Korps  gehören;  ich  erwarte  von  einem  Augenblick  zum  andern
Kufklärung  von  Ihnen.  Endlich  ist  die  Bombe  mit  dem
General  Dorck  geplattzt;  ich  glaubte  mehr  Sestigkeit  zeigen
zu  müssen  bei  den  Suständen  unseres  heeres,  welche  die
herren  vom  preußischen  Generalstab  in  Umlauf  bringen,
anstatt  sie  zu  unterdrücken.  Das  Korps  ist  gut,  aber  man  verdirbt
  es;  der  Eeist  hat  sich  zum  Erstaunen  verändert,  aber
einige  Gnadenerweise  und  Belohnungen  —  und  ich  werde  es
leicht  wieder  zurecht  bringen,  vorausgesetzt,  daß  die  Offiziere,
die  ich  bezeichne,  auf  der  Stelle  entfernt  werden;  man  wird  sie
nicht  vermissen,  zwei  Drittel  der  AKrmee  verabscheuen  sie."“

Der  erste  dieser  beiden  Briefe  würde  einem  Manne  wie
Dorck  nicht  imponiert  haben,  aber  für  eine  militärische  Scheinrechtfertigung,
  wenn  der  preußische  Hof  sich  derselben  gegen
den  französischen  bedienen  wollte,  war  es  viel.  Der  zweite
Brief  mußte  wenigstens  in  des  Generals  Norck  Seele  alle
Bitterkeit  zurückrufen,  die  sich  vielleicht  seit  einigen  Tagen  in
dem  Eefühl  der  eigenen  Schuld  gegen  Macdonald  vermindert
haben  mochte.  —  Als  der  Derfasser  zum  Eeneral  Norck  ins
Simmer  trat,  rief  ihm  dieser  entgegen:  „Bleibt  mir  vom
Leibe,  ich  will  nichts  mehr  mit  Euch  zu  tun  haben.  Eure  verdammten
  Kosaken  haben  einen  Boten  Macdonalds  durchgelassen,
  der  mir  den  Befehl  bringt,  auf  DPiktupöhnen  zu  marschieren,
  um  mich  dort  mit  ihm  zu  vereinigen.  Nun  hat
aller  Sweifel  ein  Ende,  Eure  Truppen  kommen  nicht  an,
Ihr  seid  zu  schwach,  ich  muß  marschieren  und  verbitte  mir  jetzt
alle  weiteren  Unterhandlungen,  die  mir  den  Kopf  kosten
würden.“  Der  Derfasser  sagte,  daß  er  dem  Eeneral  hierauf
nichts  entgegnen  wolle,  daß  er  ihn  aber  bitte,  Licht  geben  zu
lassen,  weil  er  ihm  einige  Briefe  mitzuteilen  habe:  und  da  der
General  noch  zu  zögern  schien,  setzte  der  Derfasser  hin  zu:  „Ew.
Exzellenz  werden  mich  doch  nicht  in  die  Derlegenheit  setzen
wollen  abzureisen,  ohne  meinen  ZKuftrag  ausgerichtet  zu
haben.“  Der  Ceneral  Norck  ließ  hierauf  Licht  geben  und  aus
dem  VDorzimmer  seinen  Chef  des  Generalstabes,  den  Oberst
Roeder,  hereintreten.  Die  Briefe  wurden  gelesen.  Nach  einem
augenblicklichen  Nachdenken  sagte  General  Dorck:  „Clausewitz,

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