Krieges)  mit  Rußland,  —  „jetzt  müßten  und  würden  wir
alles  wieder  gewinnen,  darum  werde  auch  schon  gerüstet.
Wahrscheinlich  aber  werde  man  es  nicht  brauchen,  Napoleon
sei  so  herunter,  daß  er  Srieden  machen  müsse,  und  wir
würden  ohne  Blutvergießen  bloß  durch  Negoziationen  zu
unserm  Sweck  kommen.“  Ich  erstarrte!  —  Also  noch  nicht
belehrt?  die  Seit  noch  nicht  begriffen?  Napoleon  noch  nicht
kennen  gelernt?  —  Ich  sagte:  „Wenn  dem  auch  so  sei,
so  werde  die  Seit  vergehen,  der  Zugenblick  sei  dringend;
wenn  man  jetzt  alle  Franzosen  festhielte,  so  ständen  wir  im
Dorteil,  und  ganz  Deutschland  würde  entbrennen.“  Er:  „Dazu
sei  der  König  nicht  zu  bewegen.“  —  Ich:  „Er  habe  ihn
ja  doch  während  seines  Ministeriums  zu  allem  gebracht,
wozu  er  ihn  habe  bringen  wollen,  so  werde  ja  auch  dies
möglich  sein  in  dem  wichtigsten  und  dringendsten  Momente
der  Zeit.“  Er:  „Das  möge  ich  nicht  glauben,  der  König  ließe
sich  wohl  leiten  bis  auf  einen  gewissen  Hunkt,  aber  wenn
es  zur  Entscheidung  komme,  behalte  er  seinen  Willen"

Ich  ließ  fallen:  „Wenn  es  so  stehe,  würden  wir  alles  verlieren
  und  alles  versäumen.“  Dieses  verneinte  er  und  versicherte,
es  werde  fleißig  gearbeitet,  vorzüglich  wären  wir  in  Übereinstimmung
  mit  den  osterreichern,  und  der  König  sei  entschlossen,
alles  zu  tun,  was  diese  tun  würden.  Man  könne  nichts  übereilen;
  wenn  es  Seit  sein  würde,  werde  er  es  mich  wissen  lassen.

(von  der  Marwitz,  Nachrichten  aus  meinem  Ceben.)

General  von  Bülow  fordert  eine  offene  Sprache.

Sriedrich  Milhelm  Freiherr  von  Bülow,  Graf  von  Dennewitz,
preußischer  General,  geb.  1755.  Er  führte  in  den  Feldzügen  1813
und  1814  das  dritte  preußische  Rorps.  Im  Frühjahrsfeldzug  1813
hatte  er  die  Marken  und  Berlin  zu  decken,  und  siegte  am  5.  April
bei  Möckern  (unweit  Magdeburg)  über  den  Hrinzen  Eugen  Beauharnais,
  erstürmte  am  2.  Mai  halle  und  wehrte  durch  den  Sieg  bei  Luckau
am  4.  Juni  den  Marschall  Oudinot  von  Berlin  ab.  Im  herbstfeldzug
  1813  stand  er  unter  dem  ronprinzen  von  Schweden  bei  der
HUordarmee.  Am  2.  ZKugust  siegte  er  über  den  Marschall  Oudinot
bei  Großbeeren,  am  6.  September  bei  Dennewitz  über  den  Marschall
Uey  und  bewahrte  so  Berlin  vor  der  Rache  Napoleons.  Er  eroberte
  nach  dem  Sieg  bei  Leipzig  Holland  und  Belgien,  vereinigte
sich  mit  Blüchers  Krmee  und  siegte  mit  Blücher  und  Horck  über
Napoleon  bei  Laon,  am  9.  und  10.  März  1814.  Im  Seldzug  1815
führte  Bülow  das  vierte  preußische  Korps.  Er  starb  1816.

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