in  einen  Nationalstaat  vorbereitet.  Dieles  hat  er
zertrümmert,  was  nicht  wert  war  zu  bestehen,  und
vieles  gebaut,  was  dauern  sollte.  Beides  tat  er  jäh,
unerbittlich,  mit  raschen  Griffen  und  Schlägen.  Er
zählte  die  Millionen  von  Menschenopfern  nicht.  Seine
persönliche  Anziehungskraft  war  dämonisch  und  ohne
Grenzen;  er  war  die  Bewunderung,  der  Abscheu,
das  Derhängnis,  —  niemals  die  Liebe  —  der  Welt.
Kein  Dolk  hat  er  erbarmungsloser  mißhandelt  als
das  deutsche.  Jahrelang  schleppte  er  Deutsche  gegen
Deutsche  in  den  unnatürlichen  Kampf.  Deutsche  Sürsten
  dienten  ihm  willig  als  Verführte  oder  Kbtrünnige.
Keinen  Staat  hat  er  bitterer  gehaßt  als  den  preußischen,
  und  kein  Herrscherhaus  roher  gedemütigt  als
die  Hohenzollern.  Er  wußte,  was  er  tat,  als  er  die
preußische  Großmacht  entwaffnete.  Kber  gerade  dieser
norddeutsche  Staat  half  vor  allen  anderen  ihm  den
Untergang  bereiten.  Nachdem  er  die  Schöpfung  Friedrichs
  des  Großen  zerstört  hatte,  erstand  im  NUorden
Deutschlands  aus  dem  Hhaß  gegen  den  Unterdrücker
und  aus  Derzweiflung  über  die  Not  der  Seit,  vor
allem  aber  aus  einer  großartigen  sittlichen,  geistigen
und  politischen  Selbsterneuerung  in  vollkommener  Klarheit
  der  nationalle  Gedanke.  Die  innere  Kbhängigkeit
  der  deutschen  von  der  französischen  Kultur
war  den  Seitgenossen  durch  die  Weltstellung  Mapoleons
  gern  als  eine  geschichtliche  Notwendigkeit,  ja
als  ein  Elück  für  die  Dölker  erschienen.  Die  Befreiung
  vom  fremden  Joche  aber  geschah  im  Seichen
der  tiefen  neuen  deutschen  Bildung  aus  dem  Geiste
Kants,  Goethes,  Schillers,  der  Romantik.  Einmal  zum
Bewußtsein  vom  Werte  des  eignen  Wesens  erwacht,