so  Gott  will,  und  dann  hat  Europa  Sried;  —  —

sagt  ich  es  nicht:  das  ist  das  End  vom  Cied  ...

Horch!  Ist  mirs  doch,  als  hört  ich  Trab,  trab,  trab  —

hufschlag  und  Roßgewiehr  die  Gaß  herab  —

geh!  stoß  den  Laden  auf  und  zünde  Cicht!

husaren  ..  aber  unsre  sind  es  nicht  ...

husaren!  .  .  Und  im  Schlitten  hinterher  ...

Gott  steh  uns  bei!  .  im  Schlitten,  das  war  Er!
(Aus  einem  Stammbuch.)

Der  Freiherr  vom  Stein  an  seine  Frau
über  die  Dernichtung  der  „Großen  Krmee“.
Wilna,  Januar  1813.

Ganz  Deutschland  muß  mit  Trauer  bedeckt  sein.  80000
junge  Männer  aus  diesem  unglücklichen  Lande  sind  umgekommen
  oder  sterben  noch  täglich  in  den  hospitälern  einem
fauligen  Uervenfieber  zur  Beute,  dem  die  durch  hunger,  ungesunde
  nahrung  von  gefallenem  Dieh,  die  einzige  die  übrig
war,  entkräfteten  Körper  nicht  widerstehen  können.  15000
Kranke  allein  lagen  in  den  hospitälern  von  Wilna.  Man
sieht  nichts  als  Karren  voll  Leichname,  die  man  teils  von
Wölfen  angefressen  auf  den  Heerstraßen  sammelt,  und  aus  den
Hospitälern  wegführt,  oder  Süge  von  Gefangenen,  mit  Lumpen
  bedeckt,  ausgemergelt  durch  Leiden  aller  Art,  höhläugig,
mit  blaugrauer  haut,  in  dumpfem  Schweigen  den  Tod  erwartend
  Es  ist  durch  die  achtungswürdigsten  Seugnisse
  beglaubigt,  daß  im  Übermaß  des  Elends,  welches  das
französische  Heer  litt,  französische  Joldaten  sich  von  den  Leichnamen
  ihrer  unglücklichen  Kameraden  genährt  haben..  .  Die
leibliche  und  sittliche  Erschöpfung  und  Dernichtung  dieser
Unglücklichen  war  so  groß,  daß  ein  Sug  von  zweitausend
Mann  sich  einem  russischen  Gesundheitsbeamten  ergeben  hat,
der  in  seiner  Kalesche  reiste;  daß  der  Döbel  von  Wilna,
großenteils  aus  Juden  bestehend,  auf  den  Uachzug  des  heeres
gefallen  ist  und  eine  Anzahl  Gefangener  von  der  Kaisergarde
gemacht  hat.  Diese  gräßlichen  und  ungeheuren  Ereignisse
  waren  oft  von  kleinen  Sügen  begleitet,  welche  lächer-3

  Die  Befrelung.  33