auf  ihn  einbrechen  wie  eine  Schar  Kdler!  Dertilgt  das
ausländische  Ungeziefer  und  übergebet  die  Leichname  den
Wölfen  und  den  Raben!  Bald  wird  er  euch  um  Gnade  anflehen,
  denn  sein  Ende  ist  nahe,  aber  Ihr  werdet  ihn  nicht  hören!

Tlausewitz  über  den  Brand  von  Moskau.

Karl  von  Clausewitz,  aus  einem  oberschlesischen  Kdelsgeschlecht
stammend,  geb.  1780  in  Burg  bei  Magdeburg,  tritt  zwölfjährig  als
Lähnrich  in  die  preußische  Armee  ein  und  macht  1793/94  den  Seldzug
  am  Rhein  gegen  Frankreich  mit.  Im  Jahre  1806  wird  er  kriegsgefangen.
  Bis  1812  ist  er  als  Major  im  Generalstab  und  von  1800
an  als  Gehilfe  Scharnhorsts  im  Kriegsministerium  tätig.  1812  tritt
er  in  die  russische  Krmee  über,  macht  den  Feldzug  als  Oberst
und  Uuartiermeister  des  Kavalleriegenerals  Pahlen,  später  beim
Wittgensteinischen  Heer  mit.  Dort  ist  er  an  der  Konvention  von
Tauroggen  mitbeteiligt.  Im  Jahre  18135  ist  er  Generalstabschef
  beim  Korps  Wallmodens.  Seit  1814  wieder  beim  preußischen
heer,  wird  er  im  geldzug  1815  Generalstabschef  im  dritten  preußischen
  Korps.  Er  stirbt  als  Generalstabschef  des  Leldmarschalls
Gneisenau  wie  dieser,  im  Jahr  1831,  an  der  Tholera.  —  Clausewitz
ist  ein  glühender  Hatriot,  ein  reiner,  gütiger  Mensch,  durch  sein
Buch  „Dom  Kriege“  der  bedeutendste  strategische  Denker  vor  Moltke,
der  sich  an  ihm  gebildet  hat.  —  Während  des  Waffenstillstands  1815
schrieb  er  die  Geschichte  des  russischen  Feldzugs.  Clausewitz  erzählt:

Der  Derfasser  (Tlausewitz)  hat  sich  lange  nicht  von  einem
absichtlichen  Sbbrennen  Moskaus  überzeugen  können.  Nach
dem  aber,  was  nun  von  allen  Seiten  zur  Sprache  gekommen
ist,  und  besonders  nach  der  wenig  befriedigenden  Verteidigung,
welche  der  Graf  Rostopschin  hat  drucken  lassen,  ist  er  in
seiner  früheren  Ansicht  nicht  nur  zweifelhaft  geworden,  sondern
  hat  auch  fast  die  Überzeugung  bekommen,  daß  Rostopschin
allerdings  Moskau  hat  anstecken  lassen,  und  zwar  auf  eigene
Derantwortlichkeit,  ohne  Dorwissen  der  Regierung  Daß  die
Regierung,  namentlich  daß  der  Naiser  diese  Knsteckung  gewollt,
befohlen  habe,  ist  nicht  wahrscheinlich  .  Dagegen  war  die
Derantwortlichkeit,  welche  Rostopschin  übernahm,  ungeheuer.
Man  kann  sich,  wenn  er  es  getan  hat,  nicht  anders  denken,
als  daß  ein  Justand  von  Ceidenschaftlichkeit  und  Bitterkeit,
in  dem  er  sich  damals  zu  befinden  schien,  ihm  die  Kraft  zu
einem  Entschluß  gegeben  habe,  von  dessen  ZKusführung  er
jede  Gefahr  und  niemals  Dank  und  Ehre  ernten  konnte
[Er  fiel  beim  Jaren  in  Ungnade.]  .  .  In  jedem  Fall  ist  es

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