lich,  und  vom  14.  auf  den  15.  und  16.  zeigte  das  Thermometer
  16  und  18  Grad  unter  Uull.  Die  Wege  bedeckten
sich  mit  Glatteis;  die  Pferde  der  Kavallerie,  der  Krtillerie
und  des  Trains  fielen  allmählich  nicht  zu  hunderten,  sondern
zu  Tausenden,  vor  allen  die  französischen  und  die  deutschen.
In  wenigen  Tagen  gingen  mehr  als  30000  Pferde  zugrunde;
unsere  Kavallerie  sieht  sich  zu  Fuß,  unsere  Artillerie  und
unser  Train  sind  ohne  Bespannung.  Wir  mußten  ein  gut
Teil  unserer  Geschütze  und  unserer  Kriegs-  und  Mundvorräte
im  Stich  lassen  und  zerstören.  Diese  Armee,  am  6.  noch
so  schön,  war  am  14.  nicht  mehr  zu  erkennen,  —  fast  ohne
Kavallerie,  ohne  Krtillerie,  ohne  Train  .  Der  Seind.
der  auf  dem  Wege  die  Spuren  dieses  entsetzlichen  Unglücks
sah,  das  die  französische  Armee  getroffen,  suchte  orteil
daraus  zu  ziehen.  Er  umringte  alle  Marschkolonnen  mit
seinen  Kosaken,  die,  wie  die  Kraber  in  den  Wüsten,  die
vom  Weg  abgekommenen  Trains  und  die  Wagen  wegnahmen.
Diese  verächtliche  Kavallerie,  die  nur  Lärm  macht  und  unfähig
  ist,  eine  Kompagnie  leichten  Fußvolks  in  Grund  zu
reiten,  machte  sich,  von  den  Umständen  begünstigt,  furchtbar
  ...  Unsere  Kavallerie  hat  solchen  Mangel  an  Pferden,
  daß  man  die  Offiziere,  denen  ein  Pferd  geblieben  ist,
zusammen  nehmen  mußte,  um  4  Kompagnien  zu  je  150  Mann
zu  bilden.  Die  Generale  taten  hier  den  Dienst  von  hauptleuten
  und  die  Obersten  den  von  Unteroffizieren.  Diese
heilige  SIchwadron,  vom  General  Grouchy  kommandiert,  unter
dem  Oberbefehl  des  Königs  von  Neapel,  verlor  bei  allen
Bewegungen  den  Kaiser  nicht  aus  den  ZKugen.  Die  GCesundheit
  Sr.  Majestät  war  nie  besser.

Marschall  Berthier  über  die  vernichtete  Krmee.

Klexander  Berthier,  Fürst  von  NUeuchätel  und  von  Wagram,
geb.  1753  als  Sohn  eines  Ingenieuroffiziers,  einer  von  den  Intimsten
  Uapoleons  und  von  1796  ab  an  seiner  Seite.  Er  hatte  seit  1799
den  Dosten  eines  Generalstabschefs  (major  général)  der  Armee  inne.
Dermählt  mit  einer  bayrischen  Prinzessin,  ging  er  beim  Beginn  der
„Dundert  Tage“  nach  Bamberg.  Dort  stürzte  er  sich  am  1.  Juni
1815  in  geistiger  Umnachtung  vom  Balkon  des  Schlosses.

Die  Korps  wurden  durch  ihre  Kdler  dargestellt.
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