagnie  hinauf,
  die  12.  Kompagnie  lag  anfangs  eine  Viertelstunde
  vom  Wege  ab.  Auch  mit  dieser  Wildnis
wurden  die  Deutschen  in  einigen  Monaten  fertig.

An  dem  äußeren  Bild  der  drei  Lager  wurde
nach  Ablösung  des  stellvertretenden  Kommandos
durch  spanische  Offiziere  und  nach  dem  Weggang
der  meisten  Deutschen  mancherlei  geändert.  Trotzalledem
  war  und  blieb  das  ganze  Werk  eine
rein  deutsche  Schöpfung:  Ein  einziger  deutscher
Unteroffizier  war  bei  jeder  Kompagnie  belassen
worden,  ein  deutscher  Offizier  bei  jedem  Lager.
Jenem  lag  besonders  in  den  ersten  Monaten
nach  der  Neuordnung  der  wesentlichste  Teil  des
Dienstes  bei  der  Kompagnie  ob,  vor  allem  auch
die  Beaufsichtigung  und  Leitung  der  Arbeiten,
die  er  als  einziger  tropenerfahrener  Europäer
allein  sachverständig  beurteilen  konnte;  und  der
Offizier  war  vollauf  beschäftigt,  neben  der  eigentlichen
  Verpflegungsbeschaffung  und  Verteilung,
den  Ausbau  der  Lagerfarmen,  die  Aussaat,  das

 

 

Pflanzen  und  Ernten  zu  überwachen.  Wenn  der
treuen  Pflichterfüllung  dieser  letzten  Deutschen
auf  Fernando  Po  dankbar  gedacht  wird,  dann
mag  dabei  nicht  vergessen  werden,  daß  sie  bei
aller  ihrer  angreifenden  Tätigkeit  die  Muße  gefunden
  haben,  in  ihren  dienstfreien  Stunden  die
eingeborenen  Soldaten  noch  deutsch  zu  lehren.
In  Kamerun  hatten  die  Deutschen  25  Jahre
lang  keine  Zeit  dazu  gehabt,  und  das  ist  das
einzigste  Vergehen,  daß  die  Gegner  Deutschlands
seinen  Kolonisten  in  Kamerun  in  berechtigter
Weise  vorgeworfen  haben.

Deutsch  war  das  Werk  auf  Fernando  Po
von  Anfang  an  aber  nicht  nur  deshalb,  weil
Deutsche  es  entworfen  und  seine  Ausführung
überwacht  haben,  sondern  vor  allem  darum,  weil
langjährige  deutsche  Eingeborenenerziehung  die
Farbigen  dazu  befähigt  hatte,  die  Entwürfe  ihrer
Lehrmeister  auszuführen,  und  so  auszuführen,
daß  sie  überall  bis  ins  kleinste  die  Spuren
deutschen  Geistes  aufwiesen.

Auch  im  ersten  Jahre,  als  noch  zwei  oder
drei  Deutsche  bei  der  Kompagnie  waren,  arbeiteten
die  Farbigen  ziemlich  selbständig.  Wenn  gleichzeitig
  der  Urwald  oder  Busch  abgeholzt,  an  anderer
  Stelle  der  freigeschlagene  Platz  gereinigt
und  eingeebnet  werden  mußte,  Europäerhäuser  und
Soldatenhütten  aufgeführt,  die  Baustoffe  dazu
herbeigeschafft  und  zubereitet,  Sümpfe  trockengelegt,
  Wege,  Brücken  und  Dämme  gebaut,
Brunnen  und  Aborte,  Gärten  und  Farmen  angelegt
  werden  mußten,  so  konnte  sich  die  Arbeit
von  zwei,  höchstens  drei  Europäern  nur  auf  Anordnungen
  und  Beaufsichtigung  im  Großen  und
gelegentliches  Eingreifen  beschränken,  zumal  sie
nebenbei  noch  für  Verpflegung  von  über  1000
Menschen,  für  Schlichtung  ihrer  Rechtsstreitigkeiten,
für  die  Erledigung  aller  sonstigen  Verwaltungsangelegenheiten
  und  schließlich  nicht  zum  mindesten
für  Aufrechterhaltung  soldatischer  Zucht  und  Ordnung
  zu  sorgen  hatten.

Daß  bei  alledem  Anlagen  zustande  kamen,
die  bis  ins  Einzelne  zweckmäßig  und  zugleich  gefällig
  ausgeführt  waren,  das  war  ganz  wesentlich
die  Frucht  der  deutschen  Erziehungstätigkeit  an
ihren  Eingeborenen  in  Kamerun.  Für  einen
großen  Teil  der  Soldaten  war  der  Dienst  auf
den  Kameruner  Stationen  neben  der  militärischen
Fortbildung  zugleich  die  Schule  zur  Arbeit  gewesen;
  und  diese  Seite  ihrer  Ausbildung  hatte
—  wie  die  allgemeine  Erziehung  der  deutschen
Eingeborenen  überhaupt  —  als  erstes  zZiel  gehabt,
  sie  innerhalb  ihrer  Eigenart  zu  heben,  in
ihrem  heimischen  Dorf=  und  Farmbau  deutsche
Ordnung,  Regelmäßigkeit  und  Reinlichkeit  hineinzubringen,
  und  ferner,  ihre  natürlichen  Fertigkeiten
  und  die  Hilfsmittel  ihres  Landes  in  den
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        W  46  20

Dienst  der  Verwaltung  zu  stellen,  um  mit  ihnen
allein,  ohne  Verwendung  europäischer  Baustoffe
und  Maschinen,  Europäerhäuser  und  Buschstationen
  mit  den  näötigen  Verkehrsverbindungen
und  sonstigen  Anstalten  zu  bauen  und  einzurichten.


Die  Soldatenlager  auf  Fernando  Po  legten
aber  auch  dafür  Zeugnis  ab,  daß  die  deutschen
Eingeborenen  in  europäischen  Handwerken  bewandert
  waren.

Türen,  Fenster,  Treppen,  Fußbodenbelag,
Schränke,  Börte,  Tische  und  Bänke,  ja  zwei
deutsche  Kegelbahnen  waren  das  Werk  eingeborener
  Tischler  unter  den  Soldaten,  denen
geschulle  Holzschneider  gefertigte  Bretter  lieferten.
Bei  allen  anderen  Lagern  waren  Korbflechter,
die  geschmackvolle  und  haltbare  Sessel,  Tische
und  Börte  herstellten  und  damit  alle  Europäerhäuser
  versorgten.  Soldaten  des  Graslandes
waren  in  ihren  heimischen  Holzschnitzereien  weiter
vervollkommnet  und  ausgebildet  und  fertigten
schwere  Tische,  Schemel,  Hocker  und  Stühle  an,
die  den  Erzeugnissen  des  europäischen  Kunstgewerbes
  ebenbürtig  zur  Seite  standen.  In  Zement
  gefaßte  Brunnen  und  Badeeinrichtungen
für  Europäer  zeigten,  daß  auch  Maurer  unter
den  Soldaten  vorhanden  waren.  Am  meisten
nutzbbringend  von  allen  Handwerkern  wirkten  die
Schneider.  Von  ihnen  gab  es  bei  jeder  Kompagnie
  genügend,  um  das  Arbeitszeug  der  Soldaten
  in  Ordnung  zu  halten,  für  einzelne  auf
eigene  Rechnung  Bekleidungsstücke  herzustellen,
auch  für  Europäer  ganze  Anzüge  zu  nähen.
Die  Kosten  der  von  den  Kompagnien  angeschafften
  ziemlich  teuren  Nähmaschinen  kamen
durch  solche  außeramtliche  Arbeiten  meist  bald
wieder  ein.  Auch  Schuster  gab  es  in  jedem
Lager  mehrere,  die  zugleich  als  Sattler  und
Riemer  tätig  waren.

Neben  den  von  einzelnen  Leuten  ausgeübten
Handwerken  verdient  eine  ganzen  Volksstämmen
eigene  Fertigkeit  genannt  zu  werden:  das  Kanubauen.
  Die  von  einigen  am  Wasser  liegenden
Kompagnien  gebauten  Kanus  waren  sämtlich  hinreichend
  scetüchtig,  um  von  dem  eine  gute  halbe
Stunde  entfernten  Hafen  Santa  Isabel  Lasten  zu
holen.  Einzelne  von  ihnen  faßten  gut  12  Tonnen
Ladung.  Sie  erregten  die  besondere  Bewunderung
  der  vom  Fischfang  lebenden  Bevölkerung
von  Fernando  Po,  die  recht  ansehnliche  Preise
dafür  boten.

Bei  all  den  harten  Arbeiten  wußten  die
farbigen  Soldaten,  daß  ihre  deutschen  Herren
ihnen  an  Pflichterfüllung  nicht  nachständen,  daß
sie  Freud  und  Leid  mit  ihnen  teilten  und  daß
sie  es  an  nichts  fehlen  ließen,  um  das  Wohl-VLasten

  zur  Verfügung  standen.

 

ergehen  ihrer  Schützlinge  zu  fördern.  —  Zwar
hatte  alles  Sorgen  und  Mühen  nicht  verhindern
können,  daß  besonders  in  den  ersten  Wochen
zahlreiche  Soldaten,  Weiber  und  Kinder  den
Entbehrungen  und  den  ungesunden  Wohnungsverhältnissen
  erlagen  und  daß  auf  den  Lagerfriedhöfen
  ein  Kreuz  an  das  andere  sich  reihte:
aber  auch  darin  teilten  ihre  deutschen  Herren  ihr
Schicksal,  auch  von  ihnen  fand  mancher  seine
letzte  Ruhe  auf  Fernando  Po.

Im  Laufe  der  nächsten  Monate  wurden  die
Deutschen  all  dieser  widrigen  Verhältnisse  Herr.
Neben  ihrer  fürsorglichen  Tätigkeit  zur  Beschaffung
  gesunder  Wohnstätten  und  Lagerplätze
war  dies  den  mustergültigen  Anlagen  und  Einrichtungen
  zu  verdanken,  welche  zur  Ernährung
der  Truppe,  zur  Krankenpflege  und  zur  Seuchenbekämpfung
  geschaffen  worden  waren.

Die  farbige  Truppe  mit  Anhang  brauchte  zu
ihrer  Ernährung  im  ersten  Jahre,  in  dem  sie
noch  keine  nennenswerten  Farmerträge  ernten
konnte,  monatlich  125  Tonnen  Reis  oder  Mais,
45  Tonnen  Fisch,  25  Tonnen  Fett  und  15
Tonnen  Salz;  dazu  kommen  25  000  Bund  Tabak
  und  1500  Kilogramm  Seife.  Die  Beschaffung
  dieser  Verpflegung  war  ausschließlich  Sache
des  stellvertretenden  Kommandos  in  Santa  Isabel;
zur  Truppe  eingezogene  Kaufleute  standen  ihm
dabei  zur  Seite.  In  den  ersten  Monaten  war
das  Zusammenbringen  der  allernotwendigsten
Nahrung  außerordentlich  schwer,  da  die  von
Spanien  kommenden  Dampfer  unregelmäßig
fuhren  und  anfangs  wenig  brachten.  Von  allen
Seiten,  von  der  Insel,  vom  afrikanischen  Festland
  und  von  den  benachbarten  und  entfernter
liegenden  Inseln  mußten  alle  irgendwie  aufzutreibenden
  Mengen  zu  jedem  Preise  angekauft
und  mit  den  kleinen  Küstendampfern  angebracht
werden.  Erst  ganz  allmählich  mit  dem  nach  und
nach  einsetzenden  Dampferverkehr  kamen  von
Europa  leidlich  regelmäßige  Verpflegungslieferungen
  an.  Mit  Sicherheit  konnte  bis  zuletzt
aber  nie  auf  die  monatliche  Ankunft  von  Verpflegung
  gerechnet  werden.  Infolgedessen  war
das  stellvertretende  Kommando  um  die  Schaffung
von  Dauervorräten  bemüht,  und  brachte  schließlich
  ein  Lager  zusammen,  das  nötigenfalls  für
mehrere  Monate  die  Verpflegung  der  Truppe
sicherstellte.  Zur  Stapelung,  Verwaltung  und
Ausgabe  der  Vorräte  wurde  bei  der  Stadt  ein
Proviantamt  eingerichtet  unter  einem  kaufmännisch
ansgebildeten  deutschen  Truppenangehörigen,  dem
täglich  Hunderte  von  Soldaten  zum  Tragen  der
Das  Straßenbild
  von  Santa  Isabel  war  in  den  ersten  Jahren
kaum  denkbar  ohne  einige  Hundert  farbiger  Soldaten,
  die,  meist  zu  viert,  auf  starken  Stangen
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        W  47  20

die  Säcke  mit  Reis  und  Fisch  und  Kisten  mit
anderer  Verpflegung  vom  Hafen  zum  Proviantamt
  oder  von  da  in  die  Lager  schafften.  Dort
dienten  geräumige  Schuppen  für  die  meist  kurze
Lagerung  der  von  den  Verpflegungsoffizieren  an
die  Kompagnien  verteilten  Vorräte,  die  gewöhnlich
  zweimal  wöchentlich  an  die  Leute  ausgegeben
  wurden.  Von  Zeit  zu  Zeit  erhielten
die  Kompagnien  vom  Proviantamt  auch  Zugaben
an  frischer  Verpflegung,  und  hin  und  wieder
lieferte  die  von  einem  Deutschen  betriebene
Küstenfischerei  frische  Seesische.  Alle  europäischen
und  farbigen  Truppenangehörigen  erhielten  auf
Fernando  Po  ihre  Kameruner  Gebührnisse.  Da
die  Barauszahlung  aus  Mangel  an  spanischen
Münzen  meist  in  deutschem  Gelde  erfolgen
mußte,  das  von  den  spanischen  Faktoreien  in  der
Stadt  nicht  sonderlich  bewertet  wurde,  so  richtete
das  stellvertretende  Kommando  noch  ein  Verpflegungsamt
  für  europäische  Nahrungsmittel  ein,
in  welchem  auch  die  Farbigen  Sachen  kaufen
konnten.  Um  die  Soldaten  möglichst  im  Lager
zu  halten  und  vor  den  bisweilen  recht  erheblichen
Ülbervorteilungen  durch  die  Faktoreien  zu  bewahren,
  wurden  bei  allen  Kompagnien  Verkaufsstellen
  eingerichtet,  welche  beim  Proviantamt
Waren  zu  Einkaufspreisen  bezogen  und  an  die
Soldaten  weiterverkauften.

Die  von  den  meisten  Deutschen  betriebene
Geflügelzucht  fand  auch  bei  den  Soldaten  Nachahmung
  und  wurde  nach  Kräften  gefördert;  für
die  Europäer  lieferte  die  ihnen  freigegebene  Jagd
auf  Antilopen  gelegentlich  Wild.  Außerdem
wurden  vom  stellvertretenden  Kommando  einzelne
Stück  Rinder  zum  Schlachten  angekauft  und  in
den  Lagern  wurde  in  bescheidenem  Umfange
Schweinezucht  betrieben.

Neben  dem  Proviantamt  am  Ausgange  der
Stadt  zum  Lager  I  und  II  lag  das  aus  Holz
gebaute  und  mit  Wellblech  gedeckte  deutsche
Europäerkrankenhaus,  das  im  ersten  Jahre  unter
der  Leitung  eines  Stabsarztes  als  stellvertretenden
Chefarztes  stand.  Er  war  zugleich  der  Leiter  des
gesamten  Gesundheitswesens  für  die  Truppe.

Der  ärztliche  Dienst  in  den  Lagern  wurde
durch  je  eine  Sanitätsdienststelle  wahrgenommen.
Sie  bildeten  kleine  Siedelungen  für  sich  und  enthielten
  alle  für  die  Aufnahme  und  Behandlung
der  Kranken  notwendigen  Baulichkeiten,  Behandlungsraum,
  Apotheke,  Schreibstube,  Krankenbaracken,
  Warteraum,  Wohnungen  für  das  europäische
  und  farbige  Personal,  Küche,  Vorratsraum,
Leichenhalle  und  Aborte.  Mit  Ausnahme  des
Hauptgebäudes  der  Sanitätsdienststelle  III,  das
aus  einem  großen  Kakaoschuppen  hergerichtet

 

worden  war,  waren  sämtliche  Gebäude  und  Anlagen
  aus  denselben  Baustoffen  und  in  derselben
Art  hergestellt  wie  die  Soldatenlager.  Dem  leitenden
  Arzt  einer  jeden  Dienststelle  standen  einige
deutsche  Hilfskräfte  und  etwa  20  farbige  Krankenpfleger
  und  Heilgehilfen  zur  Seite.

Es  wurden  dort  täglich  alle  Angehörigen  der
Truppe  einschließlich  ihres  Anhanges,  die  sich
krank  meldeten,  untersucht  und  behandelt.  Die
Schwerkranken,  deren  Krankheit  voraussichtlich
von  kurzer  Dauer  war,  fanden  in  den  Baracken
Aufnahme  —  in  jedem  Lager  durchschnittlich  50  —,
besonders  die  anfangs  zahlreichen  Darm=  und
Lungenkranken;  die  an  Ruhr  erkrankten  in  abgesonderten
  Häusern.

Alle  andern  Schwerkranken  und  alle  die,  an
denen  größere  Operationen  nötig  waren,  wurden
dem  Eingeborenenhospital  überwiesen,  das  ein
ausgedehntes  Dorf  am  Eingang  des  Lagers  II
bildete.  Sein  Hauptgebäude  war  unter  Leitung
eines  deutschen  Zimmermeisters  erbaut  und  mit
Wellblech  gedeckt.  Es  enthielt  je  einen  Saal  für
innere  und  äußere  Krankheiten  und  einen  Operationssaal
  mit  Zementfußboden.  Die  Nebengebäude
glichen  denen  der  Sanitätsdienststellen.

Ein  Arzt,  zwei  europäische  und  ein  Dutzend
farbige  Hilfskräfte  behandelten  und  pflegten  dort
durchschnittlich  täglich  an  hundert  Kranke,  fast
jeden  Tag  wurden  Operationen  vorgenommen.
—  An  Heil=  und  Arzneimitteln  war  überall  kein
Mangel.

Durch  besondere  Verpflegungszulagen  und
Sonderzuwendungen  wurde  die  Verabreichung
besonderer  Krankenkost  gewährleistet,  und  es
konnte  den  Pflegebedürftigen  je  nach  der  Verordnung
  stets  frisches  Fleisch,  Fisch,  Milch,  Zucker
und  frisches  Gemüse  gegeben  werden.

Nach  Auflösung  des  deutschen  Kommandos
blieben  nur  noch  zwei  deutsche  Arzte  und  ein
ärztlich  ausgebildeter  Missionar  bei  der  Truppe.
Was  sie  an  aufopfernder  Tätigkeit  auch  weiterhin
geleistet  haben,  das  reiht  sich  würdig  an  das  an,
was  ein  jeder  von  den  andern  wenigen  dort
zurückgelassenen  Deutschen  im  Dienste  ihres  Vaterlandes
  getan  hat.

Die  allgemeine  Seuchenbekämpfung  und  Gesundheitspflege
  wurde  überall  in  Kompagnierevieren
  —  wie  früher  in  Kamerun  —  auf  den
Stationen  als  selbstverständliche  Forderung  des
Lebens  geübt  durch  Reinhaltung  aller  Wohnstätten,
dauernde  Beaufsichtigung  der  Trinkwasser=  und
Abortanlagen  und  Beseitigung  der  Mückenplage,
sowie  durch  die  Sorge  für  die  Sauberkeit  der
Leute  an  Körper  und  Kleidung  und  regelmäßige
Untersuchung  der  auszugebenden  Verpflegung  und
Überwachung  ihrer  Zubereitung  in  den  Küchen.
        <pb n="50" />
        W  48  20

Wenn  man  das  Werk  der  Truppe  auf  Fernando
  Po  überschaut,  so  mag  man  mit  Recht
die  Arbeitskraft  bewundern,  welche  die  Eingeborenensoldaten
  darin  gezeigt  haben.  Dabei
braucht  man  die  einzelnen  Leute  nur  beim
Schaffen  oder  nachher  bei  der  Ruhe  zu  sehen,
um  zu  merken,  daß  sie  nicht  wie  Nigger  und
Zwangsarbeiter  sich  abquälten,  sohdern  daß  sie
arbeiteten  und  lebten  wie  Menschen,  denen  die
Arbeit  nicht  als  Schande  und  Demütigung  erschien,
  sondern  als  selbstverständliche  Pflicht  wie
der  Dienst  des  Soldaten  schlechthin.

Nachdem  die  schwersten  Arbeiten  der  ersten
Monate  beendet  waren,  wurde  zur  weiteren  Aufrechterhaltung
  der  Manneszucht,  insbesondere  mit
Rücksicht  auf  die  zahlreichen,  nur  notdürftig  ausgebildeten
  jungen  Mannschaften  im  Einverständnis
mit  der  spanischen  Regierung  exerziert,  soweit  das
ohne  Gewehr  möglich  war.  Auch  Spielleute
wurden  ausgebildet,  und  aus  mehreren  ehemaligen
  Musiksoldaten  wurde  eine  Kapelle  zusammengestellt,
  die  unter  einem  farbigen  Unteroffzier
  als  Musikmeister  aus  kleinen  Anfängen
heraus  zu  anerkennenswerten  Leistungen  fortschritt.

Mit  Freude  können  alle  Angehörigen  der
Truppe  zurückblicken  auf  den  27.  Januar  1917,
den  Geburtstag  des  Deutschen  Kaisers,  an  dem
sie  dem  spanischen  Generalgouverneur  und  den
zu  ihrer  Ablösung  bestimmten  Offizieren  und
Unteroffizieren  geschlossen  zeigen  konnten,  daß  bei
allem  harten  Arbeiten,  Bauen  und  Schaffen  des
ersten  Jahres  auf  Fernando  Po  die  deutsche
Manneszucht  und  Soldatenausbildung  nicht  vernachlässigt
  worden  war.

Es  war  die  letzte  große  Versammlung  der
farbigen  Truppe  unter  all  ihren  deutschen  Führern,
die  mit  ihr  11  Monate  lang  gemeinsam  auf  der
Insel  gearbeitet  hatten.  Es  war  für  die  größere
Zahl  der  Deutschen  der  feierliche  Abschied  von
Afrika  überhaupt.

Keiner  von  ihnen  dachte  dabei  mehr  an  die
Entbehrungen,  Leiden  und  Mühen  der  Vergangenheit,
  ein  jeder  sah  nur  voll  Dankbarkeit  gegen
das  Schicksal  zurück  auf  eine  Zeit  segensreichen
Schaffens  in  einer  herrlichen,  blühenden  Natur.

 

Die  Häuptlingssiedelung  in  Klein-Bokoko
auf  Fernando  Po.

Den  Kameruner  Häuptlingen  mit  ihrem  Anhang
  wurde  nach  ihrer  Überführung  auf  die  Insel
die  alte  verwachsene  Kakaofarm  eines  Negers  an
der  Westküste  etwa  2  Stunden  entfernt  vom  Hafen
San  Carlos  angewiesen.  —  Der  Ort  führte  den
Namen  Klein-Bokoko,  wies  jedoch  zu  Anfang  außer
einem  Wellblechschuppen  nichts  auf,  was  an  eine
Niederlassung  von  Menschen  erinnerte.  Nachdem

 

die  Ankömmlinge  die  allernötigste  Unterkunft  auf
dem  nur  2  ha  großen  von  ihnen  gesäuberten
Platze  gefunden  hatten,  mußten  sie  auf  Weisung
der  spanischen  Regierung  einen  Weg  anlegen,  der
längs  der  Küste  in  westlicher  Richtung  nach  dem
2  Stunden  entfernten  Groß-Bokoko  führte.  Er
trat  bald  näher  ans  Meer  heran,  bald  blieb  er
weiter  landeinwärts  und  hielt  sich  durchschnittlich
500  m  vom  Strande  entfernt.  Die  von  den
Kameruner  Eingeborenen  mit  außerordentlicher
Mühe  in  3  Monaten  angelegte  16  km  lange
Straße  stellte  die  erste  Probe  ihres  Könnens  und
Arbeitens  auf  der  Insel  dar.  Der  Weg  war
5  m  breit,  bei  jeder  Witterung  für  Fußgänger
und  Reiter  gangbar,  für  Radfahrer  und  leichte
Wagen  fahrbar.  Die  zahlreichen  Schluchten  des
Geländes  waren  durch  gute  Brücken  von  oft
5  m  Höhe  aus  Buschholz  überbrückt,  sonstige  Unebenheiten
  waren  durch  Treppenstufen  und  Knüppeldämme
  ausgeglichen.  —  Nach  Fertigstellung  dieser
Arbeiten  wurden  die  Häuptlinge  zu  beiden  Seiten
des  neuen  Weges  von  Bokoko  aus  in  westlicher
Richtung  angesiedelt,  d.  h.  es  wurde  ihnen  der
dichte  Urwald  dort  zum  Bau  ihrer  Dörfer  und
Farmen  zur  Verfügung  gestellt.  Im  Laufe  des
ersten  halben  Jahres  entstand  dort  ein  zusammenhängendes
  Farmgelände  von  über  200  ha  Ausdehnung,
  das  allmählich  auf  500  ha  anwuchs.

Wer  Ende  1917  die  Straße  von  Klein-Bokoko
nach  Groß-Bokoko  herunterritt,  der  sah  zu  beiden
Seiten  stundenlang  nur  weite  blühende  Farmen,
die  sich  rechts  und  links  bis  zum  Meere  hinstreckten,
  und  überall  aus  dem  Grün  die  vielen
Hunderte  sauberer  Hütten  der  nach  Stämmen  angesiedelten
  Häuptlinge  und  ihrer  Leute  herausragen.
  Wer  einmal  sich  erfreuen  wollte  an  dem
Anblick  einer  westafrikanischen  Landschaft  mit  ausgedehnten,
  aus  dem  Urwald  heraus  geschaffenen
Eingeborenensiedelungen,  der  brauchte  nur  vom
Wege  aus  einen  Blick  auf  die  weiten  Niederlassungen
  der  Banes  zu  werfen,  die  noch  die
Spur  des  immer  fortschreitenden  Kampfes  mit
der  Urwildnis  aufwiesen,  auf  die  Wohnstätten  der
Bambelles,  auf  das  Dorf  des  Esum-Häuptlings
Evini  Ngoa,  das  in  üppigen  Makabofeldern  fast
verschwand,  auf  die  weiten  grünenden  Felder  der
Jaundes  mit  den  zahlreichen  überall  zerstreut
liegenden  Dörfern  und  Häusern,  oder  er  brauchte
sich  nur  im  Kanu  des  Oberhäuptlings  Atangana
in  3  stündiger  Fahrt  längs  der  Küste  an  der
Siedelung  vorüberfahren  zu  lassen.  Nach  allen
Seiten  gingen  von  der  Hauptstraße  saubere  gangbare
  Wege  ab,  die  das  ganze  Siedelungsgebiet
durchzogen,  so  daß  jedes  Gehöft  bequem  zu  erreichen
  war.  An  jedem  Dorfe  zeigte  eine  Tafel
Namen  und  Stamm  seines  Häuptlings  deutlich
sichtbar  an.  An  dem  Ausbau  und  der  Unter-
        <pb n="51" />
        W#  49  20

haltung  dieses  Verkehrsnetzes  arbeiteten  die  Eingeborenen
  mit  dem  ganz  besonderen  Eifer,  zu
dem  sie  in  Kamerun  frühzeitig  erzogen  worden
waren.  Die  überall  gleich  gut  gehaltenen  Wege
waren  eines  der  bemerkenswertesten  Kennzeichen
deutscher  Verwaltung  im  tropischen  Afrika.

Derselbe  Geist  sprach  aus  Anlage  und  Aussehen
  der  Dörfer  und  ihrer  Farmen.  Davon
konnte  man  sich  im  tagelangen  Umherstreifen
durch  die  Siedelungen  auf  Schritt  und  Tritt
überzeugen.  Da  war  kein  Dorf,  das  nicht  die
Stammesart  seines  Erbauers  tren  zur  Schau
trug  und  das  nicht  zugleich  Zeugnis  ablegte  von
dem  anerzogenen  Sinn  seiner  Bewohner  für
Ordnung,  Sauberkeit  und  Behaglichkeit.  Das
eigentliche  Siedelungsgebiet  der  Häuptlinge  war
durch  zwei  tiefe  Schluchten,  die  quer  zur  Hauptstraße
nach  dem  Meere  ausliefen,  in  drei  natürliche  Abschnitte
  geteilt.  Einem  jeden  von  ihnen  hatten
die  darauf  angesiedelten  Kamerunstämme  etwas
von  ihrer  besonderen  Eigenart  mitgeteilt.

Den  weitaus  größten  Teil,  den  man  von  San
Carlos  aus  zunächst  erreichte,  hatten  die  Jaundestämme
  und  einige  ihrer  Nachbarn  inne,  hier
sämtlich  vereint  unter  dem  Oberhäuptling  Atangana
von  Jaunde.  Ein  getreues  Abbild  der  Dörfer  in
dem  einst  von  dem  bekannten  Major  Dominik
eingerichteten  Jaundebezirk  boten  diese  Niederlassungen
  dar,  die  hier  in  wenigen  Monaten  aus
dem  Urwald  heraus  geschaffen  worden  waren,  so
die  größeren  Dörfer  mit  ihren  langen  Rindenhäusern
  zu  beiden  Seiten  der  breiten  Dorsstrabe,
die  auf  dasquer  te  größere  Ver

haus  auslief,  die  kleineren  inmitten  ihrer  gartenartigen

  Farmen  und  schließlich  die  Einzelgehöfte
der  einflußreichen  Häuptlinge,  deren  Bau  schon
etwas  an  Europäerhäuser  erinnerte.  Durchquerte
man  auf  der  kunstvollen  Buschbrücke  die  Schlucht
am  Westausgang  der  Jaundesiedlung,  so  betrat
man  die  Wohnstäten  der  anderen  Häuptlinge,  soweit
  sie  nicht  Mohammedaner  waren.  Die  meisten
Gehöfte  unterschieden  sich  kaum  von  denen  ihrer
Nachbarn,  an  die  sie  auch  in  Kamerun  angrenzten,
bei  einigen  wies  allerdings  schon  das  auf  hohen
Pfählen  gebaute  Häuptlingshaus  auf  besondere
Stammesbauart  hin,  und  schließlich  traf  man  auch
auf  Häuser,  deren  spitze,  steile  Dächer,  deren  Holzbekleidung
  und  bunte  Verzierung  den  Einfluß  der
nördlichen  und  östlichen  Graslandbewohner  verrieten.
  Alle  diese  Siedelungen  standen  denen  der
Jaundes  an  Ansehnlichkeit  nicht  nach;  sie  zeigten,
daß  unter  deutscher  Verwaltung  alle  Eingeborenenstämme
  durchweg  in  gleicher  Weise  zu  arbeitsamen,
  ordnungsliebenden  Menschen  erzogen
worden  waren,  ohne  bei  alledem  ihre  angestammte
Eigenart  verloren  zu  haben.

Davon  zeugte  schließlich  auch  nicht  minder  der

 

dritte  Abschnitt  der  Siedelung,  den  die  mohammedanischen
  Großen  des  Graslandes  innehatten,
die  Fulbes,  Haussahs,  Kanuris  und  nördlichen
Lakas.  Sie  unterstanden  sämtlich  dem  Adja
Lisida  von  Ngaundere.  —  Als  letzte  von  allen
waren  sie  erst  zur  Ruhe  gekommen,  nachdem  sie
monatelang  getrennt  von  den  anderen  Eingeborenen
  in  der  Nähe  von  Groß-Bokoko  gehaust
und  die  gut  2  Stunden  lange  Wegstrecke  nach
Klein-Bokoko  ausgebaut  hatten.  Trotzdem  waren
hier  die  Bewohner  des  Kameruner  Graslandes
mit  unermüdlichem  Fleiß  ans  Werk  gegangen,
um  aus  dem  beengenden  Busch  heraus  weit  ausgedehnte
  offene  Flächen  zu  schaffen,  die  ihnen
etwas  wenigstens  ihre  ferne  sonnenbeschienene
Heimat  vorzutäuschen  vermochten.  Mehrere  hundert
Meter  lagen  die  einzelnen  Wohnstätten  der  Großen
voneinander  ab,  eine  jede  von  rauschenden  Maisfeldern
  umgeben,  und  an  der  äußersten  Ecke  der
ganzen  Siedelung  erhob  sich  am  Strand  das  weite
Gehöft  des  Adja  mit  stattlichen  Holzhäusern,
Frauenwohnungen  und  Ställen.

Leicht,  wie  aus  dem  Nichts  entsprungen,  stand
so  das  Bild  der  Siedelung  vor  dem  Blick  des
Beschauers  da.  Und  doch  konnte  man  leicht  erkennen,
  welche  mühselige  Arbeit  erst  von  den  knapp
1500  arbeilsfähigen  Leuten  getan  werden  mußte,
ehe  das  Werk  der  Urwildnis  abgerungen  war.
Um  so  höher  aber  stehen  die  Leistungen  der
deutschen  Eingeborenen  da,  wenn  man  bedenkt,
mit  welchen  Widerwärtigkeiten  sie  auch  auf  Fernando
  Poo  die  ersten  Monate  hatten  kämpfen
müssen.  Zwar  einen  Urwald  nach  heimischer  Art
hatten  sie  hier  bei  ihrer  Ankunft  vorgefunden,  aber
keine  Farmen  darin,  um  daraus  die  nötige
Nahrung  zu  holen,  und  keine  Hütten  und  Dörfer,
um  Schutz  vor  Kälte  und  Nässe  zu  finden.  Anfangs
  lieferte  die  spanische  Regierung  Verpflegung
genug;  aber  je  mehr  Siedler  herüberkamen,  um
so  knapper  wurden  die  Lieferungen;  und  als  die
Kameruner  eben  ein  Unterkommen  gefunden
hatten,  da  mußte  ihnen  das  Hinterland  von  der
spanischen  Regierung  gesperrt  und  der  Marktverkehr
  mit  den  Eingeborenen  verboten  werden,  weil
deren  Farmen  erschöpft  waren.  Wiederum  wurde
der  Hunger  ihr  ärgster  Feind;  und  gerade  in  die
sechsmonatige  Zeit  der  Entbehrungen  fiel  die
Hauptarbeit,  das  Schlagen  und  Roden  des
Urwaldes  und  die  erste  Anlage  der  Farmen.
Daß  die  hartgeprüften  Leute  trotzdem  nie  den
Mut  verloren,  daß  sie  über  alle  Widerwärtigkeiten
  stark  und  tapfer  hinwegkamen,  daß  sie
schließlich  ernten  konnten  wo  sie  gesäet  hatten,
daß  in  ihren  friedlichen  Dörfern  wieder  Gesang,
Tanz  und  Spiel  lebendig  wurden,  das  wird  jeden
Deutschen  Kameruns  mit  Freude  und  Genugtuung
erfüllen;  mit  berechtigtem  Stolz  aber  darf  es  den
        <pb n="52" />
        W  50  20

deutschen  Leiter  der  Siedelung  und  seinen  treuen
Gehilfen  erheben,  die  beide  als  einzige  Deutsche,
als  einzige  Europäer  mit  den  3000  Eingeborenen
das  Werk  geschaffen,  sie  zur  Arbeit  angeleitet,
ermahnt,  ermuntert  und  in  Zug  gehalten  hatten,
die  in  unermüdlichem  Eifer  für  ihre  Verpflegung
sorgten,  all’“  ihre  vielen  Anliegen,  Klagen  und
Wünsche  anhörten  und  nach  Kräften  berücksichtigten,
ihre  Kranken  pflegten  und  heilten,  ihre  Arbeit,
ihre  Erholung  und  ihre  Ruhe  überwachten  und
vor  allem  in  ihnen  das  kindliche  Vertrauen  zu
ihren  deutschen  Herren  erhielten  und  mehrten.
Die  beiden  Deutschen  hatten  den  Mittelpunkt
ihrer  Tätigkeit  und  ihre  Wohnung  am  Strande  angelegt,
  dem  Eingange  zur  Siedlung  von  der
Wasserseite  her.  Die  von  San  Carlos  herführende,
einige  hundert  Meter  vom  Ufer  abbleibende
Hauptstraße  war  von  dort  auf  bequemem  Wege
in  5  Minuten  zu  erreichen.  Indessen  war  der
Wasserweg  für  die  Siedelung  die  Hauptverkehrsverbindung
  mit  San  Carlos.  Alle  Bedürfnisse,
die  nicht  aus  der  Niederlassung  selbst  gedeckt
werden  konnten,  gingen  später  auf  dem  Wasserwege
  über  San  Carlos  ein.  Gerade  in  den
ersten  Monaten  mußten  Mengen  von  Verpflegung
von  dort  hergeschafft  werden,  ja  auch  die  Blätter
und  Stangen  der  im  Siedelungsgebiet  nicht  vorkommenden
  Raphiapalmen,  die  unentbehrlichen
Baustoffe  für  die  Häuser  der  Kameruner  Neger.
Die  vielen  Hundert  von  Trägern,  die  oft  über
einen  Tag  nach  San  Carlos  zum  Lastenholen
unterwegs  waren,  konnte  die  Siedelung  gar  nicht
aufbringen,  ohne  die  ganze  Arbeit  der  Anlage  in
Frage  zu  stellen.  So  ließ  der  Siedelungsleiter
durch  seine  Eingeborenen  Kanus  anfertigen,  die
schon  nach  wenigen  Monaten  einen  Gehalt  von
16  Tonnen  erreichten  und  vollkommen  genühten,
um  den  ganzen  Güterverkehr  der  Siedelung  zu
bewältigen.  Eine  kleine  Bucht  am  Eingang  der
Siedelung  von  Bokoko  wurde  zum  Kanuhafen
ausgewählt.  Am  Strande  wurden  Bootshäuser,
Lagerschuppen,  Werkstätten  und  Wohnhütten  der
Bootsmannschaft  errichtet,  und  so  wurde  ein  Platz
geschaffen,  von  dem  aus  sowohl  San  Carlos  wie
die  einzelnen  Häuptlingsgehöfte  der  Siedelung
zu  Wasser  bequem  erreicht  werden  konnten.  Im
Laufe  der  Zeit  fertigten  auch  einzelne  Häuptlinge
für  sich  selbst  Kanus  an,  und  allmählich  entstand
mit  dem  Bootsbetrieb  auch  eine  kleine  Fischerei,
die  nicht  allein  alle  Anschaffungskosten  in  kurzer
Zeit  wieder  einbrachte,  sondern  sogar  noch  kleine
BarüÜberschüsse  zum  Nutzen  der  Gesamtheit  förderte.
Nahe  diesem  Hafen  lag  der  Siedelungs-Haupthof
  mit  den  Wohnhäusern  der  beiden  Deutschen,
Verwaltungsgebäuden,  Werkstätten,  Ställen  und
allen  sonstigen,  für  den  Betrieb  notwendigen  Anlagen.
  Das  Wohnhaus  des  Gehilfen  stand  etwas

 

abseits  des  weiten,  geräumigen  Gehöfts,  das  des
Siedelungsleiters  bildete  den  Mittelpunkt  des
Ganzen;  es  enthielt  zugleich  Schreibstube  und
Fremdenzimmer.  Es  war  dasselbe  freundliche
behagliche  Europäerhaus,  das  man  früher  überall
im  Kameruner  Waldlande  treffen  konnte,  ein  langgestrecktes,
  auf  Pfählen  ruhendes  Buschhaus  mit
breitem  Blätterdach,  das  die  rings  herumführende
Veranda  überschattete,  und  mit  dem  überdachten
vorspringenden  Treppenaufgang  in  der  Mitte  der
breiten  Vorderseite.  Freundliche  Gartenanlagen
breiteten  sich  ringsherum  aus,  hinter  dem  Hause
lagen,  wie  üblich,  die  zur  Wohnung  gehörigen
Wirtschafts=  und  Diensträume.

Eine  rege  Tätigkeit  herrschte  dort  in  den
Schreibstuben,  eine  Tätigkeit,  die  auch  einen  ganz
wesentlichen  Teil  der  Arbeitszeit  des  Leiters  in
Anspruch  nahm.  Nach  einem  sorgfältig  bis  ins
kleinste  ausgearbeiteten  Wirtschaftsplan  wurde
dort  über  die  der  Siedelung  zugewiesenen  Mittel
verfügt.  Die  Häuptlinge  erhielten  monatliche  Vergütungen
  und  Unterstützungen  für  sich  und  ihren
Anhang;  die  farbigen  Hilfskräfte  mußten  gelöhnt,
anderen  Wartegelder,  Verpflegungszuschüsse,  Botenlöhne
  und  Frachten  bezahlt  werden;  die  Gesundheits=
  und  Krankenpflege  erforderte  erhebliche
Mittel,  desgleichen  der  Unterhalt  der  hier  untergebrachten
  Reittiere  des  Gouvernements,  und  nicht
zum  mindesten  die  Beschaffung  der  besonders  in
den  ersten  Monaten  erheblichen  Mengen  von  Verpflegung
  aus  San  Carlos.  Hand  in  Hand  mit
der  Verwaltung  dieser  Geldmittel,  mit  der  Buchund
  Kassenführung  ging  der  Schriftverkehr  mit
den  spanischen  Behörden,  dem  deutschen  Kommando,
  mit  den  Kaufleuten  und  sonstigen  Gewerbetreibenden
  in  San  Carlos  und  Santa  Isabel.

Von  einem  Trommelturm  auf  dem  Siedelungshof
  wurden  die  Häuptlinge  in  der  in  Kamerun
üblichen  Trommelsprache  zum  Siedelungshof  geladen
  zum  Empfang  ihrer  Gebührnisse  und  zur
Entgegennahme  von  Weisungen  des  Leiters.  Auf
dem  Haupthof  konnten  die  Eingeborenen  in  einer
Verkaufsstelle  Verpflegung  und  die  sonstigen  in
Buschfaktoreien  üblichen  Gegenstände  zu  Einkaufspreisen
  kaufen.  Ein  Wochenmarkt  gab  denen,  die
noch  keine  fruchttragenden  Farmen  besaßen,  die
Möglichkeit,  sich  mit  Frischnahrung  zu  versorgen,
Schuster-,  Schneider-,  Tischler=  und  Korbflechterwerkstätten
  boten  ihnen  die  Möglichkeit,  ihre
Kleidung  und  Wohnungseinrichtung  zu  ergänzen
und  zu  vervollständigen.  Von  Zeit  zu  Zeit  lieferte
der  Viehhof  der  Siedelung  den  Häuptlingen  einige
Schweine  zu  Zuchtzwecken.

Alle  im  Schreibstuben=  und  Wirtschaftsdienst
tätigen  farbigen  Angestellten  und  Arbeiter  hatten
nahe  dem  Haupthof  nach  dem  Kanuhafen  zu  ihr
geräumiges  Dorf  mit  reichlichen  Farmanlagen.
        <pb n="53" />
        *

Zur  Hebung  der  Gesundheit  war  von  der
Siedelungsleitung  das  Menschenmögliche  getan
worden,  und  so  war  nach  Ablauf  der  ersten
Monate  der  Gesundheitszustand  der  Siedelungsbewohner
  recht  gut.  Die  peinliche  Sauberkeit  der
Anlage,  die  vom  Siedelungshof  hinunter  bis  in
die  kleinste  Hütte  hinein  herrschte,  fiel  jedem  Besucher
  sofort  auf.  Die  sämtlichen  Quellen  waren
da,  wo  sie  aus  den  Hügeln  heraustraten,  in
Zement  gefaßt,  so  daß  eine  Verunreinigung  des
Wassers  durch  Schöpfgefäße  oder  auf  sonstige  Weise
ausgeschlossen  war.  Die  Abortanlagen  mit  Rauchentwicklung
  oder  unmittelbarer  Meerwasserspülung
wurden  aufs  peinlichste  überwacht.

Eine  Viertelstunde  vom  Hauptdorfe  entfernt,
abseits  auch  von  den  Häusern  der  Eingeborenen,
war  am  Strande  ein  Hospital  eingerichtet,  in
welchem  in  4  getrennten  Gebäuden  über  60  Kranke
Unterkunft  und  Pflege  finden  konnten,  und  bei
dem  sich  täglich  die  Leichtkranken,  meist  Leute  mit
kleinen  Verletzungen,  zur  Behandlung  einstellten.
Dort  hatte  jeder  sich  der  Schutzpockenimpfung
unterziehen  müssen.  Der  Siedelungsleiter  war
nicht  nur  der  Schöpfer  dieser  Anlage,  sondern  er
war  auch  zugleich  der  einzige  Arzt  aller  derer,  die
dort  Hilfe  suchten.

Auf  dem  Gebiete  der  Gesundheitspflege  in
den  Tropen  hat  kein  Kolonialvolk  die  deutsche
Nation  auch  nur  annähernd  erreicht;  und  was
hier  in  Bakoko,  unter  den  widrigsten  Verhältnissen
mit  den  beschränktesten  Mitteln  und  bei  den  geringsten
  Hilfskräften  auf  diesem  Gebiet  geleistet
worden  ist,  das  kann  man  mit  Freuden  einem
jeden  als  vorbildliche  und  mustergültige  deutsche
Kulturarbeit  zeigen.

Den  getreuesten  Mitarbeiter  und  Gehilfen
hatten  die  beiden  Deutschen  in  dem  Oberhäuptling
  Karl  Atangana  der  Jaundes.  Ihm  war
für  die  Zeit  auf  Fernando  Po  die  Häuptlingschaft
  über  alle  nicht  mohammedanischen  Stämme
übertragen  worden.  Wie  einst  über  seine  Jaundes,
  so  übte  er  hier  über  alle  Waldlandleute
die  Gerichtsbarkeit  aus  als  Vorsitzender  des  Eingeborenen-Schiedsgerichts,
  das  allerdings  bei  der
Friedfertigkeit  der  Siedelungsbewohner  nur  wenig
in  Tätigkeit  zu  treten  brauchte.  Seine  überragende
  Stellung  zeigte  sich  äußerlich  in  der
großzügigen  Anlage  seines  Wohnsitzes,  der  sich
stolz  aus  der  Siedlung  seines  Stammes  heraushob,
  in  dem  Umfang  seiner  Farmen,  in  seiner
Kleinviehzucht,  in  seinem  Kannbesitz  und  seinem
Fischereibetrieb.

So  bildete  die  Siedlung  Atanganas  und
seiner  engeren  Sippe  den  eigentlichen  Mittelpunkt
der  ganzen  Eingeborenenniederlassung.
und  Schule  hatten  dort  ihren  Platz  gefunden.

teilnahmen.

Kirche.

 

51  20

Zur  Abhaltung  des  Gottesdienstes  besuchten  gelegentlich
  Missionare  die  Siedlung.  Der  Schulunterricht
  wurde  von  einem  farbigen  Lehrer  an
etwa  60  Kinder  erteilt  nach  Art  der  Regierungsschulen
  in  Kamerun.  Einen  besonderen  Lehrgang
hatte  Atangana  selbst  eingerichtet,  für  schreibkundige
  Eingeborene,  an  dem  etwa  300  Leute
Er  bezweckte  damit,  seinen  Landsleuten
  in  ihrer  Muttersprache  eine  Schriftsprache
  zu  schaffen  und  ihnen  das  Wesen  und
den  Aufbanu  der  Sprache  klar  zu  machen.  Er
hatte  für  diesen  Unterricht  selbst  eine  ausschließlich
auf  Jaunde  abgefaßte,  verständliche  Grammatik
geschrieben.

Der  wesentliche  Einfluß  Atanganas  auf  seine
Bolksgenossen  beruht  indessen  nicht  auf  seiner
äußeren  Machtstellung,  sondern  darauf,  daß  er
bei  gründlicher  europäischer  Bildung  und  Erziehung
  seine  Stammesart  nicht  aufgegeben  hat,
daß  er  getreue  Sohn  seines  Volkes  geblieben  ist.
Seiner  Bildung,  die  sich  nicht  auf  äußere  Kenntnisse
  beschränkt,  dankt  er  die  klare  Einsicht,  daß
er  und  seine  Volksgenossen  einstweilen  ohne  die
deutsche  Leitung  nicht  auskommen  können,  daß
die  deutsche  Herrschaft  aber  auch  die  sichere  Gewähr
  für  eine  gesunde  geistige  und  wirtschaftliche
Entwicklung  der  Neger  bietet.  Seine  ruhige  und
sichere  Lebensauffassung,  die  er  deutscher  Zucht
verdankt,  hat  ihn  vor  dem  Wahne  jener  liberianischen
  Großneger  bewahrt,  welche  meinen,
daß  Freilassungsbriefe  und  Unabhängigkeitserklärungen
  auch  die  eigene  innere  Unfreiheit  aufheben
könnten.  Als  an  Antangana  einmal  einer  der  vielen
gedungenen  Versucher  auf  Fernando  Po  herantrat,
um  ihm  vorzuhalten,  daß  in  anderen  Kolonien
die  Neger  zu  größerem  Reichtum  kämen  als  gemeiniglich
  in  Kamerun,  antwortete  er,  der  selbst
ein  Jahr  lang  in  Deutschland  gewesen  war,  ganz
ruhig:  „Wir  haben  kein  Verlangen  danach,
schwarze  Europäer  zu  werden!“  Niemand  weiß
besser  als  Atangana,  daß  seine  Stammesgenossen
die  ersten  wären,  die  nach  solchen  Verlengnern
ihres  eigenen  Wesens  mit  Steinen  werfen  würden.
Sie  haben  noch  das  gesunde,  natürliche  Gefühl,
daß  für  sie  die  eigene  Art  die  beste  ist,  daß  man
diese  Eigenart  pflegen  und  ausbilden  muß,  um
voranzukommen,  daß  man  sie  aber  nicht  aufgeben
  kann,  ohne  sich  selbst  damit  aufäugeben.

Daß  die  Kameruner  Eingeborenen  ihrer
Eigenart  treu  geblieben  und  doch  kein  rohes
Naturvolk  mehr  sind,  daß  sie  dafür  ihren  deutschen
  Herren  gegenüber  dankbare  und  anhängliche
Gesinnung  hegen,  dafür  legte  auch  die  Siedelung
in  Klein-Bokoko  das  beste  Zeugnis  ab.

Am  Ende  ist  die  viel  geschmähte  deutsche

Art,  die  Eingeborenen  zu  behandeln,  doch  die

richtige.
        <pb n="54" />
        52  20

Die  Arbeit  der  Deutschen  auf  Fernando  Po

hat  die  segensreiche  Wirkung  gehabt,  das  manch'
einem,  der  bis  dahin  ihre  Wirksamkeit  im  tropischen
  Afrika  nur  aus  den  verleumderischen  Augaben
  ihrer  Gegner  kannte,  die  Augen  geöffnet
sind.  Zahlreiche  Leute,  die  von  vornherein  nicht
gerade  Freunde  der  Deutschen  waren,  aber  doch
überall  sachlich  und  gerecht  urteilen  wollten,
haben  das  Leben  und  Arbeiten  der  Eingeborenen
Kameruns  und  ihrer  Herren  nun  lange  und  eingehend
  genug  betrachten  und  beobachten  können,
um  daheim  eingestehen  zu  müssen,  daß  die  deutsche
Arbeit,  insbesondere  die  deutsche  Erziehungsarbeit
an  den  afrikanischen  Negern,  die  allerhöchste
Achtung  gebietet;  und  das  die  Gegner  Deutschlands
  durch  den  Fleiß  und  die  Dauer,  die  sie
auf  die  böswillige  Verleumdung  deutscher  Kulturarbeit
  in  Afrika  verwenden,  eigentlich  nur  beweisen,
  wie  hoch  sie  diese  in  ihrem  Innern  selbst
einschätzen.

Schließlich  mag  es  den  Deutschen  gleichgültig
sein,  was  ihre  Feinde  über  ihr  Wirken  in  Afrika
verbreiten,  um  sich  selbst  vor  der  Welt  in  ein
besseres  Licht  zu  setzen.  —  Sie  sind  zufrieden  in
dem  Bewußtsein,  daß  ihre  Eingeborenen  wenigstens
  —  und  schließlich  einmal  auch  die  anderen
  Neger  des  mittleren  Afrika  —  sich  durch
die  Hetzereien  ihrer  Gegner  nicht  mehr  beeinflussen
  lassen.  Die  farbigen  Soldaten  und  die
anderen  Eingeborenen  Kameruns  haben  auf  Fernando
  Po  selber  in  das  Leben  und  Treiben  an- 



ohne  Neid,  ja  mit  Geringschätzung  das  Zerrbild
europäischen  Wesens  an  den  amerikanischen  und
liberianischen  Hosennegern  geschaut.  Sie  haben
aus  den  Schilderungen  ihrer  zahlreichen  Kameraden
  aus  Monrovia  mancherlei  über  die  Negerrepublik
  Liberia  erfahren.  Sie  haben  in  Santa
Isabel  einen  widerwärtigen  farbigen  Stadtpöbel
kennen  gelernt,  am  Hafen  alle  die  traurigen  Abstufungen
  europäischer  und  farbiger  Blutmischung
und  in  den  Nachbardörfern  eingeborene  Neger
der  allerniedrigsten  Kulturstufe.  —  Sie  haben
nur  noch  gelacht,  wenn  bezahlte  farbige  Werber  und
Hetzer  die  Zustände  französischer  und  englischer
Kolonien  im  Gegensatze  zu  den  angeblich  barbarischen
  Verhältnissen  in  deutschen  Schutzgebieten
rühmten  und  haben  ihnen  angeraten,  sich  doch
erst  einmal  deutsche  Arbeit  anzusehen.

Die  deutschen  Eingeborenen-Soldaten  werden
in  späteren  Jahren  in  ihren  heimatlichen  Dörfern
zwar  nichts  vom  Krieg  in  Europa  und  von  der
Huld  weißer  Frauen  zu  erzählen  wissen,  wie  ihre
wenigen  überlebenden,  verstümmelten  und  verdorbenen
  Kameraden  vom  Senegal,  Niger  und
Kongo,  aber  sie  können  mit  berechtigtem  Stolze
sagen,  daß  sie  ihr  Heimatland  zusammen  mit
ihren  europäischen  Herren  treu  und  tapfer  gegen
eine  erdrückende  Übermacht  bis  zum  äußersten
verteidigt,  und  daß  sie  danach  auf  der  gastlichen
spanischen  Insel  in  friedlicher  Arbeit  den  deutschen
Namen  und  die  deutsche  Art  auch  weiterhin  zu
Ehren  gebracht  und  hochgehalten  haben.

 

derer  Kolonialvölker  Einblick  getan;  sie  haben
Literatur-Bericht.
Deutschlund  mul  seine  Kolonien  wiederhaben!]gegebenen  „Englischen  Urteile  über  die

Eine  sehr  eindringliche  Begrügdung  unseres  Rechts
und  Anspruchs  aoß  Kolpnisberste  enthült  der  sceben
im  Verlage  von  Dietrich  Reimer  (Ernst  Vobsen),
Berlin,  erschienene  Abdruck  cincs  Vortrags,  den  der
frühere  Bezirksrichter  Dr.  Oeschel  über  das
Themn  Deutschland  muß  seine  Kolonien  wiederhaben“
  gehalten  hat.  Die  kleine  Schrift  klingt  in
den  dringenden  Mahn-  und  Sorgenruf  aus:  „Deutsches
Volk.  erhebe  Deine  Stimme  gegen  die  drohende  Vergeraltigung
  Uber  Deine  Zusunft  wird  jetzt  entschicden!““


Engllinder  und  Amerikaner  Über  die  deutsche
Kolonlsntionsurbelt!  Das  glünzendste  Zeugnis  für
ie  Befühigung  der  Deutschen  zur  Kolonialpolitik
und  der  schlagendste  Beweis  für  die  Notwendigkeit
der  Mitarbeit  Deutschlands  an  den  Kulturaufgaben
in  den  Kolonialgebicten  bilden  die  von  Dr.  A.  Mansfeld
  und  G.  Hildebrand  im  Verlage  von  Dictrich
Reimer  (Ernst  Vohbsen)  in  Berlin  (Preis  1  ./%4)  heraus- 



deutsche  Kolonisationsarbeit“.  Diese  Urteile
enlicher!  und  amcrikanischer  Kolonialpolitiker  sollten
im  In-  und  Ausland  in  ssen  verbreitet  werden
als  Ltes  Propagandamittel  für  unsere  Forderung
auf  Rückerhalt  unserer  Kolonien.

Beachtenswerte  Vorschilge  über  die  Hebung
der  Eingeborenen  In  den  Kolonien,  die  sich  zu  einem
zielbewußten  Programm  verdichten,  veröffentlicht  Bezirksrichter
  G.  Weber  in  einer  interessanten  Schrift
unter  dem  Titel  Kulturschulung“.  Verlag  von
Dictrich  Reimer  (Ernst.  Vohsen),  Berlin.  Preis  1  ./#.
Die  hier  von  einem  genauen  Kenner  der  kolonialen
Verhältnisse  und  der  Eingeborenenpsyche  niedergelegten
  Anschauungen  und  Grundsätze,  die  in  der  Forderung
  systematischer  körperlicher  und  gesstiger
Schulung  der  dem  Europüer  anvertrauten  Schutzbefohlenen
  gipfeln,  enthalten  vielce  neue  (iesichtspunkte
und  verdienen  weiteste  Verbreitung.
        <pb n="55" />
        W  53  20

Neue  Literatur.’)
IV.
Zusammengestellt  in  der  Bibllothek  des  Relchs-Kolonlalamts.

Dle  elngerelchten  Bücher,  deren  Aufrählupg,  and  Besprechung  sich  die  Redaktion  durchaus  vorbehllt.  werden  unter
en  Umständen  zurückgesandt.

I.  Geschichte  und  Folitik.
Deutsche  und  französische  Elngeborenenbehandlung.
  Eine  Erwiderung  auf  die  im  „Journal  Officiel
de  la  République  Française“  vom  8.  November  1918
und  5.  Januar  1919  veröffentlichten  Berichte.  Berlin:
D.  Reimer  1919.  107  S.
ensa  )  4  *

*Foss.  M.:  Der  See-  und  Kolonialkrieg  1914/16.
Eine  n  der  Ruhmestaten  dt.  Scelcute  und
Schutztruppen  im  Weltkriege.  Bd  1.  Halle:  Mühlmann
  1919.  80.  E

*  Kolbe,  Franz:  Die  Entente  und  die  deutschen
Kolonien

in:  Deutsche  Politik  1919,  Ig  4,

*  Kolbe,  Franz:
erfordert  die
Deutschland.

in:  Deutsche  Politik  l18.  ——  4

LKolbe,  Franz:  Die  Interessen  der  Eingeborenen
und  die  deutsche  Kolonialpolitik.  Unser  Recht  auf
Kolonialbesitz.

Aus:  Preuhische  Jahrbücher  1919,  Bd  176.  lo

Kolbe,  Franz:  Was  hat  England  im  Interesse
der  Eingeborenen  getan?
in:  Deutsche  Politik  1919,  Jg  4,  S.  364  ff.  le:

„Kolbe,  Franz:  Wilson  und  die  deutschen  Ko-Das

  Interesse  der  Eingeborenen
Rückgabe  der  Südseekolonien  an

onien

in:  Deulsche  Politik  1919,  Jg  4,  S.  267  ff.  (½

*  Lewinski,  Aes  von:  Unter  Kriegswettern  in
eterrik-:  Lpeig:  .  J.  Frankenstein  &amp;amp;  Wagner.
16

Poeschel,  Hans:  Deutschland  muß  seine  Kolonien
  wiederhaben.  Ein  Vortrag  .  Berlin:  D.
Reimer  1919.  27  8.  80.  (o

*Solf,  W.  H.:  Kolonialpolitik.  Mein  politisches
Vermächtois.  Berlin:  7r  1919.  VIII,
99  S.  80.  l10

Thurnwald,  Richard:  Politische  Gebilde  bei  Naturvölkern.
  Ein  e  Jstemat.  Versuch  üb.  die  Anfünge
des  Staats.)  (Auf  Grund  eigener  Forschungen  in
der  Südsee.)

in:  Zeitschrift  für  Verleiehende  Rechtswissenschaft.
1919,  Bd  37,  S.  3röff

—Ummermann  Ewil,  u.  Dove:
Kolonialpolitik.  2

Völkerbund  und
wei  Erwiderungen  auf  Heft  5:  John

obson:  „Die  offene  Tür“.  Brandenburg:  1919.
Wiesike.  25  S.  80.
(Weltwirtschaft  u.  Weltfriede,  H.  6.)  (U2

*  Hoensbroech,  Paul  Graf  von:

Wilhelms  II.  Abdankung
  und  Flucht.  5.  Aufl.
61  S.  de.

Berlin:  Curtius  1919.
13

*  Willson.  Das  staatsmännische  Werk  des  Prüsidenten
  in  seinen  Reden.  Hg.  von  Gcorg  Ahrens
und  Car!  Brinkmann.  Berlin:  D.  Reimer  1919.
XV,  309  S.  00  tu4

*)  Mlt  elnem  sind  die  Tltel  der  Werke  bezelchnet,  welche
bel  der  Redaktion  des  Kolonlalblattes  e  k  mit  einem
dlejenigen,  welche  von  der  Blibllothek  des  Relchs-Kolonlalamts
kuflich  erworben  wurden

S.  202ff.  la

 

II.  Geographie,  Reisebeschreibungen,
Ethnographie,  Archäoclogie.
*Die  ebücher  von  Dr.  Emin  Pascha.  H#sg.
.  von  nz  Stuhlmann.  Hamburg,
Binuhschweig.  Berlin:  Westermann  1919.  8e.  lis
*Reehe,  Otto:  Abel  Jansz2zoon  Tasmans  Reise  lüngs
der  Küste  von  Kaiser-Wilhelms-Land  im  Jahre  1643.
Mit  1  Tafel  u.  2  Textfig.
Aus:  Mütcilungen  der  Geograph.  Gesellsch.  in
Hambun,  Bd  31.  16
*  Lehmann,  Hugo:  Die  Vorkultur  der  Menschheit.
Aus:  Archiv  f.  Antbropologie,  N.  F.,  BT&amp;amp;  16.  117

III.  JNaturwissenschaften.

7.  Dinter,  K.:  Index  der  aus  Heutsch-Südwestafrika

  bis  zum  Jahre  1917  bekannt  gewordenen
Pflanzenarten.
Aus:  Fedde,  Repertorium  XV.  1917/18.  lis

IV.  Medizin.
*  Deppe:  Frauenürztliches  aus  Deutsch-Ostafrika.
Aus:  Zentralblatt  f.  Gynäkologie  1914,  Nr.  40.  0

Emmerich,  Emil,  und  Hallenberger,  Otto:
Sind  Irypancsomiusis  und  Splli  verwandte  Krankheiten?
  Mit  1  sehwarzen  Tafel.

Aus:  Archiv  f.  Schiffs-  und  tropenhygiene  1919,
Bd  23.  (20

*  Hallenberger,  Otto:  Uber  den  diagnostischen

Wei#des  Blutbildes  bei  Pocken.

Aus:  Zeitschrift  für  klinische  Mcdizin,  Bd  86.
H.  5  u.  6.  121

Schellhase:  Uber  das  Vorkommen  von  kokkenähnlichen
  Gebilden  in  den  Lungenexsudaten  von
Tieren,  die  Lungenbrustfellentzündung  leiden
Lansteckende  Lungenbrustfellentzündung  der  Ziegen,
Schweincpest  usw

Aus:  “2ôz  für  Infektionskrankheiten  1919,
Bd  20,  122

V.  Rechtswissenschaft  und  Verwaltung.

*Bendix,  Ludwig:  Völkerrerhtsverlctzungen  Großbritanniens.
  Breslau:  Kern  1910.  VIII,  119  S.  80.

(Zeitschrift  f.  Völkerrecht,  Bd  10,  Erg.  110  3.)  123

Branm,  Johann:  HDie  juristische  Persönlichkeit,
im  katholischen  Missionswesen.

in:  Zeitschrift  für  Missionswissenschaften  1918,
Jg  8,  S.  233ff.

Jolly,  J.:  Eine  neue  indische  Rechtsquellc.

in:  *  eitscheilt.  für  vergleichende  Rechtswissenschafe,
1919,  Bd  37,  S.  329  k.  "2„

*Schmidt,  Alng:  Die  Bedeutung  der  vergleichenden
Rechtswissenschaft  für  die  Ethnologie

in:  Zecitschrift  für  vergleichende  -echtswiesenschafe
1919,  Bd  37,  S.  318  ff.
        <pb n="56" />
        G  54  20

VI.  Volkswirtschaft,  Gesellschaftswissenschaft
  und  Statistik.
*  Handbuch  wirtschaftlicher  Verbände  und  Vereine
J

des  Deutschen  Reichs.  Ig  1919.  2.  verb.  u.  verm.
Aufl.  Berlin:  Spacthe  &amp;amp;  Linde  1919.  XII,
1176  S.  Po.  27

Lange,  F.:  Das  neue  Siedlungsgesetz.  Verordnung

  z.  Beschaffung  v.  landwirtschaftl.  Siedlungslande
vom  29.  1.  1919  nebset  e.  großen  furb.  Karte  z.  Darstellung
  d.  Verschiebung  d.  landwirtschaftl.  Besitzverhältnisse
  in  Deutschland  mit  erl.  Bemerkungen
von  Bezirksamtmann  G.  Kaisenberg.  Berlin:

Reimer  1919.  12  S.  80.  128

VII.  Handels-  und  Finanzwissenschaft.

*  Neißner,  Walther:
hungen  zu  den  PVereini
Cöthen:  Schulze  1919.

(Veröffentlichungen  des
Instituts.)

(Bibliochek  der
Nr.  3.)

Argentiniens  Handelsbezien
  Staaten  von  Amerika.
III.  363  S.  80.

Ibero-  Amerikanischen

VIII.  Land-,  Forst-  und  Hauswirtschaft,
Jagd,  Flscherei.
Vacat.

„Cultura  Latino-Americana“,
l“

 

IX.  Bau-  und  Ingenieurwissenschaft.
Verkehr.
*  Baltzer,  F.:  Dic  belgische  Kongo-Eisenbahn  von
Matadi  nach-  Leopoldstille.
in:  Zentralblatt  der  Bauverwaltung  1919,  Jg  39.
Xr.  36.  S.  189ff.  l
X.  —  und  Hüttenwesen.
Vacat.
XI.  Gewerbe  und  Industrie.
Vacat.
XII.  Unterricht  und  Sprachwissenschaft.
Vacat.

XIII.  Religion  und  Mission.

Welshaupt,  5l.:  Gottes  Spuren  im  afrikanischen
Bergland.  Bi  4ar  aus  der  Leipziger  Missionsarbeit  in

Deutsch-Ostafrika.  2.  Aufl.  Leipzig:  Erang.-Luth.
Mission  1918.  47  S.  80.  [31
XIV.  Schöne  Literatur  und  Kunst.
Vacat.

XV.  Heer  und  Marine.

"  d.  i.  Winfriel  Lidegrel  Frarsseche
Kolonialmilitarismus.  80.  32
XVI.  Verschiedenes.

Vacat.

WA

Verantwortlicher  Redakteur  für  den  nichtamtlichen  Tell:  Oskar  Biesenthal,  Berlin.
Verlag  und  Druck  der  Buchhandlung  und  Buchdruckerei  von  E.  S.  Mittler  &amp;amp;  Sohn,  Berlin  SW  68,  Kochstraße  68—71.
        <pb n="57" />
        DRESDNER  BANK.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Akltirn.  Bilanz  per  31.  Dezember  1918.  Passika.
%  Pr.  ol.  *5  5u  Vr..
Kassc.  fremde  (ieldsorten,  Akticn  Kupial-  Konto  200  000  000
Zinsscheinc  u.  Guthaben  Rücklage  "  ·
bei  Noten-  und  Abrech-  Rücklage  250000—
nungsbanken  391  588  161  70  Pr  Rũe  klage-  Kio.  681536  —
Wechsel  und  unr  erzinsliche  länbiger:
Schatzanweisungen  2  371  830  415.—%9  Nostror  eorpllichtungen
a)  Wechsecl  u.  unr  crzinsliche  (einschl.  der  für  Reich  und
Schatzanweisungen  des  Reichsbank  übernommen.  39  006  050  25
Reichs  und  der  Bundes-  b)scitens  der  Kundschaft  bei  »
statuten.  .  2371830415  —  Dritten  benutzte  Kredite  1  79r  981  05
b)  eigene  Akzepte  —  —  c)  Guthaben  deutseher  Ban-J%)
  eigene  Zichungen  —  —  ken  und  Bankfirmen.  218  330  50125
d)  Solawechscl  der  Kunden  d))  Einlagen  nuf  provisionsan
  die  Order  der  Ban  —  —  freier  Rechnung  ·  z138482374130
xoslmgmhuhcnhcl  Banken  I.  innerhalb  7  Tagen  fünt  622  656  716  70
und  Bankfirmen  104  414  427  55  2.  erübeer  hinaus  bis  zu  *
Reports  u.  Lombards  ##.  gegen  »  3  Monaten  fällig  433659239  65
böfengäng.  Wertpaupiere.  320  176  391  50.  3.  nach  3  Aonaten  füllig328507784  95
Vosschüsse  anf  Waren  und  %)  sonstige  Glänbiter  .  s250676749903
Warenverschiffungen.  13  399  722  35  I.  innerbalb  7  Tagen  füllig  1465197329  85
Unv.  a.  Bilanztage  gedeckt,  "  2.  darüber  hinaus  bis  zu
a)  durchWaren.  Fracht-oder  1  3  DMonaten  füllirt  9193896269  3
Lagerscheine...  ..  8196270  35  3.  nach  3  Monaten  füllig.1218838992
b)  durch  and.  Sicherhciten.  258759  45  AAbtzepte  und  Schecks  63  699  90775
Eigene  Wertpapiere  n  118724  325,40kzeprte.  P0587060  15  "
a)  Anleihen  und  rerzinsliche  v  Db0q  noch  nicht  eingelöste  .
Schatzanweisungen  |  Scheecks.  13112847  60
Reichs  u.  d.  Bundesstaalen1250320|0„5  .  ;
((lm·on.-«86876809,65  JAuBokdcm
verzinsl.  Schatzanweis.)  Aurual-  und  Bürgschafts-Db
  sonstige  bei  d.  Reichsbank  «  verpflichtungen  (einschl.
u.  anderen  Zentralnoten-  .  der  f.  Reich  und  Reichsbunken
  belceihbare  Wert-  "  bank  übernommenen)
Dapiere  .  2650796.90  "„  4156516390,55
c)  sonstige  sn*i  '  1(«1gcne  Jlehunganx—
Wort  2777645260  .  davon  f.  Rechnung
d)  sonstige  *  er  tpapiere  624675495  a  Dritter  —
Konsortialbeteiligungen.  1  56  532  42180|  Weiterbegebenc
Dauernde  Betciligungen  bei  Solawechsel  der
aern  Banken  u.  Bank-  Kunden  an  die
lirm  67  387  914/55  Order  dergank.  —
Schulimerin  lanf.  **  I/10/8  128  66130  I
z)bc(c»«9«  686963  454  os  Dividenden  ·  Konto  .  426360—
b)  ungedeckte  361  16520725  Fensions-Fonds-Konto  5528  170  25
außer#lem  Aval-  u.  Birg-  Küei-  Frierich-  August-  085
schaftsschuldner  6  tistng  11820  50
156516  390,55  »  Georg-Arnstacdt-  Stiftung.  152  272  35
hierunter  Aval-Forderun-  1  berfengopoonten  1  er  Zengen
  an  Reich  u.  Reichs-  »  trale  un  ilialen  unter-  *  --bmlkwlkpæwæw
  einander  .  .  3.41  105  05
Bunkgebäude  ·  4299«8th  Reingeiunn......  «  31202  87920
Sonstige  lmmobilien  3923  136,  *  1
Mobilien-Konto  1019  10  35  «
lensions  Fonds-  Effekten-  ·
»  .-«).-)34zs(--10’  ;
kaekten  Konto  der  König-Priedrich-August-Stiftung
  95.  205°—  ·
Fffektenlconloder(-eorg-Aknstaedtsstiftnnss
  12J2  )0  —.
Saldo  der  Zentrale  u.  aus-  I
würtigen  Abtcilungen  mit  *
unscrer  Niellerinssung  in
London  .  20  126  165.80
96000  815  1590  000  815  —
Oresden,  den  31.  Dezember  1918.
oRESDODNER  BAN  K
E.  Gutmann.  Nathan.  Judell.  Herbert  M.  Gutmann.  Hrdina.  Kleemann.
        <pb n="58" />
        DEUTSCHE  BAMNK,  BERLIN.

Abschlulh  am

381.  Dezember  1918.

Verbindlichkelten.

 

Bargeld.  Sorten,  Zinsscheine  und  Guthaben  bei
Abrechnuntsbanken  .  .

UutbubcnbuRankenun(1lianletrnicn

Wechsel  und  unverzinsliche  Schatzanweisungen

Verzinsliche  Deutsche  Schatzanweisungen

Report-  und  Lombard-  Vorschüsse  gegen  börsen-Füngie

  Wertpapiere
(durunter  515  Nillionen  an  Stidte  und  sonstige
Körperschaften)

Vorschüsse  auf  Waren  und  Warenverschiffungen
(Gdavon  am  Ahsechluetage  durch  Waren,  Verschiff.-Puniere
  usw.  gederkt  51  Millionen)

Eig.  Wertpupierc:  Gesamtbestand.-5  583  610,92
Anleihen  des  Reichs  und  der  Bundesstaaten

 

sonst.  bei  d.  Reichsbunk  belcihb.  Wertpapiere
sonstige  börsengüngige  Wertabiere  ...
nieht  nolierte  VW  ertpapiere
Beteiligung  an  Gemeinschafts-  Unternehmuntken
Dauernde  Beteiligung,  bei  and.Banken  u.  Firmen
Schuldner  in  laufender  Bechmung
gedeckteo  ...-.
nagt-deckte  ...  .
(außerdem:  Schuldner  aus  5  Fcheisteten  Burgschal.

ten  188  Millionen)

Forderungen  un  das  Reich  und  die  Reichsbank
aus  für  Rechnung  derschlben  übernommenen
Verbindlichkeiten  .  ...-.-Bankgebäude

  .........

Sonstiger  (irundbesst

Verschiclenes  ...-.....

%  bl.

10  197  537
11  787  464
1  763  118

34
30
30

W“  1

468  432  112—
282  706  9
4616  S  660
3|11
624  101  52  %%

50  000  451  61

9

          

 

18  835  520  98
620TJJTOKS0

26  718  *- 



 

 

825  876250
180  830  269

67
·

23  845  648.09
39  676  414,30

1  006  706  519  74

 

 

 

432  320  233
40  000  000

18

 

Ausgaben.

7833  010  02012

 

Gewinn-  u

   

Grundvermögen

Rücklaken:  gesetzlich  vongerehrichene

kroe

Glänbiger  in  laufender  Kechnung

Verpflichtungen  für  eig.  Rechnung  (dar.  3311991,60
noch  nicht  ublösbare  Hypothek.  auf  uns.  Grundbesnuz)  3

seitens  der  Kundschaft  bei  Dritten  benutzte  Kredite
Guthaben  deutscher  Banken  und  Bankfirmen.

Einiugen  auf  gebührenfreier  Rechnung

innerhalb  7

Tugen  fällig

darüb.  hinaus  bis  zu  3  Mon.  fäll.
nach  3  Monaten  füllig
sonstige  Glüänbiger

,-innerhalb



Tagen  füllig

darüb.  hinaus  bis  zu  3  Mon.  füll.
nach  3  Monnten  fällig

Akzepte:  eigentliche
noch  nicht.  eingelöste  Schecks

(auerdem:  geleist.  Börgschaften  482  ainonn
za  Rechnung  des  Reichs  und  der  Reichsbank  über-Für.



nommene  Verbindlichkeiten
Sonstige  Verbindlichkeiten
Unerhobene  Dividende

Dr.  Georg  von  Siemens-  Fond  für  die  Beumten

Rückstellung  für  Zinsbogenstener.

Ubergangsposten  der  eigenen  Stellen  untereinander.
Zur  Verteilung  verbleibender  Uberschut

nd  Verlust-Rechnung.

56%6
1½7338803130
56611  96870

".

 

#  #.
275  000  000

230  000  000

 

l

335  441
.  22  583  00
.3202119

26

  

2  49  25  382.  09  s

 

-1599010838,82
24209282,59
520  671  571.23

n

1227  510  Sl0,58
531  808  405,38

 

2  1113  891  692.6.

6740  196  695

 

338
32  495  335.20

 

.  90·()  d.)7  —-.
  9523  106.02
.  2  600  000  —
.  20  339  27787

 

 

505  000  000

71  407  722

432  320  233

 

539  240%%
à55%  22

 

7  833  010  02621

Hunamen- 



Cchäülter  an  Vorstand  und  Beamtc.  Bezüge  der
Filialdirektionen,  Weihnacht-  Zuwendungen
an  die  Benmten  und  allgemeine  Unkosten

Kriegsfürsorke  für  die  Benmten  #  16129  805,53

Wohlfahrtscinrichtungen  für  die
Beamten  (Klub,  Kantinen,  Erholungsheim)


Beitrüge  der  Bank  zum  Beamtenfürsorge-Verein
  2497  464.  40

Steuern  und  Abgaen

Zinsbogenstener  .

chtsinbetetltgtttman  den  Vorstand.  Stollvertreter

u.  and.  Tuntiemecberechtigte  in  Berlin  (48  Pers.)
Aberhreibungen  auf  Einrichtaug
„„  Bankgebäue

Zur  Vorteilung  verbleibender  Uberschug

.  1734137,25

 

46  414  4474

20  361  407|1
12  628  502|6
1  575  000

2292  793|65
1  332  684,90
2  815  179;  01

C#

 

 

4  Pl.

83272  15146

 

4147  863.91

 

 

49  576  133  80|

 

 

M

136  096  140|23  1

 

C1

 

 

Vortrag  aus  1917
Gewinn
Sorten,

Gebü

 

auf  Zinsen  und.  Wechsel.

Zinsscheine  usw.

Wertpapier

ren.

Dauernde  Beteiligungen.

 

 

 

E
6  %  569.7

 

 

 

136  096  149123

—..  —
        <pb n="59" />
        Deutsches  Kolonialblatt

Amtsblatt  des  Reichskolonialministeriums.

 

 

30.  Jahrgang.  Berlin,  den  1.  September  1910.  Nummer  14—17.

Diese  Zeitschrift  au  in  der  Regel  am  1.  und  15.  jedes  Monats  zur  Ausgabe.  Derselben  werden  als,  zwanglos  cheinende,  Belhefte

beigefügt  die  „Mitteilun  ##na.  ans  den  demsehe  en  Schutzgebieten“.  Heranus  cben.  von  Dr.  Ma  rdsen.  Der  ehart  Lche

Abonnemenrspreis  beträgt  beim  Bezuge  durch  die  Post  #  co  die  Buchhaudl  ¾  4.—,  direkt  banch  Fees  rer  berse

buchbandlung:  a)  44  5.—  für  Deutschland  cl  der  deutschen  Schutz  igen  zund  Osierreich  ·  Ungarns,  b)  6.—  für  die  r

des  enne.  —  Elnsendungen  und  Aa  snd  an  die  Gter  sidlm  on  Ern  si  Siegiried  Mittler  und  Sohn
Berlin  enrlea  Kochstraße  68—71,  zu  —  wia  en

 

Inhalt:  Amtlicher  Teil:  Verfügung,  betr.  das  Gesetz  gegen  die  Steuerilucht  vom  26.  Juli  1918  S.  55.  —
Personalien  S.  55.  Verlutte  des  Sanitätsoifi  ziertorps  einschl.  der  Feldärzte  und  Feldunterärzte  S.  58.  —  Verzeichnis
  der  auf  den  Dampfern  „Ingoma"“  und  „Feldmarschall“  am  13.  Juni  bzw.  14.  Juni  1919  in  Notterdam
eingetroffenen,  in  Südwestafrika  interniert  gewesenen  Oktafriladeuiichen  und  der  auf  dem  Dampfer  „Chepstow  Castle“
am  21.  ZJuni  ebenda  eingetrosfenen  Jivilpersonen  aus  Deutsch-Otafrika  sowie  der  auf  dem  Dampser  „illochra“
beimgekehrten  Samoa-Deutschen  „Nichtbeamte,  .  S.  50.

Nichtamtlicher  Teil:  Literatur-Bericht  S.  62.  —  Neue  Literatur  (V.)  S.  62.

AareassscccA#tlicher  Teiensen

Gesetze;  Verordnungen  der  Reichsbehörden;  Verträge.

Auf  Grund  des  §  1  des  Gesetzes  gegen  die  Steuerflucht  vom  26.  Juli  1918  bleiben
Angehörige  des  Deutschen  Reichs  der  inländischen  Steuerpflicht  in  Beziehung  auf  die  Personalsteuern
unterworfen,  auch  wenn  sie  ihren  dauernden  Aufenthalt  im  Inland  ausgeben.  Nach  §  20,  Ziffer  4
des  Gesetzes  gilt  diese  Vorschrift  nicht  für  Personen,  die  ihren  dauernden  Aufenthalt  in  ein  deutsches
Schutzgebiet  verlegen.  Mit  dem  Verlust  unserer  Kolonien  entfällt  die  praktische  Bedentung  dieser
Ziffer.  Jedoch  werden  diejenigen  Personen  von  der  Vorschrift  des  §  1  befreit  werden,  welche  aus
Anlaß  des  Krieges  aus  den  deutschen  Schutzgebieten  nach  Deutschland  zurückgekehrt  sind  und  sich
munmehr  wieder  an  ihren  früheren  Wohnsitz  oder  Aufenthaltsort  begeben  wollen.  Soweit  solche
Personen  nicht  an  ihren  früheren  Wohnsitz  oder  Aufenthaltsort  zurückkehren,  sondern  sich  sonst  im
Auslande  einen  neuen  Wirkungskreis  gründen  wollen,  kann  von  Fall  zu  Fall  auf  Grund  des  §  21
Absatz  1  auf  Antrag  Freistellung  von  der  nach  §  1  begründeten  Verpflichtung  gewährt  werden,
wenn  die  Auswanderung  im  deutschen  Interesse  liegt,  oder  wenn  die  Ablehnung  des  Antrages  eine
außergewöhnliche  Härte  darstellen  würde.

 

Dersonalien.

Schutztruppen.
Verfügung  des  Reichskolonialministeriums  vom  28.  Mai  1919.
Befsörderungen  zu  höheren  Dienstgraden  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika:
zum  Oberstleutnaut:
der  Major  Ritter  mit  Patent  vom  18.  April  1918;
zu  Majoren:
der  Hauptmann  Krueger  mit  Patent  vom  24.  Juli  1915,
-  Rothmaler  mit  Patent  vom  18.  Oktober  1918;
zu  Hauptleuten:
die  Oberleutnants:
Oelhafen,  Schmeter  und  Frhr.  v.  Schade  mit  Patent  vom  18.  September  1915,
HOeimerdinger  mit  Patent  vom  18.  Dezember  1915,
        <pb n="60" />
        E  56  20

v.  Glasenapp  mit  Patent  vom  6.  Juni  1916,

Meyer  und  Schumann  mit  Patent  vom  18.  August  1916,

Loßnitzer  und  Lührsen  mit  Patent  vom  5.  Oktober  1916,

Pieper  und  Gutbier  mit  Patent  vom  25.  November  1916,

Hartmann  mit  Patent  vom  18.  Oktober  1917,

Strehle  und  Vahle  mit  Patent  vom  27.  Jannar  1918,

Fell  mit  Patent  vom  20.  Juni  1918;

zu  Oberleutnants  und  gleichzeitig  zu  Hauptleuten:

der  Leutnant  Willmann  mit  Patent  vom  24.  Juli  1915  bzw.  15.  Juli  1918,

-  -  Ziehm  mit  Patent  vom  18.  September  1915  bzw.  18.  Oktober  1913;
zum  Oberleutnaut:

der  Leutnant  v.  Dewitz  mit  Patent  vom  18.  Dezember  1915;

zum  Feuerwerkshauptmann:
der  Feuerwerks-Oberleutnant  Rosenhahn  mit  Patent  vom  27.  Jannar  1919.

Verfügung  der  Württembergischen  Staatsregierung  vom  1.  Juni  1919.

Der  Leutnant  der  Reserve  des  Infanterie-Regiments  Nr.  120  Otto  Dietrich  (Ehingem,
bisher  bei  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika,  wird  zum  Oberleutnant  mit  Patent  vom
15.  April  1918  befördert.

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  5.  Juni  1919.

Dem  Stabsarzt  Dr.  Maaß  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  wird  der  Abschied
mit  der  gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  der  bisherigen  Uniform  unter  Verleihung
  des  Charakters  als  Oberstabsarzt  bewilligt.

Verfügung  des  Preußischen  Kriegsministers  vom  17.  Juni  1919.
Befördert  werden  die  nachstehend  aus  der  Kriegsgefangenschaft  zurückgekehrten
Offiziere  usw.:
v.  Hülst,  Oberleutnant  der  Landwehr-Infanterie  1.  Aufgebots  (I  Berlin),  früher  im  Jufanterie-Regiment
  Nr.  76,  jetzt  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika,  mit  Patent  vom
4.  September  1914;
zum  Feldwebellentnant:

Schulz,  Offizierstellvertreter  in  der  Schutztruppe  für  Kamernn,  mit  einem  Dienstalter  vom  15.  September
  1915.  -

Schiller,  Leutnant  der  Reserve  des  Füsilier-Regiments  Nr.  39  (III  Berlin),  jetzt  in  der  Schutztruppe
  für  Deutsch-Ostafrika,  wird  zum  Oberleutnant  mit  Patent  vom  22.  Mai  1915  und
gleichzeitig  zum  Hauptmann  mit  Patent  vom  15.  Mai  1918  befördert.

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  19.  Juni  1919.
Unterzahlmeister  Grotke  mit  Wirkung  vom  30.  Mai  1915  ab  zum  kommissarischen  Zahlmeister
  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  ernannt.
Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  25.  Juni  1919.
Beförderungen  zu  höheren  Dienstgraden  in  der  Schutztruvve  für  Deutsch-Südwestafrika:
zum  Major:
der  Hauptmann  Hensel  mit  Patent  vom  18.  August  1916:
zu  Hauptleuten:  «
der  Oberleutnant  Mechelt  mit  Patent  vom  18.  Sevtember  1915,

-  Euler  O  Oü  -18.  April  1916,
Hübner  -  -25.  November  1916,
Gerlach  -  .  22.  März  1917.

Dem  Oberarzt  Dr.  Schweitzer  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  wird  der
Abschied  mit  der  gesetzlichen  Pension  und  der  Erlanbnis  zum  Tragen  der  bisherigen  Uniform  bewilligt.
        <pb n="61" />
        W  57  20

Dem  Stabsarzt  Dr.  Erich  Schrecker  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika  wird  der
Abschied  mit  der  gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  der  bisherigen  Uniform  bewilligt.

Verfügung  des  Kriegsministers  vom  25.  Juni  1919.
Befördert  wird  nach  erfolgter  Rückkehr  ans  der  Kriegsgefangenschaft
zum  Hauptmann:
der  Oberleutnant  v.  Woikowski-Biedau  im  Feldartillerie-Regiment  Nr.  6,  kommandiert  zum
Reichskolonialministerium,  mit  Patent  vom  18.  April  1916.

Verfügung  des  Reichsministers  vom  25.  Juni  1919.

Die  Unterapotheker  der  Reserve  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika  Bethmann,
Boettger  und  Hochstetter  werden  rückwirkend  mit  dem  1.  Juli  1918  zu  Oberapothekern  der
Reserve  ernannt.

Verfügung  des  Kriegsministers  vom  28.  Juni  1919.
Nach  erfolgtem  Ausscheiden  aus  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  bzw.  Deutsch-Ostafrika
werden  in  der  Armee  wieder  eingestellt:
die  Stabsärzte:
Dr.  Sasserath  als  Bataillonsarzt  des  III.  Bataillons  Infanterie-Regiments  Nr.  154,
Dr.  Schulz  als  Bataillonsarzt  des  III.  Bataillons  Füsilier-Regiments  Nr.  86,  —  beide  mit  Wirkung
  vom  1.  Juni  1919  ab.

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  30.  Juni  1919.
Der  Oberstleutnant  Franke,  Kommandeur  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika,
wird  zum  Obersten  mit  Patent  vom  6.  November  1917  befördert.

Verfügung  des  Preußischen  Kriegsministers  vom  19.  Juli  1919.
Stabsarzt  a.  D.  Dr.  Philipps,  zuletzt  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika,  erhält  den  Charakter
als  Oberstabsarzt  mit  einem  Dienstalter  vom  28.  November  1914.
Befördert  werden:
die  Oberärzte  der  Reserve:
Dr.  Rautenberger  (V  Berlin),  bisher  in  ber  Schutztruppe  für  Kamerun,  zum  Stabsarzt  mit  einem
Patent  vom  28.  November  1914
Dr.  Wolff  (Heidelberg),  bisher  in  der  Schugtruppe  für  Deutsch-Ostafrika,  zum  Stabsarzt  mit  einem
Patent  vom  30.  Juni  1917
ber  Assistenzarzt  der  Reserve:
Dr.  Grau  (V  Berlin,  früher  III  Hamburg),  bisher  in  der  Schutztruppe  für  Kamerun,  zum  Oberarzt
mit  einem  Patent  vom  6.  Oktober  1916.

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  23.  Juli  1919.
Der  Hauptmann  v.  Huber-Liebenau  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  scheidet  mit
dem  31.  Juli  1919  aus  dieser  behufs  Rücktritts  in  Bayerische  Dienste  aus.
Der  Hauptmann  Broek  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  scheidet  mit  dem  31.  Juli  1919
aus  dieser  behufs  Rücktritts  in  Württembergische  Dienste  aus.

Verfügung  des  Kriegsministers  vom  25.  Juli  1919.
Der  aus  der  Kriegsgefangenschaft  zurückgekehrte  Oberleutnant  v.  Lekow  der  Reserve  des  Infanterie-Regiments
  Nr.  156  (III  Berlin),  jetzt  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika,  wird  zum
Hauptmann  mit  Patent  vom  4.  September  1914  befördert.

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  26.  Juli  1919.

Der  Hauptmann  v.  Cossel  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  scheidet  mit  dem  31.  Juli
1919  aus  dieser  behufs  Rücktritts  in  Preußische  Dienste  aus.

Der  Hauptmann  Meyer  (Hermann)  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika  scheidet  mit  dem
31.  Juli  1919  aus  dieser  behufs  Rücktritts  in  Preußische  Dienste  aus.

•
        <pb n="62" />
        G  58  20

Uachrufe.
Leutnant  der  Reserve  Mollenhauer  F.

Am  21.  Mai  1919  fiel  in  den  Kämpfen  bei  Bausk  in  Kurland  fürs  Vaterland  Leutnant

der  Reserve  und  Kompagnieführer  im  Vorkschen  Jägerkorps
Herr  Hans  Mollenhauer.

Der  Verstorbene  stand  von  Januar  1906  bis  Ende  Dezember  1908  als  Landwirt  und
Stationsbeamter  im  Dienste  des  Gouvernements  von  Kamern

Sein  Andenken  wird  bei  der  Reichs-  Kofonkalverweltung  in  Ehren  gehalten  werden.

Berlin,  den  21.  Juni  1919.

Der  Reichskolonialminister.
In  Vertretung:
Dr.  Gleim.

medizinalrat  Dr.  von  der  Hellen  .
Am  28.  Juni  d.  Is.  ist  der  Regierungsarzt  beim  Gouvernement  von  Togo
Herr  Medizinalrat  Dr.  Eduard  von  der  Hellen

in  Litauen  an  Fleckfieber  verstorben.

Medizinalrat  Dr.  von  der  Hellen  stand  seit  1907  im  Dienste  des  Gouvernements  von  Togo.
Als  Mitglied  und  erfolgreicher  Leiter  der  Schlafkrankheitskommission  hat  er  sich  durch  aufopfernde
Pflichttreue  ausgezeichnet  und  sich  große  Berdienste  um  das  Schutzgebiet  erworben.

I

im  Oktober  1916  aus  englischer  Gefangenschaft  zurückgekehrt,

war  Dr.  von  der  Hellen

mehrere  Jahre  als  Stabsarzt  der  Reserve  in  Kleinasien  und  Mazedonien  tätig.
Im  Spril  d.  Is.  trat  er,  einem  Notruf  nach  Arzten  folgend,  beim  Grenzschutz  Nord  ein

und  wurde  dort  ein  Opfer  seines  Berufes.

Sein  Andenken  wird  stets  in  hohen  Ehren  gehalten  werden.

Berlin,  den  25.  Juli  1919.

Der  Reichskolonialminister.
Dr.  Bell.

 

Verluste  des  Sanitätsoffizlerkorps  einschl.  der  Feldärzte  und  Feldunterärzte.

Preußische  Verlustlisten  1482  bis  1504,  Bayerische  Verlustliste  428,  Sächsische  Verlustlisten  607  bis  613,
Verlustliste  Nr.  171  für  die  Marin

Balß,  Heinrich,  Feldunterarzt,  Mainz,  aus  Gefangenschaft
  zurück.

Blazek,  Ludwig,  Feldhilfsarzt,  Rudnersweide  (Stuhm),
desgleichen

Boecking,  Karl,  Assistenzargt  der  Reserve,  Dahlbruch
(Siegen),  desgleichen.

Böttger,  Georg,  Assistenzarzt,  Hannover,  gefallen.

Brann,  Gerhard,  Feldhilfsarzt,  Berlin,  aus  Gefangenschaft
  zurück.

Brenig.  Heinrich,  Feldhilfsarzt,  Godesberg,  deögl.

Burchhardt,  Hans,  Feldhilfsarzt,  Berlin,  desgl.

Eichhoasnt,  Gerhard,  Feldunterarzt,  Greifswald,  bisher
  vermißt,  in  Gefangenschaft.

Franz,  Gerhard,  Asitenzarzt  d.  Res.,  Berlin,
Gefangenschaft  zurü

Frederking,  Walter,  Oberarzt  d.  Res.,  Mitan,  desgl.

Freitag,  Albert  (S.).  Feldhilfsarzt,  Neustädtel,  desgl.

Günther,  Erich,  Feldhilfsarzt,  Lüneburg,  desgl.

Günzburg,  Ludwig,  Feldunterarzt,  Frankfurt  a.  M.,
esgl.

Haller,  Gustav,  Stabsarzt,  Waldmanshofen,  desgl.

Harpprecht,  Keimich,  snihe  d.  Res.,  Holzgerlingen
  (Württ.),  d

Heinzig,  Bernhard,  desplufearu,  Annaberg  (Sachs.),
vermißt.

aus

 

Jaffe,  Karl  (S.),  Feldhilfsargt,
Gefangenschaft  zurück.

Joel.  Ernst.  Feldanterarzt.  Charlottenburg,  desgl.

Fugnal  Kurt  (S.),  Oberarzt  d.  Res.,  Saupersdorf,
  des

Ar  el.  Gustav,  landsturmpflicht.  Arzt,  Grevenroich,
  desg

Bch  auer.  Feldhilfsarzt,  Heidelberg,  in  Gefangen


Kell,  DWülgelm  (S.),  10berarzt  d.  Res.,
Gefangenschaft  zuri

iefer,  Helmut,  Relbhilfsarzt,  Mergig  (Saary),  desgl.

Krwik.  Werner  (S.),  Oberarzt  d.  Res.,  Großenhain,

Leipzig-Reudnitz,  aus

Plauen,  aus

archet  Lans.  (B.),  Feldhilfsargt,  Herrieden  (Mittelfr.),
in  Gefangenschaft.

Kunstein,  Henning,
vermißt,  gefallen.

Landsberg.  Günther,  Feldunterarzt,  Berlin,  bisher
vermißt,  in  Gefangenschaft.

Link,  Rud.,  Oberarzt,  Leipzig,  infolge  Krankheit  gest.

Loerte,  Herbert,  Issistenzarzt  d.  Res.,  Jungen,  bisher
vermißt,  in  Gefangenschaft.

Loewenthal,  Hans,  Kelunterarg,  Bleicherode,  aus
Gefangenschaft  zurück.

Feldbilfsargt,  Schwerin,  bisher
        <pb n="63" />
        59  ꝛ

Ludwig,  Fritz  (S.),  Feldunterarzt,  Chemnitz,  desgl.

Max,  Josef,  landsturmpflicht.  Arzt,  Schweich  (Trier),
in  Gefangenschaft.

Meißner,  Artur,  Feldhilfsarzt,  Spremberg,  vermißt.

Meyer,  Hugo,  Kr.  ¶sistenzargt.  Hamburg,  aus  Gefangenschaft
  zurück.

Middel,  Josef,  Afsistenzarzt  d.  Res.,  Siedenstein,  desgl.

Müller,  Hans,  Assistenzarzt,  Rüdesheim,  desgl.

Otto,  Wilh.,  Feldhilfsarzt,  Hürth  (Rheinpr.),  vermißt.

Reichel,  7  Sꝛ  Feldhilfsarzt,  Leipzig,  aus  Gesangenschaft
  zurück.

ter,  Hans  Stabsarzt  d.  Res.,  Rostock,  in  Gesangensche

Roeb,  Wil  17  Feldunterarzt,  Mistreng,  aus  Gefangenschaft

  zurück.

 

Rohrschneider,  Wilh.,  Feldunterarzt,  Berlin,  desgl.

Sandberg,  Felix,  Feldhilfsarzt,  Glogau,  desgl.

Semler,  Rolf,  Feldhilfsarzt,  Berlin,  desgl.

Suwalsti,  Wladislaus,  Oberarzt,  Buost  (Kolmar),
in  Gefangenschaft.

Vogel,  Karl,  Fuhhicksargkt.  Zierenberg  (Wolfshagen),
aus  Gefangenschaft  zurück.

Wächter,  Friedrich  (S.),  Feldhilfsarzt,  Annaberg
(Sachs.),  desg

Weimert,  *  (S.),  Feldhilfsarzt,  Leipzig-Plagwitz


Weigguee  A#n.  Felonnterargt  Hanau,  desgl.
Wessels,  Karl.  arzt.  Groin,  desgl.
3ipbel.  Hermann  gah  Oberstabsarzt,  Ruppertsgrün,

 

Verzeichnis  der  auf  dem  Dampfer  „Ingoma“  am  13.  Juni  1919  in  Rotterdam  eingetroffenen,
  in  Südafrika  interniert  gewesenen  Ostafrikadeutschen.

Adami,  Frau  und  drei  Kinder,  Thüringen.
Bachmann,  Frau  und  ein  Kind,  4  Niesky  in
Bachmann,  Frau  und  vier  Kinder,  .Oberlausitz.
Bauer,  Frau  und  drei  Kinder,  Mission  Herruhut.
Böhme,  Frau  und  drei  Kinder,  Gnadenfrei  in
Schlesien.
Eilfeld,  Frau  Helene,  und  zwei  Kinder,  Erdeorn,
  Bez.  Ha  e  a.  S.
Frau  und  drei  Kinder,  Mission

2  [  ν  —

Gemusi  ius
Herr

.Grös  hel.  (gran  Marie,  und  zwei  Kinder,  Oswitz-Breslau
  12

—  —
**'—
—.
.
2
2
ES
12
3
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S
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3
Z.
2
—
S
**
2
—
J
—
*

Kr.  Zwickau  i.  S.

10.  Heller,  Frau  und  zwei  Kinder,  Mission  Herruhut.

11.  Herrmann,  Frau  Elisabeth,  und  vier  Kinder,
eenkölln.

.  Holland,  Frau  und  drei  Kinder,  Niesky,  Oberlau



13.  Hübnor,  Frau  und  zwei  Kinder,  Thüringen.

14.  Jansa,  Frau  und  ein  Kind,  Mission  Herrnhnt.

15.  Jauer,  Frau  und  drei  Kinder,  ostock.

160.  Killus,  Frau  Marie,  und  drei  Kinder,  Pangessen
b.  Proekuls,  Ostpr.

17.  Köllner,  Frau  E.,
Missionshaus.

—

und  ein  Kind,  Berliner

 

18.

Kretschmer.  Frau  und  ein  Kind.  Niesky,  Oberansitz



19.  Kruppa,  Frau  und  ein  Kind,  Mission  Herrnhut.

20.  Lipke,  Frau  Marie,  und  vier  Kinder,  Grumbeln
b.  Proekuls,  Ostpr.

21.  Maas,  Frau'  Marie,  und  sechs  Kinder,  Plau  b.
Crossen  a.  O.

22.  Mäuser,  Farmerfrau  und  drei  Kinder.

23.  Meyer,  Frau  O.,  Mission  Herrnhut

24.  Muche,  Frau  K.  und  ein  Kind  lalleinstehende
Dame).

25.  Oehme,  Frau  Dr.,  Loschwitz  b.  Dresden.

26.  Salis,  Frau  M.,  und  zwei  Kinder  (Ist  gestorben).

27.  Schmidt,  Fräulein  E.,  Mission  Herrnhut.

28.  Schneider,  Fran  Frieda,  und  ein  Kind,  Demmin
in  Pommern.

29.  Schwellnus,  Frau  E.,  und  zwei  Kinder,  Berlin.

30.  Sörensen,  Frau  K.,  und  ein  Kind,  Christiansfeld
  in  Schleswig.

31.  Thiershin,  Frau  .  —  Mutter  zu

32.  Tichzen  Gr  Frau  F.,  und  ein  37  Mission
Herrnhut

33.  Tramp,  Frau  Marie,  und  vier  Kinder,  Neukölln.

34.  Welsch,  Frau  D.,  und  drei  Kinder,  Berliner

Vorstehende  sind  sämtlich  WMissionarefrauen,  mit
Ausnahme  von  Nr.  22,  24.  25,

Verzeschnis  der  auf  dem  Dampfer  „Feldmarschall“  am  14.  Juni  1919  in  Rotterdam
eingetroffenen,  in  Südafrika  interniert  gewesenen  Ostafrikadeutschen.

ei  rihma  kn  Schwester  Bernhardine,  Kloster  Tutzing

.  Mün

Cherie,  Frau  Alma,  Kiel.

Dannert,  Frax  B.,  Pillenburg,  H.  N.

Engel,  P.  C  ,  Schwesler,  Nonnenwerth  b
Ahein.

Fischer,  Frau  Christine,  Marienwerder,  Westpr.

Frank,  Frau  Elise,  Berlin,  Berliner  Missionshaus.

Lessing,  fSchwester  Magdalene,  Kloster  Tuying  b.

ünchen.

Keckeisen,  Schwester  iktoria.  cbenda.

Kepler,  Frau  Hertha,  Dortm

Köstlin,  wei  Kinder,  E  am  Rhein,
mit  Fräulein  Milchen

.Rolandseck,

gehen

Meyer,  Fräulein  M.,  Augsburg.

Milchen,  Fräulein  L.,  Godesberg  am  Rhbhein.

Neuberg  mit  Frau  und  zwei  Kindern,  Berlin,  Berliner
  Missionshaus.

Naith  e,  Schwester  Bertille,  Kloster  Tubing  b.  München.
Reicht,  Schwester  Valeria,  Kloster  Tutzing  b.  München.

Schar  rel,  Frau  von.  Hameln,  Ka###

Schattenburg,  Frau,  Münster  i.  Wes

Schütz,  Ernst  Jul.,  mit  Frau.  rurer

Stetter,  Fräulein  M.,

Treutwein,

ünnchen.
Uhlmann,  Paul,  mit  Frau  und  drei  Kindern,  Berlin.
Werther,  Schwester  Hilda,  Lüneburg.

Lberlausib.

aherr
Schwester  N#tdurg,  Kloster  Tutzing

Verzeichnis  der  auf  dem  Dampfer  „Chepftow  Castle“  am  21.  Juni  1919  in  Rotterdam
eingetroffenen  Sivilpersonen  aus  Deutsch-Ostafrika.

Frau  Arnold,  Lydia,
burg-Berlin.

und  zwei  Kinder,  Charlotten-Fan

  Augar,  Ella,  und  ein  Kind,  Ber
Frau  Bechert,  Marie,  und  drei  dindee  idef  (Bayern).
*
        <pb n="64" />
        60

Herr  Beck,  Max,  Geheimrat,  mit  Frau  Emilie  und
zwei  Kindern,  Berlin.

Frau  Becker,  Lcopoldine,  und  zwei  Kinder,  Berlin-Charlottenburg.


Frau  Beham,  Marie,  Mühldorf  (Oberbayern).

Fräulein  Beham,  Anna,  Mühldorf  (Oberbayern).

Frau  Beisse.  M.,  Hamburg  (Ehemann  tot).

Frau  Berger,  Cr.,  Pfonstetten  i.  Württbg.

Frau  Berger,  Hulda,  Hamburg.

Herr  Beyer,  Edwin,  Dentist,
einem  Kind,  Berlin.

Frau  Bischoff,  Martha,  Bunzlau  i.  Schles

Schwester  Boeser,  Feliciana,  ledig,  S-  (Holl.).
Frau  Boye,  Emilie,  und  zwei  Kinder.  Bielefeld.

Prau  Brandt,  Anna,  Danzig.

Herr  Braun,  Mich.  Kaufmann,  Wickersheim  i.  Württ.

Frau  Bruch,  Lydia,  und  drei  Kinde

Fräulein  Bruckhaus,  Käthe,  Missionslehrerin,  Neuwied
  am  Rhein.

Frau  Busse,  Hildegard,  und  zwei  Kinder,  Leipzig-Gautzsch
  (Ehemann  tot).

Frau  Christiansen,  Magda,  Kinder,
Schleswig  (Kiel).

Frau  Konrad,  Eva,  und  zwei  Kinder,  Berlin.

Frau  Dankert,  Frieda,  Schwerin  i.  Meckibg

Frau  Deininger,  Irmgard,  und  zwei  Finde,  Kassel.

Peen  Magdalene,  und  fünf  Kinder,  Stolp
i.  Pom

Herr  Döring,  Paul,  Missionar,  mit  Frau  und  vier
Kindern,  Bielefeld

Frau  Engel,  Elisabeth,  und  ein  Kind,  Ber

Frau  Engelbrecht,  W.,  und  sieben  #erlin  Bethel
b.  Bielefeld.

Frau  Enke,  Anne,  und  ein  Kind,  Meiningen.

Fran  Feilke,  Berlin

Frau  Fickl,  Nosa,  zund  drei  Kinder,  Blankenburg  am
Harz  (Ehemann  tot).

Frau  Tindeisen.  Else,  und  zwei  Kinder,  Erfurt.

Herr  Förster,  E  .  Th.,  Kaufmann,  und  ein  Kind,

in.

mit  Frau  Olga  und

und  zwei

er
v.  Frankenberg,  Agnes,  Krankenschwester,  Berlin.
Frau  Fri  Kiich.  Auguste,  mit  fünf  Kindern,  Graiten  b.
üssel
Frau  Worf  Anna,  mit  drei  Kindern,  Stavenhagen  i.
Mecklbg.  (Ehemann  tot).
Herr  Gickler,  Haus,  Arzt,  Essen  a.  d.  Ruhr
Frau  Giese,  Anni,  und  ein  Kind,  Krevese,  Pör.  Osterburg
  (Sachs.).
Frau  Grabow,  Albertine,  und  ein  Kind,  Hambur
Fr  G  reiner.  Maria,  und  ein  Kind,  Wieblingen  ß.
eid
Herr  Elleg.  cer  Walter,  Hauptzollamtsvorsteher,

Danzig.
Frau  Gutsch,  Toni,  und  zwei  Kinder,  Hildesheim  b.
annover
Frau  Gaisch,  Anna,  Halle  a.  S.  (Ehemann  tot).
Frau  Hang,  Auna,  und  ein  Kind,  Dettingen  (Württ.).
Herr  Hauptmann,  Otto,  Missionar,  mit  Frau  Ruth
und  zwei  Kindern,  Leipzig.
Frau  Hedde,  Elsbeth,  und  zwei  Kinder,  Greifwalde.
de  August,  Missionar,  Viernau,  Reg.  Beg.
Erfurt
Herr  Helm,  Fritz,  Pflanzer,  mit  Frau  Litty  und  vier
Kindern,  Falkenstein  i.  Vogtl.
Frau  Hermans,  Paula,  und  ein  Kind,  Düsseldorf.
Frau  LSofmann,  Hilde,  und  ein  Kind,  Dresden.
Frau  —8  land.  Resi,  und  zwei  Kinder,  Siegsdorf

Frau  t.  y,  Martha,  und  vier  Kinder,  Bielefeld
(zwei  Kinder  Bikermann,  fwei  Kinder  Schatteberg).
Frau  Hünzinger,  Auise,  Mittenweier  b.  Lahr  i.  B.
Herr  Jedding,  Haus,  GCuvernementssetretär.  mit
Frau  Finni  und  vier  Kindern,  JFever  i.  Oldbg.

 

 

err  Jörgensen,  Ernst,  Lotomotivführer,  Schleswig.

Füe  Kalka,  Emma,  Hambur

Frau  Kämpfe,  A.,  und  ein
(Schleswig).

Frau  Kanne,  Margarete,  Kohlstädt  b.  Detmold.

Herr  Kaufmann,  Albert,  Farmer,  mit  Frau  Else
und  zwei  Kindern,  Stade  b.  Hannover.

Frau  Kaufmann,  Elise,  Stade  b.  Hannover.

Herr  Kellner,  Johann,  Sanitätsunteroffizier,  Berlin.

Frau  Kiefmann,  Betty,  und  ein  Kind,  Rötz  (Pfalz).

Fräulein  Kieninger,  Maria,  Straubing  (Bayern).

Frau  Kieser,  Amalie,  Schloßau  (Badischer  Odenwald).

Fräulein  Klae  tsch,  Marie,  Neuenhagen  b.  Berlin.

Herr  Köstlin,  Reinhard,  Bezirksamtmann,  mit  Frau

Kind,  Hadersleben

 

 

 

 

Anna  und  zwei  Kindern,  Stuttgart.
Frau  Kotz,  Hilde,  mit  drei  Kindern,  Lübeck.
„Kracht“  siehe  „Leppel
Frau  Krantz,  Käte,
a.  Saar.
Frau  Kroeber,  Agnes,  und  ein  Kind,  München  (Ehemann
  tot).
Frau  Kühn,  Margarete,  und  ein  Kind,  Hamburg  über

ür-  drei  Kinder,  Völklingen

Berlin.

Frau  Kunath,  Frieda,  und  zwei  Kinder,  Berlin-Lichtenberg.


Frau  Kürbis,  Liesbeth,  Kirschscheidungen  a.  Unstrut.

Herr  v.  Lekow,  Bertram,  Pflanzer,  Berlin.

Frau  Lehmann,  Elisabeth,  und  ein  Kind.

Frau  Leppelt,  Gertrud,  und  ein  Kind,  Bautzen  i.
Sachs.  (Ehemann  tot;  das  Kind  heißt  Kracht).

Frau  Levi,  Ella,  und  ein  Kind,  Frankfurt  a.  M.

Frau  Loew,  Elli,  und  ein  Kind,  Hamborn,  Rhld.
(Ehemann  tot).

Frau  Lossau,  Klara,  und  vier  Kinder,  Rochollen
(Bartenstein),  Ostpr.  (Kinder  Gerlach).

Fräulein  Luis,  Helene,  Amsterdam  oder  Hamburg.

Frau  Lusky,  Lursse,  und  drei  Kinder,  Hamburg.

Frau  Lutmer,  Charlotte,  W—-Frau

  Mallin,  Margarete,  L

Frau  Mauer,  Paula,  und  SEin  inn,  Leipzig.

Frau  Neibohm.  Auguste,  und  zwei  Kinder,  Berlin.

Frau  Mein,  Ruth,  und  drei  Kinder.

Frau  Meyer,  Else,  Hamburg.

Herr  Meyer,  Hermann,  Missionshandwerker,  mit
Frau  Helene  und  fünf  Kindern,  Bielefeld.

Frau  Meyer,  Grete,  und  ein  Kind,  Berlin.

Frau  Michel,  Emma,  Eibau  i.  Sachs.

Herr“  Wiersen,  Max,  Pflanzer,

Frcer  R  Clara,  und  zwei  Kinder,  Kellinghusen
Paul,

*  Miedermeier,  Therese,  und  ein  Kind,  München.

Frau  Ohme,  Helene,  und  zwei  Kinder,  Hamburg
über  Magdeburg.

Herr  Oelke,  Julius,  Missionar,  Berlin.

Frau  Overdyck.  Hanna,  und  ein  Kind,  Stuttgart.
(Das  Kind  ist  Gertrud  von  Hassel;  in  Wesel  geglieben.)


Peipe,  Hildegard  (Kind),  Berlin.

Frau  Peters,  Elise,  und  ein  Kind,  Kaemmersdorf,
Kr.  Elbing.

 

Hamburg  über

olst.).
vn  Neupert,  Unteroffizier  (Schutztruppe),
erlin

Frau  Pettmann,  Luisc,  und  ein  Kind,  Lembach,  Els.
Frau  Pfister,  Lise,  und  ein  Kind,  München

Frau  Pöschel,  Elise,  Runser  i.  estf.

Frau  Puschendorf,  e

Frau  Putrafky,  Viarthee  und  en  Kind,  Berlin.

Frau  Raabe,  Fannn,  und  ein  Kind,  Ostrau  (Sa.).

 

Frau  Reinhardt,  Margarete,  und  ein  Kind,  Nonnenmiß
  b.  Wildbad  (Württ.).
Frau  v.  Rekowsky,  Charlotte,  Berlin.
        <pb n="65" />
        W  61

Frau  Riese,  Marie,  Zerbst  i.  A.

Frau  Rimella,  Anna,  und  zwei  Kinder,  Hannover.
Frau  Roeger,  Christiane,  Nürnberg.

Frau  Rohrer,  Maria,  Zirich

Frau  Rouarius,  Elisabeth,  und  drei  Kinder,  Bielefeld.


Frau  Röthblitz,  Cerilie,  Biatl,  Schweiz.
Frau  Röther,  Julie,  und  zwei  Kinder,  Berlin.
Frau  Rueger,  Frieda,  und  ein  Kind,  Grünberg,  Schl.
Frau  Ankeius,  Käthe,  und  fünf  Kinder,  Wittenberg

Frau  Ezgtovel  Johanne,  und  ein  Kind.  Dresden.

Frau  Sacher,  Helene,  und  zwei  Kinder,  Schleswig.

Frau  Sarrazin,  Elisabeth,  und  drei  Kinder,  Berlin-Charlottenburg.
  (Die  Kinder  heißen  Weimann.)

Frau  Satow,  A.,  Berlin  (Ehemann  tot).

Frau  Seiler,  Anna,  und  zwei  Kinder,  Albertshausen
(Elsaß).

Sedelmeier,  Osmane,  Schwester,  Beeck  in  Donk
(Holland).

Herr  Seyffert,  Paul,  Stabsarzt,  mit  Frau  Elisabeth
lndi!  einem  Kind,  Niederlößnitz  b.  Dresden  über

erlin.

Herr  Sonnenschein,  Beeck  in
Donk  (Holland).

Frau  Spengler,  Maria,  und  sieben  Kinder

Herr  Stock,  Julius,  Mlanzungsbesier,  mit  Frau  Lulu
und  drei  Kindern,  Wiesbaden.

Frau  Sieg,  Luise,  und  zwei  Kinder,  Tilsit.

h  chneider  und  zwei  Kinder,  Meseritz,

Josef.  Missionar,

Frau  Schäfer,  Elise,  und  fünf  Kinder,  Worms,  Rheinl.
Frau  Scheibel,  Anna,  und  vier  Kinder,  7  Kaukasus.
Frau  Scherle,  Johanna,  und  ein  Kind,  Stuttgart.
Frau  Schepelmann,  Meta,  und  ein  Kind,  Halle  a.  S.
Frau  Schlobach,  Nänen  nnusSps
Frau  ehmiit.  Christine

Fräulein“  n  Schmitt,  airs  ereasn

 

 

Herr  n.  Sergt.,  mit  an  Luise
und  drei  Kinchren,  Wlis
Frau  Schönpflug,  Pauline,  und  zwei  Kinder,

Münster  i.  Westf.
Frau  Schoer,  Anni,  und  ein  Kind,  Segeberg,  Holst.

 

2

Herr  Schörnich,  Gustav,  Oberstabsarzt.
Frau  Schröder,  Emmgy,  und  zwei  Kinder.
Fräulein  Schulz,  Gertrud,  Berlin.

Frau  Schulz,  Martha,  Danzig  (Ehemann  tot).
Fräulein  Schumacher,  Friederike,  und  drei  Kinder,
Bethel  b.  Bielefeld  (Kinder  des  Pastors  Rösler).

«  Helene,  und  zwei  Kinder,  Nieder- 



Frau  Stein,  Lina,  und  drei  Kinder,  Hamburg.

Fräulein  Steinacker,  Friederike,  Schwester,  Leipzig.

Freiin  v.  Steingecker,  C.,  Roth-Lobendan  b.  Liegnitz.

Fran  Wtottropp.  Maria,  und  ein  Kind,  Hamborn,
einl.

Frau  Stuhr,  Frieda,  und  zwei  Kinder,  Lübeck.

Herr  Stock,  Julius,  Pflanzer,  mit  Frau  Luise  und
drei  Kindern,  Wiesbaden.

Frau  Teichert.  Emmy,  und  ein  Kind,  Silbitz  b.
Breslau.

Frau  Thiele,  Maria,  und  vier  Kinder,  Leipzig.

Frau  Treffen.  Elisabeth,  und  zwei  Kinder,  Bernurg

  a.  Saale

Frau  Trentschel,  Milen.  Greis-Frau

  Tuaillon,  M.,

Shweiter  irönb.  Eisteng,  Diakonissin,  Ludwigsust


Frau  Volkert,  enguste,  und  ein  Kind,  Frankfurt  a.  M.

Schwester  Voll,  Helene,  Krankenschwester,  Hamburg.

Frau  Wagner,  Aline,  und  vier  Kinder,  Nürnberg,
Bayern.

Schwester  Warnecke,  Grete,  Berlin.

Frau  Warth,  Luise,  und  drei  Kinder,  Korntal  b.
Stuttgart.

Frau  Weber,  Maria,.  und  vier  Kinder,  Ulm  und  Elsaß.

derr  Wegner,  Georg,  Pflanzungsassistent,  Kamin

Po
Herr  eiß,  Johann,  Arzt,  Dornum,  Ostfriesland.
Fran  Sühleder,  Käthe,  und  drei  Kinder,  Pinneberg

hbabin  Wellnann,  Annemarie,  Lehrerin,  Kolberg
Frau  Beniger,  Käthe,  und  vier  Kinder  Berlin.
urg.

Frau  Wilke,  Tilly,  und  ein  Kind,  famb
Fräulein  Zehe,  T.,  Sagan  i.  Schle

Verzeichnis  der  auf  dem  Dampfer  „VIlIlochra“  heimgekehrten  Samoa-Deutschen
(TAchtbeamte).

—

.  Boyens,  Pflanzungsaufseher,  aus  Sonderburg
auf  Alsen.

.  Clausen,  Kapitän,  aus  Glückstadt  in  Holstein.

.  Eberhardt,  Pflanzungsleiter,  aus  Bremen.

K.  Hanssen,  Direktor  der  Deutschen  Handelsund

  Plantagen-Gesellschaft,  Hamburg.

Rich.  Hirsch,  Diplomingenieur  bei  der  A.  E.  G.

oder  Telefunken,  Berlin.

Hoeflich,  Fabrikant,  aus  Berlin-Wilmersdorf.

Holzeit,  Prokurist,  aus  Plön  in  Holstein.

.  Felose  Pflanzungsaufseher,  aus  Pose

.  Köhler,  Stellmacher,  aus  Meespors  beei  Magdeburger
  For

.  Körner,  Kaufmann  bei  der  chen  Handelsund
  Plantagen-Gesellschaft,  Hambu

4.  Kröger,  Schiffszimmermann,  ang  Elmshorn,
Deutsche  Handels=  u.  Plant.-Gesellsch.,  Hamburg.

.  Lausen,  Kaufmann  bei  der  Deutschen  Handelsund
  Plantagen-Gesellschaft,  Hamburg.

#  e

—  —  —
#  S

 

13.  Maaß,  Kaufmann  bei  der  Deutschen  Handelsund
  Plantagen-Gesellschaft,  Hambn

4.  Dr.  Meineking,  Zahnarzt,  aus  Vlnen.

5.  Olms,  Kaufmann  bei  Köper,  Docke  &amp;amp;  Co.  in
Bremen.

—  —
O

16.  Ruckschus,  Elektrotechniker  bei  der  A.  E.  G.  bzw.
Telefunken,  Berlin.
17.  Schmalkuche,  Kaufmann,  aus  Emmerthal  bei

Hameln.

18.  Spatz,  Schlosser,  aus  Eßlingen  am  Neckar.

19.  Suhren,  Pflanzungsbesitzer,  aus  Berlin-Wilmersdorf.


20.  Tschackert,  Heilgehilfe,  aus  Leipzig.

21.  Voget,  Kaufmann  bei  der  Deutschen  Handelsund
  Plantagen-Gesellschaft,  Hamburg.

22.  Winkelmann,  Kaufmann,  aus  Schwerin  i.  M.

23.  Freund,  Elektrotechniker  bei  der  A.  E.  G.  bzw.
Telesunken,  Berlin.

24.  Grün,  Telegraphist  bei  Telefunken,  Berlin.

—  e
        <pb n="66" />
        W  62  20

 

E——————t—  T

Literatur-Berichtf.

Werkaliemoratle  und  Kolonien.“  Nerausgegeben
mm  Alfred  Mansfeld.  Verlag  der  Sozialistischen.
Nonatsbelte  G.  m.  b.  H.,  Berlin.

Nicht  ohne  Wehmut  kann  man  die  sochen  erschienene,
  von  Regierungsrat  Dr.  Mansfeld  heraus-Hxebene
  Broschüre  lesen.  Ruft  sie  doch  traurige

nerungen  wach  an  erfolgreiche  Kümpfe,  die  im
Innern  ausgefochten  worden  sin  Ilch  meine  den
Kampf  um  de  Gewinnung  weiter  Kreise  des  deutschen
  Volkes  für  die  Kolonialpolitik.  Wenn  es  gelungen
  ist,  die  Sozialdemokratie  aus  ihrem  Wiiderstande
  gegen  die  deutsche  Kolonialpolitik  zu  befreien,
so  ist  das  nicht  zum  wenigsten  das  Verdienst  der
ausgezcichneten  Zeitschrift  „Sozialistische  Monatshefte".
  Unentwegt  haben  dort  kluge  Münner
in  gediegenen  Arbeiten  auf  die  Notwendigkeit  einer
deutschen  Kolonialpolitik  hingewiesen,  unentwegt
haben  sie  dafür  gekümpft,  daß  der  koloniale  Gednnke
auch  bei  den  Arbeitern  Widerhall  finde.  Es  ist  daher
sehr  dankenswert,  dasß  Dr.  Mansfeld  eine  Reihe  von
Aufsützen  aus  den  „Sozialistischen  Monatsheften“  gesuümmelt
  und  in  vorliegendem  Werke  herausgegeben
hat.  Gute  Namen  sind  cs,  dic  wir  dort  finden.  Die
Einleitung  stammt  aus  der  Feder  von  Julius  Kaliski,
einem  der  ersten  Vorkümpfer  der  Sozialdemokratie  in
der  Kolonialpolitik.  Ferner  haben  beigesteucrt  zu
der  Broschüre:  Eduard  Bernstein,  Gerhard  Hildebrand,
  Gustav  Noske,  Ludwig  Quessel,  Carl
Severing,  Max  Schippel,  August  Winnig  u.  a.
Auch  Frauen  aus  der  Sozialdemokratie  sind  in  vorliegender
  Broschüre  vertreten.

Wenn  auch  zur  Zeit  der  Kampl,  ob  die  Sozialdemokratie
  für  Kolonien  eintritt  oder  nicht,  nur  theoretische
  Bedeutung  hat,  so  hat  die  vorliegende
Broschüre  doch  dauernden  Wert.  Ist  sic  doch  ein
Beweis  dafür,  wie  verbreitet  das  Verstündnis  für  die
kolonialen  Lebensnotwendigkeiten  unter  führenden
Männern  der  Sozinldemokratie  gewesen  ist.  Bleibt
nur  die  Hoffnung,  daß  diese  Vorarbeit  nicht  dauernd
vergebens  war.  Dr.  O.  Jöhlinger.

 

Der  Völkerbund.  Sondernummer  der  „Illustrierten
eber.

Zeitung“,  Leipzig.  Verlag  J.  J.  W
Wenige  Tage  vor  dem  Priedenesehu.  erschien
diese  Sondernummer,  die  dem  Völkerbund  als  dem
Hauptproblem  der  neuen  Weltgestaltung  gewidmet

 

war.  Hervorragende  deutsche  Gelehrte,  unter  ihnen
Dr.  Walter  Schücking  und  Professor.  Valentin,
Berlin,  sowie  Martin  KRade  zeigen  in  ihren  Darlegungen,
  daß  der  7——  —  auch  bei  uns
seine  Früchte  zur  Reife  bringen  will.  Besonders  die
Betrachtungen  Schückings  über  Völkerrecht  und  Weltorganisation
  sind  ungemein  wertvoll  für  die  Anknüpfung
  der  Beziebungen  zwischen  den  Völkern
nach  dem  Friedensschluz.  Wenn  auch  die  deutsche
Völkerbundakte,  an  der  gerade  Schücking  hervorragend
  mitgearbeiet  hatte,  und  die  zum  mindesten
gegenüber  der  gegnerischen  Akte  Vorzüge  der  Praxis
bot,  nicht  in  den  Friedensvertrag  aufgenommen  wurde,
"0  verdlen  doch  die  Betrachtungen  Schückings  einen
Auseune  unkt  bilden,  um  (icist  von  dicsem  Geiste
auch  /  ie  Wilsonakte  zu  bringen.  Durch  die  Herauegabe
  dieser  Sondernummer  scheint  die  geistige
Blockade  bercits  gebrochen  zu  sein,  denn  hervorragende
Vertreter  neutraler  Stanten  nehmen  in  der  Völkerbundnummer
  das  Wort.  Dr.  de  JIong  van  Becken  en
Dong  schreibt  über  „Völkerrechtliches  Verfassungswesen“.
  Auch  er  weist  auf  die  Vorzüge  des  deutschen
Völkerbund-Verfassungsentwurfes  gegenüber  dem
Schweizer  Entwurf  und  dem  FPariser  Vertrag  hin.
Der  Verfasser  macht  weiter  darauf  aufmerksam,  dal
die  neutralen  Staaten,  die  infolge  des  Annexcs  des
Vertrages  cingeladen  werden,  sofort  dem  Pariser  Vertrag
  beizutreten,  trotz  aller  Kritik,  die  gegen  diesen
Vertrag  bestcht,  die  Einladung  annehmen  müssen.
damit  sie  im  Kreise  des  Völkerbundes  selbst  für  eine
baldige  Entwicklung  des  Völkerbundes  arbeiten  können.
Der  chemalige  schwedische  Ministerpräsident  von
Hammerskjiöld  betont  die  Notwendigkeit  der  Völkerbundgesinnung.
  Professor  van  der  Wyck,  Doorn,
macht  nutürliche  Bedenken  gegen  den  Bund  der  Völler
geltend  und  Enriqgue  Domingucz  Rodino,  Madrid,
sicht  in  der  Schaffung  des  Völkerbundes  das  Endoc
der  Kabinettspolitik.  klic  vermissen  wir  in  diesem
Hefte  eine  Darstellung  des  Kolonialproblems  in  seiner
Wechselwirkung  auf  den  Völkerbund.  Das  Kolonialproblem
  wird  zweisellos  im  Bunde  der  Völker  eine
ganz  überragende  Rolle  spielen.  Man  hütte  deshalb
Vvon  seiner  Erörterung  in  diesem  Zusammenhang  nicht.
zurückschrecken  sollen.  Ein  Eingehen  auf  diese  Frage
erscheint  im  Interesse  der  Zukunft  Deutschlands  von
großer  Wichtigkeit,  damit  wir  gerüstet  sind,  wenn
unser  Eintritt  in  den  Völkerbund  uns  wieder  Freiheit
zur  kolonialen  Belätigung  gibt.

Neue  CLiteratur.)

V.

Zusammengestollt  in  der  Blbllothek  des  Reichs-  Kolonlalemts,

Die  elngereichten  Bücher,  deren  Aufzählung  und  Besprechung  sich  dle  Redaktlon  durchaus  vorbehllt.  werden  urnter
kelne  mständen  zurlckgesandt.

I.  Geschichte  und  Politik.

*  Doering,  Hans  Georg  von:  Colonies  und  Calumnies.
  A  reply  to  Sir  Hugh  Clifford's  -Geeman  Colonies“.
  Berlin:  D.  Reimer  1919.  94  S.  I

-M  einem  sind  die  Titel  der  Werke  bezeichnet,  —
Redaktion  des  Kolonialblattes  einglagen;  mit  olne
n  welche  von  der  Blbllotbek  des  Relchs-  Wloncheme
klloflich  erworben  wurden.

 

*  Forderungen  Deutschlands  vegen  Kianutschous.
nuf  dler  Friedenskonferenz.  (1919.])  Xll,  53  S.  80.
(Reichs-larine-Amt.  Friedenskommission.)  l2
*  Lettow-Vorbeck,  von:  Um  Vaterland  und  Kolonie.
  Berlin-Lichterfelde:  Vermühler  1919.  86.
Angeb.:  Ruckteschell,  von:  Der  Feldzug  in
Ostafrika.  (3
        <pb n="67" />
        G  63  20

German  Colonial  Methods.
lish.  french  and  american  Criticiems.
26  S  .

*  Poeschel,  Hans:  Die  Stimme  Deutsch-Ostafrikas.
Die  Engländer  im  Urteil  unserer  ostafrikanischen
Neger.  Berlin:  Scherl  (1919).  63  S.  So.  (0

*Ruckteschell,  von:  Der  Feldzug  in  Ostafrikn.

Berlin-  Lichterfelde:  Vermühler,  1919.  80.
an:  Lettow-Vorbeck,  von:  Um  Vaterland  und
6

A  Colleetion  of  eng-Bern:
  1919.
4

Kolonie.

Schnee:  Unsere  Kolonialpolitik  in  Deutsch-Ostafrika.


Aus:  „Gerechtigkeit“,  H.  3.  "1

*  Sozialdemokratie  und  Kolonien.  Mit  Beitrügen
von  Eduard  Bernstein  ku.  a.]  nebst  einem  Vorwort.
von  Julius  Kaliski  hrsg.  von  Lansfeld.
Berlin:  Verlug  der  Sozinlistischen  Monatsheftec.  1919.
71  S.  80.  ls

FZZache,  Hans:  Die  Kolonien  im  Friedensentwurf.
in:  Wirtschaftscienst,  1919.  Jg  4,  XJr.  24,
S.  447  ff.  ¾
Ardenne,  Baron  von,  und  Helmholt,  Hans  F.
Das  Buch  vom  großen  Krieg.  Bd  2.  Mit-  228  Abb.

im  Text,  20.  unstblättern  u.  1...  Kartec.  Stuttgart,
  Berlin,  Leipaig:  Union,  um  1919.  204  S.  1.  L
Die  Friedensforderungen  der  Entente.  Vollst.

revidierte  deutsche  Ubersetzung  d.  Versailler  Bedin-**
  Mit  Karte  d.  belordierten,  Echielsaberetungen
rlin:  Engelmann  1919.  4  S.
(Deutsche  Liga  für  V  [11

*Leyde,  Ludwig:  Die  Sozialpolitik  im  Friedensvertrag
  gend  im  Wirerkun.  Jena:  Fischer  1919.
48  S.  li2

9  S.:  Weder  Clemenceau-Friede  noch  Bolschewismus.
  Perlin:  D.  Reimer  1919.  28  S.  80.  13

Philalethes:  President  WMilson  s  peace  program-·  a
„Scarp  of  paper“!  Publ.  br  H.  R.  Engelmann.
Berlin:  1919.  32  S.  8.  l14

Zur  europüischen  Polltik  1897—1914.  Unvoeröffentlichte
  Dokumente.  Im  amtl.  Auftr.  ah  znter
H86ung  von  Bernhard  Schwertfeger.  Bd  3
Berlin:  Hobbing  1919.
Bd  3:  1  1009-1991  Bosnische  Krisc.  (Agadir)  Alban
  .  bearb.  von  Alfr—  oren.
1912—9.  Kriegstreibercien  und  Kriegsrüstungen
  bearb.  von  Alfred  D
Bd  5:  Revanche-ldee  und  Panslawiemus.  Belg.
Gesandtschaftsberichte  zur  Entstehungsgeschichte
  des  Zweibundes.  Im  amtl.  Auftr.
benrb.  von  Wilhelm  Köhler.  U#A

Bd  4:

Roselius,  Ludwig:  Briefe.  Bremen:  Hauschild
in  Komm.  1919.  IV,  179  S.  80.  (4
*  Wilson  und  der  Rechtsfriede.  Berlin:  1919.
Linden-Druckerei  u.  Verlags-Ges.  20  S.  80.  l17

II.  Geographie,  Reisebeschreibungen,
Ethnographie,  Archäologie.

Reln,  G.  K  :  Abcssinien.  Einc  Landeskunde  nach
Reisen  und  Studien  i.  d.  J.  1907—1913.  In  3  Bdvn.
Bd  2.  Berlin:  D.  Reimer  1919.  80.  (16

*  kleibömer,  Georg:  Das  Konstantinopel  von  heute,
seine  Zukunft  und  seine  Bezichungen  zum  Abend.
lande.  Eisleben:  Iso  Verlag  1919.  257  S.  So.  11

III.  Naturwissenschaften.
Vacat.

 

IV.  Medizin.

Jaarverslug  van  de  Landskoepokinrichting  en  het
Institunt  Pasteur  te  Velkerrechen  over  het  jaar  1916,
.or  Dr.  A.  H.  Nij

Aus:  turn  ischritt  voon  Nolerlandeech.
Indié.  Afl.  4  Dee

Steudel:  Die  re  der  dentschen  Iape.
ü#rzte  für  die  Eingeborenen  und  für  die  Wissenschaft.

Aus:  Deutsche  Medizinische  Wochenschrift  1#
Fr.  15.

V.  Rechtswissenschaft  und  Verwaltung.
Schomerus,  H.W.:  Der  Homcrulekampf  in  Indien.
in:  Weltwirtschaftliches  Archir  1919,
Heft  4,  S.  569  ff.  "  37
e#rhe  British  Dominions  Veur  Book  1919.  Ed.  y
Fdward  Salmon  and  James  Wors  fold.  Publ.  by
the  Eagle,  Star  and  Briticsh  Dominions  Insurance
Company.  London:  1919.  287  S.  80°.  [28.
*  Dietz,  Heinrich:  Denkschrift.  Gegen  die  Aufhebune
  oder  Beschrünkung  der  Jlilitärgerichtsbarkeit.
8  S.  8o.

24
Verwaltungsvorschriften  und  Gesetze  für  Preu-Bische
  Gemeinde-,  Polizei-  und  Kreisbehörden

Begr.  von  W.  Maraun.  Nach  dem  Stande  d.  gegenwärt.
  Rechts  bearb.  u.  hrsg.  von  Kurt  von  Rohr--scheidt.
  Jg  1918.  2.  Hälfte.  Berlin:  Reuschel
1919.  80.  26

VI.  Volkswirtschaft,  Gesellschafts.
wissenschaft  und  Statistik.

*  The  Trcatment  of  native  and  other  populations
in  the  coloninl  posscessions  of  Germany  and  Englan
[Die  Behundlung  d.  einheim.  Bevölkerung  i.  d.  kol  ½
Besitzungen  Deutschlands  und  Englands,  *

bl.  1

Answer.  Publ.  by  the  Germ.  Colon.  O  r
Berlin:  Lngelmann  1919.  S.  80.

*  Buetz,  G.:  Die  wirtschaftlichen  varnuleniie
Mesopotamiens.

Der  Tropenpflanzer  1919.  Jg  22,  Nr.  4
8.  i  fk.

'  Jnnrelifers  voor  het  Koningriik  der  Tederlandea.
Annuaire  Statistiguc  du  Royaume  des  Pays  Bas.  Koloniän.
  Les  Colonics.  1916.  Bewerkt  door  het  Central
  Burcau  voor  de  Statistick.  s-Gravenhage:  Belifante
  1919.  XX  VIII,  195  S.  8e.  128

Achtste  Janrrerslag.  Vereniging  „Koloniaal-Institunt
  Amsterdam.  Amsterdam:  W“r  de  Bussy.

9  D.  20
Sten:  Uber  die  Bedeutung  Indiens  für

konow
kan  burg-  Braunschweig-  Berlin:  Wester-9
  S.

England.
mann  1919.

(Mamburgische  Forschungen,  H.  6.)  130

*Kulz,  L.:  Britische  Heuchelci.  Streiflichter  auf
Theorie  und  Praxis  der  Eingeborenenpolitik  unserer
Feinde  Cunter  bes.  Berücksichligung  der  in  d.  besetzten
deutschen  Schutzgebicten  geübten).

in:  Kol.  Rundschau,  Jg  1919,  H.  1/3,  S.  26  ff.  (31

Kkuhn,  rhünletber:  Ehefürderung  und  Rassenhygiene
  in  den  Kolon

Aus:  OÖffentliche  Ccndbeiteflege  1919).  80.  ss2

Manecs,  Alfred:  Das  Deutschtum  in  Australien
und  Neusecland.
in:  Weltwirtschaft  1919,  Jg  9.  Jr.  (3

Moesta,  K.:  Die  Einwirkungen  ben  Krieges  auf
die  Eingeborcnenbevölkcrung  in  Deutsch-  Ostafrika.
in:  Kol.  Rundschau,  Jg  1919,  II.  1/3.  S.  5  ff.  13
Ein  Werk  deutscher  Kolonksation  anf  Fernando  Po.
Aus:  Deutsches  Kolonialblatt  1919,  Nr.  7/13.  I31
        <pb n="68" />
        W  64  20

LZastrow,  von:  Englische  Eingeborenenbehandlung
in  Deutsch-Südwestafrika.
in:  Deutsche  Politik  1919,  Jg  4,  H.  25,  S.  784  ff.  J#6
panlen.  Zeitschr.  f.  Auslandskunde.  Organ  d.
vers  PDeucheiand-  Spanien.  Hrsg.  vom  Ibero-Amerikanischen
  Inst.  Hamburg.  Schriftl.:  Blernhard)]  Schädel.
  Jg  1.,  H.  1fft  Hamburg:  Bangert  1919.  8o.  37
Steiner,  Rudolf:  Die  Kernpunkte  der  Sozialen
Frage  in  den  Lebensnotwendigkeiten  der  Gegenwart
—*  Gukuntt.  Hrsg.  v.  d.  Treuhand-Cicsellschaft  des
Goethennum  Dornach  m.  b.  H.  Stuttgart:  Greiner  &amp;amp;
Pfeiffer  150.  VII,  127  S.  80.  (##8.

VII.  Handels-  und  Finanzwissenschaft.

*  Tobler,  Fr.:  Die  weltwirtschaftliche  Bedeutung
des  Kautschukhandels.

in:  Weltwirtschaft  1919,  Jg  9,  Nr.  6,  S.  177  ff.  (#30

Mittellungen  der  Handelskammer  Bremen.  Im
Auftr.  d.  Handelskammer  hrsg.  von  Arthur  Ulrich.

Ig  1,  Nr.  Lft.  remen:  1919.  Bremer  Zeitungsgesellschaft.
  40.  40
VIII.  Land-,  Forst-  und  Hauswirtschaft,

Jagd,  Fischerei.

Helm:  Zur  Frage  der  Rinderzucht  in  Kamerun.

in:  Der  Tropenpflanzer,  Bd  19,  Beih.  Nr.  1.  I(41

Tlllmann,  Hugo:  ebie  Nlotorpflüge  in  der  tro
pischen  Landwirtscha

:  Kol.  —'3  Ig  1919,  H.  1/3,  S.  51  ff.  (4

••½  über  die  Verhandlungen  des  XV.  Obstbau-Vortragskursus
  der  landwirsschaltskammer  für
die  Provinz  Brandenburg  am  16.  und  .  Februar
1917  .  .  ..  Berlin:  (1917).  96  8.

(Arbeiten  der  für  die  Provinz
  Brandenburg,  5.)

*  Berlcht  über  die  Verbandlungen  des  XVI.  Obstbau-Vortragslchrganges
  der  Landwirtschaftskammer
für  die  Provinz  Brandenburg  am  15.  und  16.  Februar
1918.  Prenzlau:  Verlagshandlung  Mieck  (1918).
104  8.

(Arbeiten  der  Landwirtschaftskammer  für  die  Provinz
  Brandenburg,  7.)

*  Berichte  der  Gürtnerlehranstalt  zu  Dahlem.  der
Lehranstalt  für  Wein-,  Obst-  und  Gartenbau  zu  Geisenheim
  a.  Rh.  und  der  Lehranstalt  für  Obst-  und  Gartenbau
  zu  Proskau  für  die  Rechnungsjahre  1916/1917.
Erstattet  von  den  Anstaltsdirektoren.  Mit  83  Textabb.
Berlin:  Parer  1919.  Getr.  Pag.  80  (15

*  FIngerzeige  für  verabschiedete  Offiziere  und  Beamte,
  velche  sich  dem  landwirtschaftlichen  Gemüseund
  Obstbau  wickhmen  wollen.  Von  e.  alten  Offizier
u.  landwirtsch.  Gemüse-  u.  Obstbaucr.  Berlin:  Eisenschmidt
  1919.  63  S.  80.  4

IX.  Bau-  und  Ingenieurwissenschaft.
Verkehr.

*  Baltzer,  F.:  Hervorragende  finanzielle  Erfolge

voo.  Taleniaeicbahne
Kol.  Funherhaue  2  1919,  H.  1/3,  S.  57  ff.  I

alter,  F.  Die  belrische  Kongo-  vuren  von
AMatalli  nach  Leopoldville

Aus:  KSentralrlatt  der  Bauverwaltung  1910,  Jg39,
Nr.  36.  S.  189  ff.  18

im  Auftr.  d.  Abteil.  für

 

Baltzer,  F.:  Die  Sahara-Eisenbahn.  Entwicklung
und  beutiger  Stand  der  Fra
Aus:  Archiv  für  Eisenb  nwesen,  Ig  1919,  H.  3,
S.  443  ff  L
*Bericht  über  die  Internationale  Baufachausstellung
mit  Sonderausstellungen  Leipzig  1913.  Im  Auftr.  d.
Direktoriums  hrsg.  von  dessen  Mitgliede  Hans  Herzog
  unter  Mitarb.  von  Hans  Miederer.  Leipzig:
1917.  371,  XVII  S.  #e“
Hugershoff,  R.,  u.  Cranz,  HI.:  Grundlagen  der
Photogrammetrie  aus  Luftinhrzeugen.  Mit  34  Fig.
im  Text.  10  Taf.  u.  1  Kartenbeil.  Stuttgart:  Witrut
1019.  VIII,  128  S.  S.  (61

X.  Berg-  und  Hüttenwesen.
Schweer,  Walther:  Die  türkisch-  versiechen  Erdövorkommen.
  Mit  4  Kart.,  14  Textsig.  u.  1  Talel.
HBHamburg:  Friedrichsen  1919.  X,  247  S.
Ha  (2  bhandlungen  des  Hamburg.  Kolonialinstituts,
0.)  *m

XI.  Gewerbe  und  Industrie.

Die  Hauptindustrien  Belgiens.  Auf  Befchl  Fr.
Exzellenz  d.  Herrn  Generalgouverneurs  in  Belgien.
andel  u.  Gewerbe  bei  dem
Generalgouvern.  in  Belgien  hrag.  von  der  Landesstelle
Belgien  für  Robstoffe.  T.  1,  2.  München:  1918.
Oldenbourg.  3  Bcde.  4..  (58.

XII.  Unterricht  und  Sprachwissenschaft.

*  Mgemeen  Verslag  van  ber  Onderwijs  in  Nederlandsch-
  labis.  1916.  Deel  1,  2.  Batavin:  1917.
Kolff  &amp;amp;  go.  (54

XIII.  Religion  und  Mission.
Agenfeld,  Kurl:  Germany's  Battie  for  the  freedom
of  the  ebristinn  missions.  Publ.  by  the  German  Evan-3
  AMisgion  Aid  Soeiety.  Berlin  Steglitz:  1919.
5b

Fsenfeng  Karl:  Deutschlands  Kampf  für  die
Freiheit  der  christlichen  Mission.  3.  verb.  Aufl.
Berlin-ueitne  Deutsche  Evangelische  Missions-Hilfe
1919.  16  S.  8e0.  loes

*  Petrich.  Hermann:  Alexander  Merensky.  Ein
Lebensbild  aus  d.  dt.  evangel.  lission  d.  letzten  Jahrhundens.
  cBerlin:  Evangel.  Missionsgesellschaft.  **0
216  S.

XIV.  Schöne  Literatur  und  Kunst.
Vacat.
XV.  Heer  und  Marine.

*  Ajax:  France's  black  militariem.  Sidelights  on
the  french  colonial  system.  Berlin:  D.  Reimer  1919.
5  S.  80.  lba
XVI.  Verschiedenes.

kPolzer-Hoditz.  Ludwig:  Die  Notwendigkeit  der

Erhaltung  und  Weiterentwicklung  des  deutschen
Geisteslebens  für  die  europhisehe  Kultur.  Vortrag,
gehalten  .  .  .  am  20.  Mürz  1919.  Wien:  1910,  Manzsehe
  Verlags-  Watt  IG  8.  vo.  lbo

 

Verantwortlicher  Redakteur  für  den  nichtamtlichen  Teil:  Kurt  Schulze,  Berlin-Schöneberg.
Verlag  und  Druck  der  Buchhandlung  und  Buchdruckerei  von  E.  S.  Mittler  &amp;amp;  Sohn,  Berlin  SW  68,  Kochstrahe  69—71.
        <pb n="69" />
        Pomona  Diamanten-Gesellschalt.

Bilanz  am  31.  Derember  1917.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bestände.  Verbindlichkeilen.
4  %
(ierechlsame  .  !  1—(i(-olls(1mftslkupu.il.  130000c0--Berliner
  Invenar  .  1352  85  Gesctzlicher  Reservekonds.  *  300  000  —
abzüglich  Abschreibung.  1  351|85  1—  |Krietsschiden-  HReservefonds.  1150  000  —.
Wertpupiere  4  2554200—  X  ——  sewinnantcil-  12597%.
·-  -k·—,-·.--  —  *  1!  —
nubzüglich  Abschreibung  .  7  500  —23536  700  nertliche  Einzahlung  aus  dic  "
Betciligung  an  der  Gruben-  Beteiligung  an  der  Grüben-  h
bahnsreelschuft  Pomona  1  bahn-  (##esellschaft  Pomona  -
m.b..  600  000  —  .  .  10000.-—
Diamantensammlung  -  —.  littcbsclsulelcss
Lose  und  FEelahte  Hrilanten.  20251  39  aahlungen  der  Diawmanten-Kassc
  in  Berlin  920  60r  ße  des  südwestafrikn--Puchforderunen:
  *  Schutzgebiets  auf
nkguthaben.  64  910  60  «  Diamanwneinliefckungcn700000—
Darlehen  gFenen  Siel  herheiten  2505  178  50  »  Beamtenkautionen  und  Gut-Sonstige
  Forderungen  120  105  9212690  495  02.  haben  .  2407056
Neue  Reehnung  11814  50  Sonstitze  Buchschulelen.  31  234  891  758  305  45
Bctriebsleitung  120  046  Ir  Neue  Rechnung  52  319  65
%  —  t  beninn-  und  rriark-  Konto:
z  den  Gewinn  in  aur  6  CLuortiag  aus  1916  5„27
10  und  1917  3000  0000  —3  120046  11  10cingewinn  1915  1  131192  "5
.  11016untl
*  l9#  in  romgnn  .  000000·—3193605’63
If  .  ·
89802305752  808023075
son.  Gewinn-  und  Verlust-Rechnung  am  31.  Dezember  1917.  Haben.
*  EIEEIIIIE  ··  »Es-sy-(-cni.mlunltostenumthotsokn
  Vortrag  aus  1916  59  412.78.
in  Berlin  130  801  ½n  Linsen.  2.9  422  10

Absebribungen  auf

Berliner  Inventar.
Wertpapiere.

CGerinn,

Berlin,  den  5.

18851  85

 

3193  605.65.

 

 

3313  25853

 

 

Juli  1919.

Verschiedene  Einnahmen  .

«  Betriebsleitung
für  von  ihr  erzielten  Gewinn
in  1915.  1916  und  1917

4123  35

3000  000.  —

 

 

3343258  33

 

Der  Vorstand.
Gauger.

R.  Boc#ecker.

Geprüst  und  mit  den  Büchern  in  Ubercinstimmung  belunden.  6
Ole  Revislonskommisslon  des  Aufslehtsrats.
Bredow.

Berlin,

den  10.  Juli  1919.

Stuuch.  Sintenis.

In  der  heute  abgebaltenen  ordentlichen  Hauptversammlung  wunie  die  Blinnz  nebst  Gewinn-  und

Verlust-Rechunug  1r  das  sechste  Geschlittahr  vom  1.  Jununr

14

Ausschüttung  einer  vom  6.  August  d.  Is.  ab  zublbaren  Dividende  von  100  5%  —

schein  von  7/½  besch

unteilscheins  für

1917

lossen.

in  Berlin  durch  die  Berliner  Muandels-Gesellschuft,  Behrenstralze  32/3),
in  Frankkfurt  u.  A.  durch  die  Herren  J.  Dreyfus  &amp;amp;  Co.,
in  IHamburg  durch  die  Herren  Joh.  Berenberg,  Gossler  &amp;amp;  Co.  und
(Turch  die  Vereilnsbunk  Iin  Uamburg.

Berlin,  den  6.  August  1919.

—  1917  genehmi
100,—  für  j
Die  Auszuhlung  der  Dividende  erfolgt.  *  Rückgabe  des  Gewinnund

  die
en  Anteil-Fomons

  blamanten  -  Sasellschaft.
Gauner.

R.  Bocdecker.
        <pb n="70" />
        Bericht  des  Vorstandes.

Nach  den  uns.  in  jüngster.  Zeit  ue  e  achrichten  sind  die.  in  den  Iahren  1915  bis  1917
entstandenen  Betriebskosten  durch  den  Verkauf  der  Förderung  gedeckt  worden.  Darüber  hinaus  ist  ein  Gewinn
Verhlieden,  den.  Wir  mit  .  3  000  000  in  die  Gewinn-  und  Verlust-Rechnung  eingestellt  haben.

n  sind  unseren  Berichten  für  die  Jahre  1914,  1915  und  1916  folgende  Angaben  nachzutragen,
die  dem  n  4  #)r  Lüderitzbuchter  Minenkammer  für  die  Jahre  1914  bis  1918  entnommen  sind.

Nach  der.  Kapitulation  der  südwestafrikanischen  Schutztruppe  gestattete  die  Okkupations-Regierung
allen  Gsellschaften  geweinschaftlich  durch  Verordnung  vom  20.  Oktober  1915  eine  Förderung  von  höchetens
10  000  Karat  im  Monat,  während  von  den  Förderern  als  Eristenzwinimum  eine  Förderung  von  20  000  Karnt
im  Monat  verlangt  worden  war.  Im  Juli  1916  wurcke  den  Diamanten.-Gesellschaften  die  Förderung  von
20  Frat  im  Monat  gestattet  und  vom  1.  September  ab  die  Brheruns  dieser  Menge  verlangt.
Im  COktober  1916  wurde  die  in  einem  Monat  zu  fördernde  Menge  auf  30  000  Karst  und  im  Februar  1917  auf

43  000  Karat  erhöht.  Von  diesem  Zeitpunkte  an  wurde  die  ertellun  der  lenolnn.  auf  die  einzeluen
Gesellschaften,  die  in  den  Hünden  der  Minenkammer  gelegen  hat  urch  die  Regierung  selbst  vorgenommen,
und  zwar  wurcde  sie  für  die  fünf  größten  Gesellschaften  au  57  7  Verkaufskontingents  der  Förderung  von
1914  und  für  die  übrigen  Gesellschaften  entsprechend  ihrer  Leistungsfähigkeit  festgesetzt.

Unsers  Gesellschaft  förderte:

im  Jahre  1915  ,....  13346—Kmt.,
·  .1916.....70(".
.191c..«...  ULIR
Die  —  aller  südwestafrikanischen  Gesellschaften  hetrug:
im  Jahre  116  .....  U  346  Kemt,
„  *  1916  -  .  4920
E  1917.  *„HQ„2  7  „
Die  Diamantminen  in  der  Südafrikanischen  Union  förderten:
im  Jahre  1915  103  385  Karat,
„  „  1916  2346330  "
„  „  191  .  290  4%  „

Die  seit  Anfang  1917  verlangte  Förderung  konnte  nur  zu  etwa  70  %  geleistet  wercen,  was  in  der
„Hau  6e  auf  ungenügende  Eingeborenenzuwanderung  und.  Schwierigkeiten  in  der  Becheffum  von  Betriebsmitteln
  zurückzuführen  ist.  Der  Anteil  der  Lüderitzbuchter  Minen  an  der  Förderung  üdufrikas,  dae
etwa  99%  der  Weltförderung  liefert,  betrug  1915:  11,5  %  1916:  5,8%  ,  1917:  I:  6"  Im  Jahre  1913
hatte  der  Anteil  22.2  %  und  1914  21  86%  ausgemacht.
Anfang  1916  trat  die  L  äeris  buchter.  Minenkammer  an  die  Unioneregierung  mit  der  Bitte  um  Freibe
  des  Verkaufs  der  Diamanten  heran,  erhielt  inde#sen  im  Juli  1916  die  Antwort,  daß  letztere  den  Verkauf
der  Diamanten  selbst  bewirken  werde.  Ein  Antrag  der  Ninenkammer,  sie  bei  dem  Verkank  Venig#tens  zu  Rate
zu  ziehen,  wurcke.  nicht  berücksichtigt.  In  der  Folgezeit  ist  der  Verkauf  der  geförderten  Diamanten  von  der
Unions-Regierung  dem  Londoner  Diamanten-Syndikat  übertragen  vorden
ür  die  von  uns  m  Diamanten  wurcen  bieren  d%  folgenden:  Erlöse  für  das  Karat  erzielt:

1915  3  2.  1.  IilIn  3)  bei  einer  Durchschnittsgröße  von  3.32  Steinen  auf  das  Karnt,

1917  cu.  2  2.12.—  a.72  „

Die  Hiamantensteuerabrecbnung  in  aul  Grund  der  nn]iesef  vom  30.  beesember.  1912
erfolgt.  Die  Dberschüese  sind  von  Abris  1916  8  solchen  Gesellschaften,  deren  Sitz  sich  im  Schutssebiet  Sie  oder.
Südafrika  befindet,  überwiesen  worden.  Den  übrigen  Gesllechaften.  die  ihren  Sitz=  in  Dentschland  haben  "
wurden  die  Uberschüsse  bei  einer  Mslischen  Bank  gutgeschrieben.  Diese  Gesellschaften  “—  nur  mit  Genehmigung
  des  Bergamts  in  Lüderitzbucht  und  nur  zur  —  von  Betriebekosten  darüber  verfügen.

in  Verkanf  der  bei  Kriegsausbruch  in  Südwestafrika  verbliebenen  Restförderung  aus  dem  Jahre
1914  t  bisher  nicht  z.  Die  Diamanten  liegen  in  Kapstadt.  Ihre  Mentuns  soll  unter  Wahrung  der
Rechte  der  Förderer  gemäß  den  Bestimmungen  des  Friedensvertrages  geschehen.

Buce  vorigen  Jahres  standen  85  Beamte  und  Arbeiter  und  —*  500  Ovambo  in  unseren  iensten.

wührend  des  Krieges  vorgenommenen  Aufschliegungsarbeiten  haben  die  Abbauwürdigkeit  weiterer.

Teile  des  Mek  ergeben.  Auch  ist  an  mehreren  Stellen  reichliches  Wasser  erschlossen  worden,  was
von  roßer  Bedeutung  ist,  da  hierdurch  die  Wasserbeschaffung  einc  erhebliche  Erleichterung  und  Verbilligung
ren  hat.

Zu  den  einzelnen  Posten  der  Bilanz  und  Gewinn-  und  Verlust-Rechnung  geben  wir  die  nachstehbenden
  Erklärungen:

„  Unser  Besitz  an  Kri  leihe  und.  Schsteasweimmgen  be  beläuft  aich  anf  2½  a#llenn  us

Die  Sasnsahseae  Lkomene  m.  b.  H.,  die  ihren  Betrieb  im  August  1916  8  aufnahm.
arbeitete  mit  Gewinn.  Dieser  ist  gemäß  den  Bestimmungen  ihrer  Streo  ihrem  Bahnanlagen-Tügungsfonde
Zugeführt  worden

Luemeiite  *  Gewinn-  und  Verlust-  “  ergibt  sich  ein  Reingewinn  von

i  3134  192,67
ueliglh  59  13  78  Vortrag  aus  1916
M  T  .
100  %  Dividende

auszuschittcen  önd  den  Rest  nach  Abeng  det  satiungsmätßigen  Tantieme  des  Anfsichterats  auf  neue  Rechnung

vorzutragen.
Berlin,  im  Juli  1919.  Der  Varstands.

Wir  beantingen,  hieraus
        <pb n="71" />
        Deutsches  Kolonialblatt

Amtsblatt  des  Reichskolonialministeriums.

30.  Jahrgang.  Berlin,  den  15.  Oktober  1919.  Uummer  18—20.

Ein  Zeltschrift  gelau  1  in  der  Regel  am  1.  und  15.  jedes  Monats  zur  Ausgabe.  Dertselben  werden  als  Hranglos  Echeinende  Beiheite

beigefügt  die  -  Milleilungen  aus  den  deutschen  Schutzgchieten-  Hierausgegehen  von  Dr.  Marquardsen.  Ter  oierteljäbrliche

Nbonnementspreis  beträgt  belm  Bezuge  durch  die  Post  und  die  *—  band  lungen  4.—,  birekt  unter  *-  durch  “  Verlagsbuchhandlung:

  u)  7  5.—  fur  Deit  Guond  einschl.  der  deuischen  Schurgebiete  und  8  .  Ungarns.  b)  ..  6.—  für  die  Lander

des.  ane  —  Elnsendungen  und  Jutaa  en  find  an  die  Buchbandlimg  von  Ernst  Siegfried  Mililer  und  Sohn
6en,  Kochstraße  68—71.  zu  richten.

Inhalt:  Amtlicher  Teil:  dansichreiben  des  Reichskolonialminister  an  die  Deutsche  Nolonialgesellschaft,  den
Frauenverein  vom  Noten  Krenz  für  die  Kolonien  und  den  Frauenbund  der  Deutichen  Nolonialgesellichaft  S.  65.  —

Versonalien  S.  1  LVerlustliste  der  Schutztruppen  usw.  S.  69.
D  Himtlicher  Teillm

Dankschreiben  des  Beichskolonialministers  an  die  Deutsche  Kolonialgesellschaft,
den  Frauenverein  vom  Roten  Rreuz  für  die  Kolonien  und  den  Frauenbund  der
Deutschen  Kolonialgesellschaft.

Antãlich  der  Friedensverhandlungen  zu  Versailles  waren  der  Kolonialverwaltung  aus
allen  Kreisen  des  deutschen  Volkes,  insbesondere  auch  von  den  Zweigabteilungen  der  Deutschen
Kolonialgesellschaft,  vonn  Frauenverein  vom  Roten  Kreuz  sür  die  Kolonien  und  vom  Frauenbund
der  Deutschen  Kolonialgesellschaft  entrüstete  Proteste  gegen  den  Raub  der  deutschen  Kolonien
mugegangen.  -

Der  Reichskolonialminister  hat  daraufhin  den  drei  genannten  Vereinigungen  für  diese  von
vaterländischer  Gesinnung  getragenen  Kundgebungen  sowie  für  die  durch  lange  Jahre  bewähyrte
Tärigkeit  im  kolonialen  Imeresse  den  Dank  der  Verwaltung  ausgesprochen.

Das  an  die  Deutiche  Kolonialgesellschaft  gerichtete  Schreiben  hat  folgenden  Wortlaut:

Berlin,  den  20.  Juli  1919.

Von  der  Denuchen  Kolonialgesellschaft  und  ihren  Abteilungen  im  ganzen  Reiche  waren  mir
kurz  vor  Abschluß  des  Friedeus  nochmals  zahlreiche  von  vaterländischer  Gesinnung  getragene  Einsprüche
  gegen  einen  Frieden  übersandt  worden,  der  Deutschland  unter  unwahren  und  ehrenkränkenden
Vorwänden  seines  Kolonialbesitzes  beraubt.  Trotz  aller  Anstrengungen  ist  es  leider  nicht  gelungen,
die  Schutzgebiete  dem  Reiche  zu  erhalten.

In  diesen  Tagen  tiefster  Trauer  ist  es  mir  ein  Bedürfnis,  der  Deutschen  Kolonialgesellschaft
und  ihren  Abteilungen  für  die  hervorragende  und  erfolgreiche  Arbeit  an  der  kolonialen  Sache,  die
sie  durch  mehrere  Jahrzehnte  geleistet  haben,  den  wärmsten  Dank  der  Kolonialverwaltung  auszusprechen.
  Die  Frucht  der  unermüdlichen  Aufklärungs=  und  Werbetätigkeit  der  Deutschen  Kolonialgesellschaft
  ist  auch  jetzt  nicht  als  völlig  verloren  zu  betrachten.  Dank  ihrer  Arbeit  hat  der  koloniale
Gedanke  im  ganzen  deutschen  Volke  so  tief  Wurzel  geschlagen,  daß  er  auch  die  gegenwärtige  Zeit,
die  zunächst  das  Ende  unserer  kalonimen  Betätigung  zu  bedeuten  scheint,  überdauern  wird.  Gerade
in  den  kommenden  Jahren  schwerster  Not  wird  es  sich  mit  eindringlicher  Deutlichkeit  erweisen,  daß
Deutschland  der  Kolonien  bedarf,  um  wirtschaftlich  zu  gesunden  und  wiederzuerstarken.  Unaufhörlich
und  immer  lanter  muß  und  wird  daher  die  Forderung  nach  Wiedereintritt  Deutschlands  in  die
Reihe  der  Kolonialmächte  erhoben  werden.

Von  jeher  ist  willensstarker  Glanbe  an  die  Zulunft  und  zähes  Festbleiben  gegenüber  Rückschlägen
  und  Enttäuschungen  ein  hervorragender  Charakterzug  kolonialer  Kreise  gewesen.  Jetzt  gilt
es  für  alle  Kolonialfreunde  in  Deutschland,  trotz  der  uns  angetanen  Vergewaltigung  sich  nicht
emmutigen  zu  lassen,  die  Hände  nicht  in  den  Schoß  zu  legen,  sondern  rastlos  darauf  hinznarbeiten,
daß  bei  der  unansbleiblichen  Revision  des  Versoiller  Dokuments  Deutschland  auch  auf  kolonialem
Gebiete  sein  Recht  wieder  erhält.
        <pb n="72" />
        66  20

Das  Verständnis  für  die  Bedentung  eigenen  Kolonialbesitzes  immer  weiteren  Kreisen  des
deutschen  Volkes  nahezubringen  und  die  lÜberzeugung  von  dem  unabweisbaren  Recht  Deutschlands
auf  eigenen  Kolonialbesitz  in  alle  Welt  zu  tragen,  ist  die  große  vaterländische  Aufgabe,  bei  der  mitzuwirken
  die  Deutsche  Kolonialgesellschaft  in  erster  Linie  berufen  ist.

gez.  Dr.  Bell.

 

personalien.

Dem  ständigen  Hilfsarbeiter  im  Reichskolonialministerium  Regierungsrat  Dr.  Zintgraff
ist  die  nachgesuchte  Versetzung  in  den  dauernden  Ruhestand  erteilt  worden.

Schutztruppen.
Verfügung  des  Bayerischen  Ministeriums  für  militärische  Angelegenheiten
vom  16.  Juni  1919.

Ruckteschell,  Leutnant  der  Reserve  des  Infanterie-Leib-Regiments,  wird  zum  Oberlentnant  mit
Patent  vom  30.  November  1914  und  zum  Hauptmann  mit  Patent  vom  17.  Jannar  1917
befördert.

Verfügung  des  Ministeriums  für  Militärwesen  in  Dresden  vom  12.  Juni  1919.
Der  Oberleutnant  der  Landwehr-Kavallerie  1.  Aufgebots  v.  Busse  vom  Landwehr-Bezirk  II  Dresden,
bisher  bei  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika,  ist  unterm  10.  Juni  1919  zum  Rittmeister
  mit  einem  Patent  vom  16.  Mai  1915  befördert  worden.

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  14.  Juli  1919.
Der  Hauptmann  Wilte  in  der  Schutztruppe  für  Kamerun  scheidet  mit  dem  14.  Juli  1919  aus
dieser  behufs  Rücktritts  in  Preußische  Dienste  aus.
Der  Hauptmann  Müller  (Erich)  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  scheidet  mit  dem
14.  Juli  1919  aus  dieser  behufs  Rücktritts  in  Preußische  Dienste  aus.

Verfügung  des  Kriegsministers  vom  22.  Juli  1919.
Nach  erfolgtem  Ausscheiden  aus  der  Schutztruppe  für  Deultsch-Südwestafrika  wird  mit  dem  1.  August

1919  in  der  Armee  wiedereingestellt:  der  Stabsarzt  Dr.  Wilde  (Deutsch-Südwestafrika)
als  Bataillonsarzt  des  II.  Bataillous  Infanterie-Regiments  Nr.  50.

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  23.  Juli  1919.

Dem  Stabsarzt  Dr.  Jaeger  in  der  Schutztruppe  für  Kamerun  wird  der  Abschied  mit  der  gesetzlichen
Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  der  bisherigen  Uniform  bewilligt.

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  29.  Juli  1919.

Der  Stabsarzt  Dr.  Wilde  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  scheidet  mit  dem  31.  Juli
1919  aus  dieser  behufs  Rücktritts  in  Preußische  Militärdienste  aus.

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  2.  August  1919.

Der  Oberstabsarzt  Dr.  Hintze  vom  Kommando  der  Schutztruppen  im  Reichskolonialministerium
scheidet  mit  dem  15.  August  1919  aus  diesem  behuss  Rücktritts  in  Preußische  Militärdienste
  aus.

Oberveterinär  Dr.  Gottschalk  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  wird  zum  Stabsveterinär
mit  einem  Patent  vom  15.  Juli  1916  A  befördert.
        <pb n="73" />
        W  67  20

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  4.  August  1919.

Der  Hauptmann  v.  Glasenapp  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  scheidet  mit  dem
14.  Juli  1919  aus  dieser  zwecks  Rücktritts  in  Preußische  Dienste  aus.

Die  Hauptleute  Fell  und  Schumann  sowie  der  Oberlentnaut  v.  Dewitz,  sämtlich  in  der  Schutztruppe
  für  Deutsch-Südwestafrika,  scheiden  mit  dem  31.  Juli  1919  aus  dieser  zwecks  Rücktritts
  in  Preußische  Dienste  aus.

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  5.  August  1919.
Hauptmann  Trainer  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  wird  zum  Major  mit
Patent  vom  18.  Oktober  1918  befördert.
Oberleutnant  Guse  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  wird  zum  Hauptmann  mit  Patent
vom  16.  September  1917  befördert.
Zu  Stabsveterinären  werden  befördert,  vorläufig  ohne  Patent  mit  einem  Dienstalter,  die  Oberveterinäre
in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika:

Immendorff  (vom  2.  November  1915).  Fuchs  (vom  15.  Juni  1916),
Meißner  (vom  2.  November  1915),  —  Sommerfeld  (vom  2.  Februar  1917),
Just  (vom  2.  November  1915),  I  Lang  (vom  4.  März  1917).

Verfügung  des  Preußischen  Kriegsministers  vom  7.  August  1919.
Dem  Hauptmann  v.  Hirschfeld  im  Feldartillerie-Regiment  Nr.  51,  kommandiert  zum  Reichskolonialministerium,
  wird  der  Abschied  mit  der  gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum
Tragen  der  Regiments-Uniform  bewilligt.

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  9.  August  1919.

Dem  Hauptmann  Dühring  in  der  Schutztruppe  für  Kamerun  wird  der  Abschied  mit  der  gesetzlichen
Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform  bewilligt.  Gleichzeitig
wird  ihm  der  Charakter  als  Major  verliehen.

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  11.  August  1919.

Der  Hauptmann  Friedrich  Schmetzer  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  scheidet  mit
dem  31.  Juli  1919  aus  dieser  behufs  Rücktritts  in  Bayerische  Dienste  aus.

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  14.  August  1919.
Dem  Oberstabsarzt  Dr.  Summa  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  wird  der  Abschied
mit  der  gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  der  bisherigen  Uniform  bewilligt.
Dem  Stabsarzt  Dr.  Wolff  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika  wird  der  Abschied  mit  der
Vesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  der  bisherigen  Uniform  bewilligt.
Dem  Stabsarzt  Dr.  Koch  und  dem  Oberarzt  Dr.  Westhofen,  beide  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-·
  Ostafrika,  wird  der  Abschied  mit  der  gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen
der  bisherigen  Uniform  bewilligt.

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  16.  August  1919.

Die  Hauptleute  Berlin  und  Euler,  beide  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika,  scheiden
mit  dem  14.  August  1919  aus  dieser  zwecks  Rücktritts  in  Preußische  Dienste  aus.

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  22.  August  1919.
Der  Stabsarzt  Dr.  Schmidt  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  scheidet  mit  dem
15.  August  1919  aus  dieser  behufs  Rücktritts  in  Preußische  Militärdienste  aus.
Oberarzt  Dr.  Schönig  in  der  Schutztruppe  für  Kamerun  wird  zum  Stabsarzt  mit  Patent  vom
23.  April  1917  befördert.
        <pb n="74" />
        68  20

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  25.  August  1919.
Zu  Majoren  werden  befördert:
der  Hauptmann  Medding  mit  Patent  vom  16.  September  1917,

der  Hauptmann  Petter  mit  Patemr  vom  22.  März  1918,  beide  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika.


Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  26.  August  1919.

Dem  Hauptmann  Willmann  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  wird  der  Abschied
mit  der  gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform  bewilligt.

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  27.  August  1919.

Der  Hauptmann  Reisner  Freiherr  v.  Lichtenstern  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika.
scheidet  mit  dem  31.  Angust  1919  aus  dieser  behufs  Rücktritts  in  Bayerische  Dienste  aus.

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  28.  August  1919.

Dem  Hauptmann  v.  Oppen  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika  wird  der  Abschied  mit  der
gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform  bewilligt.

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  2.  September  1919.

Körbling,  Oberleutnant  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika,  wird  zum  Hauptmann  mit
Patent  vom  16.  September  1917  befördert.

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  4.  September  1919.

Der  Hauptmann  Lührsen  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  scheidet  mit  dem  31.  August
1919  aus  dieser  behuss  Rücktritts  in  Preußische  Dienste  aus.

Verfügung  des  Reichskolouialministers  vom  5.  September  1919.

Dem  Haupimann  v.  Hepke  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  wird  der  Abschied  mit
der  gesetzlichen  Pension  bewilligt.

Verfügung  des  Reichskolonialministers  vom  8.  September  1919.

Die  Hauptleute  v.  Roehl  und  Haußding  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  scheiden
mit  dem  31.  August  1919  aus  dieser  behufs  Rücktritts  in  Prenßische  Dienste  aus.

Verfügung  des  Reichswehrministers  vom  27.  September  1919.

Der  Oberstlemnam  Nitter  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  scheidet  mit  dem  29.  September
  1919  aus  dieser  aus  und  wird  der  Reichswehrbesehlsstelle  Preußen  zur  weiteren
Verwendung  zur  Verfügung  gestellt.

Dem  Major  Graf  v.  Saurma-Jeltsch  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  wird  der
Abschied  mit  der  gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen
Uniform  bewilligt.  «

Dem  Major  a.  D.  Müller-Wichards,  zuletzt  Distriktsoffizier  bei  der  Preußischen  Landgendarmerie,
früher  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika,  wird  die  Erlaubnis  zum  Tragen  der
Uniform  der  genannten  Schutztruppc  erteilt.

Der  Hauptmann  Freiherr  v.  Schade  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  scheidet  mit  dem
29.  September  1919  aus  dieser  aus  und  wird  der  Reichswehrbefehlsstelle  —  Preußen  zur
weiteren  Verwendung  zur  Verfügung  gestellt.

Der  Hauptmann  Hühner  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  scheidet  mit  dem  29.  September
  1919  aus  dieser  aus  und  wird  der  Reichswehrbefehlsstelle  —  Preußen  —  zur
weiteren  Verwendung  zur  Verfügung  gestellt.  v

Dem  Hauptmann  Ziehm  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  wird  der  Abschied  mit  der
gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform  bewilligt.
        <pb n="75" />
        69  ꝛ

Dem  Feuerwerkshauptmann  Rosenhahn  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-  Südwestafrika  wird  der
Abschied  mit  der  gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen
Uniform  bewilligt.

Dem  Stabsarzt  Dr.  Fehlandt  in  der  Schutztruppe  für  Kamerun  wird  der  Abschied  mit  der  gesetzlichen
  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  der  bisherigen  Uniform  unter  Verleihung
des  Charakters  als  Oberstabsarzt  bewilligt.

Dem  Stabsarzt  Dr.  Eckard  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika  wird  der  Abschied  mit  der
gesetzlichen  Pension  und  der  Erlanbnis  zum  Tragen  der  bisherigen  Uniform  bewilligt.

Berichtigung.
In  der  Verfügung  des  Herrn  Reichskolonialministers  vom  28.  Mai  1919  M.  2789/19  4.3,
betreffend  Beförderungen  zu  höheren  Dienstgraden  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-  Südwestafrika,

muß  es  am  Schluß  statt  Rosenhahn  mit  Patent  vom  27.  Jannar  1919  heißen:  Rosenhahn  mit
Patent  vom  27.  Jannar  1918.

Uachruf.
Gouvernementssehretär  Bonn  f(.
im  24.  September  d.  Js.  verstarb  infolge  einer  bei  den  Kämpfen  in  Südwestafrika  erlittenen
  Verletzung  der  Gonvernementssekretär
Herr  Gustav  Bonn.
Herr  Bonn  trat  im  Jahre  1909  in  den  Kolonialdienst,
angehört  hat.
Die  Kolonialverwaltung  wird  ihm  ein  treues  Andenken  bewahren.
Berlin,  den  7.  Oktober  1919.  «

Der

dem  er  ununterbrochen  bis  jetzt

Reichskolonialminister.
In  Vertreiung:
Meyer-Gerhard.

Verlustliste  der  Schutztruppen  usw.

igl.  „Deuncches  11  I17,  S.

-

Molonialblatt“  Nr.  58.  Jahrg.  191y.)

Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika.

Stabsart  Ior.  Julinu  Barthels,  am  10.  12.  1918
in  Blaumre  an  Leberleiden  gestorben.

Stabsarzt  d.  Res.  10r.  Benno  Fickert,  am  31.  S.  1918
bei  Lioma  (Portug.  Ostafrika)  gefallen.

Vizefeldwebel  d.  Res.  Karl  Auneß.  am  10.  10.  1917
bei  Neugedi  gefallen.

Pizeseldwebel  Friedrich  Eichenroth=  am  22.  ö.  1918
bei  Tomscha  (Poriug.  Ostafrika)  gefallen

Vizefeldwebel  Mishelm  Frank,  am  13.  10.

1917  bei
Katabna  gefallen.

Laupmmann  Walter  Spangenberg,  am  18.  12.  1918Migefeldwebel  Albert  Oensler,  am  21.  6.  1917  in
in  Daressalam  an  Grippe  gestorben.  Nangane  gestorben.
Oberlentnaut  Eurt  Wolff,  am  18.  2.  1916  bri  Ra=  BAigeseldwebel  Franz  HOerrmann,  am  18.  8.  1917  beie
schumbi-Buksober  gefallen.  Muepo  gefallen.
Oberfenerwerler  Karl  Zeller,  am  10.  6.  1916  beis  Aizefeldwebel  Wilhelm  Rlein,  im  November  1917  bei

Kibambawe  tödlich  verunglückt.

Feldwebel  Albin  Bittorf,  gefallen.

Feldwebel  OLans  NRaufmann,  am  22.  11.  1916  bei
Dabagga  gefallen.
Feldwebel  u.  D.  Wilhelm  Künte.  am  9.  1.  1917  in

Nahungo  Selbsimord  begang

Sanitätsseldwebel  Wilhelm  Men  ne.

Vigeseldwebel  Kurt  Blasc,  am  4.  9.  1918  Hefallen-Vizefeldwebel

  d.  Res.  Olto  Brod,  am  9.  S.  1916  bei
Matomondo  gesallen.

Vizeseldwebel  Theodor  Cosack,  am  §.  2.  1917  in
Myanganja  an  Schwarzwasserfieber  gestorben.

 

Luleledi  Hesallen.

Vizefeldwebel  Fritz  Krause,  am  25.  11.  1917  gesallen.

Bigefeldwebel  Wilhelm  Man,  am  17.  10.  1917  bei
Mahiwa  gefallen.

Bigeseldwebel  Oans  Nordenholz.  Ende  März  1918
bei  Naungu  gefallen.

Vizefeldwebel  Martin  Baomussen,
bei  Mahiwa  gesallen.

Bigefeldwebel  Conrad  Bücker,  am  17.
Kondoa  Jrangi  gefallen.

Vizeseldwebel  Wat  Wilke.
langali  gesallen.

am  18.  10.  1917
bei
11.  1916  bei  Ma-5.

  1916

am  8.
        <pb n="76" />
        W  70

Visesteuermann  Friedrich  Grreven,  am  19.  12.  1918
in  Daressalam  an  Grrippe  gestorben.

Sergeant  Erich  Augustin,  am  19.  11.
an  Influenza  gestorben.

Serge#mt  Böwe,  am  25.  10.  1916  bei  Düama  gefallen.

Sergeant  Georn  Gerysch,  am  24.  7.  1916  bei  Malangali
  gesallen.

Sergeant  Franz  Günter,  am
an  Dyctenterie  gestorben

Sergeant  August  Ketie,  am  2.  9.  1916  bei  Mikuni
gefallen

Sergeant  Willi  Mieth,
gefallen.

Ferpeantg“  Georg  Most,  am  30.  10.  1916  bei  Mkapira
gefal

Sergeaut  Hermann  v.  Nippold,  am  21.22.  8.  1916
bei  Kilossa  tödlich  verunglückt.

Sergeant  Paul  Neffke,  am  3.  11.
gestorben.

Sergeant  Hubert  Pütz,  am  5.  5.  1918  in  Nanungn
(Poriug.  Ostafrika)  aun  Schwarzwasserfieber  gestorben.

Sergeant  Bruno  Reinhardt,  in  Mozambiqne  an
Leberleiden  gestorben.

Sergeant  Walter  Reunner,  am
buli  vermißt.

Sergeant  Friedrich  Wenzel,  am
essalam  an  Grippe  Hestorben.

Oberbootsmannsmaat  Ernst  Hung,  am  15.  10.  1918
in  englischer  Gefangenschaft  gestorben.

Oberverwaltungomaat  Rudolf  Kunz,  am  28.  1.  1917
in  Likasse  an  Typhus  gestorben.

Obermaschinistenmaat  Emil  Schill,  am  17.
bei  Maliwu  gefallen.

Obermaschmisteumaat  Alfred  Wackert,  am  1.
in  Daressalam  an  Typhus  gestorben.

Unteroffizier  Hermann  Fabian,  am  30.  10.  1916  in
Nyakisiku  an  Schwarzwasserfieber  gestorben.

Unteroffizier  Kurt  Hoppe,  am  9.  §.  1916  bei  Matemonde
  gefallen.

Unteroffizier  d.  Landw.  Fritz  Kersten,  am  11.  9.  1916
bei  Dutumi  gefallen.

1918  in  Kairo

21.  9.  1918  in  Kairo

am  30.  10.  1916  bei  Mkapira

1918  in  Kairo

29.  5.  1916  bei  Um-20.

  12.  1918  in  Dar-10.

  1917
.  19106

Unteroffizier  5  Kel-  Kloth,  am  9.  5.  1916  bei  Kondoa-Irangi
  gef
Unteroffigier  Wilhelm  Kraus,  am  26.  11.  1918  an

Grippe  gestorben.
Unteroffizier  Emil  ramer,
dallakwe-Nanga  gefallen

Unteroffizier  Krause,  in  Mozambicue  gestorben.

Unteroffizier  Kühl,  am  5.  5.  1918  in  Mobolia  gestorben.

Unteroffizier  d.  Res.  Arno“  Menschke,  im  November
1918  in  Tura  bei  Kairo  gestorben.

am  16.  11.  1917  bei  Ab-Unteroffizier

  d.  Res.  Rudolf  Pauls,  am  5.  5.  1918
in  Kirschau-Berg  gefallen.
Unteroffizier  Hans  Neismann,  am  18.  12.  1918  im

englischen  Lazarett  un  Grippe  gestorben
Unteroffizier  Adolf  Essnk  m
verwundet  und  gestorben
Unteroffizier  Fritz  Rothkamm,  am  17.  8.  1916  in
aressalam  gestorben
nterosfftiier  d.  Landw.  15.  Ernst  Stein,
916  bei  Tumuluganga  gefallen.
Schhisnnurnmnm  Pilbelm  Bernhard,  am  6.  8.  1916
bei  Nisoanda  gestorbe
Maschinistenmaat  Otto  Eue,  am  28.  8.  1917  an  der
Jsukovhe-Fähre  gefallen.
Signalmant  Heury  Lühmann,  am  20.  12.  1918  in
Daressalam  an  Gtippe  gestorben.
Vootemannmaat  Friedrich  Vinkelmann,  am
11.  9.  1916  bei  Dutumi  gefallen.
veienruchben  Martin  Wolter,

1916  tödlich

am  21.  7

vermißt.

 

Gefreiter  Otto  Bergmann,  am  5.  9.  1918  in  Kairo
gestorben.

Gefreiter  Otto  Dietl,
Dysenterie  gestorben.

Gefreiter  Karl  Janette,  am  18.  9.  1916  bei  Bigwa
gefallen.

Gr#hter  Karl  Hermann  Lippert,
Mpanganja  gestorben.

Obermatrose  Czeck,  am  30.  10.  1916  bei  Mlapira

am  19.  9.  1918  in  Kairo  an

am  1.  2.  1917  in

en.
Obervermessungsgast  Oskar  Hanke,  am  19.  10.  1918
in  Ahmednagar  an  Jufluenza  gestorben.
Oberheizer  Heinrich  Kern,  am  21.  7.  1916  bei  Daressalam
  gefallen.

Obermolersast  Alexander  Teuscher,  am  16.  11.  1917
bei  Abdalla-Kwa.Ranga  gefallen.
Oberheizer  ebatian  Wetter,  am

Kigoma  vermis
Soldat  Richard  Gechmann,  am  25.  11.
Ngomawo  gefallen

27.7.

1916  bei

1917  bei

Neseroist  Karl  Eggers,  am  22.  7.  1917  in  Kairo
gestorben.
Landsturmmann  Heinmann,  am  2.  1917  in

Mlembwa  an  Schwarzwasserfieber  gestorben.

Landsturmmann  Friedrich  Koopmann,  am  21.  11.  1916
in  Ndandi  an  chron.  Malaria  gestorben.

Reservist  Wilhelm  Kretschmann,  am  4.  D.  1916  in
Rissaki  an  Schwarzwasserfieber  gestorben.

Landwehrmann  Frit  Moritz,  am  18.  S.  1915  in  Neu-Moschi
  an  Typhus  gestorben.

Heizer  Johannes  Papenfuß,  am  16.  12.
Ribata  gefallen.

Kriegsfreiwilliger  Albert  Prillwiu.  am
bei  Luwingi  gefallen.

Vermessungsgast!  Gustav  Tautel,  am  23.  2.
Mahenge  an  Schwarzwasserfieber  gestorben.

Schütze  Wilhelm  Wallraf.  am  9.  8  1916  bei  Sekongo
  gefallen.

Schütze  Richard  Bachmann,  am  25.  11.
Ngomane  gefsallen.

Schite,  Brinkmann,  im  September  1916  in  Tabora.

Schwarzwasserfieber  gestorben.

ushit  Hubert  Brneck,  am  16.  11.

lla-Kwa-Ranga  gefallen.

Mdaie  Werner  Clasen.  am  16.  11.
Livale  gefallen.

Missionar  Jakob  Dannholzg.  am
Kairo  gestorben.

Missionar  Friedrich  Debusmann,  am  26.  10.  1916
in  Morogoro  an  Typhus  gestorben.

Missionar  Erust  Dünker,  gefallen.

Missionar  Anton  Finger,  am  13.ö  5.
an  Dusenterie  gestorben.

Missionar  Friedrich  Gröning.  am  17.  10.

ahiwa  ge

Missionar  Franz  Sn  uther,
salam  gestorben

Missionar  Nober.
Kigoma  gestorben.

Müsionar  Robert  Hörnig,

1916  bei
27.  0.  1915

1917  in

1917  bei

1917  bei  Ab- 



1917  bei

25.  S.  1918  in

1915  in  Gare
1917  bei
am  18.  9.  1918  in  Dares-Günther,

  am  16.  5.  1916  in

am  15.  7.  1917  in  Kairo

orben
Abeitrven,  Wilhelm  J  Inhr,  am  27.  7.  1916  bei  Kigoma
vermißt.
Missionar  Paul  Wowalewsli,
11.  1917  in  Liwak  T  orben
a#ol  Kracke,  gefallen
Missionar  Johann  Kraus,  in  Mozambique  gestorben.
Missionar  Hans  Krüger,  am  24.  6.  1916  in  Lukuladi
fallen
aA#llallen  Robert  Ludewig.,  am  20.  12.  1918  in
Daressalam  gestorben.

jwwi  21.  und
        <pb n="77" />
        68  71  20

Missionar  Paul  Mirow,  am  6.  12.  1916  bei  Kibata
efallen

Mhstoner  Peter  Nitscheck,  am  4.  1.  1017  in  Madaba
au  Schwarzwasserfieber  gestorben.

Missionar  Ludwig  Nyakowski.  am
Kairo  gestorben.

Mistionar  Gustav  Pröck,  am  29.  4.  1918  in  Kairo

iu  Dysenterie  gestorben.

Misstonar  Reitier,  in  Ostafrika  gesorben.

Missionar  Werner  Sanke,  am  1.  1919  in  Daressalam
  an  Influenza  gestorben.

Missionar  Frist  Seceliger,  am  25.  2
ledi  an  Schwarzwasserfieber  gestorben.

Missionar  Hermann  Signowoli,  am
in  Narungn  gefallen.

Missionar  Stens,  um  21.
storben

21.  5.  1918  in

1917  in  Luku-19.
  12.  1916

6.  1918  in  Mohewe  ge-Misstonar

  Trumpler,  am  25.  12.  1918  in  Tabora
an  Grippe  gestorben.  4
Missionar  Kurt  Zibell,  am  29.  5.  1916  bei  Jakarre

gefallen.
Missionar  Richard  Kuerzel,
Hospital  Abassia  gestorben.
Oberheizer  Mathias  Landeck,  am  5.5.  191n  gefallen.
Landsturmmann  Karl.  Denke,  am  22.  7.  1916  bei
Rwangungu  gefa
Bizewachtmeister  Albont.  Jahr,
Nyakissiku  gestorben
Lt.  d.  Landw.  Karl  Coret,  gestorben.
Bigefeldwebel  Karl  Schwab,  am  31.  8.
Likassi  gefallen.

am  30.  12.  1918  im

im  November  1916  in
1917  bei

In  englische  Gefangenschaft  geraten  und  interniert  in:
u.  Sidi-Bishr:

die  Soldaten  Besserdich,  von  Brock-  Hans
Brunner,  Burgmer,  Deumler  und  D  Dolz#  n

Offizien  Stellvertreter  Hampel:

die  Obermatrosen  Hasselbacher,  Haucke.  Kempinski,
  Kreugberg  und  Curt  Runze:

die  Offizier-Stellvertreter  Lürndorf  und  Niskock:

die  Gasten  Büttmann,  und

Schwedler

HOngo  Schreiber

b.  Maadi-BKairo:

Vizefeldwebel  Cramer  v.  Clausbruch.
Vizefeldwebel  Walther  Hartmann.
Vizefeldwebel  Ludwig  Holtz.

Gefreiter  Wilhelm  We
Feldwebel  Adolf  Röhrig.

In  portugiesische  Gefangenschaft  geraten  und  interniert
in  Lissabon-Peniche:

Schütze  Richard  Becker.

Soldat  Walter  Heymann.

Zergeant  Wilhelm  Frecht

ignalmeister  William  Müller.

zoldat  Ferdinand  Fürst.

zoldat  Hans  Krell.

Sanitäts-Feldwebel  Panl  Pfand.

soldat  Ludwig  Schvank.

Soldat  Alfred  Schube

Bizewachtmeister  Nobeeit  Stein  beck.

Soldat  Hugo  Stoike.

Unteroffizier  Reinhold  Thiele.

Kriegefreiwilliger  Heinrich  Venter.

 

75

 

Piste  Ur.  12  der  aus  Srankreich  und  England

zurüchgehehrten  Austauschgefangenen  der
Schutztruppe  us#i#.

Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika.

Soldai  Andreas  Abraham.

Landsturmmann  Fritz  Brandt.

Sergeant  Max  Brennekkr.

Obermatrose  Friedrih  Clevemann.

Johannes  Fitze.

Landsturmmann  Richard  Gindele.

Landsturmmann  Georg  Glonner.

Feldwebel  Otto  Gossel  .

irtilleriemaat  Friedrich  Juns

kriegsfreiwilliger  Friedrich  anfmann.

zandsturmmann  Friu  Knorr.

Mathias  Kötl.

Naschinistenmaat  Josef  Merbecd.

Sanitätsunteroffizier  Gustav  Nelsen.

kandsturmmann  Fritz  Priewe.

Heizer  Ludwig  Spilger.  4

Sanitäts-Vizefeldwebel  Joh.  Schottstedt.

Sanitäts-Unteroffizier  Wilhelm  Schrapp.

Soldat  Gustav  Schulle.

Ssoldat  Arnold  Sturm.

Sanitäts-Feldwebel  Julins  Wohlfahrt.

 

StzS  —

 

4  Q

 

Schutztruppe  für  Kamernn.

Maschinistenmaat  Heinrich  Bolle.

Ersatzreservist  Paul  Cullenberg.

Soldat  August  Fritsche.

Sergeant  Hans  Fritzsche

Unteroffizier  Wilhelm  Gon  an.

Unteroffizier  Karl  Helbing

Unteroffizier  Otto  Oenkel.

Ersabreservist  Walter  Hoffmann.
Soldat  Oto  Hönicke.

Soldat  Wilhelm  Hilgenberg.
Erich  Kalkschmidt.

Sergeant  Rudolf  Köhler.
Sergeant  Leopold  Kutz.

Soldat  Marinn  Ler#er.

Gefreiter  Paul  Lewit

Obermatrose  Kurt  iepono.

Soldat  August  Mend.

Oberheiger  Karl  Nage

Soldat  Wilhelm  Pfleiderer.

Soldat  Friedrich  Preuß.

Interoffizier  Bruno  Rassal.

Soldat  Joses  Riefler.

Soldat  Herman  Schmidt.

interoffigier  d.  Landw.  Hermann  Schöne.

Feldwebel  Cmil  Schulgz.

Soldat  Rarl  Steinebach.

Gefreiter  Alwint  Tesch.

Soldat  Heinrich  Ebiessen.

Soldat  Karl  Tolksdo

Soldat  Ernst  Walz.

Soldat  Paul  Verner.

Soldat  Christian  Weidner.

 

1
1

Landesvertcidigiungstruppe  Togo.

Vizgefeldwebel  Rudolf  Brünjes.
Soldat  Ernst  Eutin.

Heinrich  Frilde.
Friedriac)  Ranke.
Arnold  Sporlede
Hermann  mmerring.

*5%

2
—

Soldat
Soldat
Soldat
Soldat
        <pb n="78" />
        W  72  20

Liste  Ur.  1  der  aus  Spanien  zurüchgekehrten

Internierten.
Schutztruppe  für  Kamerun.
nders.

 
 
  

 

wicz.
ke

Ernll.

    
 
 
 

Mar

  

Guddas.
Haffmann.
Kelle

 
 
 
  
  

de  e  pf.

ster.
Müller.
d

rorler.

 
 

Zerull.

Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika.
Landsturmmann  Ernst  Troost.

Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika.

Nach  Deutschland  ausgetauscht:
Oberstleumant  Bethe:
die  Hauptleute  Culer,

Heusel,  Freiherr

Vetter  und  Weiß:;
die  Oberleutnams  Gerlach,  Hühner,
v.  W  zoilowatu-VSiedau  und  "  Gerlack

*
1.  Unreroffizier  Fritz  Althoff,  l.  Romp.
2.  Wachtmeister  Adolf  Andrer,  2.  Batt.
3.  Unteroffizier  Wilhelm  Buhre,  2.  Komp.
1.  -  Mar  Beber,  1.  Romp.
5.  Vigefeldwebel  Georg  Behr,  8.  Komp.
6.  Unteroffizier  Panl  Brötz,  6.  Komp.
7.  Vigefeldwebel  Gustav  Brann,  6.  Komp.
8  Adolf  Bohnstedt,  1.  Komp.

9.  -  Wilhelm  Beuke,  10.  Komp.
10.  Sergeam  Wilhelm  Diekow,  V.  3.

11.  Unteroffizier  Hermann  Eckhardt,  0.  Komo.
12.  a  Gi  chberg,  6.  Komp.
13.  Bruno  Ehrler,  1.  Batt.

14.  Vizefeldwebel  Gusta  Eickmann,  9.  Romv.
15.  Unteroffizier  Willy  Freyer,  4.  Komp.

16.  -  Hans  Fischer,  6.  Komp.

17.  Ernst  Göpper,  1.  Komp
18.  Vizefeldwebel  Robert  Gockenbach.

Liller
v.  Gärtringen,  v.  Cossel.  Mechelt.  Medding,

Klaeber,

I.  Komp.

260

 

Vizefeldwebel  Wilhelm  —=Sergeant

  Alois  Gftörel,  V  z  l.
lnteroffizier  Emil  Oölmer.  3.  Komp.

MWWieladislaus.  bhn  U  Momp.
Vizefeldwebel  Panl  Heinrich.  6.  Ko
Unteroffizier  Narl  Heidel,  2.  Bai
Sergeant  Gustav  Henning.  6.  ##%
Unteroffizgier  Teter  Heinlein,  6.  Komp.

-  Aloi  *  Hoffmann.  6.  Komp.
Vigeseldmebel  Ibama  Hoppe,  V.  3Z.  11.
Sergeant  Heinrich  Junker,  2.  Vam-Unteroffizier
  Martin  Riengt.  6.  z

-  Eugen  Koch,  7.  o

-  Albert  ninbpt  4.  Vonwe
Sergeant  Osdkar  Ruhnt,  2.  Ba

.Vigzewachtmeister  Karl  Lang,  s  taomp.

Sergeant  Hans  Luntz,  V.  3.
Interoffizier  Hubert  Mirefo,  1  Komp.
ftomp.

 

Vizefeldwebel  Magnus  Löpit,  3.  Komp.
-  I.
l

Vizeseldwebel  Franz  Nickel,
Sergeant  Karl  Nitsche,  V.  Z.
Unteroffigier  Lari  Womank.
-  Ernst  Pahl,
Vizefeldwebel  —  eichn,  5  e##e
Unteroffizier  Hermann  Rothe.  6.  #

August  Reidsberg.  *  ont
Steinhoff.  1.  Komp.
Unteroffizier  Alfred  Saring.  J.  Komp.

-  Otto  Spengler,  5.  Komp.

Mar  Steglich,  9.  Komp.
Sergeant  Wilhelm  Schrader,  0.  Komw
Unteroffizier  Friedrich  Schneider,  9.  Komp.
Vizeseldwebel  Wilhelm  Seddig,  10.  Komp.
Unteroffizier  Arthur  Schmidt,  6.  Komp.

-  Narl  Schmidt,  6.  Komp.
Oans  Schrader,  V.  .  II.
Hermann  Schul  *  2.  MomFp.6
Jnlius  Sprung,  V.  3Z.  II.
-  Ernst  Stopka.  V.  3.

2.  Komp.

„à

—
—

Sergeant  Rarl  Stein,  3.  Vaut.
Vigzgefeldwebel  Wilhelm  ##  Tlimibel,  K.  Z.  I.
Unteroffizier  Friz  Thäne,  S.  Romp.
-  Wilhelm  Boitschiog.  7.  Momp.
-  Bruno  Wiegand.  3.  Batt.

Sergeam  ##lemens  Wehner,  1.  14½
Unteroffizier  Ludwig  Welte.  7.  Komn.
-  Marl  Weckel,  8.  Romp.
-  Hermann  Zeyer.  3.  Komp.
O  Erust  Zündel,  6  Komp.
Richa  rd  zimmermann,
gennen  KMarl  Ankon,  4.  Komp.
Unteroffizier  Mar  Sekkadc,  1.  Batt.
Untergahlmeister  Andreas  Ohlsen.
Wurst  und  Gefreiter  Trillitsch

5.  Romp.

Unteroffizier

haben  sich  dem  Transvport  nicht  angeschlossen  und  sind
zurückgeblieben.

Sur  Beachtung!

In  der  nächsten  nummer  des  „Deutschen  Kolonialblattes“  wird  das  gesamte  Material
des  Friedens  von  Dersailles  veröffentlicht,  soweit  es  von  Rolonialem  Interesse  ist.

—

Verann#vortlicher  Redakteur  für  den  nichtamtlichen  Teil:

Kurt  Schulze.  Berlin-Schöneberg.

Verlag  und  Druck  der  Buchhandlung  und  Buchdruckerei  von  E.  S.  Mittler  K  Sohn,  Berlin  SW  63  Kochstraße  (—71.
        <pb n="79" />
        Deutsches  Nolonialblatt

KAmtsblatt  des  Reichskolonialministeriums.

 

 

30.  Jahrgang.  Berlin,  den  15.  Dezember  1910.  Uummer  21—24.
Diese  Seitchriit  Hetan  a#  in  der  Regel  am  1.  und  15.  jedes  Monats  zun  Ausgabe.  Derielben  werden  als  zwanglos  erscheinende  Belbeste
be  elgefügt  die  „Milteilungen  uus  den  deutschen  Schutzgebieten-.  Herausgegeben  von  Dr.  Marqunrds.  z  vierteljährliche

buchbandlung:  a)  .  5.—  für  Demschland  einschl.  der  deutschen  Schugebiete  und  D  Osterreich=  Ungarns,  b)  4.  6.—  für  die  Länder
des  Welmwostwercins.  —  Einsendungen  un  Ausragen  lind  an  die  Buchhandlung  von  Erust  Siegfried  Mitite#r-  und  Sohn
Berlin  8W98,  Kochstraße  68—71,  zu  richten.

Iubalt  .  Amtlicher  Teil:  Aerordnung  des  Neichskolonialministers,  betr.  Auflösung  der  Schutztruppen  für
Deutsch=  Ostafrika  und  Deutsch-Südwestafrika  sowic  der  Landesverteidigungstruppen.  Vom  10.  Oktober  1919
S.  73.  —  An  die  Schutztruppen  S.  73..  Versonalien  S.  74.  —  Der  Abschied  von  den  Kolonien  im  Parlament
(Reden  des  Neichskolonialministers  UDr.  Bell  in  der  Sitzung  der  Deutschen  Nationalversammlung  vom  11.  Oktober  1919,

Nichtamtlicher  Teil:  Literatur-Bericht  S.  86.  —  Neue  Literatur  (VI.)  S.  J7.

|  Amtlicher  Teil  —nsl

 

Verordnung  des  Reichskolonialministers,  betr.  Kuflösung  der  Shbtruppen  für
Deutsch-Ostafrika  und  Deutsch-Südwestafrika  sowie  der  Landesver  gstruppen.
Vom  10.  Oktober  1919.

Die  Schutztruppen  für  Deutsch-Ostafrika  und  Deutsch-Südwestafrika  sowie  die  Landesverteidigungstruppen
  werden  ausgelöst.  ÜUber  die  Auflösung  der  Schutztruppe  für  Kamerun  folgt
weiterer  Befehl.

Die  Abwicklung  der  Schutz=  und  Landesverteidigungstruppen  wird  dem  Kommando  der
Schutztruppen  übertragen,  das  nunmehr  die  Bezeichnung  führt  „Abwicklungsamt  des  früheren
Kommandos  der  Schutztruppen  im  Reichskolonialministerium“.

Die  Bestimmungen  der  Schutztruppenordnung  und  sonstige  Verordnungen  bleiben  in  Kraft.
Die  bisherigen  Dienstsiegel  und  sstempel  sind  weiter  zu  führen.

gez.  Bell.

An  die  Schutztruppen.

Im  Friedensvertrag  haben  unsere  Feinde  die  Abtretung  der  deutschen  überseeischen  Besitzungen
  erzwungen.  Sie  behanpten,  daß  Deutschland  durch  eine  grausame  Behandlung  seiner
Eingeborenen  das  Recht  auf  kolonisatorische  Betätigung  verwirkt  habe,  daß  ihm  die  Erziehung  auf
niedriger  Stufe  der  Entwicklung  stehender  Völker  nicht  mehr  anvertraut  werden  könne.  Sie  lügen!

Der  glänzende  Ausschwung  Neu-Deutschlands  in  den  letzten  Friedensjahren,  der  ohne  die
freudig  betätigte  Mitarbeit  der  Farbigen  unmöglich  hätte  erfolgen  können,  widerlegt  ihre  Behauptungen.
  Diese  noch  einmal  auf  das  Schärfste  zurückzuweisen,  erheischt  Deutschlands  Ehre.

Unter  dem  Druck  der  Verhältnisse  müssen  die  Schutztruppen  aufgelöst  werden.

Den  Abschied  von  jahrzehntelanger,  ruhmreicher  Tätigkeit  in  Kameruns  dunklen  Wäldern,
in  Südwests  dornigem  Busch  und  auf  Ostafrikas  grünen  Steppen  bedeutet  diese  Stunde.
        <pb n="80" />
        74  20

Wenn  auch  die  harte  Notwendigkeit  den  Schutztruppen  manchmal  die  Waffe  in  die  Hand
zwang,  um  im  Kampfe  mit  einem  oft  grausamen  und  heimtückischen  Feinde  das  Land  von  der
Geißel  der  Sklaverei  und  dem  Fluch  finstersten  Aberglaubens  zu  befreien,  so  lag  ihre  Hauptaufgabe
doch  auf  anderem  Gebiet.  In  unermüdlicher  Friedensarbeit  im  Wetibewerb  mit  Beamten,  Kaufleuten,
  Pflanzern  und  Missionaren  haben  Offiziere,  Unteroffiziere  und  Reiter  hervorragend  dazu
beigetragen,  daß  den  Eingeborenen  die  Segnungen  deutscher  Kultur  zugeführt  wurden.

Glänzend  sind  die  Taten  der  Schutztruppen  im  Wellkriege.  In  dem  Goldenen  Buch  der
Geschichte  ist  eingetragen,  wie  Deutschlands  Söhne,  fern  der  Heimat,  auf  verlorenem  Posten,  sich
einer  UÜbermacht  von  Feinden  erwehrten.  Ewiger  Dank  des  Vaterlandes  gebührt  den  Helden.
Dank  auch  den  deutschen  Frauen,  die  in  selbstlosem  Wirken  um  das  Wohl  der  kämpfenden  Männer
der  eigenen  bitteren  Not  nicht  achteten.  Dank  schließlich  den  treuen  Farbigen,  die  um  das  schwarzweiß-rote
  Banner  geschart,  lieber  den  Heldentod  starben  als  ihre  deutschen  Führer  verrieten.  Sie
lohnten  die  ihnen  erwiesenen  Wohltaten  und  stete  treue  Fürsorge!

Der  Geist  unserer  Landsleute  dort  draußen  soll  und  wird  uns  den  Mut  und  die  Zuversicht
geben,  daß  deutsche  Tüchtigkeit  und  deutsche  Kraft,  daß  die  Liebe  zum  Vaterland  und  das  Gefühl
der  Pflicht  uns  auch  aus  den  gegenwärtigen  Nöten  wieder  heraus=  und  emporführen  wird;  er  verbürgt
  uns,  daß  der  stolze  Glanz  und  das  achtunggebietende  Ansehen  des  deutschen  Namens  in  fernen
Erdteilen  dereinst  wieder  in  hellerem  Lichte  erstrahlen  wird.

Berlin,  den  1.  November  1919.

Der  Reichskolonialminister.
gez.  Bell.

 

Dersonalien.

Dem  Vortragenden  Rat  im  Reichskolonialministerium,  Geheimen  Oberregierungsrat  Dr.  Busse,
ist  die  nachgesuchte  Versetzung  in  den  Ruhestand  mit  dem  gesetzlichen  Ruhegehalt  erteilt  worden.

Verfügung  des  Reichspräsidenten  vom  17.  September  1919.

Dem  Kriegsgerichtsrat  Schmitt  von  der  Schutztruppe  für  Südwestafrika  wird  der  Stellenrang
  der  vierten  Klasse  der  höheren  Provinzialbeamten  verliehen.

Verfügung  des  Reichspräsidenten  vom  16.  Oktober  1919.

Der  Major  Krueger  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  scheidet  mit  dem  29.  September
  1919  aus  dieser  aus  und  wird  der  Reichswehrbefehlsstelle  Preußen  zur  weiteren
Verwendung  zur  Verfügung  gestellt.

Dem  Hauptmann  Pöppl  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  wird  der  Abschied  mit  der
gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform  unter  Verleihung
  des  Charakters  als  Major  bewilligt.

Dem  Hauptmann  Stemmermaun  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika  wird  der  Abschied  mit
der  gesetzlichen  Pension  und  der  Erlanbnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform  unter
Verleihung  des  Charakters  als  Major  bewilligt.

Der  Oberstabsarzt  Dr.  Merdas  in  der  Schutztruppe  für  Kamerun  scheidet  mit  dem  15.  Oktober  1919
aus  dieser  aus  und  wird  dem  Reichswehrministerium  zur  weiteren  Verwendung  zur  Verfügung
  gestellt.
        <pb n="81" />
        GW  V5  20

Dem  Oberarzt  Dr.  Klemm  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika  wird  der  Abschied  mit  der
gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform  unter  Verleihung
  des  Charakters  als  Stabsarzt  bewilligt.  "

Verfügung  des  Reichspräsidenten  vom  25.  Oktober  1919.

Hauptmann  Adametßz  in  der  Schutztruppe  für  Kamerun  wird  nach  Rückkehr  aus  der  Internierung
zum  Major  mit  Patent  vom  20.  September  1918  befördert.

Dem  Major  a.  D.  Oberg,  zuletzt  im  Feldartillerie-Regiment  74,  früher  in  der  Schutztruppe  für
Deutsch-Südwestafrika,  wird  die  Erlaubnis  zum  Tragen  der  Uniform  der  genannten  Schutztruppe
  erteilt.

Dem  Oberstabsarzt  Dr.  Exner  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika  wird  der  Abschied  mit  der
gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform  bewilligt.

Dem  Oberstabsarzt  Dr.  Grothusen  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika  wird  der  Abschied  mit
der  gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform  bewilligt.

Dem  Oberstabsarzt  Ullrich  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika  wird  der  Abschied  mit  der
gesetztichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform  bewilligt.

Dem  Stabsarzt  Dr.  Breuer  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika  wird  der  Abschied  mit  der
gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform  unter  Verleihung
  des  Charakters  als  Oberstabsarzt  bewilligt.

Dem  Stabsarzt  Dr.  Taute  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika  wird  der  Abschied  mit  der
gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform  unter  Verleihung
  des  Charakters  als  Oberstabsarzt  bewilligt.

Verfügung  des  Reichswehrministers  vom  25.  Oktober  1919.

Der  Hauptmann  v.  Oelhafen  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  scheidet  mit  dem
22.  September  1919  aus  dieser  aus.

Dem  Hauptmann  Gutbier  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  wird  der  Abschied  mit  der
gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform  bewilligt.

Der  Stabsarzt  Dr.  Schrecker  (Waldemar)  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  scheidet  mit
dem  31.  Juli  1919  aus  dieser  aus.

Dem  Stabsarzt  Dr.  Scholvien  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika  wird  der  Abschied  mit
der  gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform  bewilligt.

Der  Feuerwerkshauptmann  John  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  scheidet  mit  Wirkung
vom  11.  September  1919  aus  dieser  aus.

Verfügung  des  Reichswehrministers  vom  27.  Oktober  1919.
Befördert  werden:
die  aus  der  Kriegsgefangenschaft  zurückgekehrten  Leultnants:

Schmidt  der  Reserve  des  Grenadier-Regiments  Nr.  11  (III  Berlin)  zum  Oberlentnant  mit  Patent

vom  18.  April  1915  und  gleichzeitig  zum  Hauptmann  mit  Patent  vom  15.  April  1918;
Körmigk  der  Reserve  des  Feldartillerie-Regiments  Nr.  40  (VI  Berlin)  zum  Oberlentnant  mit  Patent

vom  25.  Februar  1915  und  gleichzeitig  zum  Hauptmann  mit  Patent  vom  15.  Juni  1917;
Nothnagel  der  Landwehr--Infanterie  1.  Aufgebots  (II  Berlin)  zum  Oberleutnant  mit  Patent  vom

4.  September  1914  und  gleichzeitig  zum  Hauptmann  mit  Patent  vom  15.  Oktober  1915;

Stange  der  Reserve  des  Füsilier-Regiments  Nr.  86  (I  Berlin)  zum  Oberleutnant  mit  Patent  vom
15.  April  1916.
        <pb n="82" />
        W  V76  2.

Verfügung  des  Reichswehrministers  vom  30.  Oktober  1919.
Befördert  werden  die  nachgenannten  bereits  vor  ihrer  Gefangennahme  zur
Beförderung  in  Aussicht  genommenen  Offizieraspiranten  des  Beurlaubtenstandes

  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika

zu  Leutnants  der  Reserve:  Dreyer  4
Schmelzer  mit  Patent  vom  10.  November  1914,  Hirschfeld"  mit  Patent  vom  18.  Jannar  1917,
Kunow  "  -  -19.Mai1915,  Buntrock  11.  Febrnar  1917
Eggers  20.  Juni  1915,  Jakobi  *
Holtz  -  22.  Juni  1915,  Kietzmann  26.  März  1917,
Wulf  -  ,-  -19«A«9Ust1915,  Kränzlin  6.  Juli  1917,
Marder  -  -  12.  August  1915,  Herrfurth  23.  September  1917,
Unfried  -  28.  August  1915,  ülndemann  "  27.  September  1917,
Brühl  -  30.  September  1915,  Jacger  .1017
Thomsen  -  12.  Oktober  1915,  v.  Borries  7.  November  1911,
Baring  -  15.  Oktober  1915,  Dieterle  21.  Juni  1918,
Prochnow  —  26.  Oktober  1915,  Hartmann  18.  Juli  1918,
Winkler  -  9.November1915,v-Amsbcrgs  2.  Inni  1915,
Findeisen  Frhr.  v.  Oeyn-Lebuhn
  hausen  2.  Juni  1915,
Völting  O  9.  Jannar  1916,  Beuße  24.  Oktober  1915,
Weiß  1  Arnhardt  7.  März  1916,
Post  -  5.  Febrnar  1916,  Hoffmeister-  1.  April  1916;

•51  9  7.  WMä  3
Mlenne-  5  r  1910  zu  Leutnants  der  Landwehr:
Schulze  -  4.  April  1916,  Drühl  mit  Patent  vom  19.  Juli  1915,
Sthamer  16.  April  1916,  Rimpler  -  20.  August  1915,
Student  33.  Mai  1916,  Granu  -  7.  März  1916,
Frhr.  v.  Stosch-  10.  Mai  1916,  Beckendorf-  6.  Mai  1916.
Thiele  Zitzmann  13.  Dezember  1916.
zierold  1  5.  Juli  1916,  9%o  9.  August  1917,
Wolf  1.  August  1916,  Mittag  22.  September  1915,
Hjuler  -  29.  August  1916,  Maurer  -  9.  Januar  1916,
Richter  5.  Oktober  1916,  Thielemann-=  4.  April  1916,
Braehmann-  18.  Oktober  1916,  Rocderer  7.  Mai  1917,
Hansen  -  30.  Oltober  1916,  Inhülsen  1.  April  1916.

 

Verfügung  des  Reichspräsidenten  vom  8.  November  1919.

Der  zur  Verstärkung  für  Deutsch-Ostafrika  eingezogene  und  daselbst  in  Gefangenschaft  geratene  Oberstleutnant
  a.  D.  Freiherr  v.  Bock  (I  Berlin),  zuletzt  im  Infanterie-Regiment  Nr.  145,  erhält
ein  Patent  seines  Dienstgrades  vom  5.  September  1914  und  gleichzeitig  den  Charakter  als
Oberst  mit  einem  Dienstalter  vom  18.  Juni  1917.

Verfügung  des  Reichswehrministers  vom  8.  November  1919.
Von  den  zur  Verstärkung  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika  eingezogenen  und

daselbst  in  Gefangenschaft  geratenen  Offizieren  a.  D.  werden  befördert:

der  Oberleutnant  a.  D.  Gaethgens  (I  Königsberg),  zuletzt  im  Infanterie-Regiment  Nr.  43,  zum
Hauptmann  mit  einem  Patent  vom  15.  Dezember  1914;

der  Oberlentnant  der  Landwehr  a.  D.  Schuberg  (Heidelberg),  zuletzt  der  Landw.  Infanterie  2.  Aufgebots,
  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent  vom  15.  September  1916;

die  Leutnants  a.  D.:

Freund  (Stettin),  zuletzt  im  Füsilier-Regiment  Nr.  34,  zum  Oberleutnant  mit  einem  Patent  vom
27.  Januar  1915  und  gleichzeitig  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent  vom  15.  Nov.  1916;

Doussin  (Waren),  zuletzt  im  Infanterie-Regiment  Nr.  114,  zum  Oberleutnant  mit  einem  Patent
vom  18.  April  1915  und  gleichzeitig  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent  vom  15.  April  1918;
        <pb n="83" />
        77  0

Kumbruch  (Straßburg  i.  E.),  zuletzt  im  Dragoner-Regiment  Nr.  9,  zum  Oberlentnant  mit  einem
Patent  vom  15.  Oktober  1915  und  gleichzeitig  zum  Rittmeister  mit  einem  Patent  vom
18.  Oktober  1918;

v.  Katte  (III  Berlin),  zuletzt  à  la  suite  des  2.  Garde-Regiments  zu  Fuß,  zum  Oberleutnant  mit
cinem  Patent  vom  15.  Mai  1918;

v.  Lekow  (Schrimm),  zuletzt  im  Garde-Grenadier-Regiment  Nr.  3,  zum  Oberleutnant  mit  einem
Patent  vom  15.  Juli  1917;

die  Leutnants  der  Reserve  a.  D.:

Dauckwarth  (1  Hamburg),  zuletzt  der  Reserve  des  Füsilier-Regiments  Nr.  90,  zum  Oberleutnant
mit  einem  Patent  vom  7.  Oktober  1914  und  gleichzeitig  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent
vom  15.  November  1915;

Kühn  (VI  Berlin),  zuletzt  der  Reserve  des  Feldartillerie-Regiments  Nr.  24,  zum  Oberleutnant  mit
einem  Patent  vom  18.  August  1915  und  gleichzeitig  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent
vom  15.  August  1918;

Kaufmann  (Bartenstein),  zuletzt  der  Reserve  des  Infanterie-Regiments  Nr.  18,  früher  im  Ulanen-Regiment
  Nr.  12,  zum  Oberleutnant  mit  einem  Patent  vom  15.  September  1917;

v.  Knebel-Doeberitz  (Kosten),  zuletzt  der  Reserve  des  Kürassier-Regimonts  Nr.  2,  früher  in  diesem
Regiment,  zum  Oberleutnant  mit  einem  Patent  vom  15.  April  1916;

Graf  v.  Matuschka  Frhr.  v.  Toppolczan  u.  Spaetgen  (Brieg),  zuletzt  der  Reserve  des  Husaren-Regiments
  Nr.  4,  früher  in  diesem  Regiment,  zum  Oberlentnant  mit  einem  Patent  vom
15.  April  1916;

der  Leutnant  der  Landwehr  a.  D.  Frhr.  v.  Oer  (Erbach),  zuletzt  der  Landwehr-Feldartillerie  1.  Aufbebots,
  früer  im  damaligen  Train-Bataillon  Nr.  9,  zum  Oberleutnant  mit  einem  Patent
vom  1##tember  1914  und  gleichzeitig  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent  vom
15.  -*-  916.

Ein  Patent  seines  Dienstgrades  erhält:

der  Hauptmann  a.  D.  Klinghardt  (II  Berlin),  zuletzt  im  Infanterie-Regiment  Nr.  67,  vom
24.  Dezember  1914.

Berfügung  des  Reichspräsidenten  vom  14.  November  1919.

Dem  Major  Rothmaler  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  wird  der  Abschied  mit  der
gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform  bewilligt.

Dem  Hauptmann  v.  Münstermann  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-  Südwestafrika  wird  der  Abschied
  mit  der  gesetzlichen  Pension,  der  Erlaubnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform
und  unter  Verleihung  des  Charakters  als  Major  bewilligt.

Oberleutnant  Block  in  der  Schutztruppe  für  Kamerun  wird  nach  Rückkehr  aus  der  Internierung  zum
Hauptmann  mit  Patent  vom  18.  Dezember  1916  befördert.

Oberleutnant  v.  Goßler  in  der  Schutztruppe  für  Kamerun  wird  nach  Rückkehr  aus  der  Internierung
zum  Hauptmann  mit  Patent  vom  15.  Juli  1918  befördert.

Dem  Stabsarzt  Dr.  Penschke  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika  wird  der  Abschied  mit  der
gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform  unter  Verleihung
  des  Charakters  als  Oberstabsarzt  bewilligt.

Dem  Stabsarzt  Dr.  Marschall  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika  wird  der  Abschied  mit  der
gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform  unter  Verleihung
  des  Charakters  als  Oberstabsarzt  bewilligt.

Dem  Stabsveterinär  Knochendöppel  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  wird  der  Abschied
  mit  der  gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform
unter  Verleihung  des  Charakters  als  Oberstabsveterinär  bewilligt.

Verfügung  des  Reichswehrministers  vom  141.  November  1919.

Dem  Hauptmann  Pieper  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  wird  der  Abschied  mit  der
gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform  bewilligt.
        <pb n="84" />
        W  78  20

Dem  Stabsarzt  Dr.  Bethge  in  der  Schutztruppe  für  Kamerun  wird  der  Abschied  mit  der  gesetzlichen
Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform  bewilligt.

Dem  Stabsveterinär  Kitzel  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-  Südwestafrika  wird  der  Abschied  mit  der
gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform  bewilligt.

Dem  Stabsveterinär  Dr.  Gottschalk  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  wird  der  Abschied
mit  der  gesetzlichen  Pension  und  der  Erlaubnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform  bewilligt.

Dem  Stabsveterinär  Sommerfeld  in  der  Schutztruppe  für  Deutsch-Südwestafrika  wird  der  Abschied
mit  der  gesetzlichen  Pension  und  der  Erlanbnis  zum  Tragen  seiner  bisherigen  Uniform  bewilligt.

Verfügung  des  Reichspräsidenten  vom  15.  November  1919.
Der  zur  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika  eingezogene  und  daselbst  in  Gefangenschaft  geratene
Hauptmann  Feilke  der  Landwehr-Jäger  2.  Aufgebots,  früher  Leutnant  im  Jäger-Bataillon
Nr.  8,  erhält  den  Charakter  als  Major  mit  einem  Dienstalter  vom  15.  November  1914.

Verfügung  des  Reichswehrministers  vom  15.  November  1919.

Von  den  zur  Schutztruppe  für  Deutsch-Ostafrika  eingezogenen  und  daselbst  in
Gefangenschaft  geratenen  Offizieren  des  Beurlaubtenstandes  werden  befördert:.
die  Oberlentnants  der  Reserve:
Dransfeld  (IV  Berlin)  des  2.  Garde-Regiments  zu  Fuß,  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent  vom
15.  Juli  1915,

Paulssen  (II  Berlin)  des  Füsilier-Regiments  Nr.  40,  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent  vom
27.  Januar  1916,

Grundmann  (I  Berlin)  des  Infanterie-Regiments  Nr.  51,  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent
vom  27.  Jannar  1915,

Thiesen  (III  Berlin)  des  Infanterie-Regiments  Nr.  68,  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent  vom
15.  November  1914,

Castens  (I  Berlin)  des  Infanterie-Regiments  Nr.  85,  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent  vom
27.  Januar  1916,

Schulz  (Paul)  (III  Berlin)  des  Infanterie-Regiments  Nr.  168,  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent
vom  15.  November  1914,

Mickel  (II  Berlin)  des  Infanterie-Regiments  Nr.  117,  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent  vom
15.  Juli  1916,

v.  Nathusius  (V  Berlin)  des  Dragoner-Regiments  Nr.  24,  zum  Rittmeister  mit  einem  Patent
vom  15.  Dezember  1914,

v.  Lochow  (V  Berlin)  des  Husaren-Regiments  Nr.  3,  zum  Rittmeister  mit  einem  Patent  vom
22.  Mai  1915

Vogel  (1#.  Breslau)  des  Feldartillerie-Regiments  Nr.  31,  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent  vom

5.  Februar  1915,

ernhem  (Walter)  (VI  Berlin)  des  Feldartillerie-Regiments  Nr.  38,  zum  Hauptmann  mit  einem
Patent  vom  15.  Februar  1918,

Goeze  (Bielefeld)  des  Feldartillerie-Regiments  Nr.  40,  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent  vom
27.  Januar  1915,

Häuser  (V  Berlin)  des  Fußartillerie-Regiments  Nr.  8,  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent  vom
25.  Februar  1915;

die  Oberleutnants  der  Landwehr:

Thiel  (IV  Berlin)  des  1.  Aufgebots  des  2.  Garde-G  dier-Landwehr-Regiments,  zum  Hauptmann
mit  einem  Patent  vom  15.  Juli  1915,

Holtz  (1  Berlin)  der  Infanterie  1.  Aufgebots,  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent  vom  15.  Dezember
  1914,

Altmann  (Bruno)  (I  Berlin)  der  Infanterie  1.  Aufgebots,  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent
vom  27.  Januar  1915,

Methner  (Wilhelm)  (11  Berlin)  der  Infanterie  2.  Aufgebots,  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent
vom  15.  November  1914,
        <pb n="85" />
        W  V79  20

v.  Debschitz  (1  Berlin)  der  Infanterie  2.  Aufgebots,  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent  vom
15.  November  1914,

Weise  (IV  Berlin)  des  Trains  1.  Aufgebots,  zum  Rittmeister  mit  einem  Patent  vom  25.  Mai  1915;

die  Leutnants  der  Reserve:

Wolfram  (IV  Berlin)  des  Garde-Grenadier-Regiments  Nr.  1,  zum  Oberleutnant  mit  einem  Patent
vom  15.  Dez.  1914  und  gleichzeitig  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent  vom  15.  Mai  1916,

Frhr.  Raitz  v.  Freutz  (IV  Berlin)  des  Garde-Grenadier-Regiments  Nr.  4,  zum  Oberleutnant  mit
einem  Patent  vom  15.  September  1917,

Meinicke  (11  Berlin)  des  Infanterie-Regiments  Nr.  24,  zum  Oberleutnant  mit  einem  Patent  vom
15.  Januar  1918,

Schaefer  (Kreuznach)  des  Infanterie-Regiments  Nr.  53,  zum  Oberleutnant  mit  einem  Patent  vom
15.  November  1915,

Hoß  (I  Berlin)  des  Infanterie-Regiments  Nr.  67,  zum  Oberleutnant  mit  einem  Patent  vom  25.  Februar
  1915  und  gleichzeitig  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent  vom  15.  Juni  1917,

Dannert  (I  Berlin)  des  Infanterie-Regiments  Nr.  116,  zum  Oberleutnant  mit  einem  Patent  vom
15.  Oktober  1915  und  gleichzeitig  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent  vom  18.  Oktober  1918,

Schütze  (III  Berlin)  des  Infanterie-Regiments  Nr.  148,  zum  Oberlentnant  mit  einem  Patent  vom
15.  November  1915,

Schatteburg  (Münster)  des  Infanterie-Regiments  Nr.  158,  zum  Oberleutnant  mit  einem  Patent
vom  15.  Mai  1916,

v.  Zadow  (VI  Berlin)  des  Jäger-Bataillons  Nr.  5,  zum  Oberleutnant  mit  einem  Patent  vom
27.  Januar  1915  und  gleichzeitig  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent  vom  15.  November  1916,

Berghoefer  (V  Berlin)  des  Dragoner-Regiments  Nr.  22,  zum  Oberleutnant  mit  einem  Patent
vom  15.  November  1915,

Bohlen  (1  Hamburg)  des  Husaren-Regiments  Nr.  11,  zum  Oberleutnant  mit  einem  Patent  vom
15.  Oktober  1915  und  gleichzeitig  zum  Rittmeister  mit  einem  Patent  vom  18.  Oktober  1918,

Kaempfe  (V  Berlin)  des  Ulanen-Regiments  Nr.  16,  zum  Oberlentnant  mit  einem  Patent  vom  15.  November
  1914  und  gleichzeitig  zum  Rittmeister  mit  einem  Patent  vom  27.  Januar  1916,

Gutsch  (Walter)  (VI  Berlin)  des  Feldartillerie-Regiments  Nr.  50,  zum  Oberleutnant  mit  einem
Patent  vom  15.  Mai  1916,

Häuser  (VI  Berlin)  des  Feldartillerie-Regiments  Nr.  70,  zum  Oberleutnant  mit  einem  Patent  vom
18.  April  1915  und  gleichzeitig  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent  vom  15.  April  1918,

Holtz  (Erich)  (V  Berlin)  des  Fußartillerie-Regiments  Nr.  2,  zum  Oberleutnant  mit  einem  Patent
vom  15.  November  1915,

Schnecko  (V  Berlin)  des  Fußartillerie-Regiments  Nr.  3,  zum  Oberleutnant  mit  einem  Patent  vom
15.  Oktober  1915  und  gleichzeitig  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent  vom  18.  Oktober  1918,

Overdyck  (V  Berlin)  des  Pionier-Bataillons  Nr.  21,  zum  Oberleutnant  mit  einem  Patent  vom
15.  März  1916,

Becter  (IV  Berlin)  des  Eisenbahn-Regiments  Nr.  2,  zum  Oberleutnant  mit  einem  Patent  vom
18.  April  1915  und  gleichzeitig  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent  vom  15.  April  1918;

die  Leutnants  der  Landwehr:
Hanfstaengl  (1  Berlin)  der  Infanterie  1.  Aufgebots,  zum  Oberleutnant  mit  einem  Patent  vom
15.  November  1914  und  gleichzeitig  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent  vom  27.  Januar  1916,

Gunzert  (I  Berlin)  der  Infanterie  2.  Aufgebots,  zum  Oberleutnant  mit  einem  Patent  vom  15.  November
  1914  und  gleichzeitig  zum  Hauptmann  mit  einem  Patent  vom  27.  Jannar  1916.
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        W  80  20

Der  RKbschied  von  den  Kolonien  im  Harlament.

Reden  des  Reichskolonialministers  Dr.  Bell  in  der  Sl#zung  der  Deutschen  Nationalversammlung
vom  11.  Okhtober  1919.

I.

Meine  Damen  und  Herren!  Sie  werden  es  dem
nach  menschlichem  Ermessen  für  absehbare  Zeit  letzten
Leiter  des  Reichskolonialministeriums  nachfühlen
können,  daß  er  gerade  heuer  mit  besonders  bitteren
Empfindungen  und  herbem  Schmerz  seinen  Etat  vor
dem  Reichstag  vertritt.  Kein  Amt  ist  durch  den  unglückseligen
  Friedensvertrag,  der  uus  von  der  Entente
aufgezwungen  worden  ist,  schwerer  getroffen  worden
als  das  Reichs-Kolonialamt.  (Sehr  wahr!)  Der  Verlust
  unserer  Kolonien  wird  naturnotwendig  in  naher
heit  auch  das  Reichskolonialministerium  tödlich  treffen.
Das  ist  um  so  bedauerlicher,  als  gerade  dieses  Amt
eine  besonders  ehrenvolle  Vergangenheit  hat,  wenn  es
auch  gewiß  manchen  harten  Strauß  im  Reichstage
ausstehen  mußte.

Der  Herr  Berichterstatter  hat  bereits  zutressend
darauf  hingewiesen,  daß  der  Verlust  unserer  Kolonien
nicht  die  sofortige  Auflösung  des  Reichskolonialministeriums
  zur  Folge  haben  könne.  Die  entgegengesetzte
  Auffassung  ist  leider  weiter  verbreitet,  als  man
bei  richtiger  Würdigung  der  obwaltenden  Verhältnisse
annehmen  sollte.  Schon  der  Vergleich  mit  irgendeinem
  Privatbetriebe,  einer  Handelsgesellschaft,  die  in
Liquidation  geraten  ist,  sollte  zu  der  Schlußfolgerung
führen,  daß  auch  das  Reichskolonialministerium  nicht
von  heute  auf  morgen  zum  Abschluß  gebracht  werden
kann.  Wenn  schon  eine  in  Licquidation  geratene
Handelsgesellschaft  eine  geraume  Zeit  und  einen  beträchtlichen
  Beamtenapparat  erfordert,  um  die  Liquidation
  durchzuführen,  dann  wird  das  erst  recht  der
Fall  sein  müssen  bei  einem  so  ausgedehnten  öffentlichen
  Betriebe  wie  dem  mit  vier  Abteilungen  ausgestatteten
  Kolonialministerium,  das  zur  Bewältigung
der  ihm  obliegenden  Geschäfte  über  einen  sehr  großen
Beamtenapparat  verfügt  und  dem  insbesondere  auch
die  Schutztruppen  unterstellt  waren.

Meine  Damen  und  Herren!  Die  Aufgaben  des
Reichskolonialministeriums  seit  dem  Verlust  unserer
Kolonien  erschöpfen  sich  keineswegs  elwa  in  der  Liquidation
  des  Ministeriums.  Wäre  uns  nur  diese  Aufgabe
  zugewiesen,  so  würden  wir  ihrer  in  wenigen
Wochen  Herr  werden.  Aber  weit  darüber  hinaus,  wie
der  Herr  Berichterstatter  schon  angedentet  hat,  erstreckt
sich  der  Aufgabenkreis  dieses  Liquidationsamtes.  Die
Aufgaben  kann  ich  in  fünf  Kreise  zusammenfassen:
Zunächst  die  Ausführung  des  Friedensvertrages,  ferner
die  Abwicklung  der  Berwaltungen  sämtlicher  Schutzgebiete,
  weiter  die  Abwicklung  der  Finanzgeschäfte  der
Schutzgebiete  für  die  gange  Kriegszeit,  sodann  die  Abrechnung
  mit  den  aus  den  Schutzgebieten  zurück- 



kehrenden  Beamten=  und  Schutztruppenangehörigen,
deren  Zahl  sich  anf  über  3000  beläuft,  und  endlich
die  Vorbereitung  der  Entschädigung  der  Kolonialdeutschen.


Daß  diese  Abwicklung  umfangreicher  Geschäfte
einen  angemessenen  Zeitraum  und  einen  entsprechenden
Beamtenapparat  ersordert,  werden  Sie  ohnc  weiterer
begreiflich  finden.  Dabei  glaube  ich  aber  dem  Reichstage
  die  Versicherung  geben  zu  sollen,  die  ich  bereite
im  Hauptansschuß  zum  Ausdruck  gebracht  habe,  daß
es  die  Hauptausgabe  des  Reichskolonialministeriums
und  seines  Leiters  ist,  die  Liquidation  schon  mit  Rücksicht
  auf  die  gebotene  Sparsamkeit  mit  aller  Beschleunigung
  durchzuführen.  Wir  werden  dabei  auch,  was  die
Zurdispositionsstellung  von  Beamten,  so  schmerglich  sie
gewiß  ist,  anlangt,  uns  nur  von  sachlichen  Erwägungen
leiten  lassen.  In  diesem  Zusammenhang  kann  ich  allerdings
  den  schon  vom  Herrn  Berichterstatter  hervorgehobenen
  Gedanken  nicht  unausgesprochen  lassen,  daß
es  die  Ehrenpflicht  des  Reichskolonialministeriums  ist,
für  diejenigen  Beamten,  die  im  Kolonialministerium
wegen  des  urnverzüglich  durchzuführenden  Abbaus
leider  nicht  mehr  verwendet  werden  können,  für  anderweitige
  Unterbringung  nach  Möglichkeit  zu  sorgen.
Der  verantwortliche  Leiter  des  Reichskolonialministeriums
  ist  sich  dieser  Ehrenpflicht  in  vollem  Umfsange
bewußt,  und  er  wird  nach  wie  vor  in  diesem  Sinne
tätig  bleiben.  (Bravo!)  Auf  Veranlassung  des  Reichskolonialministeriums
  ist  bereits  eine  besondere  Stelle
im  Reichsministerium  des  Innern  errichtet  worden,
deren  Aufgabe  es  ist,  für  die  Unterbringung  derjenigen
Beamten  und  Angestellten  zu  sorgen,  deren  weitere
Beschäftigung  in  ihrem  bisherigen  Amt  durch  Auflösung
der  Behörde  unmöglich  geworden  ist.  Wir  werden
diese  Beamten  derart  unterzubringen  bemüht  bleiben,
daß  die  neue  Anstellung  ihren  Fähigkeiten,  Kenntnissen
und  praktischen  Erfahrungen  möglichst  entspricht.  Auch
von  dieser  Stelle  aus  möchte  ich  nicht  unterlassen,  was
ich  bereits  schriftlich  und  mündlich  wiederholt  getan
habe,  an  alle  in  Betracht  kommenden  Reichsressoris
die  dringende  Bitte  zu  richten,  bei  Neuanstellung  von
Beamten  und  namentlich  auch  bei  der  Neubildung  von
Amtern  und  Ressorts  in  erster  Linie  auf  unsere  Ko-=lonialbeamten
  Rücksicht  zu  nehmen.  (Sehr  guti)  Ich
kann  das  aus  gewissenhafter  Überzeugung  um  so  eher
tun  und  namentlich  auch  im  Reichsinteresse  um  so
mehr  verantworten,  als  ich  aus  der  gesamten  Zeir
meiner  Leitung  des  Reichskolonialministeriums  genau
weiß,  daß  es  sich  hier  um  einen  ebenso  tüchtigen  wie
geschulten  und  zuverlässigen  Beamtenkörper  handelt.
Wenn  es  im  allgemeinen  die  Verpflichtung  des  Reichs
        <pb n="87" />
        V  81

ist,  für  diejenigen  Beamten  zu  sorgen,  die  infolge  der
Auflösung  des  Amtes  dort  nicht  mehr  tätig  sein  können,
dann  dürfte  das  an  erster  Stelle  gerade  für  die  Beamten
  des  Reichskolonialministeriums  zur  Geltung
kommen.  Das  ist  um  dessentwillen  in  erhöhtem  Maße
der  Fall,  weil  die  Beamten  des  Reichskolonialministeriums
  zum  weitaus  größten  Teile  in  den  Kolonien
selbst  tätig  gewesen  sind  und  dort  trotz  der  klimatischen
Einflüsse  und  unter  Uberwindung  vielfacher  Schwierigleiten
  mit  Eifer  und  Erfolg  für  das  Reich  gearbeitet
haben.  Diese  ihre  treue  Täligleit,  für  die  ich  ihnen
an  dieser  Stelle  aufrichtig  danke,  verdient  eine  entsprechende
  Anerkennung  durch  das  Reich.

Meine  Damen  und  Herren!  Wenn  ich  aus  dem
Aufgabenkreise  des  Reichskolonialministeriums  nur  zwei
Arbeitsgebiete  heute  herausgreise,  so  geschieht  es  um
dessentwillen,  weil  im  übrigen  der  Vortrag  des  Herrn
Berichterstatters  erschöpfend  war  und  ein  getreues
Spiegelbild  über  die  ausgiebigen  Verhandlungen  des
Hauptausschusses  gab.  Es  wird  zunächst  die  Aufgabe
des  Reichskolonialministeriums  sein,  die  Durchführung

des  Gesetzes  betreffs  der  Liquidationsschäden  herbeizuführen.

  Dem  Reichstage  dürfte  bekannt  sein,  daß
nach  dem  Friedensvertrage,  der  ja  unsere  Kolonien
und  besonders  auch  die  Kolonialdeutschen  so  überaus
hart  und  ungerecht  getroffen  hat,  die  neuen  Besitzer
unserer  Kolonien  berechtigt  sind,  alles  deutsche  Eigentum
zu  liquidieren.  Umgekehrt  legt  der  Friedensverlrag
Deutschland  die  Verpflichtung  auf.  die  betroffenen
Personen  schadlos  zu  halten.  In  Ausführung  des
Friedensvertrages  ist  bereits  ein  Gesetz  verabschiedet
worden,  das  diese  Liquidationsschäden  betrifft.  Die
Abwicklung  der  aue  diesem  Gesetz  zu  befriedigenden
Ansprüche  liegt  dem  Reichskolonialministerium  ob,  und
Sie  werden  es  begreiflich  finden,  daß  bei  der  beträchtlichen
  Angahl  sehr  verwickelter  Ansprüche  damit  cine
geitraubende  und  mühevolle  Arbeit  verknüpft  ist.
Außerdem  aber  ist  die  Vergütung  der  eigentlichen
Kriegsschäden  an  die  Kolonialdentschen  beabsichtigt.
Sie  wissen,  in  welch  schwerer  Weise  die  Kolonialdeutschen
  durch  den  verlorenen  Krieg  an  ihrer  Habe
betroffen  worden  sind.  Sie  erinnern  sich  auch,  daß
der  Reichstag  bereits  im  Verlaufe  des  Krieges,  und
Zwar  schon  vor  mehreren  Jahren,  die  Einbringung
eines  Gesetzes  zur  Entschädigung  der  Kolonialdeutschen
in  Aussicht  genommen  hat.

In  den  Kreisen  der  Kolonialdeutschen  ist  nach  den
Mitteilungen  aus  der  Presse  und  nach  sonstigen  an
uns  gelangten  Nachrichten  eine  weitgehende  Bennruhigung
  darüber  eingetreten,  ob  und  in  welchem  Umfang
das  Reich  seiner  Verpflichtung  zur  Schadloshaltung
nachkommen  werde.  Ich  glanbe,  unsere  Kolonialdeutschen,
  die  einen  berechtigten  Anspruch  auf  Schadloshaltung
  haben,  darüber  beruhigen  zu  können.  Nach
eingehenden  und  gründlichen  Vorberatungen,  die  im
Reichskolonialministerium  stattgesunden  haben,  ist  ein
Gesetzentwurf  über  die  Entschädigung  der  Kolonialalle

  Einzelvorschriften  geben.

 

2

dentschen  fertiggestellt  worden.  Dieser  Gesetzentwurf
wird  die  Nationalversammlung  voraussichtlich  in  nächster
Zeit  beschäftigen.  Er  gehört  zu  denjenigen  Vorlagen,
die  nach  Auffassung  der  Reichsregierung  als  dringlich
gelten  und  der  baldigen  Verabschiedung  durch  die
Nationalversammlung  harren.  Gewiß  werden  wir  bei
Verabschiedung  dieses  Gesetzes  auf  die  überaus  traurige
Finanzlage  des  Reichs  die  nörige  Rücksicht  nehmen
müssen.  Unter  dem  schmerzlichen  Drucke  dieser  Notlage
  verkennen  wir  leineswegs,  daß  mit  Einbringung
und  Durchführung  des  lolonialen  Entschädigungsgesetzes
  manche  Enttäuschung  Beschädigter  unausbleiblich
  verknüpft  sein  wird.  Aber  das  glaube  ich  zusichern
  zu  können,  daß  wir  bei  Festlegung  des  Gesetzentwurieo
  die  Schäden  der  Kolonialdentschen  unter
sorgsamer  Abwägung  aller  in  Betracht  kommenden
Verhältnisse  so  weit  auszugleichen  bestrebt  waren,  alodies
  mit  der  Finanzlage  irgendwie  verträglich  ist.
Wir  werden  dem  Reichstage  nach  Einbringung  des
kolonialen  Entschädigungsgesetzes  nähere  Auslunft  über
Ich  knüpfe  daran  die
Hoffnung,  daß  die  Befürchtungen  der  Kolonialdeutschen.
sie  würden  vom  Reiche  im  Stich  gelassen  werden,  durch
meine  Erklärung  ausgeräumt  werden  mögen.

Meine  Damen  und  Herren!  Ich  hatte  bei  Darlegung
  der  Aufgaben,  die  dem  Reichskolonialministerium
in  Liquidation  noch  bevorstehen,  auf  die  Ausführung
des  Friedensvertrags  verwiesen.  Nur  ungern  was
Sic  ohne  weiteres  begreifen  werden  —  komme  ich  auf
diesen  Friedensvertrag  zurück.  Er  ruft  in  uns  gewiß
überaus  bittere  und  schmerzliche  Erinnerungen  wach.
Ich  habe  auch  bereits  in  Weimar  bei  Gelegenheit  einer
Aussprache  über  die  kolonialen  Ansprüche  mich  in  der
Nationalversammlung  eingehend  mit  der  Frage  beschäftigt,
  ob  und  wieweit  etwa  die  gegen  uns  von  der
Entente  in  beaug  auf  unsere  Kolonialgebarung  gerichleten
  Vorwürfe  berechtigt  seien.  Ich  kann  auf  die
damaligen  Verhandlungen  verweisen  und  würde  nicht
darauf  gurücklommen,  wenn  nicht  ein  besonderer  Aulaß
dies  nötig  machte.  Sie  werden  sich  erinnern,  daß  die
gewaltsame  Wegnahme  unserer  Kolonien  nicht  etwa
vom  Machtstandpunkte  damit  begründet  worden  ist.
daß  der  Sieger  das  Recht  habe,  über  das  Land  des
Besiegten  zu  versügen,  sondern  unter  dem  Deckmantel
des  Rechts  und  der  Gerechtigkeit  ist  der  unlengbare
Kolonialraub  mit  dem  Scheingrunde  verschleiert  worden,
daß  wir  durch  unsere  gesamte  kloloniale  Gebarung
insbesondere  durch  unsere  Eingeborenenpolitik,  den  Anspruch
  auf  kolonisatorische  Tätigkeit,  auf  die  nur  den
Kulturstaaten  gebührende  zivilisatorische  Mitarbeit
dauernd  verwirkt  hätten.  Meine  Damen  und  Herren?
Gegen  diesen  ungehenerlichen,  aber  zugleich  durchaus
ungerechten  Vorwurf  müssen  wir  vom  Standpunkt
unserer  nationalen  Ehre  aus  mit  aller  Entschiedenheit
Protest  einlegen.  (Lebhafte  Zustimmung.)

Dieser  Vorwurf  ist  auch  nach  Abschluß  des  Friedenovertrags
  von  dem  fran  zösischen  Kolonialminister  Simon
        <pb n="88" />
        G  82

wiederholt  worden.  Er  hat  jüngst  in  der  Deputiertenkammer
  erklärt,  daß  die  Alliierten  bei  der  Verjagung
der  Deutschen  aus  ihren  Kolonien  gegenüber  der  mißhandelten
  Bevölkerung  ihre  Pflicht  als  Beschützer  erfüllten.
  Der  Minister  Simon  hat  in  dieser  Rede  auch
den  deutschen  Kolonialterror  besonders  hervorheben  zu
sollen  geglaubt  und  dann  an  die  Massakres  unter  den
Hereros  mit  dem  Hinzusügen  erinnert:

Ich  brauche  nicht  die  deutschen  Methoden  in  den

Kolonien  hervorzuheben.  Es  genügt,  die  Methoden

anzusehen,  die  die  Deutschen  in  den  besetzten  Gebieten

  angewendet  haben,  denn  es  sind  dieselben.
Eigenartigerweise  ist  der  Herr  Rolonialminister  Simon
in  dieser  Rede  auch  darauf  zu  sprechen  gekommen,  daß
die  großen  Landstriche  von  Togo  und  Kamernn,  die
Frankreich  erhalte,  für  Dahomé  und  den  Rongo  von
großem  Werte  seien.  Ich  glaube,  diese  wirtschaftlichen
und  finangiellen  Erwägungen  waren  nach  seiner  eigenen
UÜberzgeugung  durchschlagender  als  seine  von  der  hohen
Warte  der  Moral  und  des  Rechts  fadenscheinig  vorgebrachte
  Begründung  des  Ranbes  deutschen  Kolonialbesitzes.
  (Sehr  richtig!)

Im  übrigen  moöchte  ich  an  dieser  Stelle  nicht  noch
einmal  hervorheben,  wie  schwer  gegen  das  Wilsonsche
Programm,  das  als  Grundlage  des  Friedensvertrags
ausdrücklich  vercinbart  worden  war,  durch  die  Alliierten
verstoßen  worden  ist,  und  wie  rücksichtslos  namentlich
der  Punkt  5,  wonach  eine  freic,  aufrichtige  und  unbedingt
  unparteiische  Schlichtung  aller  kolonialen  Ansprüche
  erfolgen  sollte,  beiseite  geschoben  worden  ist.

Aber,  meine  Damen  und  Herren,  angesichts  dieser
in  der  frangösischen  Deputiertenkammer  erneut  erhobenen
  Vorwürfe,  daß  wir  die  Wegnahme  deutschen
Kolonialbesites  durch  unsere  brutale  Eingeborenenpolitik
  verdient  hätten  und  daß  wir  dauernd  auszuschalten
  seien  aus  dem  Kreise  der  Zivilisation  und
Kolonialpolitik  treibenden  Völker,  darf  ich  zunächst
darauf  verweisen,  daß  in  der  nämlichen  Sitzung  der
französischen  Deputiertenkammer  der  Abgeordnete  Ernest
Lafont  im  Namen  der  sozialistischen  Kammerfraktion
folgende  Erklärung  verlesen  hat:

Durch  die  Aufteilung  der  deutschen  Kolonien,  die

unter  dem  Deckmantel  eines  Mandats  des  Völkerbundes

  vollgogen  worden  ist,  beraube  man  Deutschland
  kostbarer  Absatzguellen  und  unumgänglich
nötiger  Rohstoffbezugsanellen,  und  zwar  in  demselben
  Augenblick,  in  dem  man  alle  finanziellen

Hoffnungen  des  Friedensvertrags  auf  die  Entfaltung

  seines  materiellen  Aufschwungs  setze.  Das

sei  ein  schlechtes  Geschäft  und  eine  schlechte  Handlung

  zugleich.
Leider  haben  diese  sehr  verständigen  und  der  Sachlage
entsprechenden  Ausführungen  des  Abgecordneten  Lafont
ihre  Wirkung  auf  die  französische  Deputiertenkammer
verfehlt,  obgleich  der  nämliche  Grundgedauke  in  einer
Reihe  von  hochbeachtlichen  Kundgebungen  und  Preßerörterungen
  nentraler  Länder  wiedergeklungen  ist.

 

*—

Indessen,  meine  Damen  und  Herren,  wir  sind
gegenüber  der  umunterbrochen  fortgesetzten  systematischen
Irreführung  der  öffentlichen  Meinung  und  namentlich
gegenüber  den  mit  bodenlosen  Beschuldigungen  verknüpften
  Tendenzen,  die  Notlage  des  der  feindlichen
Übermacht  nach  vierjährigem  ehrenvollen  Kampfe
schließlich  erlegenen  deutschen  Volks  durch  seine  Ausstoßung
  aus  den  Kulturnationen  auszunuten,  in  der
Lage  und  es  zu  unserer  Ehrenrettung  uns  selbst
schuldig,  uns  außer  bedeutsamen  Auslassungen  des
Auslands  auf  die  klassischsten  Zzeugen  für  unsere  Eingeborenenpolitik,
  nämlich  auf  die  Eingeborenen  selbst,
zu  berufen.

Die  Tatjiache  darf  ich  als  bekannt  voraussetzen,
wenngleich  sie  geflissentlich  von  gewissen  Kreisen  des
gegnerischen  Auslandes  verschwiegen  worden  ist,  daß
die  nämlichen  Eingeborenen,  die  wir  nach  Angabe  der
Entente  so  mißhandelt  haben  sollen,  uns  im  Rriege
bis  zum  letzten  Augenblicke  treu  geblieben  sind.  (Hört!
hört!  und  Sehr  wahrl)

Wie  wäre  es  mit  der  uns  zur  Last  gelegten
schlechten  Eingeborenenpolilik,  einer  solch  brutalen
Mißhandlung  der  Eingeborenen  in  Einklang  zu  bringen,
wenn  diese  nämlichen  Eingeborenen,  die  doch  im  Laufe
der  Zeit  erkennen  mußten,  daß  sie  für  eine  verlorene
Sache  kämpften,  trotzdem  sich  opferwillig  unter  die
deutschen  Fahnen  gestellt  und  die  deutschen  Schutztruppen
  gegenüber  dem  Feinde  aufs  nachdrücklichste
unterstützt  haben?  (Sehr  wahr!)  Das  gilt  von  allen
in  Betracht  kommenden  Kolonien,  es  gilt  von  Ostafrika,
es  gilt  auch  von  Südwestafrika,  und  es  gilt  nicht  an
letzter  Stelle  von  Kamerun.  Die  opfermutige  und
erfolgreiche  Hilfe,  die  besonders  unsere  ostafrikanische
Heldenschar  unter  der  trefflichen  Führung  des  Generals
v.  Lettow-Vorbeck  fand,  hat  die  gerechte  Bewunderung
der  ganzen  Welt  erregt.

In  den  letzten  Tagen  sind  mir  von  zuständiger
Stelle  aus  Kamernn  Mitteilungen  gemacht  worden,
die  in  ihren  Einzelheiten  auch  mir  neu  gewesen  sind
und  die  mir  so  beachtlich  erscheinen,  daß  ich  sie  heute
der  breitesten  Offentlichkeit  mitteilen  möchte.  Wenn
die  Franzosen  und  wenn  auch  andere  Kreise  der  Entente
  immer  noch  versuchen,  nicht  nur  im  Parlament.
sondern  auch  in  ihren  Preßorganen  zur  Beeinflussung
der  gesamten  Offentlichkeit  und  insbesondere  der  Neutralen
  Stimmung  zu  machen  gegen  uns  durch  Schauerberichte
  über  unsere  Behandlung  der  Eingeborenen,
so  möchte  ich  dem  gegenüber  im  Anschluß  an  meine
früheren  Darlegungen  über  unsere  Eingeborenenpolitik
in  Ostafrika,  in  Südwestafrika  und  in  den  anderen
Kolonien  ganz  besonders  auf  Vorgänge  verweisen,  die
sich  während  des  Krieged  in  Kamerun  abgespielt  haben.
Dabei  glaube  ich  vorweg  zur  Illustration  der  von  der
Entente  gegen  uns  erhobenen  Vorwürfe  noch  darauf
hinweisen  zu  sollen,  daß  eine  Reihe  sehr  beachtlicher
Zeugnisse  aus  den  Kreisen  der  Entente  sich  gefunden
hat,  die  in  ihrer  Zusammenstellung  ein  ganz  anderes
        <pb n="89" />
        W  83  20

Ergebnis  über  unsere  Eingeborenenpolitik  in  den  deutschen
  Kolonien  bringen,  als  es  in  der  offiziellen  Begründung
  des  Kolonialraubs  durch  die  Entente  heute
noch  lautet.  (Hört!  hört!)

Bekanntlich  sind  schon  während  des  Kriegs  und
daunn  nach  Abschluß  des  Waffenstillstands  mehrere
Schriftstücke  teils  offiziellen,  teils  offiziösen  Charakters
von  der  Entente  ausgegeben  worden,  um  schon  beizeiten
  den  bevorstehenden  Naub  unserer  Kolonien  zu
rechtjertigen.  Diese  Schriftstücke  haben  unverzüglich
die  Beantwortung  des  deutschen  Reichs-Kolonialamts
gefunden.  Wir  haben  in  mehreren  Denkschriften  uns
einerseits  über  die  deutsche  Eingeborenenpolitik,  dann
aber  auch  über  französische  und  englische  Eingeborenenbehandlung
  ausgelassen.  Diese  ausführlichen  Denkschristen,
  die  überall  einwandfreie  Zeugnisse  unparteiischer
  Kenner  der  Verhältnisse,  und  zwar  vornehmlich
auch  hervorragender  franzgösischer,  amerikanischer  und
englischer  Fachkenner  von  auerkanntem  Rufe  enthalten,
sind  von  uns  der  Entente  und  insbesondere  auch  dem

Herrn  Präsidenten  Wilson  übermittelt  worden.  Außerdem

  habe  ich  während  der  Verhandlungen  über  den
Friedeusvertrag  als  Leiter  des  Reichskolonialministeriums
  darauf  hinzuwirken  gesucht,  daß  ein  besonderer
Ausschuß  gebildet  werden  möge,  in  dem  eine  ausgiebige
  Aussprache  stattfinden  sollte  über  alle  gegen  uns
erhobenen  Vorwürfe  und  Anschuldigungen.  Ich  habe
mich  bereit  erklärt,  mit  einem  Stabe  von  Beamten
aus  dem  Reichskolonialministerium  und  allen  in  Bekracht
  kommenden  Schutzgebieten  persönlich  zu  erscheinen,
um  auf  die  Vorwürfe  ausgiebig  Rede  und  Antwort
zu  stehen.  (Hört!  hört!  Man  hat  es  aber  abgelehnt,
uns  irgendwelche  Gelegenheit  zu  geben,  auf  die  gegen
uns  erhobenen  Vorwürse  zu  antworten.  (Hört!  hört!)
Daraus  sollte  die  ganze  Welt,  insbesondere  das  neutrale
  Ausland,  die  nötigen  Rückschlüsse  auf  die  innere
Berechtigung  und  die  Ernstlichkeit  solcher  Vorwürfe
selbst  herleiten.  (Sehr  richtigs)  Wenn  man  vor  der
gangen  Welt  gegen  ein  durch  tausendjährige  Vergangenheit
  als  Kulturnation  bewährtes  Volkl  solch  ungehenerliche
  Vorwürfe  erhebt,  muß  man  ihm  auch  Gelegenheit
geben,  sich  zu  rechtfertigen.  (Ernente  Zustimmung.)
Jemand  ungehört  zu  verurteilen,  widerspricht  allen
Grundsätzen  der  Gerechtigkeit  und  verstößt  zugleich
gegen  die  Grundlagen  des  internationalen  Rechts.

Ich  will  aus  den  vielen  ausländischen  Stimmen,
die  über  unsere  kolonisatorische  Fähigkeit  laut  geworden
sind,  nur  ein  einziges  Zeugnis  herausheben,  nämlich
des  Amerikaners  Forbes,  der  bereits  im  Jahre  1911
bei  einem  Vergleich  zwischen  deutscher  und  französischer
Kolonialpolitik  zu  dem  Ergebnis  gekommen  ist:  von
allen  Schutzherren  in  Afrika  hat  der  Deutsche  die
reinsten  Hände.  (Hört!  hört!)  Wir  können  hinzuiügen:
  er  hat  nicht  nur  die  reinsten  Hände,  sondern
er  hat  sogar  wirklich  reine  Hände.  (Sehr  gutl)

Was  nun  die  Eingeborenen  in  Kamerun  anlangt,
so  war  ihnen  schon  vor  dem  Kriege  die  Arbeitsweise

 

der  französischen  Kolonialgesellschaft  in  dem  benachbarten
  französischen  Aquatorialafrika  bekanntgeworden.
Was  sie  dann  im  Laufe  des  Krieges  beim  Zusammentreffen
  mit  Franzosen  am  eigenen  Leibe  verspürten
und  durch  Angen=  und  Ohrenzeugen  erfuhren,  hat  ihre
Sorge,  die  Deutschen  möchten  durch  die  Geschicke  des
Krieges  gezwungen  sein,  ihren  Besicz  an  die  Franzosen
abzutreten,  nur  noch  verstärkl.  Aus  dieser  tiefgründigen
  Besorgnis  der  Eingeborenen  Kameruns  heraus
erklärt  es  sich,  daß  sie  an  die  deutsche  Kolonialverwaltung
  das  dringende  Ersuchen  gerichtet  haben,  mit  ihnen
gemeinsam  ihr  Geschick  zu  teilen  und  lieber  mit  ihnen
unterzugehen,  als  in  die  Hände  der  Franzosen  zu
fallen.  (Hört!  hört.)

Meine  Damen  und  Herren!  Heute  möchte  ich  mit
ganz  besonderer  Anerkennung  und  Dankbarkeit  gegenüber
  dem  Vorwurfe  des  frangösischen  Kolonialministers
Simon  die  Tatsache  verzeichnen,  daß  wir  das  1½/jjährige
  feste  Durchhalten  der  kleinen  deutschen  Streitmacht.
die  völlig  unvorbereitet  für  einen  Krieg  mit  enropäischen
  Gegnern  war,  gegenüber  einer  mehr  als
zehnfachen  UÜbermacht  dadurch  haben  erzielen  können,
daß  uns  der  Kern  der  Eingeborenen  Kameruns  tren
geblieben  ist  und  uns  willig  und  tatkräftig  im  Kampf
gegen  die  anderen  Gegner  unterstützte.  (Bravol)  Dieser
tätigen  Mitwirkung  —  und  das  wollen  wir  mit  Anerkennung
  feststellen  —  ist  ein  derartiger  Erfolg,  der
als  deutsche  Ruhmestat  in  der  Geschichte  dastehen
wird,  zu  verdanken.  (Erneutes  Bravo!)  Wäre  diese
Hilfe  unterblieben,  so  hätte  auch  eine  um  das  vielfache
größere  Streitmacht  sich  nicht  annähernd  solange  im
Lande  halten  können.  Als  unsere  Schutztruppen  dann
schließlich  infolge  der  immer  stärker  werdenden  Übermacht
  und  der  völligen  Erschöpfung  der  Patronenvorräte
  nicht  mehr  in  der  Lage  waren,  standzuhalten,
und  infolgedessen  der  Rückzug  über  die  spanische  Grenze
unvermeidlich  war,  haben  mehrere  Hunderttausend
Kamernner  sich  bereit  gesunden,  mit  den  Deutschen
das  eigene  Land  zu  verlassen  und  die  spanische  Grenze
Zu  überschreiten,  nur  um  nicht  gezwungen  zu  sein,
unsern  Kriegsgegnern  zu  dienen.  (Hört!  hörtl)
deutsche  Schutztruppe  ist,  so  rührend  die  Beweise  von
Treue  und  Anhänglichkeit,  zugleich  aber  auch  die  Besorgnisse
  vor  den  Franzosen  gewesen  sind,  nicht  in  der
Lage  gewesen,  diesem  Wunsche  der  Kamernner  Eingeborenen
  stattzugeben.  Unter  dem  Druck  der  Not
hat  sie  schweren  Herzens  die  Eingeborenen  darauf  hingewiesen,
  daß  nur  ein  verhältnismäßig  kleiner  Teil
mit  ihnen  hinüberziehen  künne  über  die  spanische  Grenze.
Trot  dieser  Vorhaltungen  und  trotz  aller  Abmahnungen
sind  nach  spanischer  Zählung  über  67  000  Eingeborene
mit  den  Deutschen  über  die  spanische  Grenze  hinübergegangen.
  (Hört!  hört!)  Mehrere  Hundert  Häuptlinge
waren  nach  Yaunde  geeilt  und  hatten  gebeten,  lieber
mit  den  deutschen  Schutztruppen  ins  Elend  gehen  zu
dürfen,  als  unter  der  Herrschaft  der  Franzosen  zurückzubleiben.
  Aber  auch  dann  haben  die  Kamernner

Die
        <pb n="90" />
        G  84

weitere  Beweise  ihrer  Treue  und  Anhänglichkeit  gegeben.
  In  zahlreichen  Briefen  an  ihre  Landsleute
und  au  ihre  früheren  Herren  sowic  an  sonstige  Bekannte
  in  Spanien  haben  Eingeborene  aus  Kamerun
noch  in  letzter  Zeit  zum  Ausdruck  gebracht,  wie  sehr
sie  den  traurigen  Ausgang  des  Krieges  bedauerten
und  wie  sehr  sie  es  herbeisehnten,  daß  Deutschland
wieder  Kamernun  als  Kolonic  zurückerhielte.  Sie  haben
in  ihrer  Herzensnot  auch  in  Bittschriften,  die  sie  an
ihren  neuen  Schutzherrn,  den  König  von  Spanien,  gerichtet
  haben,  gerade  zu  gefleht,  daß  alles  eingesetzt
werden  möge,  um  Deutschland  wieder  in  den  Besitz
seiner  Kolonie  Kamernn  zu  setzen.  Eine  dieser  Bittschriften
  ging  aus  von  den  117  überlebenden  Häuptlingen
  aus  Klein-Bokoko;  es  schlossen  sich  dann  an  in
getrennten  Bittschriften  die  katholischen  Christen,  die
Mohammedaner  und  schließlich  auch  die  Soldaten.  Ihre
Sorge  vor  der  Zukunft  unter  französischer  Herrschaft
war  stärker  als  die  Rücksicht  auf  die  hiergegen  erhobenen
  Bedenken.  Wir  wollen  hoffen  und  zugleich  den
Wunsch  aussprechen,  daß  ihnen  aus  ihrer  Trene  und
Anhänglichkeit  von  den  Franzosen  als  ihren  neuen
Schutzherren  nicht  allzu  große  Nachteile  für  ihre  Zulunft
erwachsen  mögen.  Es  sind  in  dieser  Begiehung  in
dankenswerter  Weise  sowohl  von  dem  päßpstlichen  Nuntius
  in  Madrid  als  auch  von  der  spanischen  Regierung
auf  Anregung  der  deutschen  Verwaltung  bei  der  Entente
Schritte  getan  worden.  Wir  aber  wollen  an  dieser
Stelle  mit  dem  Wunsche,  daß  den  braven  Kamernner
Eingeborenen  keine  Nachteile  aus  ihrer  Treue  zu  ihren
bisherigen  Schutzherren  erwachsen  mögen,  zugleich  den
Dank  für  eine  derart  hingebende  und  opferwillige
Tätigkeit  verbinden.  (Lebhafte  Zustimmung.)

Meine  Damen  und  Herren!  Lassen  Sie  mich  zum
Schlusse  meiner  Ausführungen  noch  wenige  Dankesworte
  an  alle  diejenigen  aussprechen,  die  tren  für
unse  e  Kolonien  gearbeitet  haben.  Ich  weiß  nicht,  ob
ich  noch  einmal  Gelegenheit  haben  werde,  an  dieser
Stelle  den  verdienten  Dank  zum  Ausdruck  zu  bringen.
und  darum  möchte  ich  die  heutige  Etatsberatung  hierzu
verwerten.  Das  deutsche  Volk  in  seinen  breitesten
Schichten  würde  es  nicht  begreiflich  finden,  wenn  von
dem  Kolonialministerium  und  von  unseren  Kolonien
ohne  jeden  Sang  und  Klang  Abschied  genommen
würde.  (Sehr  wahr!)

Im  Volke  ist  der  koloniale  Gedanke  gerade  in
den  letzten  Jahren  vor  Kriegsausbruch  ohne  Unterschied
  der  Parteien  immer  mehr  durchgedrungen.  Wenn
wir  auch  den  wahren  Wert  unserer  Kolonien  leider
erst  zu  dem  Zeitpunkte  völlig  erkannten,  als  wir  sie
verloren  haben,  so  darf  ich  doch  die  erfreuliche  Tatsache
  feststellen,  daß  das  Verständnis  für  unsere  Kolonialpolitik
  und  Kolonialwirtschaft  in  stctig  wachsendem
Umfange  die  breitesten  Schichten  der  Bevölkerung,  alle
Schichten  und  Erwerbsgruppen  erfüllt  hat  und  daß  die
Uberzeugung  von  der  Notwendigkeit  kolonialer  Beleiligung
  für  unsere  nationale  und  wirtschastliche

 

*i

Weitereniwicklung  Gemeingut  des  deutschen  Volkes  geworden
  ist.  Meine  Damen  und  Herren!  So  lassen
Sie  mich  denn  an  erster  Stelle  —  ich  glaube  sagen
zu  dürfen,  im  Namen  des  ganzen  Volkes  —  unserer
bewährten  und  trefflichen  Schutztruppe  danken  lebhafte
  Zustimmung),  den  herzlichen  Dank  aussprechen
allen  Offizieren  und  Mannschaften  unserer  Schuttruppe,
  die  in  trener  Hingebung  für  ihr  deutscher
Vaterland,  für  Rolonie  und  Heimat  gestritten  und  gelitten
  haben.  „Aravo!)  Des  Uaterlandes  treues  Angedenken
  bleibr  vornehmlich  unauslöschlich  gesichert  all
den  wackeren  Helden,  die  fern  von  der  Oeimat  ani
afrikanischer  Erde  jetzt  der  kühle  Rasen  deckt.  Meine
Damen  und  Herren!:  Wenn  ich  meinen  Dank  an  die
Schutztruppe  ausspreche,  so  möchte  ich  damit  verknüpfen
die  Dankesbezeugung  an  alle  früheren  und  gegenwärrigen
  Mitglieder  der  Kolonialverwaltung  in  der
Zentrale  und  auch  in  den  Schutzgebieten  für  ihre  raftlose
  und  erfolgreiche  Arbeit.  (Bravo“!)  Weiter  gebührt
der  Dank  des  ganzen  deutschen  Volkes,  also  namenslich
  auch  der  deutschen  Nationalversammlung.  den
Farmern,  den  Kaufleuten,  den  Pflanzern  und  den
Missionaren  für  ihre  treue  kulturelle  und  zivilisatorische
Pionierarbeit.  (Lebhafte  Zustimmung.)  Endlich,  an
letzter,  aber  nicht  an  unwichtigster  Stelle,  danke  ich
allen  Eingeborenen  der  Schutzgebiete  für  ihre  Tüchtigkeit
  und  für  ihr  kraftvolles  Mitarbeiten  im  Kriege
(Bravol),  für  ihr  vertrauensvolles  Zusammenarbeiten
mit  der  deutschen  Verwaltung  an  dem  gemeinschaftlichen
  Ziele  der  Erschließung  und  der  kulturellen  Entwicklung
  der  Schutzgebiete.  (Bravol)

Meine  Herren  und  Damen!  Mit  dieser  Daulsagung
  glaube  ich  die  zuversichtliche  Hoffnung  verbinden
  zu  sollen,  daß  die  deutsche  Kulturarbeit  in
Afrika,  in  der  Südsee  und  in  den  übrigen  Schutzgebieten
  nicht  vernichtet,  sondern  für  die  spätesten
Zeiten  erhalten  wird.  Die  Eingeborenen  in  unseren
Schutgebieten  werden  uns  nicht  vergessen,  und  wir
werden  auch  ihnen  eine  dankbare  Erinnerung  bewahren.
  (Bravo!)  Der  koloniale  Gedanke  aber  und
das  sei  das  letzte  Vermächtnis  des  Kolonialministers
an  das  deutsche  Volk  =  muß  uns  wacherhalten  bleiben.
Wenn  wir  auch  zur  Zeit  unsere  Kolonien  verloren
haben,  den  kolonialen  Gedanken  dürfen  wir  nicht  ersterben
  lassen.  (Beifall.)  Ich  spreche  darum  die  Hofinung
  aus,  daßt  dieser  koloniale  Gedanke  sich  weiter
pflangen  möge  von  Ort  zu  Ort.  von  Geschlecht  zu  Geschlecht.
  Zur  Durchführung  des  kolonialen  Gedankens
müssen  alle  Stände  und  Schichten  der  Bevölkerung
zielbewußt  mitwirken,  an  erster  Stelle  aber  die  kolonialen
  Gesellschaften,  die  sich  mit  anerkennenswertem
Bemühen  und  Erfolg  die  Kolonialarbeit  angelegen
sein  lassen.  «

Wir-wollenhoffen,daßdicscitnichtfdrnishwo
im  friedlichen  Austausch  der  Gedanken  eine  Revision
des  Friedensvertrags  erfolgen  wird.  Einer  der  Herren
Redner  hat  gestern  dem  Gedanken  Ausdruck  geneben,
        <pb n="91" />
        G.  85  20

daß  wir  getreu  und  loyal  den  Friedensvertrag  erfüllen
werden,  soweit  das  irgendwie  in  unseren  Kräften  steht.
Ich  unterschreibe  und  unterstreiche  das  gern.  Aber
zugleich  darf  ich  als  Leiter  des  Kolonialministeriums
doch  daran  den  Wunsch  und  auch  die  Hoffnung  knüpfen
daß  eine  friedliche  Auseinandersetzung  zu  einer  Revision
des  Friedensvertrags  auch  in  bezug  auf  unsere  Ko-=lonien
  führen  werde.

Denn,  meine  Damen  und  Herren.  dar  sei  der
Schlußgedanke  meiner  Anusführungen  :  soll  der
Völkerbund  die  Gewähr  dauernden  Bestandes  in  sich
tragen  und  au  Stelle  des  völkergerfleischenden  Weltkrieges
  der  von  allen  Menschenfreunden  ersehnte  Weltfriede
  treten,  dann  dürfen  wir  mit  gesundem  Optimiemus
  trotz  der  entsetzlichen  Erfahrungen  der  Vergangenheit
  von  dem  hoffentlich  nahen  Zeitpunkte,  wo
beim  Wiedererwachen  des  Weltgewissens  Haß  und  Verblendung
  der  Vernunft  und  Gerechtigkeit  weichen
müssen,  im  Wege  friedlicher  Verständigung  eine  gerechte
  Erfüllung  unseres  berechtigten  Anspruches  auf
lälige  Mitwirkung  an  der  zivilisatorischen  und  kolonisatorischen
  Arbeit  der  Kulturnationen  und  auf  Wiederherstellung
  deutschen  Kolonialbesitzes  erwarten.  (Lebhafter
  Beisall.,

II.

Meine  Damen  und  Herren:  Beiden  Herren  Vorrednern?)
  bin  ich  für  ihre  Ausführungen  dankbar,  und
ich  danke  ihnen  ganz  besonders  noch  einmal  für  das
große  Interesse,  das  sie  den  Beamten  des  Rolonialministeriums
  gewidmet  haben,  und  dann  für  ihre  optimistischen
  Hoffnungen  auf  Deutschlands  koloniale
Zukunft.

Was  dic  Kolonialbeamten  anlangt,  so  möchte  ich
zur  Beseitigung  ausgetretener  Benuruhigungen  noch
einmal  mit  allem  Nachdruck  betonen.  daß  das  Reichskolonialministerinm
  alles  daransetzen  wird,  um  die
Beamten  in  anderen  gecigneten  Reichsstellen  unterzubringen.
  Es  ist  von  mir  zu  diesem  zweck  ein  Zirkular
an  alle  beteiligten  Reichsbehörden  gerichtet  worden,
des  Inhalts,  daß  es  die  Ehrenpflicht  des  Reichs  sei.
derade  dir  Reichskolonialbeamien  in  erster  Linie  bei
Neubesetzung  von  Stellen  zu  berücksichtigen.  Weiter
wird  an  die  einzelnen  Beamten  das  Ersuchen  gerichtet.
ihre  Wünsche  begüglich  anderweitiger  Anstellung  im
Rcichsdienst  anzugeben  und  insbesondere  zu  vermerken,
bei  welcher  Stelle  sie  nach  ihren  Fähigleiten  und  ihren
pralktischen  Erfahrungen  untergebracht  zu  werden
wünschen.  Ich  hoffe,  daß  es  auf  diese  Weise  möglich
sein  wird,  einen  beträchtlichen  Teil  der  bewährten
Beamtenschaft  des  Reichskolonialministeriums  anderweitig
  unterzubringen.  Das  gilt  namentlich  auch  von
den  neu  zu  errichtenden  Stellen,  insbesondere  dem  Abwanderungsamt
  und  dem  nenen  Ministerium  für  den
Wiederaufbau  Nordfrankreiche.  Bereits  im  Haupt-*)

  Den  Abgeordneten  Dr.  Böhmert  (D.  D.  P.
und  Luverreng  (Duil.  V.  P.).

 

auoschuß  habe  ich  darauf  hingewiesen,  daß  sofort  nach
Errichtung  des  Ministeriums  für  den  Wiederaufbau
Nordfrankreichs  und  nach  der  Amtsernennung  des
neuen  Ministers  ich  mich  mit  ihm  zu  diesem  Zwecke  in
Verbindung  setzen  werde.  In  welcher  Weise  dann  die
Ausführung  des  Gesetzes  über  die  Kolonialdoutschen
erfolgen  soll,  darüber  werde  ich  mich  mit  ihm  zu  verständigen
  suchen.

Wenn  der  Herr  Vorredner  weiter  die  Frage  gestellt
  hat,  ob  auch  beabsichtigt  sei,  ein  Gesetz  für  die
Schadloshaltung  derjenigen  Beamten  einzubringen,  die
trotz  dieser  Bemühungen  nicht  anderweitig  bei  Reichsstellen
  oder  in  sonstiger  Weise  untergebracht  werden
konnten,  so  kann  ich  ihm  erklären,  daß  ein  derartiges
Gesetnz  in  Vorbereitung  ist.  Eine  Ubereinstimmung
über  den  Inhalt  ist  in  manchen  schwierigen  Punkten
bisher  noch  nicht  vollständig  erzielt  worden,  aber  es
wird  die  Aufgabe  des  Reichskolonialministeriums  sein.
so  schlennig  als  möglich  auch  dieses  Gesetz  einzubringen.


Schließlich  haben  die  beiden  Herren  Vorredner
übereinstimmend  eine  Auffassung  über  die  koloniale
Bulunft  Deutschlands  zum  Ausdruck  gebracht,  über  die
ich  mich  von  Herzen  gefreut  habe.  Ich  hoffe,  daß
alle  Stände  und  alle  Schichten  der  deutschen  Bevölkerung
  dazu  beitragen  mögen,  um  so  schleunig  als
möglich  diesen  Optimismus  zu  verwirklichen.  (Bravol)

III.

Meine  Damen  und  Herren!  Sic  werden  gewiß
von  mir  nicht  erwarten  (Ruse  bei  den  Unabhängigen
Sozialdemokraten:  Nein!  Nein!),  daß  ich  dem  Herrn
Vorredner")  auf  alle  seine  Ausführungen,  die  eine
würdige  Fortsetzung  seiner  gestrigen  Rede  bedeuten,
antworte.  (Sehr  richtig!)  Der  Herr  Vorredner  hat
offenbar  ein  deutsches  Parlament  mit  irgendeinem
parlamentarischen  Versammlungsort  im  Auslande  für
seine  Ergüsse  verwechselt.  (Sehr  gut!)

Nur  auf  einen  Punkt  will  ich  ihm  antworten.  Ich
hatte  vorhin  geglaubt,  sagen  zu  dürfen,  daß  alle
Parteien  dieses  hohen  Hauses  einig  seien  in  der  Verurteilung
  der  Gründe,  die  zum  Raube  unserer  Kolonien
geführt  hätten,  und  daß  deswegen  das  Haus  vom
Standpunkte  der  nationalen  Ehre  aus  Protest  einlegen
  müsse  gegen  diese  Begründung  unserer  Vergewaltigung.
  Nach  den  Ausführungen  des  Herrn
Vorredners,  der  erklärt  hat,  daß  nationale  Ehre  eine
Redensart  sei  und  daß  er  sich  und  seine  Parteifreunde
von  diesem  Protest  ausnehme,  muß  ich  meine  Erklärung
  dahin  einschränken,  daß  alle  Parteien  in
diesem  hohen  Hause,  dic  noch  Verständnis  für  nationale
Ehre  haben,  in  diesem  Punkte  einig  sind.  (Lebhafter
Beifall.)

*)  Abgeordneter  Oenke  (II.  S.  P.).

ri
        <pb n="92" />
        ichtamtlicher  Teis.

Literatur-Berichbt.

(louverneur  H.  Schuce:  Deutsch-  Ostafrikn  im
Weltkriege.  Wie  wir  lebten  und  kümpften.  Ver-Ing:
  Qucile  &amp;amp;  Aleyer  in  Leipzig.  Mit  fünf  Karten
und  vielen  farbigen  und  schwarzen  Tafeln.  Preis

20  NMark.

Vor  wenigen  Tagen  lag  ein  Buch  auf  meinem
Schreilisch,  nach  dem  ich  mit  einem  Gelühl  leiser
Wehmut  kriff:  das  von  allen  kolonialen  Kreisen  mit
Spannung  erwartele  abschlichende  Werk  des  leizten
Gourerneurs  von  Deutsch-Ostafrika.  Es  gehört  zum
Besten.  Vas  über  Ostafrika  cschrieben  worden  ist
und  wirel  hoffemlich  auf  nicht  wenigen  deutschen
W  eihnae  htstischen  zu  finden  sein.

rielc  ron  uns  zu  Hausec  sind  in  der  Beurteilung

der  Leistungen  im  Kolonialkriege  1911/I8  eiwas  einseitig.
  Ihr  vom  Ruhmesgienze  der  Schutztruppen  gehanntes
  Auge  übersieht  leicht  die  gewaliigen  Leistungen
der  Zivilverwaltungen  unserer  Schutzgebicte,  Leistungen
rieler  Junhre,  die  der  kümpfenden  Truppe  oft  erst  dus
Durchhulten  ermöglicht,  die  politischen  und  wirtschuft#-lichen
  Vornussetzungen  für  ruhmrolle  Kricggsarbeite
geschaffen  huben.  Es  genügt  dus  Wort  „Eingeborenenolitik“
  auszusprechen.  Auf  dem  großartigen  und
ergreifenden  Kriegsgemũlde,  das  uns  Ostafrika  vier
lange  Jahre  hindurch  neboten  hnt.  stcht  vorne  die
Heillengestalt.  Lettow-  Vorbecks.  r  Dr.  Heinrich

Schnee  darf  ohne  GCberhebung  neben  ihn  (rcten.
Beide.  der  Soldat  und  Zivilgourerneur,  haben  sich

nufs  wertrollste  ergünzt.

Das  Buch  stcht  hoch  über  den  meisten  Erzeugnissen
der  Kricgeliteratur.  Wir  hören  nicht  nur  von  siegreichen
  Kümpfen,  von  der  heroischen  Ausdauer  des
schlictzlich  auf  portugicsisches  Gebict  übergetretenen.
acht  schwere  Monnte  lung  dort  von  allen  Seiten  umstellten
  und  geheltzten  deutschen  Edelwilils,  wir  schen
auch,  mit  hech  beispielloser  Tatkraft  alle  Hilfsquclien
es  Landes  für  den  Verzweilliunzsskambe.  erschlossen
1  ür  wie  unsere  Wa  n,  abgesehni  ten
Heimat,  drüben  sii-  I  tc  sic  neben  dem
Kriegshandwerk'  ihre  Tebenemiktel  angebant,  ihr  Leder
für  dus  Schuhzeug  gegerbt,  ihr  Tuch  gesponnen  und.
gewebt,  ihre  Alcdikameinc,  insbesondere  das  wertrvolle
Chinin,  schliclich  schber  fabriziert,  ihr  eigenes  Geld

gebrägt  haben.  (Glücklich  der  Sammler,
fingt.  eine  der  sellenen  Mrasrileankchen  Kricgsgoldmünzen

  mit  diem  Elefanten  aufzutreiben!)
Aber  Auch  ist  noch  mehr.  7  ist  die  Schlutßilanz
  mauncher  Richtung  unserer  ganzen
ane  Kolenialolkiike  jellepfalls  derjenigen  unseres
größten  Schutzgebiets.  Der  Fricde  von  Versailles  hat
ja  dem  Deutschen  Reiche  seine  Kolonien  mit  der  Begründung
  ubcsprochen,  dalz  dus  deutsche  Volk  unfähig
and  unwürdig  zum  Kolonisieren  sei.  Beim  Lesen
dieses  Buches  werden  wir  uns  in  zorniger  Empörung
erneut  dessen  bewutt,  welch  ungehenre  Lüge  Englund.
mit  Gicser  Behnuptung  in  die  W'ielt  gesetzt  hat.  Lider
mit  Erfolg!
was  unser  Feind  sagte.  Un  a  wir  von  der  Welt
bgesperrt  waren,  konnten  wir  nicht  antworten.  Schnec
zeitgt  uns,  wie  er  mit  scinen  Mnarbeitern  die  Ruhe
unter  einer  Bevölkerung  von  acht  Millionen  Eingeborenen
  bei  nur  6000  Europüern  aufrechterhalten  konntc,

Denn  die  belogene  Menschheit  glaubte.

 

wic  die  ganze  schwarze  Berölkerung  mit  uns  und  lür
uns  arbeitete,  wie  dic  Askari  Treuc  hielien  in  Not
und  Tod.  All  dus.  weil  wir  —  nach  englischer  I.üge
—  verhaßt  waren  uls  Peiniger  des  schwarzen  Mannes.
weil  wir  oh  unserer  grausamen  Eingeborenenpoliuk
nicht  würdig  sind,  Kulturarbeit  unter  den  primitiven
Völkern  der  lrde  zu  leisten!  „Deutetc“,  so  fragt
Schnee  mit  Recht,  „der  blühende  wirtschaktliche  Zu.
stund,  in  dem  sich  Deutsch-Ostafrikua  vor  dem  Kricge
belnnd.  auf  ein  Versagen  auf  deem  Gelicte  der  kolonialen
  Zivilisntion  hin?  Kann  wirklich  jemand  glauben.
duß  ein  grausum  unterdrücktes  Volk  sich  gegen  seine
Bedrücker  so  verhulten  hälte?  Sind  die  gerndezu  erstaunlichen
  Leistungen  der  Schwarzen  Handlungen
von  I##uten,  die  durch  Zang  niedergchalten  wurden
und  nur  den  Befreier  herbeisehnten?*  Aueh  in  der
Frage  der  Eingcborenenbehandlung  Eilt  dus  Wort:
4  ihren  Früchten  sollt  ihr  sie  erkennen."“  Während
die  Eingeborenen  Deutsch-Osiafrikas  im  Kricge  treu
zu  uns  hiciten,  brachen  in  den  englischen  Nuchbar--kolonien
  wiederholt  Aufstünde  aus,  obwohl  dort  kein
woißer  Feind  im  Lande  stand  wie  bei  uns.  Sowohl
in  I’gundn  als  auch  in  Britisch-Niussaland  erhoben
sich  Eingeborenenstümme.  In  der  letzteren  Kolonie
schlugen  sie  die  englischen  Beamten  tot.  Ein  Hünptling
  but  sogar  den  deutchen  Gouverncur  keen  die
Engländer  um  Hilfe.  Eine  beißcnde  lronie  des  Schicksals
  ist  C§S  auch.  duß  gernde  den  Belkgiern,  dic  wgen
barburischer  Behandlung  der  Eingeborenen  —  mun
denke  an  dic  sogenannten  Kongogreucl!  —  perüchrinn
sind,  der  westhche  Teil  Deutsch-Ostafrikas  von  den
alliterten  und  as-Oziicrten  Kulturhücern  beim  Friedensschluß
  übertragen  worllen

In  cinen  hellen  Ton  cer  Zuversicht  und  der  bostimmten
  Hoffnung  auf  eine  neuc  koloniale  Weltsendung
  des  deutschen  Volkes  klingt  das  Heldenlicd
von  Ostafrika  aus.  Schnec  schlicht  mit  den  schönen
und  schlichten  Worten:  „LDeutschlund  hat  auf  koloninlem
  Gebiet  gezeigt,  duß  cs  den  westlchen  Völkern
mindesiens  gleichwertig  ist.  Mögen  dicjenigen,  die,
insbesondere  in  bezug  uuf  Behandl  ung  von  Eingeborenen,
  anderes  bchaumien,  mit  ihren  Angaben  herauscommen
  und  sie  dem  Sprueh  eines  unpaiteiisehen
Gerichtshofs  unterwersen.  Ich  stche  für  Osinfriku  ein
und  übernehme  nach  jeder  Richtung  hin  die  Verantwortung.

  Ich  zweille  nicht,  dall  meine  Kollegen  in
den  anderen  dentschen  Kolonien  das  Gleiche  tun
können.  Das  deutsche  Volk  darf  die  Entscheidung

des  Friedens  in  bezug  auf  die  Kolonien  nicht  als  endgüllig
  hinnehmen.  Es  muß  auf  die  Revision  des  Vertraks
  dringen.  Nur  wenn  wir  Arungen  in  der  Wel
in  großen  Kolonien  wiedtr  ein  Feld  der  seetittcam
aben,  kunn  Deutschlund  darnuf  rechnen,  in  fri
lichem  W  ettbewerb  der  Nationen  eine  seiner  Volkszuhl
und  seinen  Fühigkeiten  angemcssene  Siellung.  zurückuerlungen.
  An  diescm  Zie  ue  wir
an  wollen  wir  festhalten.
romimenden-  Ceschicchuern  Shlin,  namentlich  aber
auch  den  Alünnern,  die  unsern  zur  cit  verlorenen
Kolonialbestz  bis  zum  Acersten,  in  Ostafrika  bis
zum  europüischen  Krichgsende  verteidigt  haben.  L#n
Münnern  —  und  auch  den  Frauen  unserer  Alrikancr.

pest  sind  wir
        <pb n="93" />
        W  87  20

an  deren  Spitze  die  tapfere  (inttin  des  Gouverneum
Schnee  dem  kümpfenden  Schutzgebict  eine  rechte
„Landesmutter“  wur.  Der  Büchermarkt  ist  heute  annefüllt
  von  Erinnerungen  an  den  Weltkricg.  Fase.
allen  diesen  Erinnerungen  ist  gemeinsam  der  düsterc
Hintergrund  des  Zusammenbruchs  der  Heimat.  Aus
dicscm  Hader  und  Streit,  diesen  Anklagen  und  Selbstverleidigungen
  flüchtet  der  Leser  an  der  Hand  dicses
Kolonialbuches  in  eine  freiere  Atmosphüre.  Unsere
kleine  weilhc  und  schwarze  Heidenschar  dort  drunßen,
von  einer  willensstarken  Führung,  in  Ililitür-  und
Zivilverwaltung,  mirstraffer  Energie  zusammengehalten.
hat  dem  sfernen  Autterlundc,

über  dessen  Schicksale

sic  seit  Jahr  und  Tag  keine  unmittelbare  Kunde  mehr
bekam,  unbeirrt  durch  dic  seclisch  deprimierende  feindliche
  Nachrichtenmnche  die  Treue  gewahrt.  Es  stünde.
heute,  auch  wenn  wir  den  Kricg  un  sich  schlichlich
verloren  hätten,  gewilz  ander  und  besser  um  Deutschlund,
  venn  auch  duheim  jeder  einzelne  an  scinem
Platze  von  diesem  cisernen  Willen,  dieser  völligen
Ilingabe  un  ein  grobhes  Ziel,  diesem  starken  Geiste
unscrer  Ostafrikuner  erfüllt  gewesen  wärc,  der  uns
aus  diem  Buche  des  letzten  Gouverneurs  ungerer  kröß-—
ten  Kolonic  80  erfrischend  entegenströmt.
Hans  Suachs.

 

Neue  Literatur.)
VI.

Zusammengosteillt  in  der  Bibllothek  des  Relchskolonlalministeriums.
Die  eingereichten  Bücher,  deren  Auählung  nnd  Besprechung  sich  die  Redektion  durchaus  vorbehllt.  werden  unter
on  Umständen  Zurückgesandt

I.  Geschichte  und  Politik.

Deppe,  Ludwig:  Mit  Leitow-Vorbeck  durch
Aftiku.  Berlin:  Scher!  1919.  505  S.  S.  l

*Schnee,  Heinrich:  Deutsch-Ostafrika  im  Weltkriege.
  Leipzig:  Quchlle  &amp;amp;  Aleyer  1919.  XII,
139  S.  2.  l

*Bethmunn-Hollweg,  Th.:  Beirachrungen
Weltkriege.  T.  1.  Berlin:  Hobbing  1919.  80.

ellummnnn,  Otto:  Um  den  Kniser.  kanlnnsrunech
aus  den  Zulren  1906—1909.  Berlin:  Hobbing  1919.
VIII,  149  S.  H#.

Hellferich,  Karl:  Der  W.  elttrieg.  DBA#
Berlin:  Ullstein  1919.  3  Bde.  Pe.

*  Hughes,  Thomas  J.:  Siate  Socialism  after  the

zZum:
1

1—3.
(ö

War.  Reviscd  Ed.  Duyxton,  Ohie  Ne  Era  bubl.
Comp.  (1919).  350.  4,  XIV.  V's.  lo

*  Ludendorft,  Erieb:
1914—1918.  Ilit  zahlr.
Alittler  1919.  VIII,

Meine  #iemerinnerunke
Skizzen  u.  Plänen.  Berlin
—2  #

II.  Geographie,  Reisebeschreibungen.
Ethnographie,  Archüologie.

*Stlichel.  B.:  Argentinien.  Gü  4  Karte.)  Hamburg:
  Friedrichsen  1919.  171  S
(Auslundswegweiser.  Zentralstelle

H#g.  v.
Hamburg.  Koloninlinstituts.  Bd  I.)  o

*Thorbeceke,  Franz  u.  Marie  Pauline:  Beitrüge  zur
Völkerkunde  ues  Ost-Mbamlandes.  Unter  Mitarbeit
von  Theodur  Mollison  u.  Wilhelm  Heinitz.
3  Farbentaff.,  ul  Abb.  auf  35  Taf.,  32  weresig.
ellen,  mburg:  Friedrichsen  1919.

(  orbeche  i1n  ranz:  Im  Hochland  von
kamerun.  3.)

Ww

Blittel

des  Hamburg.  Kolonialinstituts.
10

III.  Naturwissenschaften.

Locsencr,  Ih.:  Die  Pflanzenwelt  des  Kinutschon-(icbicts.
  Mit  Untemtütz.  d.  Deutsch-  Chincs.  Verbandes
  verölfentl.  Mit  Taf.  1—10.  Dresden-N.:
Heinrich  ISS  206  S.  80.  L
)  AMlt  einem  sind  die  Titel  der  Werke  hezelchnot.  welche
del  der  Ucdakuon  des.  Kolonlalaiettes  eingiag  mit  einem  ½
dlej-nigen.  welche  von  der  lothek  7#  Katehoponkal
mihisteriums  künnich  erworbon  s  S  n.

 

IV.  Medizin.

Boecthke,  Wilhelm:  Dus  Rote  Kreuz.  Seine  Eutstchung,

  sein  Wesen  und  seine  Einrichtung.  2.  Aufl.
Leipzig:  Reclam  (1917).  90.  8  S.
(Reclams  Universalbibliothek  JNr.  ½o)  E

*Killz,  L.:  Zur  Biologie  und  Pathologie  des  Nachwuchses
  bei  den.  Naturvölkern  der  dentschen  Schutzgebiete.
  Alit  3  Ubersichtskarten,  4  Kurren  u.  31  Tabellen
  im  Lext  u.  4  Laseln.

in:  Archir  f.  Schiffs-  u.  Tropenbyg.  1919.  Bd  23
Beih.  3.  [

V.  Rechtswissenschaft  und  Verwaltung.
Adnum,  M.:  Die  Versorgung  der  Militüchinterbliebenen.
  Dus  Alilitärhinterblichenengesctz  mit  Beispiclen
  und  Antrags-Mustern,  das  Spruchverfahren,
die  Zusatzrenten.  Berlin:  Kameradschaft  1919.  IV.
319  S.  80.
(Viehr  der  Zirilvesorgung  für  Offiziere,  MilitärznWärter
  u.  Inhaber  d.  Anstellungsscheincs.  Ba  13.)  (1#4
Erbschuftsstcuergesetz  vom  10.  -  1919
nebst  Ausführungsbestimmungen.  Hrsg.  im  Reichslinanzministerium.
  Berlin:  1919.  Wichnärucken.
S.  80.  16

on  Siese-  F.:  Die  Verfassung  des  Deutschen  Reiehe

m  II.  August  1919.  Taschenauskabe.  Berlin:  Heyen
  1919.  XVI,  438  8

(Taschen-  Gesct'sammlung  Vo  lis

Iuhrbuch  für  Entschcidungen  des  Kammerterichts

in  Sachen  der  freiwilligen  Geriehtsbarkeit,  in  Kosten-.

Stempel-  und  Siraissehen.  on-  Reinhold  ghe  +  und
Viecior  Ring.  51.  ue  Folge  32.  Bd.)  Berlin:
Vuhlen  1919.  XI,  ’5,  I

«-lsn)",  Heimnnn  Die  brivaten  Rechte  und  Interessen

  im  Fricensrertrag.  Berlin:  Vahlen  1919.
152  S.  8o.  [
«l«ll(llelie,licinl1ur(l:DiePrenlslisehenKultus--minister

  und  ihre  Beumten  im  ersten  Jahrhundert  des
Ministeriums  1817—1917.  Im  umil.  Austr.  bearb.
Stuttzgart  u.  Berlin:  Cotta  1918.  IX.  169  8.  80.  sis
Müusebeck,  Ernst:  Das  Preußische  Kuliusministerium
  vor  gencert  Jahren.  Stuttgart  u.  Berlin:  Cotta
1918.  VIII,  107  S.  80.  20
vsehlereiverger.  Franz:  Die  Ausführungagesetze
zum  Friedensverirag  vom  31.  August  1919.  Textuusg.
mit  Anmerk.  Berlin:  Vahlen  1919.  82  S.  80.  21
        <pb n="94" />
        G  88  20

*Scholz,  Pranz:  Privulcigentum  im  besctzaten  und
unbesetzten  Feindeslund.  unter  bes.  Berücksichtik.  .
“mm7•  cl.  9  „chikricges.  Berlin:  Lichmann  1919.

90–

“.uer  vonue,  Pr.:  Die  Verlussung  des  Deutschen
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1919.  VI,  160  S.  vo.  (53

1  PDie  Verlussung  des  Deutschen  Reiches  vom
Ausguse:  1910  lexinusgule.  Berlin:  H#mann
P  9.  17  S.  0.  (V4

*  Ver  wultungstersebriften  und  (esctze  für  Dreu-Bische
  Gemeinde-,  Polizei-  und  Kreisbebörden
Begr.  von  W.  Muraun.  JFach  dem  Stande  d.  n#egenwürt.
  Rechts  beurb.  und  hrsg.  von  Kurt  von  Rohrscheidt.
  In  1919.  1.  Ilüln.  Berlin:  Reuschel
1919.  G.  26

VI.  Volkswirtschaft,  Gesellschaftswissenschaft
  und  Statistik.

*  Bnuer,  Adalbert:  Der  Arheiten  in  5Leutsch.
Etlafrika.  Würzburg:  Becrker  VI.

Püburte,  rer.  pol.  Diss.  iolnr  9n

Buet  :  Die  Einwirkung  des  Kricgges  auf  die
Wircete  er  französischen  Kolonien  in  Nordufrika.


in:  Der  Tropenpllanzer  1919.  Ju  22.  Jr.
S.  209  ff.

Glesberts,  J.,  u.  Sitzler,  F.:  Verordnung  über
Tarifverträge.  Arbeiter-  und  Angestelltennnsschiüssc  und
Fehlichtung  von  Arbeitsstreitigkeiten  vom  23.  Dezember
  1918  nebst  Verordnungen  verwandten  Inhalts  und
..nIn  I.  ergx.  Aufl.  Borlin:
Vahlen  1919.  201  28

VII.  Handels-  und  Finanzwissenschaft.

*  hn  Rudols:  Belgisehe  Aubenhandelsförderung
vor  dem  Kriege.  so.

Aus:  Schmoller'  Jahrbuch  Bd  3.  20

*  Dletzeh  lleinrich:  Die  Jationalisicrung  der
Kriegsmillinrden.  Tübingen:  Mohr  1919.  III.
37  8.  d.  lao

Fitzuer,  Rud.:  Die  Weltwirtschaft  #ler  Fettstoffe.
15.  Berlin:  IIexmann  1919.  do#.

Veröffentlieh.  d.  Leichan-ahree#=  für  pllanzliche
u.  ticrische  Ole  u.  Fette  5.)  EL

Plant,  Theodor:

9/10,
sei

ui  auf  dem  Wege  zum

Dndustrieschutz.  Schlüssclindustrien  und  Landelslolitik.
  Iamburg-Berlin-  Brannschweit:  Westermann
1919).  VIII.  101  S.

(lIIamburg.  Forschungen  II.  a2

Verantwortlicher  Redakteur  für  den  nichtamtlichen  Teil:

 

VIII.  Forst-  und  Uauswirtschaft.
Jagd,  Fischerei.

*  Fehllnger,  II.:  Die  Landwirtschaft  der  Philippinen-Inseln


in:  Der
S.  287  ff.

*  Uammersteln,  II.  1.:
Eingeborenen  Afrikas

Aus:  Der  rapenphlusner  1919.  Bd  19,  Beih.  2/3.  131

Land-,

Tropenpflanzer  1919,  JIg  22,  Nr.  9/10.
133

lie  Landwirtschuft  der

IX.  Bau-  und  Ingenicurwissenschuft.
Verkchr.

Balizer,  F.:  Die  belgische  Konco-  Eiscenbahn
Alntadi—Lopol  Gville;  zwanzig  Jahre  Betricb.

in:  Deutsche  Kolonialzeitung  1919,  Jg  36,  Nr.  7.
S.  76  fl.  35

*  Herz-Daschn.  Max:  HDie  aucruhbe  des  Sultans
Qaläün  in  Kairo.  Mit  30  Taleln  u.  amburg:
  Friedrichsen  1919.  VII,  54

(Abhandlungen  des  Ha#burg.
Bd  22.  ·
*  Wernekke:  Die  australische  Querbahn.
n-  lcntrulbl  ntderBimoknsiltnngmlq
609ss

Kolontalmsttlutd
b

In  39,
37

X.  Berg-  und  Hüttenwesen.
Vuent.

Xl.  Gewerbe  und  Industrie.
Vurrat.

XII.  Unterricht  und  Sprachwissenschaft.

Algemecen  75  *  het  Onderwijs  in  Nelerlandsch-Indid.
  19  I.  I.  2.  Batavin:  1918.  Kolff
&amp;amp;  (u.  2  Bic.  r  —

XIII.  Religion  und  Mission.

Vacat.
XIV.  Schöne  Literatur  und  Kunst.
Vacal.

XV.  Heer  und  Marine.
Vacnt.

XVI.  Verschiedenes.

Vacat.

Kurt  Schulze,  Berlin=  Schöneberg.

Verlag  und  Druck  der  Buchhandlung  und  Buchdruckerei  von  E.  S.  Mittler  &amp;amp;  Sohn,  Berlin  S8We#  Kochstraße  68—71.
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